Nám. Přemysla Otakara II.
Der Náměstí Přemysla Otakara II. ist fast ein perfektes Quadrat: rund 133 mal 133 Meter, die Südseite misst 132,5 Meter, die Nordseite 137,4 Meter. Damit ist er der zweitgrößte quadratische Platz Tschechiens. Stell dich in die Mitte und dreh dich einmal: An der Südwestecke steht das Rathaus, nahe der Nordostecke ragen der Schwarze Turm und die Kathedrale auf, und dazwischen liegt der Samsonbrunnen.
Angelegt wurde der Platz um 1265 von einem Mann namens Hirzo, kurz nachdem König Přemysl Otakar II. die Stadt gegründet hatte; nach ihm ist der Platz heute benannt. Ringsum steckte man Grundstücke von etwa 8 Metern Breite für die Häuser der Bürger ab. Später kamen Pflaster, ein Brunnen und eine Richtstätte hinzu. Wo sie stand, liegt heute der Bludný kámen, der sogenannte Irrstein. Eine Zeit lang standen hier auch die Fleischbänke, bis Karl IV. sie abreißen und in die Krajinská verlegen ließ.
Achte auf den Boden: Die Mittelfläche von 80 mal 80 Metern ist mit Keramikfliesen von 1939 belegt, ringsum läuft ein 10 Meter breiter Streifen, der auch als Parkplatz dient. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fuhren an den Rändern sogar Straßenbahnen.
Der Name des Platzes erzählt das 20. Jahrhundert im Schnelldurchlauf. Früher hieß er schlicht Hauptplatz, ab 1915 Kaiser-Franz-Josef-Platz, ab 1918 Platz der Freiheit, ab 1934 Masarykplatz, unter der Besatzung Adolf-Hitler-Platz, ab Mai 1945 wieder Masarykplatz, ab 1951 Žižkaplatz und erst seit 1991 trägt er den Namen des Stadtgründers.
Du kommst auf dieser Runde noch zweimal hierher zurück. Zuerst geht es 380 Meter, etwa 5 Minuten, zum Südböhmischen Museum.




















