La Fourchette
Gleich am Anfang steht das Fotomotiv, für das viele überhaupt nach Vevey kommen: eine Gabel aus Edelstahl, acht Meter hoch und 1,3 Meter breit, die mit den Zinken nach unten im Genfersee steckt. Sie gehört zum Alimentarium, dem Ernährungsmuseum direkt dahinter am Ufer, das sie bis heute pflegt.
Geschaffen hat sie der Schweizer Künstler Jean-Pierre Zaugg 1995, zum zehnten Geburtstag des Museums. Eigentlich war sie nur für eine Ausstellung gedacht und verschwand 1996 wieder. Doch die Leute in Vevey vermissten sie, eine öffentliche Petition holte sie zurück: Im September 2007 tauchte sie zur Ausstellung „Couverts découverts“ wieder im See auf, und Ende 2008 erlaubte der Kanton Waadt, dass sie bleiben darf, rund zehn Meter von der Statue Charlie Chaplins entfernt.
Das Alimentarium nennt sie die größte Gabel der Welt, und seit 2014 führt sie auch das Guinness-Buch der Rekorde so. Ganz stimmt das allerdings nicht: In Springfield, Missouri, steht eine Gabel von elf Metern, in Creede, Colorado, sogar eine von zwölf. Für Vevey ändert das wenig, die Gabel im Wasser ist längst ein Wahrzeichen der Stadt.
Der Stopp ist frei und jederzeit zugänglich. Nimm dir ein paar Minuten für Fotos vom Ufer aus, dann sind es nur 20 m bis zum nächsten Bewohner der Promenade.
















