Plaza Muñoz Gamero
Du startest im Herzen der Stadt, auf der Plaza Muñoz Gamero, die viele auch Plaza de Armas nennen. In der Mitte steht Hernando de Magallanes in Bronze, die Skulptur wurde 1920 eingeweiht. Seit 1991 ist der Platz als Zona Típica geschützt. Schau dir die Straßennamen rundum an: An der Südseite liegt die Calle José Nogueira, an der Westseite die Calle Fagnano. Beiden Namen begegnest du auf dieser Runde wieder, im Palast und in der Kathedrale.
Glanzvoll war der Anfang nicht. Schon bei der Gründung war hier ein großer Platz vorgesehen, die Plaza Esmeralda, doch zwanzig Jahre lang blieb sie eine Brache, auf der frei laufende Tiere weideten und ein paar Kinder spielten. Punta Arenas war damals Militär- und Strafkolonie. Gouverneur Benjamín Muñoz Gamero zeichnete im August 1851 den ersten Stadtplan.
Er erlebte nicht viel davon. In der Nacht des 24. November 1851 ließ die Wache den verurteilten Leutnant Miguel José Cambiazo frei. Mit der ganzen Garnison im Rücken nahm er Kaserne und Platz ein, steckte mehrere Gebäude in Brand und erschoss den Gouverneur, der sich wehrte, von hinten. Das ging als Motín de Cambiaso in die Geschichte ein.
Später ließ Gouverneur Óscar Viel die Stadt wachsen, die Bevölkerung verdreifachte sich, und Punta Arenas wurde Freihafen. Viel legte den ersten Bebauungsplan an: Blöcke von 100 Metern, getrennt durch 20 Meter breite Straßen. Er gab dem Platz auch seinen heutigen Namen, zu Ehren des ermordeten Gouverneurs.
Am Rand der Plaza steht der Palacio Sara Braun, zu dem du später zurückkehrst. Jetzt sind es nur 180 m und 2 Minuten bis zum Kroatenmuseum.




















