Fisherman's Wharf
Der Rundgang beginnt dort, wo San Francisco als Hafen groß wurde. Im engen Sinn meint Fisherman's Wharf das Gedränge aus Lokalen und Souvenirläden an der Jefferson Street und rund um Pier 39, genau der Teil, der oft als Touristenfalle bezeichnet wird. Im weiteren Sinn reicht das Viertel vom Pier 35 an der Embarcadero bis zum Aquatic Park, mit einem Streifen an der Beach Street, an dem der Ghirardelli Square liegt.
Die Geschichte dahinter ist handfester als die Souvenirs. 1884 baute der Staat Kalifornien am Ende der Union Street den ersten staatlichen Fischersteg, ein schmales Rechteck von rund 450 Fuß Länge, das schräg ins Wasser ragte. 1900 reservierte der Staat das Ufer zwischen Taylor Street und Leavenworth Street für die kommerziellen Fischerboote. Schon damals zogen die Fischrestaurants Besucher von außerhalb an.
In den 1960er und 1970er Jahren gingen die Fischerei-Docks zurück, und in den 1970er und 1980er Jahren wurde das Viertel zur Touristenattraktion umgebaut. Ganz verschwunden sind die Fischer aber nie: Auch danach lagen hier noch viele aktive Fischer mit ihren Flotten. Achte zwischen den Restaurantfassaden auf die Boote, sie sind der Rest des Arbeitshafens.
Fisherman's Wharf ist frei zugänglich und rund um die Uhr offen. Für den Rundgang reicht ein kurzer Blick ans Wasser; Zeit zum Bummeln hast du am Ende besser im Ferry Building. Von hier gehst du 860 m, etwa 15 Minuten, hinauf nach Russian Hill zur Lombard Street.
















