Kloster Strahov
Du beginnst hoch über der Stadt, an einem Ort, der älter ist als fast alles, was du heute noch sehen wirst. Das Kloster Strahov gehört den Prämonstratensern und wurde 1143 gegründet, getragen von Jindřich Zdík, dem Bischof von Olmütz, von Bischof Johann von Prag und Herzog Vladislav II.
Die Idee brachte Zdík 1138 von seiner Pilgerreise ins Heilige Land mit. Ein erster Versuch, hier eine tschechische Spielart des Kanonikerordens anzusiedeln, scheiterte 1140; daraufhin holte man Prämonstratenser aus Steinfeld im Rheinland. Die Mönche bauten zuerst aus Holz, mit einer romanischen Basilika als Mittelpunkt, und ersetzten die provisorischen Wohnräume nach und nach durch Stein.
Die Geschichte ist eine von Rückschlägen. 1258 brannte das Kloster schwer, 1420 plünderten es Prager Bürger in der Hussitenzeit und verbrannten Bücher, Kultgeräte und Einrichtung. Die Gebäude blieben stehen, das Klosterleben aber lag fast zwei Jahrhunderte darnieder. Erst Abt Jan Lohelius, der 1586 aus dem Stift Tepl kam, brachte geistliches Leben und Wirtschaft wieder in Ordnung.
Hinein geht es mit einem Kombiticket für Bibliothek und Galerie. Wenn du alte Bücher und Klosterräume magst, lohnt sich das; wer den Tag vor allem für die Burg braucht, schaut von außen und geht weiter. Zur Prager Burg sind es 1380 m, etwa 17 Minuten.


































