Jardin Darcy
Mitten im Park steht ein achteckiger Turm im Stil der Neorenaissance: unten gemauert, darüber ein offener Säulenkranz, der das Dach trägt. Schau dir die Tür im Erdgeschoss an. Sie führt zum Wasserreservoir, und darüber blickt dir die Büste des Mannes entgegen, nach dem hier alles benannt ist: Henry Darcy, Ingenieur und Sohn der Stadt. Deshalb heißt der Bau auch Monument à Darcy oder schlicht Château d’eau.
Zwischen 1838 und 1840 ließ Darcy an dieser Stelle einen Trinkwasserspeicher bauen, 28 Meter im Durchmesser, mit Platz für 350.000 Liter. Durch Rohrleitungen kam das Wasser aus dem rund zwölf Kilometer entfernten Tal des Suzon und versorgte die damals etwa 29.000 Einwohner. Dijon gehörte damit zu den ersten Städten mit einer modernen Trinkwasserversorgung. Der Architekt Émile Sagot deckte das Becken später ab und setzte den Turm als Krone darauf.
1880 legte Félix Vionnois um das Reservoir den ersten öffentlichen Park Dijons an. Unterhalb des Turms ließ er eine terrassenförmige Brunnenanlage mit Wasserfall bauen, streng symmetrisch und gerahmt von hellen Balustraden. Das ist das Bild, das du dir merken solltest, bevor du losgehst.
Der Park kostet nichts. Mit Kindern lohnt sich ein längerer Halt am Spielplatz, sonst reicht eine Viertelstunde auf einer der Bänke. Dann folgt die längste Etappe: 1140 m, rund 15 Minuten, zur Église Saint-Michel. Unterwegs kreuzt du den Owl Trail und kommst am Musée Rude vorbei.














