Galzigbahn
An der Talstation der Galzigbahn im westlichen Ortszentrum stehst du am Anfang des Wintersports am Arlberg. Die Bahn führt von 1320 m auf den Galzig, den Hausberg von St. Anton, bis zur Bergstation auf 2086 m. Was du heute siehst, ist ein Funitel: Die Kabinen hängen nicht an einem, sondern an zwei parallel laufenden Seilen. Die neue Bahn ging am 9. Dezember 2006 in Betrieb und verband dieses System mit einer Weltneuheit im Seilbahnbau.
Die Geschichte beginnt viel früher. Am 19. Dezember 1937 eröffnete die erste Galzigbahn, die erste Bergbahn am Arlberg überhaupt. Zwei Kabinen mit je rund 30 Plätzen pendelten damals, 120 Personen pro Stunde kamen hinauf, und trotzdem fuhren schon im ersten Jahr 60.000 Menschen mit. Aus dem Bau ging die Arlberger Bergbahnen AG hervor, die bis heute das Skigebiet betreibt.
Hinter der Bahn steht ein Mann, an den du hier denken solltest: Rudolf Gomperz gilt als Wegbereiter und Visionär des Projekts. 1942 wurde er deportiert und im KZ Maly Trostinez ermordet. Der Ort verdankt seinen Aufstieg zum Skiort auch ihm.
Nach dem letzten Umbau 1964 schaffte die alte Bahn 700 Personen pro Stunde, doch auch das reichte bald nicht mehr; die Warteschlangen wurden lang, selbst nachdem die benachbarte Gampenbahn 1990 zum Vierersessellift ausgebaut worden war. Am Ende standen Abriss und Neubau. Lohnt die Fahrt? Wenn dich Berge mehr reizen als Ausstellungen, ja: Die Bahn kostet Eintritt, es gibt Einzelfahrten und ein All-in-Ticket, und oben bist du über 700 Höhenmeter über dem Dorf.
Zum Bahnhof sind es 450 m und sechs Minuten; unterwegs kommst du an der Rendlbahn vorbei, einer weiteren Bergbahn des Orts.
- Öffnungszeiten
- Täglich 08:15–16:30, letzte Talfahrt 16:30 (Sommersaison 3. Juli bis 4. Oktober 2026; geschlossen 7. und 8. September 2026)
- Preis
- 29 EUR Bergauf- oder Abfahrt-Einzelstrecke (Erwachsene/Senioren), 15 EUR Kinder/Jugendliche/Menschen mit Behinderung; 39 EUR All-in-Ticket (unbegrenzte Aufzugfahrten, 28 EUR Vorsaison bis 2. Juli 2026; 28 EUR Nachmittag ab 13:30)