Festspielhaus Bregenz
Der Rundgang beginnt am Festspielhaus Bregenz direkt am Bodensee. Seit seiner Eröffnung im Juli 1980 ist der Bau die Heimat der Bregenzer Festspiele, dazwischen finden hier Tagungen, Kongresse und kulturelle Veranstaltungen statt. Betrieben wird das Haus von einer Gesellschaft, die vollständig der Stadt Bregenz gehört.
Was du heute siehst, ist in Etappen gewachsen. 1990 gewannen die Architekten Helmut Dietrich und Much Untertrifaller den Wettbewerb für die Erweiterung. 1996/1997 kamen Werkstattbühne, Seestudio und Seefoyer dazu, 2005/2006 wurde der Altbau von 1980 generalsaniert und um 10.000 Kubikmeter vergrößert.
Schau vor allem auf die Kunst im Freien. Auf dem Platz der Wiener Symphoniker steht „Ready Maid“ von Gottfried Bechtold, ein etwa sieben Meter hoher, auf den Kopf gestellter Baum aus polierter Bronze. Der Vorarlberger Künstler sieht darin eine schreitende Baumfrau, ein Gegenstück zu dem, was drinnen auf der Bühne passiert. Auf dem Dach leuchtet in weißem Neon „299.792.458 m/s“, die Lichtgeschwindigkeit, eine Arbeit von Cerith Wyn Evans. Achte darauf, wie sich der Schriftzug in den Fenstern und im Wasser spiegelt. Der Platz selbst ist umstritten: Greenpeace Österreich nahm ihn 2025 in seinen Negativpreis „Neun Plätze, neun Betonschätze“ auf.
Hinein kommst du außerhalb einer Vorstellung mit einer Führung; Kinder und Studierende sind kostenlos dabei. Die Festspiele finden im Sommer statt, die Karten reichen von moderat bis sehr teuer. Für den Rundgang reicht der Blick von außen, danach sind es 770 m und rund 10 Minuten zur Seepromenade.
















