Jackson Square
Du stehst in einem Park, etwa so groß wie ein Häuserblock, und mittendrin reitet Andrew Jackson. Das Reiterstandbild des Bildhauers Clark Mills steht seit 1856 hier; es ist ein Neuguss seiner Jackson-Statue in Washington. Achte auf die Eisenzäune, die Wege, die Bänke und die Anlage im Pariser Stil: Sie sind seit 1851 unverändert, aus dem Entwurf der Micaela Almonester, Baroness de Pontalba. Dieselbe Frau ließ auch die Pontalba Buildings errichten, die den Platz zu beiden Seiten einfassen. Als Architekt und Landschaftsplaner des Platzes gilt Louis H. Pilié.
Lange bevor hier Bänke standen, war das ein Exerzierplatz. Die Franzosen nannten ihn Place d'Armes, die Spanier in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Plaza de Armas, beides heißt Waffenplatz. Um diesen Platz herum wuchs das frühe New Orleans. Hier wurde 1803 Louisiana mit dem Louisiana Purchase zu amerikanischem Territorium. Der Fahnenmast erinnert an die feierlichen Übergaben jenes Jahres: erst von Spanien an Frankreich, dann von Frankreich an die USA.
Seinen heutigen Namen trägt der Platz nach Jackson, dem Sieger der Schlacht von New Orleans 1815 und späteren siebten Präsidenten der USA. Nach dem großen Stadtbrand von 1788 bauten die Spanier die Kirche St. Louis 1789 neu auf, 1793 wurde sie zur Kathedrale erhoben, 1795 folgte das Rathaus, der Cabildo. In den 1930er Jahren strich die Arbeitsbeschaffungsbehörde WPA Fassaden neu und erneuerte die Gärten. Seit 1971 sind Chartres, St. Peter und St. Ann Street rund um den Platz für Autos gesperrt, deshalb kannst du hier so entspannt schlendern.
1960 wurde Jackson Square zum National Historic Landmark erklärt, 2012 nahm ihn die American Planning Association unter die Great Public Spaces der USA auf. Der Park ist frei zugänglich; nimm dir zwanzig Minuten für eine Runde und einen Blick auf Statue und Fahnenmast. Dann geht es 380 m und 5 Minuten durch das French Quarter zur Bourbon Street.












