Schloss Murten
Das Schloss war der Herrschaftssitz der Stadt. Als Spornburg sitzt es auf einem bis zu 36 Meter hohen Sporn über dem Südostufer des Murtensees, westlich der Altstadt an der Schlossgasse, die nach ihm benannt ist. Der Innenhof ist immer offen und kostenlos; die Ausstellungen wechseln, was gerade läuft, erfährst du vor Ort.
Befestigt war dieser Platz immer wieder, und das hat einen Grund: Murten lag an der wichtigen Verbindungsstraße zwischen dem Römischen Reich und dem heutigen Deutschland. Bei Schloss Löwenberg fand man sogar ein Stück römischer Straße.
Um die Anfänge ranken sich Legenden. Eine Urkunde der Abtei Saint-Maurice nennt Murten schon 515 als befestigten Hof, doch sie ist eine Fälschung aus karolingischer Zeit. Auch die Geschichte, der Frankenkönig Ludwig der Fromme habe die Burg 814 gegründet, steht auf wackligen Füßen: Sie geht auf einen Chronisten namens Engelhard zurück, der sie 1828 aufschrieb, ohne urkundlichen Beweis.
Belegter ist das Hochmittelalter. Murten gehörte zum Königreich Hochburgund, ab 930 zum vereinigten Königreich Burgund, und 1013 hielt König Rudolf III. hier Hof. Als er 1032 starb, stritten Kaiser Konrad II. und Rudolfs Neffe Odo II. jahrelang um sein Erbe. Odo besetzte Murten noch im selben Jahr.
Zum Museum Murten sind es 200 Meter, drei Minuten. Lass dir im Schloss ruhig so viel Zeit, dass das Museum geöffnet hat, wenn du an der Stadtmühle ankommst.
- Öffnungszeiten
- Innenhof immer geöffnet
- Preis
- Kostenlos (Ausstellungen variieren)