Plaza Mayor de Salamanca
Du stehst im Herzen Salamancas, auf einem Platz, der vielen als einer der schönsten Spaniens gilt. Dreh dich einmal langsam im Kreis: Über dem Erdgeschoss ziehen sich drei Stockwerke aus warmem Sandstein rundum, an der Hauptseite thront das Rathaus mit seinem Uhrturm, El Reloj. Was symmetrisch wirkt, ist es nicht ganz. Der Platz ist ein unregelmäßiges Viereck, und keine seiner Fassaden hat genau dieselbe Höhe. Rundherum reihen sich Restaurants, Eisdielen, Souvenirläden und Juweliere, nur vor dem Rathaus nicht.
Gebaut wurde der Platz für Stierkämpfe. König Felipe V. gab ihn in Auftrag, und die Baumeisterfamilie Churriguera setzte ihn in zwei Etappen um: zwischen 1729 und 1735 unter Alberto Churriguera, zwischen 1750 und 1755 unter seinem Neffen Manuel de Larra Churriguera. Das Rathaus schließlich entwarf Andrés García de Quiñones. Stiere liefen hier noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts, also rund hundert Jahre nach der Fertigstellung.
Salamanca nennt man La Dorada, die Goldene, wegen des Leuchtens seiner Sandsteinbauten, und dieser Platz ist ihr Kern. Seit 1988 ist die Altstadt UNESCO-Welterbe; eine Plakette in der Mitte des Platzes erinnert daran. Such sie ruhig, bevor du losgehst.
Sechs Durchgänge verbinden den Platz mit den Gassen ringsum, darunter die Einkaufsstraße Calle del Toro und die Calle de Zamora. Merk dir den Namen Churriguera, er begegnet dir gleich wieder. Zu Kirche und Kloster San Esteban sind es 600 m, etwa 8 Minuten zu Fuß.
















