Castelgrande
Hier beginnt und endet deine Runde, und das passt: Der Castelgrande ist die Burg, mit der Bellinzonas Festungsgeschichte steht und fällt. Seit 2000 gehört er zusammen mit dem Castello di Montebello, Sasso Corbaro und den Stadtmauern zum UNESCO-Welterbe. Du siehst hier also nicht eine einzelne Burg, sondern den ersten Baustein eines Systems, das du auf den nächsten Kilometern Stück für Stück abgehst.
Achte auf die Namen, die der Bau im Lauf der Zeit getragen hat, denn sie erzählen seine Geschichte in Kurzform. Castel vecchio, die alte Burg, heißt er, weil er vor den beiden anderen da war. Castello di San Michele nach dem Erzengel. Und Castello d'Uri, nach dem Innerschweizer Ort, der hier einst das Sagen hatte. Merk dir dieses Uri: Bei den beiden anderen Burgen begegnen dir die passenden Gegenstücke.
Lohnt sich der Eintritt? Wenn dich Festungen interessieren, auf jeden Fall, und am Morgen bist du ohnehin hier. Wer nur wegen der Altstadt gekommen ist, kann sich den Innenbesuch sparen, denn am Ende der Runde stehst du wieder hier oben.
Bevor du den Burghügel verlässt, lohnt ein Blick auf Torre Nera und Torre Bianca. Dann geht es 850 m in 13 Minuten weiter zur Murata, der Mauer, die den Castelgrande mit dem Rest der Befestigung verband.






















