Santiago de Chile auf eigene Faust: Altstadt zu Fuß

Vom Fischmarkt über den Hügel Huelén bis zum Präsidentenpalast: elf Orte, an denen du Santiagos Geschichte von den Inka bis 1973 ablesen kannst.

11 Stationen 5,2 km ~1 Std. 12 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Santiago de Chile
Stopp 1 von 11
580 m·7 min
Plaza de Armas de Santiago
Geh nach Norden in Richtung Mercado Central.
Hallo und willkommen in Santiago de Chile. Ich bin Alex, und Santiagos Zentrum folgt noch immer einem Straßenraster aus dem Jahr 1541:
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Die Route im Überblick

Elf Stationen, 5,2 km: Du startest an der Plaza de Armas de Santiago, gehst über den Mercado Central de Santiago und den Cerro Santa Lucía bis zum Palast La Moneda und endest am Museo Histórico Nacional, wieder an der Plaza. Reine Gehzeit 1 Std. 12 Min.; mit Museen wird ein voller Tag daraus, nur von außen rund zweieinhalb Stunden.

Fast alles ist frei. Eintritt kosten nur das Museo de Arte Colonial an der Iglesia de San Francisco und das Museo Chileno de Arte Precolombino. Route, Karte und GPS-Navigation im Browser sind kostenlos; der AI Tour Guide ist optional.

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Blick auf Santiago de Chile

Die Route

Karte zum Stadtrundgang durch Santiago de Chile

11 Stopps 5,2 km 1 Std. 12 Min. Gehzeit
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Die 11 Stationen auf dieser Route

  1. Plaza de Armas de Santiago in Santiago de Chile, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Plaza de Armas de Santiago
  2. Mercado Central de Santiago in Santiago de Chile, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Mercado Central de Santiago
  3. Museo Nacional de Bellas Artes in Santiago de Chile, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Museo Nacional de Bellas Artes
  4. Barrio Lastarria in Santiago de Chile, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Barrio Lastarria
  5. Cerro Santa Lucía in Santiago de Chile, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Cerro Santa Lucía
  6. Iglesia de San Francisco in Santiago de Chile, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Iglesia de San Francisco
  7. Barrio París-Londres in Santiago de Chile, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Barrio París-Londres
  8. Palast La Moneda in Santiago de Chile, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Palast La Moneda
  9. Museo Chileno de Arte Precolombino in Santiago de Chile, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Museo Chileno de Arte Precolombino
  10. Catedral Metropolitana de Santiago in Santiago de Chile, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Catedral Metropolitana de Santiago
  11. Museo Histórico Nacional in Santiago de Chile, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    11Museo Histórico Nacional
  12. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Station für Station: dein Rundgang durch Santiago de Chile

  1. 1

    Plaza de Armas de Santiago

    Plaza de Armas de Santiago in Santiago de Chile, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hier beginnt Santiago, ganz wörtlich. Die Plaza de Armas ist der Hauptplatz der Stadt, und wenn du dich einmal langsam um die eigene Achse drehst, siehst du ein gutes Stück Stadtgeschichte auf einen Blick: die Kathedrale, das Hauptpostamt, den Palacio de la Real Audiencia und das Gebäude, in dem heute die Stadtverwaltung sitzt und früher der Cabildo, der koloniale Stadtrat, tagte. Dazu kommen die Capilla del Sagrario, der erzbischöfliche Palast, das Edificio Comercial Edwards und der Portal Fernández Concha.

    Gegründet hat die Stadt Pedro de Valdivia im Jahr 1541. Er beauftragte Pedro de Gamboa mit dem Grundriss, und der legte Santiago wie ein Schachbrett an: gerade Straßen, quadratische Blöcke und in der Mitte ein Platz, um den sich die wichtigsten Verwaltungsbauten gruppieren sollten. Dieses Raster spürst du heute noch, sobald du von hier in eine Seitenstraße einbiegst.

    Spannender ist, was unter deinen Füßen liegt. Forscher des Naturkundemuseums und der Universidad Andrés Bello haben Belege dafür vorgelegt, dass hier vorher ein städtisches Zentrum der Inka stand. Von ihm gingen Wege in mehrere Richtungen aus, und seine Bewohner lebten von bewässerter Landwirtschaft und vom Abbau von Gold und Silber. Valdivia hätte demnach nicht auf freiem Feld gegründet, sondern die vorhandene Anlage übernommen; der Platz liegt über der alten Cancha der Inka.

    Seit 1986 stehen die Plaza, das nahe ehemalige Nationalkongressgebäude und die umliegenden Bauten gemeinsam als Zona Típica unter Schutz. Kathedrale und Museo Histórico Nacional hebst du dir für das Ende auf, wenn der Rundgang hierher zurückführt. Jetzt geht es 590 m, etwa 8 Minuten, zum Mercado Central.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Mercado Central de Santiago

    Mercado Central de Santiago in Santiago de Chile, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Mercado Central ist ein Lebensmittelmarkt, vor allem für Fisch und Meeresfrüchte. Eintritt kostet er nicht, du kannst also einfach hineingehen, zwischen den Ständen bummeln und schauen, was an diesem Tag ausliegt. Das Gebäude ist dabei mindestens so sehenswert wie die Auslage, also schau unbedingt nach oben.

    Über dir spannt sich eine Eisenkonstruktion, die in Glasgow bei Messrs Laidlaw & Sons gegossen wurde. Entworfen haben sie Edward Woods und Charles Henry Driver; sie überdacht einen Innenhof, den ein Ring aus gebranntem Ziegel umschließt. Diesen Ring plante der Stadtplaner Manuel Aldunate y Avaria, die Bauleitung hatte der Architekt Fermín Vivaceta. Der Markt ersetzte die alte Plaza de Abastos, die 1864 abgebrannt war.

    Baubeginn war 1869, eröffnet wurde am 23. August 1872, mitten in der Nationalen Ausstellung der Künste und Industrien, die der Intendant Benjamín Vicuña Mackenna organisiert hatte. Merk dir den Namen, er begegnet dir am Ende der Tour wieder.

    Seitdem ist viel umgebaut worden: 1884 kam ein zweiter Ziegelring dazu, 1900 elektrisches Licht und die ersten informellen Stände. Zwischen 1927 und 1930 riss man die Nordfront ab, weil die Calle Ismael Valdés Vergara verbreitert wurde, und 1983 ließ die Stadt das Gebäude restaurieren. Seit 1984 ist es Monumento Histórico, und 2012 zählte National Geographic es zu den fünf besten Märkten der Welt.

    Für einen Gang durch die Halle reicht eine halbe Stunde. Danach sind es 810 m, rund 12 Minuten, zum Museo Nacional de Bellas Artes; direkt dahinter liegt das Museo de Arte Contemporáneo de Santiago.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr 06:00–17:00, Sa 07:00–17:00, So 09:00–17:00
    Preis
    Kostenlos (öffentlicher Lebensmitteldmarkt, kein Eintritt)
  3. 3

    Museo Nacional de Bellas Artes

    Museo Nacional de Bellas Artes in Santiago de Chile, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Schon von außen merkst du, dass dieses Haus etwas feiern sollte. Der Palacio de Bellas Artes entstand zum hundertsten Jahrestag der Unabhängigkeit und wurde am 21. September 1910 im Rahmen einer internationalen Ausstellung eingeweiht. Der chilenische Architekt Emile Jéquier entwarf ihn in vollem Beaux-Arts-Stil und setzte ihn in den Parque Forestal, den Jorge Enrique Dubois angelegt hatte, ein Landschaftsgärtner mit Ausbildung an der Gartenbauschule von Versailles.

    Das Museum ist älter als sein Palast. Gegründet wurde es am 18. September 1880 als Museo Nacional de Pinturas, damit gilt es als das älteste Südamerikas. Hinter der Gründung standen Präsident Aníbal Pinto, Minister Manuel García de la Huerta, Marcos Segundo Maturana und der Bildhauer José Miguel Blanco; erster Direktor war der Maler Juan Mochi. 1887 zog die Sammlung in den „Partenón“, einen Bau, den die Unión Artística für ihre jährlichen Ausstellungen errichtet hatte, und hieß fortan Museo de Bellas Artes. 1901 beschloss die Regierung schließlich einen eigenen Neubau für Museum und Kunstschule.

    Das Erdbeben von 1960 beschädigte das Gebäude, danach wurde es erdbebensicher verstärkt. Das hat sich gelohnt: Beim Beben von 2010 fielen nur einzelne Teile der Außenfassade herab.

    Hineingehen lohnt sich, zumal der Eintritt frei ist. Das Museum gehört zu den wichtigsten Adressen für chilenische und südamerikanische Kunst; wer Malerei mag, plant eine Dreiviertelstunde ein, alle anderen schauen wenigstens kurz hinein, um den Bau von innen zu sehen. Weiter geht es 540 m, etwa 7 Minuten, nach Barrio Lastarria, vorbei am Museo de Artes Visuales.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–18:30 (letzter Einlass 18:20), Mo geschlossen
    Preis
    Kostenlos (Nationalmuseum, freier Eintritt)
    Website
    mnba.cl ↗
  4. 4

    Barrio Lastarria

    Barrio Lastarria in Santiago de Chile, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Barrio Lastarria ist das Kulturviertel der Innenstadt: Kinos, Theater, Museen, Restaurants und Bars liegen hier dicht beieinander. Vor allem in der Calle J. V. Lastarria und im angrenzenden Parque Forestal finden oft Festivals und Auftritte auf der Straße statt. Lass dich ruhig ein wenig treiben, die Straßen winden sich, statt dem strengen Raster der Plaza zu folgen.

    Die Geschichte des Viertels reicht weit zurück. Nach der Eroberung durch Pedro de Valdivia kam das Gelände an Bartolomé Blumenthal, einen deutschen Einwanderer, der hier eine Mühle baute. Wie viele Viertel im Zentrum wuchs Lastarria um eine Kirche herum, die Iglesia de la Veracruz, deren Fassaden 2001 und 2002 restauriert wurden.

    Achte auf die Plaza Mulato Gil de Castro. Das Haus, nach dem sie heißt, stammt vom Anfang des 19. Jahrhunderts, der Platz selbst aber erst von 1981: Er entstand, weil man eine Reihe historischer Fassaden bewahren wollte, die an diesem Haus beginnt.

    In den 1990er Jahren wurde das Viertel behutsam restauriert, ohne seinen bohemehaften, intellektuellen Charakter zu verlieren; Ende des Jahrzehnts kamen Cafés, Bars und Kulturzentren hinzu. 1997 wurde Lastarria zur Zona Típica erklärt, und am 5. November 2006 rief die Bewegung Movilh es bei einer Veranstaltung im Parque Forestal zum ersten schwulenfreundlichen Viertel Santiagos aus.

    Lastarria grenzt an den Cerro Santa Lucía, bis dorthin sind es 500 m, etwa 7 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos (öffentliches Quartier)
  5. 5

    Cerro Santa Lucía

    Cerro Santa Lucía in Santiago de Chile, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Mitten in der Stadt erhebt sich dieser Hügel 69 m über seine Umgebung. Die Ureinwohner nannten ihn Huelén oder Welén; seinen heutigen Namen bekam er, als Pedro de Valdivia ihn am 13. Dezember 1540 einnahm, dem Tag der heiligen Lucia. Heute ist er ein Park von 65.300 Quadratmetern mit verzierten Fassaden und Brunnen, und ganz oben wartet ein Aussichtspunkt.

    Die Missionare nutzten den Hügel zuerst als Ort des Gebets, als 1541 eine Seuche ausbrach. Später wurde er militärisch: 1816 baute Brigadier Manuel Olaguer Feliú zwei Festungen aus Stein und Kalk, eine nördlich und eine südlich des Gipfels, mit Platz für acht oder zwölf Kanonen, dazu ein Munitionsdepot und Unterkünfte für die Garnison. 1820 wurde auf einer Seite das Fort Hidalgo fertig.

    Auf der anderen Seite lag ein „Friedhof der Dissidenten“ für Menschen, die nicht dem katholischen Glauben folgten oder aus anderen Gründen nicht in geweihter Erde begraben werden durften. Ihre Gebeime ruhen heute nicht mehr hier, sie wurden in einen abgelegenen Teil des Cementerio General überführt.

    Und der Hügel hat sogar eine Rolle in der Wissenschaft gespielt: 1849 kam James Melville Gilliss mit einer astronomischen Expedition der US-Marine nach Chile, um die Sonnenparallaxe genauer zu messen, und richtete hier oben ein Observatorium ein. Als die Expedition im September 1852 endete, kaufte die chilenische Regierung Gebäude und Instrumente, der Grundstock des ersten Nationalen Observatoriums.

    Der Zugang ist frei, und der Weg zum Aussichtspunkt lohnt sich für alle, die die Stadt einmal von oben sehen wollen. Von hier sind es 740 m, rund 10 Minuten, zur Iglesia de San Francisco.

    Öffnungszeiten
    Sommer: Mo 12:00–20:30, Di–So 07:00–20:30; Winter: Mo 12:00–19:30, Di–So 08:00–19:30
    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    Iglesia de San Francisco

    Iglesia de San Francisco in Santiago de Chile, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Diese unscheinbar wirkende Kirche an der Alameda ist das älteste erhaltene Gebäude Santiagos. Geweiht wurde sie 1618, ganz aus Steinmauerwerk, und sie hat seitdem mehrere Erdbeben überstanden, die die Hauptstadt getroffen haben. Der Grundriss bildet ein lateinisches Kreuz; ursprünglich im amerikanischen Barock geplant, kamen bei späteren Restaurierungen klassizistische Elemente hinzu.

    Ihre Geschichte beginnt mit der Stadtgründung. Zwischen 1542 und 1543 ließ Pedro de Valdivia an dieser Stelle eine kleine Einsiedelei bauen, die Ermita del Socorro, für ein Bild der Jungfrau der immerwährenden Hilfe. Das Gemälde hatte der Konquistador auf seiner Reise nach Chile zu Pferd mitgebracht. Zuerst wachten die Mercedarier über den Ort, 1554 übergab die Stadt ihn den Franziskanern.

    1583 zerstörte ein Erdbeben die Lehmziegelkapelle vollständig. Die Franziskaner bauten neu, diesmal solide in Stein, bezahlt von Gemeindemitgliedern und mit Hilfe König Philipps II. Die Mönche entwarfen den Bau selbst und leiteten die Arbeiten, gebaut haben ihn einheimische Arbeitskräfte aus der Umgebung. Später entstand daneben ein erster Kreuzgang, aus dem das Franziskanerkloster hervorging.

    Neben der Kirche liegt das Museo de Arte Colonial, das Eintritt kostet. Für alle, die sich für die Kunst der Kolonialzeit interessieren, ist es eine halbe Stunde wert; wer eilig ist, schaut sich die Kirche an und geht weiter. Die nächste Station ist nur 320 m entfernt, etwa 4 Minuten, und gehörte einst ebenfalls den Franziskanern: Barrio París-Londres.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr 09:30–17:00, Sa 09:30–14:00, So geschlossen (Museum; letzter Einlass 30 Min. vor Schluss)
    Preis
    5.000 CLP ausländische Touristen, 3.000 CLP Erwachsene, 2.000 CLP chilenische Senioren/Studierende (Museo de Arte Colonial)
  7. 7

    Barrio París-Londres

    Barrio París-Londres in Santiago de Chile, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Plötzlich fühlt sich Santiago europäisch an: schmale, gewundene Gassen mit Kopfsteinpflaster, Häuser, die nie höher als fünf Geschosse sind. Entworfen haben das kleine Viertel Ernesto Holzmann, Vater und Sohn. Achte auf den Kontrast: Die Straßen am Rand, San Francisco, Serrano und Padre Alonso de Ovalle, verlaufen gerade, die inneren Gassen París und Londres dagegen in Kurven.

    Der Boden gehörte früher den Franziskanern der Iglesia de San Francisco. Anfang des 20. Jahrhunderts zwangen Geldsorgen die Kirche, ihre Grundstücke in der Innenstadt und auf dem Land an Private zu verkaufen. Die Behörden der 1920er Jahre erfuhren davon, kauften einen Teil und beauftragten bekannte Architekten aus Europa mit der Bebauung.

    Geschäfte gibt es kaum, das Viertel ist eher ein Ort für Besucher: Viele Gebäude sind Hostels, Wohnungen oder Büros. An der Kreuzung von París und Londres steht der Sitz des Partido Radical de Chile. Dort hatte auch die Concertación de Partidos por la Democracia, das Mitte-links-Bündnis, ihren Sitz; montags trafen sich hier die Koordinatoren, und hier gab die Koalition ihre Pressekonferenzen.

    Das Viertel ist frei zugänglich, zehn Minuten Schlendern reichen. Danach geht es 740 m, etwa 10 Minuten, zum Palast La Moneda, vorbei an der Plaza de la Ciudadanía und dem Centro Cultural La Moneda.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos (öffentliche historische Straße, Freiluft, keine Kasse)
  8. 8

    Palast La Moneda

    Palast La Moneda in Santiago de Chile, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Vor dir liegt der Sitz des chilenischen Präsidenten, ein ganzer Block im Regierungsviertel, schlicht und klassizistisch gebaut und als Nationaldenkmal geschützt. Neben dem Präsidenten arbeiten hier drei Ministerien: Inneres, das Generalsekretariat der Präsidentschaft und das Generalsekretariat der Regierung. Seit Beginn der Amtszeit von José Antonio Kast im März 2026 ist La Moneda auch wieder offizieller Wohnsitz des Präsidenten, was jahrzehntelang kein Amtsinhaber genutzt hatte.

    Der Name verrät die ursprüngliche Aufgabe: La Moneda heißt „die Münze“. 1732 bat der Cabildo von Santiago die spanische Krone um eine eigene Münzstätte, doch weder Stadt noch Krone hatten das Geld. Also vergab König Philipp V. 1743 eine Konzession an den Kaufmann Francisco García Huidobro, der Gewinne wie Verluste selbst trug. Die erste Münze, in Gold, prägte er am 10. September 1749 in seinem Haus an der Ecke Huérfanos und Morandé. In den 1770er Jahren übernahm die Krone und zog in ein ehemaliges Jesuitenkolleg, das sich als ungeeignet erwies.

    Den heutigen Bau entwarf der in Italien geborene Architekt Joaquín Toesca; 1805 öffnete er als königliche Münze, geprägt wurde hier bis 1929. Präsident Manuel Bulnes machte ihn in den 1840er Jahren zum Regierungssitz.

    Am 11. September 1973, beim Militärputsch unter Augusto Pinochet, griff das Heer den Palast mit Panzern und Artillerie an, die Luftwaffe bombardierte ihn aus der Luft; Präsident Salvador Allende starb hier. In den Jahren danach wurde La Moneda wieder aufgebaut und 1981 neu eröffnet.

    Die Plätze vor dem Palast sind frei zugänglich, ins Innere kommst du nur mit vorab gebuchtem Zeitfenster. Zum Museo Chileno de Arte Precolombino sind es 610 m, rund 8 Minuten, vorbei an der Plaza de la Constitución und dem Palacio de los Tribunales de Justicia.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr (nur mit vorab gebuchtem Zeitfenster); Außenplätze rund um die Uhr zugänglich; CCLM täglich 10:00–19:30
    Preis
    Kostenlos (Regierungspalast; Außenbereich Plaza de la Constitución öffentlich zugänglich, kostenloses Centro Cultural Palacio de La Moneda im Untergrund)
  9. 9

    Museo Chileno de Arte Precolombino

    Museo Chileno de Arte Precolombino in Santiago de Chile, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Museum steckt in der Palacio de la Real Aduana, dem alten königlichen Zollhaus, das zwischen 1805 und 1807 entstand, einen Block westlich der Plaza de Armas. Eröffnet wurde es im Dezember 1981. Der Gründer, der Architekt und Sammler Sergio Larraín García-Moreno, hatte fast fünfzig Jahre lang präkolumbische Objekte zusammengetragen und suchte einen Ort, um sie zu zeigen und zu bewahren; mit Hilfe der damaligen Stadtverwaltung bekam er dieses Gebäude.

    Im Januar 2014 wurde das Museum nach Plänen des chilenischen Architekten Smiljan Radić Clarke um 70 Prozent erweitert, mit mehr Ausstellungsfläche, Depots und einem Restaurierungslabor.

    Die Sammlung umfasst über 3.000 Stücke von fast 100 Völkern aus rund 10.000 Jahren, aus Mesoamerika, dem Isthmus-Raum, der Karibik, Amazonien und den Anden. Larraín wählte sie nach ihrer Schönheit aus, nicht nach wissenschaftlichem Zusammenhang, und das merkst du beim Gang durch die Räume. Achte im Bereich Mesoamerika auf die Statue des Xipe Totec, ein Räuchergefäß aus Teotihuacan und ein Maya-Relief. Im Bereich Intermedia stehen Keramiken der Valdivia-Kultur, Capulí-Figuren, die Kokablätter kauen, und Goldarbeiten der Veraguas und Diquís. In den Zentralanden siehst du Masken und Kupferfiguren, viele davon einst aus Gräbern beschlagnahmt.

    Das Museum kostet Eintritt, lohnt sich aber für alle, die sich für die Kulturen vor der Ankunft der Spanier interessieren; plane eine Stunde ein. Zur Kathedrale sind es dann nur 220 m, etwa 3 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–18:00 (letzter Einlass 17:15), Mo geschlossen
    Preis
    12.000 CLP ausländische Touristen, 3.000 CLP chilenische Staatsbürger/Einwohner, 5.000 CLP ausländische Studierende, 1.000 CLP chilenische/einheimische Studierende
  10. 10

    Catedral Metropolitana de Santiago

    Catedral Metropolitana de Santiago in Santiago de Chile, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zurück an der Plaza de Armas stehst du vor der Hauptkirche Chiles, dem Sitz des Erzbischofs von Santiago, geweiht der Himmelfahrt Mariens. Sie bildet ein Ensemble mit dem erzbischöflichen Palast und der Pfarrkirche El Sagrario, alle drei Nationaldenkmäler. Gebaut wurde sie zwischen 1748 und 1906 nach Plänen von Joaquín Toesca und Ignacio Cremonesi; Toesca kennst du schon, er hat auch La Moneda entworfen.

    Die heutige Kathedrale ist bereits die fünfte an dieser Stelle. Als Valdivia die Stadt 1541 auf einem Inka-Tambo neu gründete, wies er für die Kirche den Platz des Inka-Tempels zu. Solange gebaut wurde, feierte man die Messe vor der Tür des Gouverneurshauses, dort, wo heute das Hauptpostamt steht. Spätestens ab 1544 fanden die Gottesdienste nicht mehr unter freiem Himmel statt.

    Die erste richtige Kathedrale entstand zwischen 1566 und 1600, viel kleiner als heute und reich geschmückt, mit der Fassade zur Calle Catedral. Um 1600 gab es einen Streit um das Nordportal: Es sollte geschlossen werden, weil die Häuser gegenüber als unanständig galten. Der Haupteingang wanderte zur Plaza, zur sogenannten Puerta del Perdón, und die Nordtür blieb teilweise oder ganz zugemauert, bis sie 1769 abgerissen wurde.

    Kathedrale und Museum sind frei, ein Blick hinein lohnt sich für alle. Zum Museo Histórico Nacional sind es nur 120 m, etwa 2 Minuten, vorbei am Correo Central.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr 10:00–18:00, Sa–So 09:00–13:30
    Preis
    Kostenlos (Kathedrale + Museum; spezielle Turmführungen ggf. kostenpflichtig)
  11. 11

    Museo Histórico Nacional

    Museo Histórico Nacional in Santiago de Chile, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Rundgang endet im ehemaligen Palast der Real Audiencia, des königlichen Gerichts, an der Nordseite der Plaza de Armas. Seit 1982 zeigt hier das 1911 gegründete Historische Nationalmuseum die politische, soziale und kulturelle Geschichte Chiles von der Zeit vor der Kolonie bis ins 20. Jahrhundert. Es gehört zu den meistbesuchten Museen des Landes, und der Eintritt ist für alle frei.

    Die Wurzeln der Sammlung bringen zwei Fäden der Tour zusammen. 1873 organisierte Benjamín Vicuña Mackenna, derselbe Mann, unter dem der Mercado Central eröffnet wurde, die Exposición del Coloniaje, eine Ausstellung von rund 600 Objekten aus der Zeit des Generalkapitanats Chile. Familien aus seinem Umfeld liehen die Stücke für ein Jahr aus, gezeigt wurden sie im ehemaligen Gouverneurshaus nebenan, wo heute das Hauptpostamt steht.

    Die Schau war so erfolgreich, dass sie bleiben sollte. Dafür erwarb man die Burg Hidalgo auf dem Cerro Santa Lucía, deren Räume in der Kolonialzeit als Gefängnis gedient hatten, und baute sie zu Ausstellungssälen um. Anfang des 20. Jahrhunderts regte dann Luis Montt Montt, Direktor der Nationalbibliothek, eine Dauerausstellung zum historischen Erbe Chiles an, aus der das heutige Museum hervorging.

    Wer verstehen will, wie die Orte dieses Rundgangs zusammenhängen, ist hier richtig; plane eine Dreiviertelstunde ein. Danach stehst du wieder an der Plaza de Armas, genau dort, wo du angefangen hast.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–17:30, Mo geschlossen
    Preis
    Kostenlos
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Santiago de Chile Route geladen
Plaza de Armas de SantiagoMercado Central de SantiagoMuseo Nacional de Bellas ArtesBarrio Lastarria+7
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Die Route kennst du jetzt. Geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Santiago de Chile entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 11 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

11Stopps 5,2km 1 Std. 12 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Santiago in zwei Hälften: kürzere Varianten

Die Route teilt sich gut in einen Teil mit Markt, Kunst und Hügel und einen Teil mit Kolonialzeit und Regierungsviertel. Beide Hälften lassen sich einzeln gehen, etwa an zwei Vormittagen.

Markt, Kunst und Hügel

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5

Für alle, die Santiago entspannt kennenlernen wollen: von der Plaza de Armas über den Mercado Central und das Kunstmuseum durch Lastarria auf den Cerro Santa Lucía. Reine Gehzeit 34 Minuten, alle fünf Stationen sind frei.

Kolonialzeit, Macht und Museen

Stopps: 6, 7, 8, 9, 10, 11

Für Geschichtsinteressierte: von der ältesten Kirche der Stadt durch Barrio París-Londres zum Palast La Moneda und zurück zur Plaza mit Kathedrale und zwei Museen. Reine Gehzeit 27 Minuten; Eintritt kosten das Museo de Arte Colonial und das Museo Chileno de Arte Precolombino.

Wie lange dauert der Rundgang durch Santiago de Chile?

Die reine Gehzeit liegt bei 1 Std. 12 Min., die Etappen sind kurz, die längste führt mit 810 m vom Markt zum Kunstmuseum. Die Zeit verbringst du also an den Orten selbst, nicht auf dem Weg dazwischen.

Wenn du in die lohnenden Häuser hineingehst, also Kunstmuseum, Cerro Santa Lucía bis zum Aussichtspunkt, Museo de Arte Colonial, Museo Chileno de Arte Precolombino, Kathedrale und Museo Histórico Nacional, kommst du ohne Essenspause auf knapp sieben Stunden. Die Hälfte mit Markt, Kunst und Hügel braucht so rund drei Stunden, die Hälfte mit Kolonialzeit und Museen rund dreieinhalb.

Bevor du an der Plaza de Armas losgehst

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Start an der Plaza de Armas de Santiago, du kannst aber an jeder Station einsteigen. Der Rundgang endet am Museo Histórico Nacional an der Nordseite der Plaza, also praktisch wieder am Ausgangspunkt.
  • Anreise: Direkt unter der Plaza liegt die Metrostation Plaza de Armas. Für die Varianten nützlich: Barrio Lastarria erreichst du über die Stationen Universidad Católica und Bellas Artes, und auch am Cerro Santa Lucía gibt es eine Station.
  • Tageszeit: Starte am Vormittag, dann passen Markt und Museen bequem in den Tag. Prüf vorher, ob die Museen an deinem Wochentag geöffnet haben. Gehst du am Wochenende, wirf einen Blick auf die Öffnungszeiten der Kathedrale; sie liegt an der Plaza, du kannst also auch gleich zu Beginn hineinschauen.
  • Eintritt und Buchung: Bezahlen musst du nur in den beiden Museen mit Eintritt. In den Palast La Moneda kommst du ausschließlich mit einem vorab gebuchten Zeitfenster; die Plätze davor sind frei zugänglich.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Santiago de Chile
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Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Santiago de Chile, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

11Stopps 5,2km 1 Std. 12 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Zwischen Inka-Spuren und Präsidentenpalast: unterwegs mit dem AI Tour Guide

Auf dieser Route hängen viele Geschichten zusammen, und genau da hilft der AI Tour Guide: Er begrüßt dich an der Plaza, erzählt an jedem Ort, stellt Fragen und merkt sich, was dich interessiert. Willst du wissen, wer der Mulato Gil de Castro war, nach dem der kleine Platz in Lastarria heißt, oder was die Figur des Xipe Totec im Museo Chileno de Arte Precolombino darstellt, hakst du einfach ein; die Route bleibt dieselbe. Zum Start bekommst du 100 Gratis-Credits, danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder Credits zu 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
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Häufige Fragen zu Santiago zu Fuß

Ich habe nur Zeit für ein Museum. Welches lohnt sich?

Für Chiles Geschichte im Ganzen das Museo Histórico Nacional, frei und direkt an der Plaza. Für Kunst aus Mittel- und Südamerika vor der Ankunft der Spanier das Museo Chileno de Arte Precolombino, das als einziges der drei Eintritt kostet. Wer chilenische Kunst und einen prachtvollen Bau sehen will, geht ins Museo Nacional de Bellas Artes, ebenfalls frei.

Kann ich auf einen Turm der Kathedrale?

Kathedrale und Museum besuchst du kostenlos. Für die Türme gibt es spezielle Führungen, die Eintritt kosten können; ob und wann eine stattfindet, erfragst du direkt vor Ort.

Was kann ich von Santiago aus noch zu Fuß erkunden?

Am nächsten liegen Viña del Mar mit rund 96 km und Valparaíso mit rund 101 km, beide eignen sich als Tagesziel. Weiter weg gibt es Rundgänge etwa in San Pedro de Atacama oder Puerto Varas.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei einem der 11 Stopps: Museo Chileno de Arte Precolombino verlangt eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
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