Lausanne auf eigene Faust: Von der Cité nach Ouchy

Vom Bischofsschloss auf dem Cité-Hügel über alte Marktplätze und zwei Museen am Bahnhof bis hinunter nach Ouchy: 11 Stopps, 5,5 km, alles zu Fuß.

11 Stationen 5,5 km ~1 Std. 15 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Lausanne
Stopp 1 von 11
230 m·3 Min.
Château Saint-Maire
Halte dich südwärts Richtung Kathedrale von Lausanne
Willkommen in Lausanne. Ich bin Alex, und über den Dächern dieser Stadt hält ein nächtlicher Ruf seit dem Mittelalter eine ungewöhnliche Tradition lebendig.
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Dein Weg durch Lausanne auf einen Blick

11 Stopps führen dich vom Château Saint-Maire durch die Altstadt und an zwei Museen vorbei bis zum Schloss Ouchy: 5,5 km, reine Gehzeit 1 Std. 15 Min. Ohne Museen bist du in gut zwei Stunden durch, mit den lohnenden Innenbesuchen füllt die Strecke einen Tag.

Plätze, Brücke, Außenansichten und das Schiff der Kathedrale von Lausanne sind frei, ebenso mehrere Dauersammlungen. Eintritt kosten der Turm, Sonderausstellungen und Olympisches Museum. Route, Karte und GPS-Navigation laufen kostenlos im Browser; der AI Tour Guide ist optional.

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Blick auf Lausanne

Die Route

Karte zum Lausanne Stadtrundgang: von der Cité zum See

11 Stopps 5,5 km 1 Std. 15 Min. Gehzeit
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Die 11 Stationen auf dieser Route

  1. Château Saint-Maire in Lausanne, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Château Saint-Maire
  2. Kathedrale von Lausanne, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Kathedrale von Lausanne
  3. Bessières-Brücke in Lausanne, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Bessières-Brücke
  4. Palais de Rumine in Lausanne, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Palais de Rumine
  5. Place de la Riponne in Lausanne, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Place de la Riponne
  6. Place de la Palud in Lausanne, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Place de la Palud
  7. Place Saint-François in Lausanne, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Place Saint-François
  8. Photo Elysée in Lausanne, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Photo Elysée
  9. Musée cantonal des Beaux-Arts de Lausanne, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Musée cantonal des Beaux-Arts de Lausanne
  10. Olympisches Museum in Lausanne, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Olympisches Museum
  11. Schloss Ouchy in Lausanne, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    11Schloss Ouchy
  12. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Dein Lausanne Rundgang in elf Stationen, vom Schloss bis Ouchy

  1. 1

    Château Saint-Maire

    Château Saint-Maire in Lausanne, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Vor dir steht ein mächtiger Würfel aus grauer Molasse, oben aufgesetzt rote Stockwerke aus Ziegelstein mit Maschikuli und kleinen Ecktürmchen. Schau dir den oberen Rand genau an: Die Zinnen sind gespalten. Diese Mischung aus Stein und Backstein ist typisch für das Aostatal, und das hat einen Grund.

    Bauherr war Bischof Guillaume de Menthonay, der zwischen 1397 und 1406 Wohnsitz und Festung in einem errichten ließ, so wie es damals üblich war; die Schlösser Vufflens und Blonay im Waadtland folgen demselben Prinzip. Fertig sah er sein Schloss nie: 1406 erstach ihn sein eigener Kammermeister. Vollendet hat den Bau sein Nachfolger Guillaume de Challant, Spross einer alten Adelsfamilie aus dem Aostatal, daher der Stil.

    Die Mauern hielten, als sich 1482 die Bürger gegen ihren Bischof erhoben. Gegen Bern half das nichts: Im März 1536 eroberten die Berner unter Hans Franz Nägeli das Waadtland, der letzte Bischof Sébastien de Montfalcon floh, und Berner Landvögte zogen ein. Einer von ihnen ließ 1789 zwei Stockwerke anbauen, um mehr Platz und Licht zu haben. 1798 musste der letzte Landvogt Ludwig von Büren gehen, und seit 1811 regiert hier die Waadtländer Kantonsregierung.

    Genau deshalb bleibt das Innere verschlossen: Das Schloss ist Regierungssitz, du siehst es nur von außen, dafür jederzeit von der Place du Château. Von hier sind es 230 Meter, rund drei Minuten, zur Kathedrale, dem zweiten Machtzentrum der alten Bischofsstadt.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr von außen von der Place du Château zu sehen; Sitz der kantonalen Regierung von Waadt, das Innere ist für die Öffentlichkeit geschlossen
    Preis
    Kostenlos (nur Außenansicht; keine öffentlichen Besuche)
  2. 2

    Kathedrale von Lausanne

    Kathedrale von Lausanne, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Kathedrale Notre-Dame ist das Herz der Cité. Begonnen wurde sie um 1170 von einem unbekannten Baumeister, ein zweiter machte bis 1215 weiter, und ein dritter, Jean Cotereel, vollendete den Großteil samt Vorhalle und zwei Türmen. Einer davon ist heute der Glockenturm, der andere wurde nie fertig. Achte beim Umrunden darauf: Die Asymmetrie erzählt diese Baugeschichte.

    1275 weihte Papst Gregor X. die Kirche der Jungfrau Maria, in Anwesenheit von König Rudolf I. Die Rosette im südlichen Querschiff war schon damals berühmt: Der mittelalterliche Architekt Villard de Honnecourt zeichnete sie um 1220 in sein Skizzenbuch. Mit der Reformation von 1536 wurde die Kirche reformiert, die farbigen Ausmalungen verschwanden unter Tünche. Erst Restaurierungen im 20. Jahrhundert holten Malereien im Inneren und ein bemaltes Portal an der Südseite zurück; zuvor hatte im 19. Jahrhundert Eugène Viollet-le-Duc hier gearbeitet.

    Geh unbedingt hinein, das Kirchenschiff ist frei. Hör dich nach der Orgel um: Das Instrument von 2003 hat 7000 Pfeifen, fünf Manuale und vereint als erste Orgel die vier großen Orgelstile; gebaut hat es mit Fisk erstmals eine amerikanische Werkstatt für eine europäische Kathedrale.

    Der Glockenturm kostet Eintritt und lohnt sich für alle mit etwas Zeit. Danach geht es 310 Meter, vier Minuten, zur Bessières-Brücke.

    Öffnungszeiten
    Kathedrale täglich geöffnet: Apr–Sep 09:00–19:00, Okt–Mär 09:00–17:30 (sonntags Gottesdienst um 10:00, keine Besichtigungen); Glockenturm-Besteigung: Apr–Sep Mo–Sa 09:30–12:30 & 13:30–18:30, So 13:00–17:30; Okt–Mär Mo–Sa 09:30–12:30 & 13:30–17:00, So 14:00–17:00
    Preis
    Freier Eintritt ins Kirchenschiff; Turmbesuch: CHF 6 Erwachsene (26+), CHF 4 ermäßigt (AHV, Studierende, Lernende, Gruppen ab 10), bis 25 Jahre kostenlos
  3. 3

    Bessières-Brücke

    Bessières-Brücke in Lausanne, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Bessières-Brücke verbindet seit 1910 die Cité mit der Rue Caroline und ist eine der drei großen Brücken Lausannes. Auf 120 Metern überspannt sie das Quartier Riponne/Tunnel. Auffällig sind die elf Meter hohen Obelisken im Stil Ludwigs XVI.: Ursprünglich hatte Architekt Eugène Jost, Sieger des Wettbewerbs von 1899, neomittelalterliche Türmchen passend zur Kathedrale geplant, doch die waren zu teuer. Die Obelisken passen dafür zum benachbarten Spital.

    Dass die Brücke überhaupt gebaut wurde, verdankt die Stadt einer Familie. Ein erstes Projekt war schon 1839 in der Schublade gelandet. Erst die Spende von 500.000 Franken des Bankiers Charles Bessières brachte die Planung in Gang, die fehlenden 50.000 Franken legte am Ende sein Bruder Victor drauf. Chefingenieur war Édouard Chavannes.

    Schau auch nach unten: Unter der Fahrbahn verläuft auf einer eigenen Ebene die Metro, seit 2008 mit einer Haltestelle der Linie m2. Die Brücke hat in der Romandie auch eine traurige Bekanntheit als Ort von Suiziden, ein Grund, warum sie vielen Lausannern als zwiespältiges Wahrzeichen gilt. Weiter geht es 360 Meter, fünf Minuten, zum Palais de Rumine.

    Öffnungszeiten
    Immer geöffnet
    Preis
    Kostenlos
  4. 4

    Palais de Rumine

    Palais de Rumine in Lausanne, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Palais de Rumine sieht aus, als hätte jemand ein Stück Florenz an den Rand der Altstadt gestellt. Genau das war die Absicht: Gaspard André aus Lyon baute es zwischen 1898 und 1906 im Stil der Florentiner Renaissance. Heute beherbergt es fünf Museen und einen Teil der Kantons- und Universitätsbibliothek.

    Hinter dem Namen steckt eine ungewöhnliche Geschichte. Gabriel de Rumine, Bauingenieur russischer Herkunft und in Lausanne geboren, starb 1871 mit nur 30 Jahren und vermachte der Stadt 1,5 Millionen Franken, mit Auflagen: Das Geld sollte erst verdoppelt und 15 Jahre nach seinem Tod für ein öffentliches Gebäude verwendet werden. Das kam gerade recht, denn die 1537 gegründete Akademie sollte zur Universität werden. Das Palais war dann auch lange ihr Hauptgebäude.

    Der Weg dorthin war holprig. Zum Wettbewerb von 1889 kamen 36 Entwürfe, einen ersten Preis vergab die Jury nicht. Der zunächst gewählte Dominique Demierre flog raus, als herauskam, dass er im selben Büro arbeitete wie ein Jurymitglied. Erst dann erhielt André den Auftrag, und politischer Streit verzögerte den Bau noch um Jahre.

    Hinein lohnt sich für fast alle: Dauerausstellungen und Bibliothek sind frei, nur Sonderausstellungen kosten Eintritt. Danach sind es 340 Meter, fünf Minuten, über die Place de la Riponne.

    Öffnungszeiten
    Öffentlicher Gebäudezugang: Mo–Fr 08:00–22:00 (Haupteingang nur 20:00–22:00), Sa 08:00–17:00, So & Feiertage 10:00–17:00; Museen im Inneren: Di–So & Feiertage 10:00–17:00, Mo geschlossen
    Preis
    Kostenlos für Dauerausstellungen und Bibliothek; Sonderausstellungen: CHF 8 Erwachsene, CHF 5 ermäßigt, unter 26 und am ersten Samstag jedes Monats kostenlos
  5. 5

    Place de la Riponne

    Place de la Riponne in Lausanne, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der weite Platz zu Füßen der Cité war bis ins 19. Jahrhundert ein Tal. Hier floss die Louve, auch Petit Flon genannt, hinunter in die Unterstadt und weiter in den Flon, und durch das Tal führte die alte Landstraße nach Echallens. Das Gebiet lag außerhalb der mittelalterlichen Stadtmauer; Wege führten von den Toren Porte de Chaucrau und Porte de la Madeleine zu einer Brücke über den Bach. Vor der Reformation stand in Bachnähe das Dominikanerkloster.

    Ab 1812 ließ die Stadt den Bach zudecken, um die hygienischen Verhältnisse in der Unterstadt zu verbessern. Auf der eingeebneten Fläche entstand bis 1838 der große Marktplatz. 1840 wurde die Markthalle Grenette von Henri Fraisse eingeweiht, die auch das Schweizerische Musikfest 1842 und die Schweizerische Kunstausstellung 1898 beherbergte. Und hier leuchteten 1846 die ersten zwei Gaslaternen Lausannes, aufgestellt vom Unternehmer Frédéric Loba.

    Den Namen hat der Platz von der Familie Ripon, die seit dem Mittelalter am Rand des Areals wohnte; ihr Haus kaufte die Stadt 1813 und riss es 1831 ab. Von hier sind es 260 Meter, drei Minuten, zur Place de la Palud.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    Place de la Palud

    Place de la Palud in Lausanne, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Place de la Palud ist ein gepflasterter Platz mitten in der Altstadt, und ihr Name verrät ihre Herkunft: „Palud“ ist ein altes Wort für Sumpf. Gegen Ende des 9. Jahrhunderts, als Lausanne noch auf den Cité-Hügel beschränkt war, kreuzten sich hier im feuchten Gelände die Wege nach Westen über die Louve und nach Süden über den Flon. An dieser Kreuzung entstand ein kleiner Markt.

    1220 galt er schon als Hauptmarkt der Stadt, im 14. Jahrhundert stand eine überdachte Halle als Lager, Unterstand und Waage. Neben Gärtnern und Metzgern siedelten sich Goldschmiede, Schneider und Hutmacher an. Nach einem Brand 1405 kaufte der Bischof Häuser rund um den Platz, ließ neue Kornhallen bauen und dabei den buckligen, abschüssigen Platz einebnen. 1415 kam eine teils gemauerte Halle dazu.

    Aus diesen Hallen wurde zwischen 1454 und 1461 ein Rathaus. Am 24. Januar 1469 tagte hier zum ersten Mal der Stadtrat, und ab 1501 wurden Rat und Syndic auf der Palud gewählt statt in der Kathedrale. Das Rathaus, das du heute siehst, stammt von 1675; 1816 hat Architekt Henri Perregaux es aufgestockt.

    Nimm dir hier ein paar Minuten, der Platz ist frei und jederzeit zugänglich. Dann geht es 370 Meter, sechs Minuten, zur Place Saint-François.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  7. 7

    Place Saint-François

    Place Saint-François in Lausanne, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Place Saint-François ist vor allem eines: ein Knoten. Mehr als zehn Bus- und Trolleybuslinien halten hier, Straßen und Fußgängergassen wie die Rue de Bourg und die Rue du Petit-Chêne laufen sternförmig zusammen. In der Mitte steht die Kirche, die dem Platz den Namen gibt.

    Ihre Geschichte beginnt um 1258, als sich die Franziskaner in Lausanne niederließen. Um 1270 bauten sie Kirche und Kloster und rissen dafür ein Stück der Stadtmauer ab. Der nördliche Teil des Platzes existierte damals wohl schon und war über die Rue du Mazel erreichbar.

    Rund um die Kirche ist Fußgängerzone mit Läden und Cafés. Mittwochs und samstags findet hier ein Teil des Stadtmarkts statt, im Dezember traditionell der Weihnachtsmarkt. An der Südseite stehen drei wuchtige Bauten: die Waadtländer Kantonalbank, die Hauptpost und die UBS. Hier endet die Altstadt-Hälfte; zur Plateforme 10 und zu Photo Elysée gehst du 1070 Meter, rund 14 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  8. 8

    Photo Elysée

    Photo Elysée in Lausanne, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Photo Elysée ist ein Museum ganz für die Fotografie, 1985 von Charles-Henri Favrod gegründet. Bis 2020 saß es in einem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert, seit Juni 2022 in einem Neubau der portugiesischen Architekten Aires Mateus an der Plateforme 10, zusammen mit dem MCBA und dem Museum für Design mudac.

    Die Sammlung umfasst mehr als 100.000 Fotografien, von Daguerreotypien des 19. Jahrhunderts bis zu digitalen Prints. Darunter Werke von Adolphe Braun, der am Hof Napoleons III. arbeitete, von Gabriel Lippmann, Lucia Moholy oder Gilles Caron. Ella Maillart und Nicolas Bouvier haben dem Haus ihren ganzen Nachlass vermacht. 2011 kam Charlie Chaplins Sammlung von rund 10.000 Fotos dazu, und auch die Bilder von Pierre Gilliard liegen hier, dem Hauslehrer der Kinder des letzten Zaren.

    Die Dauersammlung ist frei, Wechselausstellungen kosten Eintritt. Für Fotofans ist das ein Pflichtstopp; wer nur kurz schauen will, nimmt die Dauersammlung mit. Das MCBA liegt nur 170 Meter weiter, zwei Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo 10:00–18:00, Di geschlossen, Mi 10:00–18:00, Do 10:00–20:00, Fr–So 10:00–18:00
    Preis
    CHF 15 Vollpreis, CHF 12 ermäßigt (Senioren/AHV, IV, Stellensuchende, Studierende, Lernende, Gruppen ab 10), unter 26 kostenlos; Dauersammlung kostenlos
  9. 9

    Musée cantonal des Beaux-Arts de Lausanne

    Musée cantonal des Beaux-Arts de Lausanne, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Musée cantonal des Beaux-Arts de Lausanne, kurz MCBA, steht seit 2019 auf dem Gelände der ehemaligen Lokomotivhallen beim Bahnhof. Das Museum selbst ist viel älter: Gegründet wurde es 1841 und zählt damit zu den ältesten seiner Art in der Schweiz.

    Die Idee kam vom Waadtländer Aquarellisten Abraham-Louis-Rodolphe Ducros, der 1808 eine Zeichenschule vorschlug und dafür italienische Werke aus seiner Sammlung bereitstellte. Er starb, bevor daraus etwas wurde, doch 1816 kaufte der Kanton seine Sammlung, den ersten Grundstock. Der Maler Marc-Louis Arlaud gründete schließlich ein Museum an der Place de la Riponne, im 20. Jahrhundert zog es ins Palais de Rumine. Als das Stimmvolk 2008 einen Neubau am Seeufer in Bellerive ablehnte, wählte der Staatsrat 2009 den Standort beim Bahnhof.

    Wofür du hineingehst: Das MCBA besitzt die weltweit größte Sammlung von Félix Vallotton, und seit 2025 sind 17 Skulpturen von Alberto Giacometti als Dauerleihgabe hier. Die Dauersammlung ist frei, Sonderausstellungen kosten Eintritt. Wer Kunst mag und Zeit hat, sollte die Vallotton-Säle nicht auslassen.

    Danach kommt die längste Etappe der Tour: 1700 Meter, rund 23 Minuten, hinunter zum Olympischen Museum.

    Öffnungszeiten
    Di–Mi 10:00–18:00, Do 10:00–20:00, Fr–So 10:00–18:00, Mo geschlossen
    Preis
    Kostenlos für die Dauersammlung (La sammlung, Espace Focus, Espace Projet); Sonderausstellungen: CHF 15 Vollpreis (Erwachsene 26+), CHF 12 ermäßigt, unter 26 und am 1. Samstag jedes Monats kostenlos
    Website
    mcba.ch ↗
  10. 10

    Olympisches Museum

    Olympisches Museum in Lausanne, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Olympische Museum, vor Ort Musée olympique, wurde am 23. Juni 1993 auf Initiative des damaligen IOC-Präsidenten Juan Antonio Samaranch eröffnet. Entworfen haben es der mexikanische Architekt Pedro Ramírez Vázquez und Jean-Pierre Cahen; 1995 wurde es Europäisches Museum des Jahres. Mit über 10.000 Objekten ist es das größte Archiv olympischer Erinnerungsstücke der Welt. Der Hauptsitz des IOC selbst liegt in Vidy, westlich von Ouchy.

    Nach knapp zwei Jahren Umbau öffnete das Haus am 21. Dezember 2013 neu, mit 3000 statt 2000 Quadratmetern. Während der Bauzeit lief eine Ausstellung auf dem CGN-Schiff Helvétie vor dem Park. Die Dauerausstellung verteilt sich auf drei Etagen: Der Rundgang beginnt ganz oben mit der olympischen Welt, den antiken Spielen und ihrer Wiederbelebung im 19. Jahrhundert, samt Fackelsammlung und Film zu großen Eröffnungsfeiern. Darunter geht es um die Spiele selbst, mit Sportgeräten, Jugend- und Paralympischen Spielen und über 1000 Videoclips zum Selbstabrufen; zuletzt folgt der olympische Geist.

    Das Museum kostet Eintritt, rechne mit gut anderthalb Stunden. Für Sportbegeisterte und Familien ist es der Höhepunkt der zweiten Hälfte. Auch ohne Ticket lohnt der Olympische Park, ein Skulpturengarten zwischen Museum und Genfersee. Von hier sind es 660 Meter, zehn Minuten, bis zum Schloss Ouchy.

    Name vor Ort
    Musée olympique
    Öffnungszeiten
    Di–So 09:00–18:00, Mo geschlossen (außer an Feiertagen); letzter Einlass 17:00
    Preis
    CHF 20 Erwachsene (16+), CHF 14 ermäßigt (Senioren, Studierende, Lernende, Besucher mit Behinderung, Gruppen ab 10), Kinder bis 15 kostenlos
  11. 11

    Schloss Ouchy

    Schloss Ouchy in Lausanne, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Schloss Ouchy ist trotz seines Namens ein Hotel. Jean-Jacques Mercier ließ es zwischen 1889 und 1893 an der Stelle einer früheren Burg errichten, heute gehört es zur Hotelgruppe der Sandoz Foundation. Von außen kannst du es jederzeit ansehen.

    Hier endet dein Weg, rund 5,5 km nach dem Bischofsschloss auf dem Cité-Hügel. Wer noch einen Tag hat, findet in der Nähe weitere Rundgänge, etwa in Vevey oder Montreux.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Lausanne Route geladen
Château Saint-MaireKathedrale von LausanneBessières-BrückePalais de Rumine+7
Alle 11 Stopps sind schon auf der Karte.
Du drückst nur auf Start.
AI Tour Guide

Die Route kennst du jetzt. Geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Lausanne entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 11 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

11Stopps 5,5km 1 Std. 15 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Zwei kürzere Varianten für Lausanne

Die ganze Strecke ist mit Museen ein Tagesprogramm. Wer weniger Zeit hat oder andere Schwerpunkte setzt, teilt sie an der Place Saint-François in zwei Hälften.

Altstadt kompakt: Cité, Brücke und Marktplätze

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7

Für alle, die Lausannes Geschichte an einem halben Vormittag sehen wollen. Rund 1,9 km mit 26 Minuten reiner Gehzeit, vom Château Saint-Maire bis zur Place Saint-François. Frei sind Plätze, Brücke, Kirchenschiff und die Dauerausstellungen im Palais de Rumine; zahlen musst du höchstens für den Kathedralturm oder eine Sonderausstellung. Mit Kathedrale und einem kurzen Blick ins Palais rechnest du mit gut zwei Stunden.

Museen und See: Plateforme 10 und Ouchy

Stopps: 8, 9, 10, 11

Für Kunst-, Foto- und Sportinteressierte, die die Altstadt schon kennen. Von Photo Elysée bis zum Schloss Ouchy sind es 35 Minuten reine Gehzeit; wer an der Place Saint-François startet, rechnet 14 Minuten dazu. Die Dauersammlungen von Photo Elysée und MCBA sind frei, Eintritt kosten deren Sonderausstellungen und das Olympische Museum. Plane mindestens vier Stunden, wenn du alle drei Häuser besuchst.

Wie lange dauert der Lausanne Rundgang mit Museen?

Reine Gehzeit für alle elf Stopps: 1 Std. 15 Min. Die Etappen in der Altstadt sind kurz, zwischen 3 und 6 Minuten; die langen Wege kommen danach: 14 Minuten zur Plateforme 10 und 23 Minuten von dort zum Olympischen Museum.

Realistisch wird es so: etwa 45 Minuten für Kathedrale und Turm, eine Stunde im Palais de Rumine, eine Stunde für eines der beiden Museen an der Plateforme 10 und gut anderthalb Stunden im Olympischen Museum. Mit den kurzen Halten auf den Plätzen kommst du auf rund sechs Stunden ohne Mittagspause. Nur draußen geschaut sind es gut zwei Stunden.

Was du vor dem Lausanne Rundgang wissen solltest

  • Start und Ziel: Empfohlen ist der Start am Château Saint-Maire auf dem Cité-Hügel, das Ziel ist das Schloss Ouchy. Einsteigen kannst du an jedem Stopp, die Reihenfolge hier ist die empfohlene.
  • Bester Tag: Wähle für die ganze Runde einen Tag, an dem alle Häuser offen haben, denn mehrere Museen haben einen wöchentlichen Ruhetag. Sonntagvormittags ist die Kathedrale dem Gottesdienst vorbehalten, dann gibt es keine Besichtigungen.
  • Tageszeit: Starte am Vormittag. Das Olympische Museum liegt fast am Ende der Strecke, und dort willst du noch genug Zeit haben.
  • Kosten: Junge Leute kommen in Kathedralturm, Photo Elysée und die Sonderausstellungen von MCBA und Palais de Rumine kostenlos hinein, und gelegentlich sind die Sonderausstellungen von MCBA und Palais de Rumine sogar für alle frei.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Lausanne
AI Tour Guide

Dein Guide wartet am Château Saint-Maire auf dich.

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Lausanne, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

11Stopps 5,5km 1 Std. 15 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide in Lausanne anders macht

Zwischen Bischofsschloss und Olympiamuseum liegen sieben Jahrhunderte, und vieles davon passt in keinen Absatz: die Familie Challant und das Aostatal, die Berner Landvögte, Vallotton oder Chaplins Fotos. Der AI Tour Guide begrüßt dich am Château Saint-Maire, erzählt unterwegs, fragt, was dich packt, und vertieft genau das. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen. Er spricht 13 Sprachen. Zum Start bekommst du 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder Credits zu 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zu Lausanne zu Fuß

Was kann ich in Lausanne machen, wenn die Museen geschlossen sind?

Die Altstadt mit Schloss, Kathedrale, Brücke und Plätzen geht jeden Tag. Die Museen haben unterschiedliche Ruhetage, Photo Elysée einen anderen als MCBA, die Museen im Palais de Rumine und das Olympische Museum.

Eignet sich der Rundgang für Kinder?

Ja, vor allem die zweite Hälfte: Kinder unter 16 kommen kostenlos ins Olympische Museum, wo Fackeln, Sportgeräte und über 1000 Videoclips warten. Teile die Strecke bei kleinen Kindern lieber in zwei Hälften.

Welche Städte lassen sich gut mit Lausanne kombinieren?

Nah liegen Vevey und Montreux, etwas weiter Genf und Freiburg im Üechtland. Für jede dieser Städte gibt es einen eigenen Rundgang.

Gibt es ein Ticket für beide Museen an der Plateforme 10?

Photo Elysée und MCBA verkaufen ihre Eintritte getrennt. Frag an der Kasse nach Kombiangeboten; die Dauersammlungen beider Häuser sind ohnehin frei.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 2 der 11 Stopps: Photo Elysée und Olympisches Museum verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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