Kathedrale von Puno
Die Kathedrale von Puno, offiziell Kathedralbasilika San Carlos Borromeo, steht an der Plaza de Armas und ist Sitz des Bistums Puno. Bleib zuerst draußen stehen, denn das Beste ist die Fassade. Im Mittelteil haben einheimische Steinmetze in harten Basalt Menschenfiguren, Blüten der Region und Sirenen gemeißelt, die Charangos spielen. Die beiden massiven Türme ragen 30 Meter hoch und sind nur im oberen Geschoss verziert.
Gebaut wurde die Steinkirche in der Zeit des Vizekönigreichs als Pfarrkirche, die Bauzeit soll rund 80 Jahre gedauert haben. Ob der Bau 1709 begann oder schon 1669, direkt nach der Gründung der Bergbaustadt Puno, ist nicht sicher. Ein Datum an der Mitteltür nennt 1757 für die Fassade, eine Jahreszahl an der Seitentür 1794 für die Fertigstellung. Angestoßen haben soll den Bau der Bergmann Miguel de San Román, ausgeführt hat ihn der Indigene Simón de Asto. Heraus kam ein Mestizenstil, spanischer Barock mit Motiven der Andenkultur.
1861 wurde die Kirche zur Kathedrale des neuen Bistums, 1965 verlieh ihr Papst Paul VI. den Titel einer Basilica minor, 1972 wurde sie nationales Kulturgut. Ein Brand zerstörte 1930 große Teile der hölzernen Ausstattung, darunter den Hauptaltar; der heutige Altar aus Marmor stammt von Emilio Hart Terre.
Innen ist sie schlicht: ein einziges Schiff auf kreuzförmigem Grundriss, 15 Meter hoch und 10 Meter breit, mit Vierungskuppel und Tonnengewölbe. Der Eintritt ist frei, eine Viertelstunde reicht. Damit schließt sich die Runde dort, wo sie begonnen hat.
- Öffnungszeiten
- Mo–Fr 08:00–12:00, 15:00–18:00; Sa 08:00–13:00, 15:00–19:00; So 08:00–12:00, 15:00–19:00
- Preis
- Kostenlos