Kolonáda
Die Kolonáda ist das Herz des Kurzentrums und der passende Ort, um anzufangen. Auf Tschechisch heißt sie Kur- oder Hauptkolonnade, auf Deutsch kannte man sie als Kreuzbrunnen-Kolonnade. Geh langsam unter dem Dach entlang und schau nach oben: Die Halle ist eine Konstruktion aus Gusseisen und Stahl, und die Deckenfresken stammen von Josef Vyleťal, der sie 1986 neu gemalt hat.
Mit ihren 180 Metern war die Kolonnade einst die längste Kurkolonnade im heutigen Tschechien. Bei der Rekonstruktion 1986 wurde sie allerdings um einen Marktanbau gekürzt, deshalb wirkt sie heute geschlossener als früher. Bestellt hat den Bau das Kloster Tepl, ein Name, der dir auf diesem Rundgang noch öfter begegnet: Den Mönchen gehörte das Land, auf dem Marienbad entstand.
Vor dem eisernen Bau stand hier eine gemauerte Kolonnade im Empirestil. Gegründet hatte sie Abt Karl Kaspar Reitenberger, gebaut wurde ab 1823, fertig war sie 1827. Wer sich die heutige Halle ansieht, erkennt, wie selbstbewusst der Kurort später auftrat: Eisen und Glas statt Stein, Platz für viele Gäste, die beim Wandeln ihr Heilwasser tranken.
Die Kolonnade ist rund um die Uhr offen und kostet nichts. Nimm dir ruhig zwanzig Minuten, gerade die Fresken lohnen einen zweiten Blick. Dann geht es 210 Meter weiter, gut drei Minuten, zur Karolinaquelle am Ende der Promenade.













