Freiburg im Üechtland auf eigene Faust: 13 Stopps, 5,9 km

Von der gotischen Kathedrale hinunter zur hölzernen Bernbrücke und über das Gottéron-Tal zurück: ein Rundweg durch Oberstadt und Unterstadt.

13 Stationen 5,9 km ~1 Std. 38 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Freiburg im Üechtland
Stopp 1 von 13
120 m·2 min
St. Nikolaus
Geh nach Westen über den Kathedralenplatz zur Station der Standseilbahn.
Grüezi, willkommen in Fribourg! Ich bin Alex, und am Hang dieser Stadt fährt eine Standseilbahn allein mit Wasser und Schwerkraft.
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Der Rundweg auf einen Blick

13 Stopps auf einem Rundweg, der an St. Nikolaus beginnt und endet, dazwischen durch die Oberstadt, hinunter zur Saane und über die Gottéron-Brücke zurück: 5,9 km, reine Gehzeit 1 Std. 38 Min. Mit den Kirchen und einem Museum rechnest du mit gut vier Stunden.

Kirchen, Brücken und Plätze sind frei. Eintritt kosten das Espace Jean-Tinguely-Niki-de-Saint-Phalle, das Museum für Kunst und Geschichte Freiburg und das Schweizer Figurentheatermuseum; die Standseilbahn Neuveville-Saint-Pierre ist derzeit geschlossen. Die GPS-Route ist kostenlos, der AI Tour Guide optional.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 13 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Karte zum Stadtrundgang durch Freiburg im Üechtland

13 Stopps 5,9 km 1 Std. 38 Min. Gehzeit
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Die 13 Stationen auf dieser Route

  1. St. Nikolaus in Freiburg im Üechtland, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1St. Nikolaus
  2. Standseilbahn Neuveville–Saint-Pierre in Freiburg im Üechtland, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Standseilbahn Neuveville–Saint-Pierre
  3. Franziskanerkirche in Freiburg im Üechtland, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Franziskanerkirche
  4. Basilique Notre-Dame de Fribourg in Freiburg im Üechtland, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Basilique Notre-Dame de Fribourg
  5. Espace Jean-Tinguely–Niki-de-Saint-Phalle in Freiburg im Üechtland, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Espace Jean-Tinguely–Niki-de-Saint-Phalle
  6. Museum für Kunst und Geschichte Freiburg in Freiburg im Üechtland, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Museum für Kunst und Geschichte Freiburg
  7. Hôtel de Ville in Freiburg im Üechtland, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Hôtel de Ville
  8. 8Marché de la Place de l'Hôtel de Ville
  9. Kirche Saint-Jean in Freiburg im Üechtland, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Kirche Saint-Jean
  10. Kapelle Unserer Lieben Frau von Loreto in Freiburg im Üechtland, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Kapelle Unserer Lieben Frau von Loreto
  11. Schweizer Figurentheatermuseum in Freiburg im Üechtland, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    11Schweizer Figurentheatermuseum
  12. Bernbrücke in Freiburg im Üechtland, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    12Bernbrücke
  13. Gottéron-Brücke in Freiburg im Üechtland, Station 13 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    13Gottéron-Brücke
  14. Das ist die ganze Runde.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Station für Station: dein Rundgang durch Freiburg im Üechtland

  1. 1

    St. Nikolaus

    St. Nikolaus in Freiburg im Üechtland, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    St. Nikolaus steht erhöht über der Stadt, und genau so wirkt sie auch: ein gotischer Bau, an dem über zwei Jahrhunderte gearbeitet wurde, von 1283 bis zur Fertigstellung 1490. Der Glockenturm ragt 74 Meter auf und ist von weit her die Orientierung, nach der du dich auf der ganzen Runde richten kannst.

    Schau dir zuerst die Portale an. Am Westportal, dem heutigen Haupteingang, zeigt ein Relief das Jüngste Gericht. Ursprünglich war aber das Südportal der Eingang, weil das Burgquartier auf der anderen Seite durch einen Graben abgetrennt war. Ab den 1970er Jahren verschwand dieses Südportal hinter einer Holzkonstruktion, die es vor den Abgasen des dichten Verkehrs schützen sollte. Erst als 2006 das Projekt der Poya-Brücke genehmigt war und der Verkehr um die Kathedrale abnahm, konnte es restauriert werden.

    Innen lohnt sich der Besuch für jeden, auch wenn du nur zehn Minuten hast. Die Glasfenster entwarf der polnische Maler Józef Mehoffer zwischen 1896 und 1936, ein vollständiges Ensemble des Jugendstils, das in Europa zu den bedeutendsten seiner Art zählt; 1970 kamen Fenster des Franzosen Alfred Manessier dazu. Die Orgeln baute der Freiburger Aloys Moser zwischen 1824 und 1834, und sie zogen Musiker wie Franz Liszt und Anton Bruckner an.

    Kathedrale ist St. Nikolaus übrigens erst seit 1924: Mit einer päpstlichen Bulle wurde die Stiftskirche erhoben und Freiburg zum Sitz des Bistums Lausanne, Genf und Freiburg. Der erste Bischof, Marius Besson, nahm sie am 1. Februar 1925 in Besitz. Von hier sind es 620 Meter, rund neun Minuten, bis zur Standseilbahn, die Oberstadt und Unterstadt verbindet.

    Name vor Ort
    Cathédrale Saint-Nicolas de Fribourg
    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 07:30–19:00, So 09:00–21:30, Feiertage 09:00–19:00 (Tour: 01. März – 30. Nov. Mo–Sa 10:00–17:00, So & Feiertage 12:00–17:00)
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Standseilbahn Neuveville–Saint-Pierre

    Standseilbahn Neuveville–Saint-Pierre in Freiburg im Üechtland, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Standseilbahn Neuveville-Saint-Pierre, in der Stadt einfach Funi genannt, ist derzeit geschlossen. Anschauen lohnt sich trotzdem, denn sie ist die letzte Standseilbahn der Schweiz, die mit Wasserballast fährt, und gehört zum nationalen Kulturgut. Weil Freiburg größtenteils hoch über der tief eingeschnittenen Saane liegt, sollte sie die Unterstadt Neuveville mit der Oberstadt verbinden; der Höhenunterschied beträgt 56,4 Meter.

    Das Prinzip ist so einfach wie eigenwillig: Der obere Wagen wird mit Wasser beladen, wird schwerer und zieht den unteren hinauf. Gebaut wurde die Bahn 1898 mit Abwasser als Ballast, ausgeführt von der Berner Giesserei der Von Roll'schen Eisenwerke. Am 4. Februar 1899 nahm sie den Betrieb auf und brachte schon nach wenigen Jahren Gewinn.

    Die Freiburger hängen an ihr. Als 1996 ein Wagen einen Achsbruch erlitt, ordnete der Bund eine Totalrevision an, und die Stadt überlegte, die Bahn durch Busse zu ersetzen. Der massive Widerstand der Bevölkerung verhinderte das. Von Roll, die Firma, die sie einst gebaut hatte, restaurierte sie, und die Wagen bekamen ihr ursprüngliches Grün zurück, nachdem sie jahrzehntelang rot gewesen waren. Am 3. Juli 1998 fuhr sie wieder.

    Zur Franziskanerkirche gehst du 760 Meter, etwa elf Minuten.

    Name vor Ort
    Funiculaire de Fribourg
    Status
    Derzeit geschlossen
  3. 3

    Franziskanerkirche

    Franziskanerkirche in Freiburg im Üechtland, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Franziskanerkirche steht im Nordosten der Altstadt, zusammen mit dem Kloster ein Kulturgut von nationaler Bedeutung. Von außen fällt die Westfassade auf: Sie wirkt wie eine Dekoration, die vor das Kirchenschiff gestellt wurde, drei ungleich große Zonen, verbunden durch Voluten und geschwungene Dreiecke mit Vasen, oben ein gekrümmter Giebel.

    Die Minderbrüder lebten zunächst außerhalb der Stadtmauern, bis um 1275 die dritte Mauer gebaut wurde und ihr Gelände in die Stadt holte. Der hohe, schmale Chor stammt noch aus dem 13. Jahrhundert. Das breitere Schiff im klassizistisch-barocken Stil kam 1745 dazu, einschiffig mit flacher Decke und Seitenkapellen.

    Hinein solltest du unbedingt, und zwar wegen des Hochaltars. Der gotische Flügelaltar der sogenannten Nelkenmeister war seinerzeit das größte Altargemälde der Schweiz und ist das älteste erhaltene Werk jener Künstlergruppen, die ihre Bilder mit zwei Nelken signierten. Such nach den Nelken. Den zweiten Schatz findest du in der hintersten Seitenkapelle der Südseite: den Furnoaltar, benannt nach seinem Stifter.

    Die Basilique Notre-Dame liegt gleich nebenan, 60 Meter und eine Minute entfernt.

    Name vor Ort
    Église des Cordeliers de Fribourg
    Öffnungszeiten
    Täglich (monastery reception: Mo, Do, Fr 09:00–12:00, Di 14:00–17:00, Mi geschlossen)
    Preis
    Kostenlos
  4. 4

    Basilique Notre-Dame de Fribourg

    Basilique Notre-Dame de Fribourg in Freiburg im Üechtland, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Basilique Notre-Dame ist die älteste Kirche der Stadt. Im Kern romanisch und aus dem 12. Jahrhundert, sieht sie heute ganz anders aus: Zwischen 1785 und 1787 wurden Fassade und Innenraum barock-klassizistisch umgestaltet. 1932 erhob Papst Pius XI. sie zur Basilica minor.

    Selbstverständlich war ihr Überleben nicht. Mehrmals drohte der Abriss, jedes Mal wurde sie gerettet. Seit 1968 gehört sie einer Stiftung, die sie bis 2011 umfassend konservieren ließ. Auch an der Orgel lässt sich ihre Geschichte ablesen: Eine Orgel gibt es hier seit 1501; das Instrument von 1786 wurde 1916 ersetzt, 1948 aber verkauft, seither spielt eine elektronische Orgel. Eine neue Orgel in einem Gehäuse, das zum Louis-seize-Stil der Kirche passt, ist geplant.

    Innen lohnt sich ein Besuch, vor allem mit Kindern oder wenn du Krippen magst. Die neapolitanische Krippe zählt 75 Figuren, die ältesten aus dem 18. Jahrhundert. Links siehst du die Verkündigung an die Hirten, in der Mitte die Geburt Christi mit dem Zug der Heiligen Drei Könige und rechts das Alltagsleben: eine Taverne, eine Markt- und eine Straßenszene. Achte auch auf das Glasfenster von 1897 mit dem heiligen Petrus Canisius und Mariä Himmelfahrt.

    Das Espace Tinguely ist nur zehn Meter entfernt, eine Minute zu Fuß.

    Öffnungszeiten
    Mo, Di, Do, Fr 08:30–19:15, Mi, Sa, So 08:30–18:00
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    Espace Jean-Tinguely–Niki-de-Saint-Phalle

    Espace Jean-Tinguely–Niki-de-Saint-Phalle in Freiburg im Üechtland, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Espace Jean-Tinguely-Niki-de-Saint-Phalle steht zwischen zwei Kirchen, und die Fassade nimmt das auf: Molasse, Pilaster, neobarocke Giebel, ausgerichtet wie die Kirchen links und rechts. Dass dahinter ein Museum für moderne Kunst steckt, würdest du nicht erraten.

    Das Gebäude hat ein bewegtes Leben hinter sich. Im Mittelalter lagen hier Kapelle und Friedhof der Franziskaner, danach lag das Gelände brach. 1899 baute der Architekt Léon Hertling das erste Tramdepot der Stadt: acht Wagen auf vier Gleisen, eine Drehscheibe draußen, innen eine Halle mit Oberlicht. 1948 wurde daraus eine Autogarage, und zwischen 1996 und 1998 baute Michel Waeber es zum Museum um.

    Entstanden ist das Museum aus dem Wunsch von Niki de Saint Phalle, dem Kanton Freiburg Werke von Jean Tinguely zu schenken. Eröffnet wurde es am 16. März 1998, später kamen weitere Schenkungen dazu, auch Werke von ihr selbst. Das monumentale Hauptstück ist der Retable de l'Abondance occidentale et du Mercantilisme totalitaire von 1990.

    Der Besuch kostet Eintritt und lohnt sich, wenn du mit Tinguely und Saint Phalle etwas anfangen kannst oder einmal sehen willst, wie ein altes Tramdepot als Ausstellungsraum funktioniert. Zum Museum für Kunst und Geschichte sind es 180 Meter, drei Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mi–So 11:00–18:00 (Do bis 20:00), Mo–Di geschlossen
    Preis
    7.00 CHF Vollpreis, 5.00 CHF ermäßigt (AHV/Studierende/Gruppen)
  6. 6

    Museum für Kunst und Geschichte Freiburg

    Museum für Kunst und Geschichte Freiburg in Freiburg im Üechtland, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Museum für Kunst und Geschichte Freiburg verteilt sich auf zwei Gebäude: den Ratzéhof, ein Stadtpalais aus dem 16. Jahrhundert, und ein ehemaliges Schlachthaus gegenüber auf der anderen Seite der Murtenstrasse. Unter der Straße verbindet ein Durchgang die beiden Häuser. Beide gehören zu den Kulturgütern von nationaler Bedeutung.

    Die Sammlung hat einen schönen Anfang: 1774 vermachte Tobias Gerfer dem Jesuitenkollegium seine Medaillensammlung, die erste öffentliche Sammlung der Stadt. 1823 entstand daraus das kantonale Museum, das durch Bestände aus dem aufgehobenen Kloster Hauterive wuchs und 1922 in den Ratzéhof zog.

    Gezeigt wird vor allem Freiburger Kunst vom Mittelalter bis heute. Wer mittelalterliche Malerei und Skulptur mag, kommt hier auf seine Kosten, besonders bei den Gemälden von Hans Fries um 1500. Dazu kommen Säle zu Kriegshandwerk, Zünften und Goldschmiedekunst, eine Galerie der Glasmalerei und eine Galerie mit Werken der Bildhauerin Adèle d'Affry, die sich Marcello nannte.

    Der Eintritt kostet; plane eine Stunde ein, wenn du hineingehst. Weiter geht es 300 Meter, fünf Minuten, zum Hôtel de Ville.

    Name vor Ort
    Musée d'art et d'histoire de Fribourg
    Öffnungszeiten
    Di–So: 11:00–18:00 (Do bis 20:00)
    Preis
    CHF 12 Erwachsener; CHF 10 ermäßigt; kombiniert Ticket CHF 17 / CHF 13
  7. 7

    Hôtel de Ville

    Hôtel de Ville in Freiburg im Üechtland, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Hôtel de Ville ist das historische kantonale Rathaus und rahmt den Rathausplatz. Für den Rundgang ist es ein Stopp von außen, und das passt: Der Platz ist die eigentliche Bühne, die Fassade gibt ihm den Rahmen.

    Hinein kommst du nur geplant. Besichtigungen sind kostenlos, laufen aber ausschließlich nach Voranmeldung beim Grossen Rat (gc@fr.ch). Ohne Anmeldung bleibt dir die Außenansicht, und die steht dir jederzeit offen.

    Der Markt auf dem Platz liegt 60 Meter, eine Minute, weiter.

    Öffnungszeiten
    Immer geöffnet
    Preis
    Kostenlos
  8. 8

    Marché de la Place de l'Hôtel de Ville

    Dieser Stopp hängt am Kalender. Am Markttag füllt der Wochenmarkt den Place de l'Hôtel-de-Ville und die Grand-Rue im Quartier du Bourg, aus der Kulisse wird ein Marktplatz, und um die Mittagszeit ist alles wieder abgebaut.

    Wenn du deinen Tag frei wählen kannst, leg ihn auf einen Markttag und komm am Vormittag. Der Markt ist die lebhafteste Szene der Runde. An allen anderen Tagen ist das hier ein ruhiger Platz, an dem du kurz durchatmest.

    Zur Kirche Saint-Jean sind es 450 Meter, etwa sieben Minuten.

    Öffnungszeiten
    Sa 06:30–12:00
    Preis
    Kostenlos
  9. 9

    Kirche Saint-Jean

    Kirche Saint-Jean in Freiburg im Üechtland, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Kirche Saint-Jean ist eng mit der benachbarten Kommende der Johanniter verbunden, des Ritterordens vom Heiligen Johannes zu Jerusalem. Chor und Schiff wurden 1264 geweiht, der Glockenturm folgte 1281. Seine erste Glocke ist erhalten und gehört zu den ältesten im Kanton; 1981 wurde sie abgenommen.

    Die spannendste Geschichte erzählen die Kapellen. Kurz vor 1385 ließ der Komtur Guillaume Huser eine Baldachinkapelle mit seinem Wappen errichten, gegen Ende des 14. Jahrhunderts kamen zwei weitere dazu. Zusammen erinnern die drei an das sogenannte Querschiff der Johanniterkirche auf Rhodos, eine Verbindung bis in das Zentrum des Ordens.

    1511 wurde Saint-Jean Pfarrkirche und bekam drei Jahre später eine Beinhauskapelle der heiligen Anna. 1712 erneuerte man Fenster, Hochaltar und Orgel, und zwischen 1885 und 1887 verlängerte der Architekt Adolphe Fraisse das Schiff und gab der Kirche ihre heutige Fassade. Zuletzt wurde sie 2009 restauriert. Der Eintritt ist frei, ein kurzer Blick hinein lohnt sich für alle, die Ordensgeschichte mögen.

    Von hier gehst du 640 Meter, rund 14 Minuten, zur Loreto-Kapelle.

    Öffnungszeiten
    Täglich 09:00–17:00
    Preis
    Kostenlos
  10. 10

    Kapelle Unserer Lieben Frau von Loreto

    Kapelle Unserer Lieben Frau von Loreto in Freiburg im Üechtland, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Kapelle Unserer Lieben Frau von Loreto sitzt auf einem Felssporn über der Altstadt, nahe dem Bürglentor auf dem Rücken des Bisemhügels. Von außen ist sie eine Nachbildung der Santa Casa im italienischen Loreto. Eine künstliche Terrasse gleicht das Gefälle aus, rundum läuft eine Balustrade aus Steinquadern mit schmiedeeisernen Gittern, deren schräge Stäbe große Rauten bilden.

    Diese Terrasse ist der Grund, hier heraufzukommen: Sie bietet einen weiten Rundblick über die Freiburger Altstadt und das Schönbergquartier. Nimm dir Zeit dafür, denn von hier oben verstehst du, wie die Stadt über der Saane gebaut ist.

    Gebaut wurde die Kapelle 1647 und 1648 von Hans-Franz Reyff, der gerade Stadtbaumeister geworden war; es war sein erster Kirchenbau. Die Freiburger dankten damit der Muttergottes von Loreto, dass sie kurz vor dem Ende des Dreißigjährigen Krieges von dessen Verwüstungen verschont geblieben waren. Zugleich zeigte die Stadt in der Zeit der Gegenreformation einmal mehr, dass sie katholisch war.

    Der Bau ganz aus Molasse wirkt trotz üppiger Verzierung leicht, dank ausgewogener Proportionen und der Lage. Der Besuch ist frei. Danach sind es 950 Meter, etwa 16 Minuten, zum Schweizer Figurentheatermuseum.

    Name vor Ort
    Chapelle Notre-Dame-de-Lorette
    Öffnungszeiten
    01 Mär – 31 Okt: Di, Do–So 09:00–18:00 (Mo, Mi geschlossen)
    Preis
    Kostenlos
  11. 11

    Schweizer Figurentheatermuseum

    Schweizer Figurentheatermuseum in Freiburg im Üechtland, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Schweizer Figurentheatermuseum liegt neben der Mittleren Brücke, an der Adresse Derrière les Jardins 2. Seit 2008 sind Museum, Theater und Café hier unter einem Dach.

    Es ist das wichtigste Puppenmuseum der Schweiz und hat landesweit die größte Sammlung: rund 5000 Stücke aus China, Indien, Indonesien, Afrika, Südamerika und Europa, darunter die Schweiz. Du siehst Marionetten, Stab-, Finger- und Schattenfiguren, Figurenmasken, dazu Kulissen und Zubehör, unter anderem Arbeiten von Jakob Flach, Else Hausin, Erich Weiss und Jean Bindschedler.

    Dazu gehören eine Fachbibliothek mit rund 1500 Titeln, von denen manche in der Schweiz nur hier zu finden sind, und ein Figurentheater mit regelmäßigen Vorstellungen für Klein und Groß. Der Eintritt kostet; für Familien ist das der beste Halt der Runde, und wer Theater mag, sollte nach dem Spielplan fragen.

    Zur Bernbrücke gehst du 320 Meter, rund fünf Minuten.

    Name vor Ort
    Musée suisse de la marionnette
    Öffnungszeiten
    Mi–So 13:00–17:00, Mo–Di geschlossen
    Preis
    5.00 CHF Vollpreis, 4.00 CHF ermäßigt (AHV/Studierende), 3.00 CHF Kinder (6-16)
  12. 12

    Bernbrücke

    Bernbrücke in Freiburg im Üechtland, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Bernbrücke ist eine überdachte Holzbrücke über die Saane und die letzte ihrer Art in Freiburg. Gebaut wurde sie 1250, etwa ein Jahrhundert nach der Stadtgründung, und gehört damit zu den ältesten Brücken der Schweiz. Ihr heutiges Aussehen stammt von 1653; der steinerne Mittelpfeiler ist aus dem 17. Jahrhundert, ebenso der heute mit Erde gefüllte Tuffbogen auf der Südseite.

    Geh einmal langsam hindurch und schau nach oben in das Gebälk. Die Brücke wurde über die Jahrhunderte immer wieder erneuert, zuletzt 2011 und 2023, als einige Eichenbalken schwach geworden waren und das undichte Dach ersetzt werden musste.

    Bis 1838 bewachte ein Torturm, die Tour des Mouches, den Übergang als Öffnung in der Mauer der Unterstadt. Die Bernbrücke ist eine von fünf Brücken der Unterstadt und steht seit 1995 im Inventar der Kulturgüter von nationaler Bedeutung. Wenige Meter flussabwärts mündet der Gottéron in die Saane, und genau dessen Tal überquerst du als Nächstes: 590 Meter, etwa 14 Minuten, bis zur Gottéron-Brücke.

    Name vor Ort
    Pont de Berne
    Öffnungszeiten
    Immer geöffnet
    Preis
    Kostenlos
  13. 13

    Gottéron-Brücke

    Gottéron-Brücke in Freiburg im Üechtland, Station 13 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Gottéron-Brücke ist die einzige Brücke über den Gottéron und sein Tal, kurz bevor der Bach in die Saane mündet. Die Brücke, über die du gehst, ist ein Bogen aus Stahlbeton, 176 Meter lang, gebaut in 18 Monaten nach Plänen des Freiburger Ingenieurs Pierre Brasey und am 29. Juni 1960 vom Bischof gesegnet.

    Ihre Vorgängerin war spektakulärer. 1840 baute Joseph Chaley, der gerade die große Hängebrücke von Freiburg vollendet hatte, eine leichte Hängebrücke von 151 Metern Länge, 76 Meter über dem Bach. 1895 drohte ein Sturm sie umzudrehen. Am 9. Mai 1919 brach ein überladener Lastwagen mit Holzstämmen durch die Querträger und stürzte in die Tiefe.

    Der Unfall hatte Folgen für die ganze Stadt: Der Grosse Rat beschloss, endlich die seit 1862 geplante Pérolles-Brücke für Lastwagen zu bauen, die alte Hängebrücke wurde repariert. Erst nach einer Studie von 1942 und fast drei Jahren Streit zwischen Hängebrücke und Betonbogen fiel die Wahl auf den heutigen Bau.

    Von hier schließt sich die Runde: 1010 Meter, etwa 13 Minuten, zurück zu St. Nikolaus, deren Turm dir den Weg zeigt.

    Öffnungszeiten
    Immer geöffnet
    Preis
    Kostenlos
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Freiburg im Üechtland Route geladen
St. NikolausStandseilbahn Neuveville–Saint-PierreFranziskanerkircheBasilique Notre-Dame de Fribourg+9
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Die Route kennst du jetzt. Geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Freiburg im Üechtland entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 13 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

13Stopps 5,9km 1 Std. 38 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Varianten für deinen Rundgang

Nicht jeder hat einen ganzen Tag. Diese drei Varianten schneiden den Rundweg nach Interesse zu.

Oberstadt mit Kunst

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8

Für alle, die Kirchen und Museen nah beieinander wollen. Von St. Nikolaus über die Kirchengruppe um Notre-Dame bis zum Rathausplatz sind es zusammen 31 Minuten Gehzeit. Eintritt kosten nur das Espace Tinguely und das Museum für Kunst und Geschichte.

Unterstadt und Brücken

Stopps: 9, 10, 11, 12, 13, 1

Für alle, die lieber draußen unterwegs sind: von Saint-Jean zur Loreto-Kapelle, hinunter zum Figurentheatermuseum, über die Bernbrücke und die Gottéron-Brücke zurück zur Kathedrale. Reine Gehzeit 1 Std. 2 Min.; Eintritt kostet nur das Figurentheatermuseum.

Ganze Runde ohne Museen

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13

Für alle, die alles sehen, aber nichts bezahlen wollen: der komplette Rundweg mit 1 Std. 38 Min. Gehzeit, die drei Museen nur von außen. Die Kirchen besuchst du trotzdem innen, denn sie sind frei.

Wie lange dauert der Rundgang durch Freiburg im Üechtland?

Die reine Gehzeit beträgt 1 Std. 38 Min. Realistisch wird daraus mehr: Für die Glasfenster in St. Nikolaus, den Nelkenmeister-Altar in der Franziskanerkirche und die Krippe in Notre-Dame brauchst du zusammen gut eine Stunde. Ein Museum kostet dich je nach Interesse eine weitere Stunde, alle drei zusammen eher drei.

Ohne Museumsbesuche bist du mit Kirchen und Aussicht in etwa zweieinhalb Stunden durch. Die Variante Oberstadt mit Kunst passt mit zwei Museen gut in einen halben Tag; die Variante Unterstadt und Brücken schaffst du mit einem kurzen Halt im Figurentheatermuseum in rund zwei Stunden.

Bevor du an der Kathedrale losgehst

  • Start und Ziel: Empfohlen ist der Start an St. Nikolaus, dort endet der Rundweg auch wieder. Du kannst aber an jedem Stopp einsteigen.
  • Tageszeit: Starte am Vormittag, dann liegen die Museen in der Mitte des Tages. Die drei Museen und die Loreto-Kapelle haben nicht jeden Tag geöffnet, also lohnt sich ein Blick auf die Öffnungstage, bevor du einen Termin wählst.
  • Eintritt: Frei sind alle Kirchen, die Kapelle, die Brücken, der Rathausplatz und der Markt. Eintritt kosten das Espace Jean-Tinguely-Niki-de-Saint-Phalle, das Museum für Kunst und Geschichte Freiburg und das Schweizer Figurentheatermuseum.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Freiburg im Üechtland
AI Tour Guide

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Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Freiburg im Üechtland, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

13Stopps 5,9km 1 Std. 38 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide zwischen Kathedrale und Saane anders macht

Auf dieser Runde wechselst du ständig zwischen Gotik, Barock und Ingenieurbau. Der AI Tour Guide begleitet dich als Gespräch: Er begrüßt dich, erzählt die Geschichten der Orte, fragt nach und merkt sich, ob dich eher Glasmalerei, Klostergeschichte oder Brückenbau packt. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen, etwa um zu erfahren, wer die Nelkenmeister eigentlich waren oder wie eine Wasserballastbahn im Alltag lief. Die Route bleibt dabei dieselbe. Zum Start bekommst du 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zu Freiburg im Üechtland

Kann man den Turm von St. Nikolaus besteigen?

Ja. Der Glockenturm ist 74 Meter hoch und kann bestiegen werden; oben hast du den Blick über die Stadt. Ob der Aufstieg gerade möglich ist und was er kostet, erfährst du vor Ort in der Kathedrale.

Gibt es ein gemeinsames Ticket für das Espace Tinguely und das Museum für Kunst und Geschichte?

Ja, das Museum für Kunst und Geschichte bietet ein kombiniertes Ticket an. Das passt, denn das Espace Tinguely wird seit seiner Gründung vom selben Museum betreut, und beide Häuser liegen nur wenige Gehminuten auseinander.

Ist der Rundgang etwas für Kinder?

Das Schweizer Figurentheatermuseum mit Puppen und Schattenfiguren aus aller Welt und eigenen Vorstellungen für Klein und Groß ist der natürliche Höhepunkt für Familien. Dazu kommen die überdachte Holzbrücke und die Krippe in Notre-Dame mit ihren Marktszenen.

Lässt sich Freiburg mit einem Ausflug in die Umgebung verbinden?

Gut sogar: Murten liegt nur 14 km entfernt und eignet sich für einen halben Tag, Bern mit 27 km für einen eigenen Rundgang am nächsten Tag.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 3 der 13 Stopps: Espace Jean-Tinguely–Niki-de-Saint-Phalle, Museum für Kunst und Geschichte Freiburg und Schweizer Figurentheatermuseum verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
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