Ulica Bohaterów Monte Cassino
Du stehst auf der Ulica Bohaterów Monte Cassino, die in Sopot jeder nur Monciak nennt. Die Straße ist komplett Fußgängerzone und läuft von der Aleja Niepodległości hinunter bis zum Plac Zdrojowy, wo sie auf Höhe des Leuchtturms endet. Gleich am Anfang führt sie durch einen Tunnel unter den Gleisen hindurch, ein paar Dutzend Meter weiter öffnet sich der Platz des 3. Mai vor der Georgskirche. Hier haben Freunde eine kleine Figur des einst populären „Parasolnik“ aufgestellt; halt kurz Ausschau nach ihr.
Die Straße ist älter, als sie aussieht. Schon im 17. Jahrhundert verband ein Weg an dieser Stelle das bäuerliche Sopot, das heutige Obere Sopot, mit dem Fischerdorf am Meer. Ihre Namen erzählen die Geschichte der Stadt: Zur Zeit der Freien Stadt Danzig hieß sie Seestraße und hatte mehrere Hotels, 1945 wurde sie nach dem sowjetischen Marschall Rokossowski benannt, 1956 verschwand dieser Name wieder.
Hinter dem Platz fällt die Straße deutlich ab. Jetzt geht es an Karikaturisten und Malern vorbei, an Ständen mit Souvenirs und an den Sommergärten der Restaurants, Cafés und Clubs. In der Saison zählt der Monciak neben dem Königsweg in Danzig und dem Kościuszko-Platz in Gdynia zu den meistbesuchten Orten der Dreistadt. Dass dich unterwegs kein Auto stört, liegt an einem Tunnel: Seit 2008 läuft die Ulica Grunwaldzka unter der Flaniermeile hindurch, 100 Meter lang, für rund 4,6 Millionen Euro gebaut.
Nimm dir Zeit zum Bummeln, aber lauf nicht zu weit: Nach 110 Metern, rund einer Minute, stehst du vor dem Haus, das auf dem Monciak jeder fotografiert.














