Lyon auf eigene Faust: von Fourvière zur Bellecour

Vom Basilikahügel durch Römertheater, Traboulen und Renaissancegassen hinunter zur Saône und quer über die Presqu'île: zehn Stopps, die meisten davon gratis.

10 Stationen 5,0 km ~1 Std. 10 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Lyon
Stopp 1 von 10
630 m·8 Min.
Notre-Dame de Fourvière
Geh nach Südwesten bergab zum Gallo-römischen Theater
Willkommen in Lyon. Ich bin Alex, und Lyons geheime Hausdurchgänge schützten erst Seide und später Menschen.
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Die Route im Überblick: zehn Stopps durch Lyon

Zehn Stopps führen dich von Notre-Dame de Fourvière auf dem Hügel durch Vieux Lyon und über die Saône bis zur Place Bellecour: 5,0 km, reine Gehzeit 1 Std. 10 Min., mit den lohnenden Innenbesuchen gut viereinhalb Stunden.

Basilika, Kathedrale, Traboule und Plätze kosten nichts, Eintritt nehmen nur das Gallo-römisches Theater und Gadagne. Route, Karte und GPS-Navigation im Browser sind kostenlos, der AI Tour Guide ist optional.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 10 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Karte zum Lyon Stadtrundgang von Fourvière bis Bellecour

10 Stopps 5,0 km 1 Std. 10 Min. Gehzeit
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Die 10 Stationen auf dieser Route

  1. Notre-Dame de Fourvière in Lyon, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Notre-Dame de Fourvière
  2. Gallo-römisches Theater in Lyon, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Gallo-römisches Theater
  3. Kathedrale Saint-Jean in Lyon, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Kathedrale Saint-Jean
  4. Longue traboule in Lyon, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Longue traboule
  5. Gadagne in Lyon, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Gadagne
  6. Fresque des Lyonnais, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Fresque des Lyonnais
  7. Place des Terreaux in Lyon, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Place des Terreaux
  8. Opéra de Lyon, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Opéra de Lyon
  9. Place des Célestins in Lyon, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Place des Célestins
  10. Place Bellecour in Lyon, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Place Bellecour
  11. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Station für Station: dein Lyon Rundgang vom Hügel zur Halbinsel

  1. 1

    Notre-Dame de Fourvière

    Notre-Dame de Fourvière in Lyon, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Oben auf dem Fourvière-Hügel thront Notre-Dame de Fourvière seit dem späten 19. Jahrhundert über der Stadt. Die Basilika steht ungefähr dort, wo einst das Forum des Kaisers Trajan lag. Ihr Stil ist neobyzantinisch, und das hat ihr von Anfang an glühende Bewunderer und ebenso heftige Kritiker eingebracht. Schau dir die Fassade genau an und entscheide selbst, auf welcher Seite du stehst.

    Der Ort ist viel älter als der Bau. Im Mittelalter verehrte man hier den heiligen Thomas von Canterbury, bald auch die Jungfrau Maria; ab 1630 entstand eine Kapelle. 1642 legten die Schöffen der Stadt ein Gelübde ab, um die Pest fernzuhalten, und daraus wurde eine jährliche Wallfahrt. Im 19. Jahrhundert ließ Kardinal de Bonald eine vergoldete Marienstatue auf den Glockenturm der Kapelle setzen, den man eigens dafür erhöhte und verstärkte.

    Die Basilika selbst ist ein Dank: dafür, dass Lyon im Deutsch-Französischen Krieg von 1870 verschont blieb. Baubeginn war 1872. Architekt Pierre Bossan musste die Baustelle aus gesundheitlichen Gründen aus der Ferne leiten und überließ die Ausführung weitgehend Louis Sainte-Marie Perrin. Kurios: Die Kirche gehört bis heute einer Stiftung, nicht dem Erzbistum, und blieb deshalb vom Trennungsgesetz von 1905 unberührt. Seit 1998 zählt sie zum UNESCO-Welterbe.

    Der Eintritt ist frei, und eine halbe Stunde drinnen lohnt sich für jeden. Wer mehr Zeit hat, schaut auch in die Krypta und die Kapelle der Jungfrau. Danach geht es 640 m, gut neun Minuten, bergab zum römischen Theater.

    Öffnungszeiten
    Basilika: Mo–Sa 7:00–20:00, So 7:00–21:00 | Gärten: 6:30–22:30 | Kapelle der Jungfrau: 7:00–19:00 | Krypta: 8:30–18:30 | Willkommenspavillon: 10:00–18:00
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Gallo-römisches Theater

    Gallo-römisches Theater in Lyon, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Unterhalb des Gipfels, an den Hang geschmiegt, öffnet sich das Gallo-römisches Theater, vor Ort Théâtre antique de Lyon genannt. Hier lag einst das Zentrum der römischen Kolonie Lugdunum. Stell dich auf die oberen Ränge und schau hinunter auf die Bühne: Nach seiner Erweiterung fasste das Theater bis zu 10.000 Zuschauer.

    Gebaut wurde es in zwei Etappen. Der erste Bau mit zwei Rangreihen und einem halbrunden Scheinportikus bot höchstens 5.700 Plätze. Bei der Erweiterung riss man den Portikus ab und verwendete seinen Schutt, um die neuen Ränge abzustützen. Ausgerechnet diese Trümmer halfen später bei der Datierung: Der Archäologe Amable Audin erkannte an Säulenresten Kalkstein aus der Provence und verlegte den Bau weiter zurück, vielleicht bis in die Zeit des Augustus.

    Nach dem Ende des Römischen Reichs diente das Theater als Steinbruch, im Mittelalter verschwand es ganz unter der Erde und geriet in Vergessenheit. Erst Ende des 19. Jahrhunderts stieß man zufällig darauf, ab 1933 wurde es freigelegt und restauriert. Zusammen mit dem Odeon und dem gallo-römischen Museum nebenan bildet es eine archäologische Stätte, die das antike Lyon greifbar macht.

    Das Theater kostet Eintritt, und für Geschichtsfans ist eine Dreiviertelstunde gut investiert. Von hier sind es 1160 m, rund 16 Minuten, hinunter zur Kathedrale in der Altstadt.

    Name vor Ort
    Théâtre antique de Lyon
    Öffnungszeiten
    Mo: Geschlossen | Di–Fr: 11:00–18:00 | Sa–So: 10:00–18:00
    Preis
    8 EUR
  3. 3

    Kathedrale Saint-Jean

    Kathedrale Saint-Jean in Lyon, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Unten an der Place Saint-Jean steht die Kathedrale Saint-Jean, vor Ort Primatiale Saint-Jean de Lyon. Begonnen 1180 auf den Ruinen einer Kirche aus dem 6. Jahrhundert, vollendet 1476: fast 300 Jahre Bauzeit. Trotzdem wirkt sie erstaunlich einheitlich, achte beim Blick auf die Fassade darauf, wie wenig man die Jahrhunderte sieht.

    Ihre Wurzeln reichen ins 2. Jahrhundert zurück, als die ersten Bischöfe Lyons, Pothinus und Irenäus, hier eine Kirche gründeten. Lyon gehörte damit zu den ersten Städten Galliens mit einem solchen Bau. Germanische Plünderer und später Sarazenen beschädigten die Vorgängerbauten schwer; Anfang des 9. Jahrhunderts schickte Karl der Große eigens den Bayern Leidrade als Bischof, um die heruntergekommene Kirche wiederaufzubauen.

    Warum Primatiale? 1079 verlieh Papst Gregor VII. dem Erzbischof von Lyon den Titel Primas von ganz Gallien, mit Vorrang vor den anderen Erzbischöfen des Reichs. 1245 tagte hier das Erste Konzil von Lyon, und 1819 skizzierte der Maler William Turner die Kathedrale vom Fourvière-Hügel aus, genau aus der Richtung, aus der du gerade kommst.

    Der Eintritt ist frei, ein Blick ins Innere passt in jede Planung. Danach sind es nur 180 m, drei Minuten, bis zum Eingang der Longue traboule.

    Name vor Ort
    Primatiale Saint-Jean de Lyon
    Öffnungszeiten
    Mo 14:00–19:00 | Di–Fr 08:30–19:00 (Mi bis 19:30) | Sa 08:30–19:30 | So 08:00–19:30
    Preis
    Kostenlos
  4. 4

    Longue traboule

    Longue traboule in Lyon, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hinter einer unscheinbaren Tür in der Rue Saint-Jean Nr. 54 beginnt die Longue traboule. Dieser überdachte Renaissance-Durchgang schneidet durch vier Gebäude und kommt erst in der Rue du Bœuf Nr. 27 wieder heraus. Unter den rund 500 versteckten Korridoren der Stadt ist er der längste.

    Traboulen sind typisch für Lyon. Im 19. Jahrhundert nutzten die Seidenarbeiter sie als direkten, geschützten Weg, um ihre empfindlichen Stoffe durch die Stadt zu tragen, ohne Regen und Straßendreck. Geh langsam, schau nach oben in die Innenhöfe und denk daran, dass hier Menschen wohnen: Leise sein gehört dazu.

    Der Durchgang ist kostenlos. Die meisten anderen Traboulen sind verschlossen, diese hier kannst du einfach betreten.

    Von der Rue du Bœuf geht es 300 m, etwa vier Minuten, weiter durch die Gassen von Vieux Lyon, vorbei am Musée Miniature et Cinéma, bis zu Gadagne.

    Öffnungszeiten
    Ganzjährig täglich 07:00–19:00 (im Sommer bis 20:00)
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    Gadagne

    Gadagne in Lyon, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Mitten im Viertel Saint-Jean steht das Hôtel Gadagne, ein Stadtpalast aus dem frühen 16. Jahrhundert. Die Brüder Pierrevive bauten es zwischen 1511 und 1527, 1545 gestalteten es die Brüder Gadagne um. Die florentinische Familie war so reich, dass man in Lyon sagte: „riche comme Gadagne“, reich wie Gadagne.

    Die Brüder verstanden sich allerdings schlecht und wohnten deshalb in getrennten Teilen des Hauses. Einer von ihnen, Thomas I. de Gadagne, genannt der Reiche, zahlte einen Teil des Lösegelds, mit dem Luise von Savoyen König Franz I. freikaufte, der nach der Schlacht von Pavia 1525 in spanischer Gefangenschaft saß.

    Heute beherbergt das Haus zwei Museen: das Museum für Stadtgeschichte und das Puppenmuseum der Welt. 1998 schloss es für über zehn Jahre, nach umfangreichen Grabungen und einem umstrittenen Umbau öffnete es 2009 fast doppelt so groß wieder. Die Stadtgeschichte reicht vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert, mit 80.000 Objekten in 30 Sälen: Skulpturen, Gemälde, Möbel und Keramik.

    Wer verstehen will, wie Lyon zu der Stadt wurde, durch die du gerade gehst, sollte eine Stunde einplanen; das Museum kostet Eintritt. Danach überquerst du die Saône: 540 m, acht Minuten, bis zur Fresque des Lyonnais.

    Öffnungszeiten
    Mi–So 10:30–18:00, geschlossen Mo–Di
    Preis
    8 EUR
  6. 6

    Fresque des Lyonnais

    Fresque des Lyonnais, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Am Quai Saint-Vincent, Ecke Rue de la Martinière, blickt dich ein ganzes Haus voller Menschen an. Die Fresque des Lyonnais bedeckt 800 m² einer fensterlosen Fassade und zeigt berühmte Persönlichkeiten aus der Stadtgeschichte, historische wie zeitgenössische, auf gemalten Balkonen und in gemalten Fenstern.

    Die Idee kam aus Barcelona. Dort hatte die Künstlergruppe CitéCréation 1992 zu den Olympischen Spielen ein Trompe-l'œil mit berühmten Katalanen wie Gaudí, Miró und Picasso gemalt. Lyons damaliger Bürgermeister Michel Noir war so angetan, dass er die Künstler für ein ähnliches Projekt holte; die Bewohner des Hauses stimmten zu, und 1994 und 1995 entstand das Bild.

    Bevor gemalt wurde, durchforsteten Akademien und historische Gesellschaften ihre Verzeichnisse: 250 Namen kamen zusammen, am Ende wurden 24 Persönlichkeiten ausgewählt. „Die Mauern sind die Haut der Bewohner“, sagen die Muralisten. Nimm dir ein paar Minuten und such die Figuren, die du kennst.

    Die Fresque ist rund um die Uhr frei zu sehen. Von hier gehst du 500 m, sieben Minuten, weiter zur Place des Terreaux.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  7. 7

    Place des Terreaux

    Place des Terreaux in Lyon, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Place des Terreaux liegt am Fuß des Croix-Rousse-Hügels auf der Presqu'île. Im Osten begrenzt sie das Rathaus, im Süden der Palais Saint-Pierre mit dem Musée des Beaux-Arts. Der Platz gehört zum UNESCO-Welterbe.

    Seine Geschichte beginnt mit einem Steuerstreit. 1206 wandten sich die Kaufleute von Lyon gegen Erzbischof Renaud II. de Forez, der die vereinbarten Warenzölle nicht einhielt. Um das Viertel Saint-Nizier vor der Macht der Kirche zu schützen, zogen die Bürger hier eine Mauer und bauten einen Turm an der Saône. Der Erzbischof griff 1208 zu den Waffen, erst Papst Innozenz III. stiftete Frieden.

    Pikant: Renaud de Forez und seine Nachfolger bauten die Befestigung der Bürger danach selbst weiter aus, nun gegen mögliche Angriffe aus der Dombes. Es entstand eine zwei Meter dicke und zehn Meter hohe Mauer zwischen Saône und Rhône, etwa 500 m lang, mit zwei Toren, Zugbrücken und zehn Türmen, davor ein 22 m breiter Graben.

    Der Platz ist immer zugänglich und kostet nichts. Hinter dem Rathaus wartet nach 270 m, vier Minuten, die Oper.

    Öffnungszeiten
    Immer geöffnet
    Preis
    Kostenlos
  8. 8

    Opéra de Lyon

    Opéra de Lyon, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Gegenüber dem Rathaus an der Place de la Comédie steht die Opéra de Lyon, früher Grand Théâtre. Schau genau hin: Unten ein klassischer Bau von 1831, oben eine moderne Kuppel. Zwischen 1989 und 1993 hat Jean Nouvel das Haus komplett umgebaut und vergrößert, 1993 gewann der Entwurf die Équerre d'argent, einen französischen Architekturpreis.

    Schon der Vorgängerbau trug den Namen Grand Théâtre: Jacques-Germain Soufflot errichtete ihn ab 1753 auf den Gärten des Rathauses, eingeweiht wurde er 1756, abgerissen 1826. Antoine-Marie Chenavard und Jean-Marie Pollet bauten ihn 1831 neu. Heute spielt hier die Opéra national de Lyon Opern, Ballette und Konzerte vor bis zu 1.100 Zuschauern, das Ballett der Oper ist hier zu Hause.

    Von außen kostet die Oper nichts, Karten für Vorstellungen bekommst du an der Kasse. Danach geht es 1130 m, etwa 16 Minuten, die Presqu'île hinunter zur Place des Célestins.

    Öffnungszeiten
    Kasse (Guichet): Di–Sa 12:00–18:00
    Preis
    Kostenlos (Außenbereich)
  9. 9

    Place des Célestins

    Place des Célestins in Lyon, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Place des Célestins im 2. Arrondissement hat ihre heutige Form seit Anfang des 19. Jahrhunderts. Ihren Namen hat sie von den Mönchen des Cölestinerordens, die hier von 1407 bis 1778 lebten. Davor, bis 1307, gehörte das Gelände den Templern, die hier eine Kommende unterhielten.

    Das Kloster überstand mehrere Brände und hielt sich fast 400 Jahre. 1746 bekam es zur Saône hin eine prachtvoll verzierte Fassade von Jean-Baptiste Masson, hinter der sich alte, bunt zusammengewürfelte Gebäude versteckten. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts schrumpfte die Gemeinschaft um 40 Prozent, 1778 wurde das Kloster aufgegeben.

    Was danach kam, ist eine frühe Immobiliengeschichte. Nach einem langen Prozess wurde der Herzog von Savoyen als Eigentümer anerkannt und verkaufte an den Pariser A. Devouge, der hier etwas wie den Palais-Royal in Paris schaffen wollte. Jean-Antoine Morand plante das neue Viertel, Jean-François Colson das Theater; 1789 fielen Kirche und Vorbau.

    Der Platz ist frei zugänglich. Nach 290 m, vier Minuten, öffnet sich die Place Bellecour.

    Öffnungszeiten
    Immer geöffnet
    Preis
    Kostenlos
  10. 10

    Place Bellecour

    Place Bellecour in Lyon, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zum Schluss stehst du auf der Place Bellecour, 312 m lang und 200 m breit. Sie ist der drittgrößte Platz Frankreichs nach der Place des Quinconces in Bordeaux und der Place de la Concorde in Paris, und weil hier keine Autos fahren, gilt sie als größter Fußgängerplatz Europas. Kein Baum, keine Wiese: nur Weite.

    In der Mitte reitet Ludwig XIV., eine Statue von François-Frédéric Lemot aus dem Jahr 1825. Am Westende sitzen Antoine de Saint-Exupéry und sein Kleiner Prinz. In zwei Pavillons findest du das Fremdenverkehrsamt und eine Kunstgalerie. Bellecour ist außerdem Kilometer null von Lyon: Alle Entfernungen der Stadt werden von hier gemessen.

    In römischer Zeit war das Viertel eine angeschwemmte Insel, auf der Händler und Schiffer ihre Lagerhütten hatten. Ende des 12. Jahrhunderts besaß der Erzbischof hier einen Weinberg namens Bella curtis, schöner Garten, daher der Name. Über die Saône hinweg siehst du zurück auf Vieux Lyon und die Kathedrale, wo du vor ein paar Stunden warst.

    Von hier starten die Einkaufsstraßen der Presqu'île, und an der Metrostation Bellecour kreuzen sich die Linien A und D.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Lyon Route geladen
Notre-Dame de FourvièreGallo-römisches TheaterKathedrale Saint-JeanLongue traboule+6
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Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Lyon entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 10 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

10Stopps 5,0km 1 Std. 10 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Lyon in zwei Etappen: Hügel oder Halbinsel

Du musst nicht alles an einem Stück gehen. Die Route teilt sich an der Saône in zwei Hälften, die jede für sich funktionieren.

Fourvière und Vieux Lyon

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5

Für alle, die Geschichte von den Römern bis zur Renaissance wollen. 32 Minuten reine Gehzeit, Eintritt kosten das Theater und Gadagne. Mit den Besuchen bist du gut drei Stunden unterwegs; plane sie für Mittwoch bis Sonntag, wenn beide offen sind.

Presqu'île zum Nulltarif

Stopps: 6, 7, 8, 9, 10

Für einen Nachmittag oder Abend ohne Eintritte: Fassadenkunst, Rathausplatz, Oper und zwei große Plätze. 31 Minuten reine Gehzeit, alles kostenlos, mit Schauen gut eine Stunde.

Wie lange dauert der Lyon Rundgang mit Theater und Museum?

Die reine Gehzeit liegt bei 1 Std. 10 Min. Rechnest du etwa eine halbe Stunde für die Basilika, eine Dreiviertelstunde im Theater, eine Stunde in Gadagne und kurze Halte an Kathedrale, Traboule und den Plätzen dazu, landest du bei gut viereinhalb Stunden.

Die Richtung ist bewusst gewählt: Du beginnst oben auf dem Hügel und gehst danach fast nur noch hinunter, erst in die Altstadt, dann über den Fluss auf die flache Presqu'île. Wer die Museen auslässt, schafft die ganze Strecke in knapp drei Stunden.

Bevor du in Lyon losgehst

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Start an der Basilika Notre-Dame de Fourvière, einsteigen kannst du aber an jedem Stopp. Du endest an der Place Bellecour mit der Metrostation Bellecour (Linien A und D); die GPS-Navigation führt dich auf Wunsch zurück zum Start.
  • Bester Tag: Wenn du hineinschauen willst, wähl einen Tag, an dem Theater und Gadagne beide geöffnet haben. Unter der Woche passt ein Start am Vormittag an der Basilika, dann erreichst du das Theater, wenn es geöffnet hat.
  • Hinauf nach Fourvière: Die Standseilbahn ab Vieux Lyon fährt mit dem normalen Nahverkehrsticket. Im Sommer staut es sich dort zwischen 10 und 16 Uhr oft eine halbe Stunde; zu Fuß bist du über die Montée Saint-Barthélémy in etwa 15 Minuten oben, durch die Jardins du Rosaire in etwa 25 Minuten, und dieser Aufstieg ist selbst schön.
  • Kosten: Gratis sind Basilika, Kathedrale, Traboule, Fresque und alle Plätze; Eintritt kosten nur Theater und Gadagne. Für den AI Tour Guide bekommst du 100 Gratis-Credits, danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder 5 € pro Stunde.

Essen und Pausen zwischen Vieux Lyon und Presqu'île

Lyon gilt als Welthauptstadt der Gastronomie, doch gut essen hängt hier stark davon ab, auf welcher Seite der Saône du dich hinsetzt. Für die Mittagspause bietet sich die Presqu'île an, die du nach Gadagne erreichst.

Zertifizierter Bouchon mit Gnafron-PlaketteRund 22 Bouchons tragen das Siegel „Les Bouchons Lyonnais“, zehn davon im 2. Arrondissement auf der Presqu'île, nur vier in Vieux Lyon. Achte auf die Plakette mit der Puppenfigur Gnafron: Quenelle, Andouillette oder Saucisson brioché bekommst du dort authentischer und oft nicht teurer. (Presqu'île, zwischen Place des Terreaux und Place Bellecour)
Sterneküche zur MittagszeitWer sich etwas gönnen will, isst mittags: Im Sternerestaurant Prairial ist das Fünf-Gänge-Menü „Confluence“ mittags deutlich günstiger als das Acht-Gänge-Menü am Abend. Gleiche Küche, gleicher Koch. Allgemein gilt: Das Mittagsmenü (Formule) ist fast überall günstiger als die Abendkarte.
Karaffe LeitungswasserIn Frankreich sind Service, Brot und Leitungswasser im Preis enthalten. Bestell „une carafe d'eau“ statt Mineralwasser; Trinkgeld ist keine Pflicht.

Touristenfallen in Lyon, die dich unnötig Geld kosten

  • Restaurants in der Rue Saint-Jean: Die Gasse ist voller Souvenirläden und Lokale für Durchreisende; auch Einheimische sagen, dass ein guter Bouchon hier selten ist. Geh hindurch, aber iss woanders. (Vieux Lyon, rund um die Longue traboule)
  • Hop-on-hop-off-Bus: Das Tagesticket des Nahverkehrs ist deutlich günstiger als der Bus, bringt dich zu denselben Zielen und schließt die Standseilbahn auf den Fourvière ein; auf den Hügeln bist du damit sogar schneller.
  • Bezahlte Traboulen-Führung: Für Vieux Lyon brauchst du keine Führung. Die Longue traboule ist öffentlich und frei zugänglich; die meisten der über 500 Traboulen sind verschlossen, und auch eine Führung öffnet dir keine zusätzlichen Türen, sie bringt vor allem Geschichten.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Lyon
AI Tour Guide

Dein Guide für Lyon ist bereit, wenn du es bist.

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Lyon, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

10Stopps 5,0km 1 Std. 10 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide in Lyon anders macht

Auf dieser Route liegen zweitausend Jahre zwischen dem ersten und dem letzten Stopp. Der AI Tour Guide führt dich als Gespräch hindurch: Er begrüßt dich oben an der Basilika, erzählt unterwegs die Geschichten der Orte, fragt, ob dich eher Römer, Seidenweber oder Architektur reizen, und baut das Gespräch danach um. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen, etwa um zu fragen, wer die Figuren auf einer bestimmten Etage der Fresque sind oder was ein Bouchon eigentlich von einem normalen Bistro unterscheidet.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zum Rundgang durch Lyon

Lohnt sich die Lyon City Card für diesen Rundgang?

Nur bei vollem Programm. Basilika, Kathedrale, Traboule und Plätze sind gratis, nur Theater und Gadagne kosten Eintritt, und die Karte ist online günstiger als vor Ort. Sie rechnet sich erst, wenn du am selben Tag noch eine Saône-Fahrt, weitere Museen oder Nahverkehr dazunimmst. Dann bietet sie auch die Dachführung der Basilika.

Kostet Gadagne Eintritt?

Ja, Gadagne ist neben dem Theater einer der beiden Stopps mit Eintritt. Wer verstehen will, wie Lyon gewachsen ist, ist dort gut aufgehoben.

Wie komme ich günstig vom Flughafen in die Stadt?

Allein oder zu zweit nimmst du den Rhônexpress. Ab drei oder vier Personen ist ein Taxi gleich teuer oder günstiger, weil du dort pro Fahrzeug zahlst.

Kann ich die Strecke auch mit dem Rad fahren?

Ja, mit Vélo'v: Mit dem Tagesticket sind die ersten 30 Minuten jeder Fahrt inklusive. Besonders die Radwege an Rhône und Saône lohnen sich, für den Hügel von Fourvière nimmst du besser die Standseilbahn.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 2 der 10 Stopps: Gallo-römisches Theater und Gadagne verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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