City Market
Der City Market zieht sich über vier Häuserblocks: vorn die Market Hall an der Meeting Street, dahinter eine lange Folge eingeschossiger Markthallen, die erst an der East Bay Street enden. Schau dir zuerst die Fassade der Market Hall an. Der Bau im Stil des Greek Revival steht auf einem offenen Arkadengeschoss, darüber ein Portikus mit vier dorischen Säulen nach dem Vorbild antiker Tempel. Im Fries wechseln sich Rinderschädel und Widderköpfe ab, die alten Zeichen eines Fleischmarkts. Gesims, Portikus und Kapitelle sind aus rotem Sandstein.
Angelegt wurde der Markt in den 1790er Jahren, zunächst als Centre Market. Er ersetzte den Beef Market, der 1796 abbrannte und dort stand, wo heute die City Hall steht. Die Market Hall entwarf der Charlestoner Architekt Edward B. White Anfang der 1840er Jahre. Das ganze 19. Jahrhundert über verkauften Farmen und Plantagen hier Rindfleisch und Gemüse, und viele kamen einfach, um Nachbarn zu treffen. Seit 1899 sitzt in der Halle das Konföderiertenmuseum der Stadt.
Ein verbreiteter Irrtum hält sich hartnäckig: Im City Market wurden nie versklavte Menschen verkauft. Das geschah im Old Slave Mart, einem eigenen Gebäude, das heute ein Museum ist. In den Hallen findest du heute Schmuck, Souvenirs und die geflochtenen Süßgraskörbe der Gullah. Der Eintritt ist frei.
Wer Körbe vergleichen will, nimmt sich hier eine Viertelstunde. Danach sind es 320 Meter, rund 4 Minuten, bis zum Gibbes Museum of Art an der Meeting Street.
















