Linz auf eigene Faust: vom Schloss bis zum Pöstlingberg

Kaiserresidenz, Keplers Landhaus, Österreichs größter Kirchenbau, Kunst und Zukunft an der Donau und zum Schluss der Weg hinauf zur Basilika über der Stadt.

9 Stationen 7,2 km ~1 Std. 54 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Linz
Stopp 1 von 9
300 m·4 min
Linzer Schloss
Geh Richtung Südwesten hinab zur Martinskirche
Willkommen in Linz. Ich bin Alex, und ein Kirchturm dieser Stadt durfte die Hauptstadt ganz bewusst nicht überragen.
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Linz zu Fuß: was dich auf dieser Route erwartet

Neun Stopps vom Linzer Schloss durch die Altstadt an die Donau und hinauf auf den Pöstlingberg: 7,2 km, reine Gehzeit 1 Std. 54 Min. Mit kurzen Halten bist du rund viereinhalb Stunden unterwegs, mit drei Museumsbesuchen gut siebeneinhalb.

Kirchen, Plätze und der Berg sind frei. Eintritt kosten das Linzer Schloss, das Lentos Kunstmuseum Linz und das Ars Electronica Center. Route, Karte und GPS-Navigation von Stopp zu Stopp sind kostenlos, der AI Tour Guide kommt auf Wunsch dazu.

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Blick auf Linz

Die Route

Linz Stadtrundgang Karte: Schloss, Altstadt, Donau und Berg

9 Stopps 7,2 km 1 Std. 54 Min. Gehzeit
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Die 9 Stationen auf dieser Route

  1. Linzer Schloss, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Linzer Schloss
  2. Martinskirche in Linz, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Martinskirche
  3. Linzer Landhaus, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Linzer Landhaus
  4. Mariä-Empfängnis-Dom in Linz, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Mariä-Empfängnis-Dom
  5. Ursulinenkirche in Linz, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Ursulinenkirche
  6. Hauptplatz in Linz, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Hauptplatz
  7. Lentos Kunstmuseum Linz, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Lentos Kunstmuseum Linz
  8. Ars Electronica Center in Linz, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Ars Electronica Center
  9. Pöstlingberg in Linz, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Pöstlingberg
  10. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Station für Station: dein Linz Rundgang von der Kaiserresidenz zur Basilika

  1. 1

    Linzer Schloss

    Linzer Schloss, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hier oben über der Donau beginnt Linz im Wortsinn: Das Linzer Schloss steht auf dem Platz des römischen Kastells Lentia, und die erste bekannte Erwähnung stammt vom 20. Juni 799. Achte auf das Friedrichstor. Es ist noch erhalten aus der Zeit, als Kaiser Friedrich III. die Burg ab 1477 zum Schloss umbauen ließ und hier zwischen 1489 und 1493 residierte.

    Danach wurde das Schloss zum Familiensitz der Habsburger. Maximilian I. war oft hier. Sein Enkel, der spätere Kaiser Ferdinand I., ließ es nach seiner Hochzeit in Linz für seine Frau Anna von Böhmen und Ungarn erweitern und prächtig ausstatten; ihre Kinder Elisabeth (1526) und Ferdinand II. (1529) kamen hier zur Welt. Eine Tochter, Katharina, zog nach der Trennung vom polnischen König Sigismund II. August im Oktober 1567 mit ihrem Hofstaat ein und lebte hier bis zu ihrem Tod 1572.

    Was du heute siehst, geht auf Kaiser Rudolf II. zurück. Er ließ den Bau ab 1600 abreißen und nach Plänen des Antwerpener Baumeisters Anton de Moys neu errichten: ein mächtiger vierstöckiger Block mit zwei Innenhöfen, dazu 1604 das Rudolfstor als Haupttor zur Stadt. In der bayerischen Zeit residierte Statthalter Adam von Herberstorff hier und verstärkte die Befestigungen, und 1626 belagerten aufständische Bauern das Schloss. Als in Wien die Pest wütete, zog Kaiser Ferdinand III. 1644 mit dem Hof ein und blieb zwei Jahre.

    Im Schloss ist heute ein Museum, das Eintritt kostet. Eine Stunde lohnt sich, wenn du die Kaiserresidenz nicht nur von außen sehen willst; wer nur die Geschichte sucht, hat sie mit den beiden Toren schon vor Augen. Von hier sind es 300 m, rund 4 Minuten, zur Martinskirche, die am selben Tag im Jahr 799 erstmals urkundlich auftaucht.

    Öffnungszeiten
    Di–So und Feiertag 10:00–18:00, Mo geschlossen
    Preis
    6,50 EUR Erwachsene
  2. 2

    Martinskirche

    Martinskirche in Linz, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die schlichte Martinskirche galt lange als älteste erhaltene Kirche Österreichs. Neuere Forschung hält das nicht mehr: Ähnlich alt sind andere Kandidaten, etwa die Ruprechtskirche in Wien. Ihr Alter ist trotzdem beeindruckend genug, denn ihre Geschichte lässt sich auf den Tag genau zurückverfolgen.

    Im Jahr 799 bereitete der bayerische Präfekt Gerold der Jüngere den Feldzug gegen die Awaren vor und wollte St. Martin auf Lebenszeit nutzen. Er bat seinen Schwager, König Karl, beim Passauer Bischof Waldrich für ihn einzutreten. Am 20. Juni 799 wurde die Urkunde ausgestellt; die älteste Abschrift aus dem 9. Jahrhundert liegt im Bayerischen Hauptstaatsarchiv in München. Gerold selbst starb noch im selben Jahr, am 1. September.

    Danach wurde die Kirche immer wieder umgebaut, unter anderem zu einem Zentralbau mit unvollendetem kleeblattförmigem Grundriss, und im 15. Jahrhundert gotisch umgestaltet. 1589 riss man die Westwand bis auf die Fundamente ab; der Südeingang, den man seit 799 benutzt hatte, wich einem Westportal, das 1841 erneuert wurde. Im Österreichischen Erbfolgekrieg stellten Franzosen und Bayern 1742 hier ihre Pferde unter, zwischen 1810 und 1832 diente der Bau als Militärdepot. Den karolingischen Zentralbau hat man erst 1978 ausgegraben.

    Seit dem 10. Juli 2016 ist die Martinskirche Heimat der Pfarre Linz-Mitte. Der Eintritt ist frei; ob die Tür offen ist, siehst du vor Ort. Danach gehst du 560 m, etwa 8 Minuten, zum Linzer Landhaus.

    Preis
    Kostenlos
  3. 3

    Linzer Landhaus

    Linzer Landhaus, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Im Linzer Landhaus tagt heute der Oberösterreichische Landtag. Die Landstände kauften den Grund 1563, auf dem damals das Minoritenkloster stand, und ließen den größten Teil abreißen; erhalten blieb die Minoritenkirche. Gebaut wurde in mehreren Stufen, begonnen 1568, vollendet 1658. Als Baumeister nennt die Geschichte Christoph und Hans Canaval, als Steinmetze Caspar Toretto und Peter Guet.

    Schau zum Turm hinauf. Er entstand 1568, Baumeister Spaz erhöhte ihn 1637, und 1801 bekam er seinen barocken Kupferhelm. Unter den Zifferblättern der Turmuhr liegt eine Sonnenuhr mit vier Sgraffito-Feldern von Fritz Fröhlich.

    Die große Geschichte dieses Hauses ist Johannes Kepler. Ab 1574 war hier die protestantische Landschaftsschule untergebracht, und viele bekannte Gelehrte kamen nach Linz. Kepler unterrichtete 14 Jahre lang an der Schule und lobte die Bibliothek. 1626 erhoben sich die Bauern unter Stefan Fadinger und belagerten das Landhaus vergeblich. Wenige Jahre später siegte die Gegenreformation, die protestantischen Stände verloren ihre Macht, und 1629 musste die Schule schließen.

    Barock und Rokoko prägten danach das Renaissancegebäude, doch der Großbrand von 1800, der vom Linzer Schloss ausging, vernichtete den Großteil der Pracht: Bibliothek, Archiv und Gemäldegalerie verbrannten. Das Landhaus kostet keinen Eintritt. Zum Mariä-Empfängnis-Dom sind es 490 m, rund 7 Minuten.

    Preis
    Kostenlos
  4. 4

    Mariä-Empfängnis-Dom

    Mariä-Empfängnis-Dom in Linz, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Mariä-Empfängnis-Dom, in Linz einfach Mariendom genannt, ist der größte Kirchenbau Österreichs: 130 Meter lang, 5.170 Quadratmeter Grundfläche, Platz für 20.000 Menschen. Der höchste ist er nicht. Der Turm misst 134,6 Meter und bleibt zwei Meter unter dem Südturm des Stephansdoms in Wien, denn in Österreich-Ungarn durfte kein Bau höher sein. Der ursprünglich geplante, höhere Turm wurde deshalb nicht genehmigt.

    Bischof Franz-Josef Rudigier begann 1855 mit den Plänen. Bei der Grundsteinlegung am 1. Mai 1862 erklang Anton Bruckners Festkantate „Preiset den Herrn“. Entworfen hat den Dom Vincenz Statz, Dombaumeister der Erzdiözese Köln, im Stil der französischen Hochgotik. Geweiht wurde er erst 1924 von Bischof Johannes Maria Gföllner.

    Drinnen gehört deine Aufmerksamkeit den Glasfenstern. Das bekannteste ist das Linzer Fenster, das die Geschichte der Stadt erzählt; in anderen Fenstern sind die Stifter des Baus porträtiert. Im Zweiten Weltkrieg wurden vor allem Fenster im Süden beschädigt und nicht rekonstruiert, sondern durch moderne Kunst ersetzt. Dieser Kontrast ist sehenswert.

    In der Krypta stehen eine Krippe mit Figuren von S. Osterrieder und die Insignien Bischof Rudigiers. Die große Rudigierorgel baute 1968 die dänische Werkstatt Marcussen & Søn. An einem Gedenkholzschnitt für Engelbert Dollfuß brachte die Kirche 2006 eine Tafel an, mit der sie sich von ihm distanziert und künftige Parteipolitik ausschließt.

    Der Eintritt ist frei, während Gottesdiensten und Veranstaltungen ist keine Besichtigung möglich. Plane eine halbe Stunde ein. Zur Ursulinenkirche gehst du 410 m, etwa 6 Minuten.

    Name vor Ort
    Mariendom
    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 8:00–19:00, So und Feiertag 8:00–19:15; Besichtigung während Gottesdiensten/Veranstaltungen nicht möglich
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    Ursulinenkirche

    Ursulinenkirche in Linz, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    An der Landstraße erkennst du die Ursulinenkirche an ihren zwei Türmen und der bewegten spätbarocken Fassade. Achte auf das Spiel der Linien: Die Mitte mit Portal und großem Fenster wölbt sich nach außen, die Seiten schwingen nach innen. Neben dem Portal stehen der heilige Antonius von Padua und der heilige Florian, im Giebel eine drei Meter hohe Immaculata mit zwei Engeln, ganz oben ein Kreuz mit zwei knienden Engeln.

    Die Geschichte beginnt mit den Ursulinen, die nach Linz kamen, Schulunterricht gaben und 1680 eine Kapelle an dieser Stelle bauten. Der Neubau wurde 1736 begonnen. Architekt Johann Haslinger leitete ihn bis zu seinem Tod 1741, geweiht wurde die Kirche 1757, die Turmzone baute wohl Steinmetz Michael Herstorfer, fertig war alles 1772. Das ehemalige Kloster nebenan ist heute das Landeskulturzentrum Ursulinenhof.

    Drinnen öffnet sich ein einschiffiger Saal mit je drei hohen Altarnischen an den Seiten. Den Hochaltar entwarf Johann Matthias Krinner; der Abt von Stift Heiligenkreuz stiftete ihn 1738, aufgestellt wurde er 1741. Weil die oberösterreichischen Stände 3000 Gulden beisteuerten, sitzt das Landeswappen über dem Altarbild. Das Bild selbst malte Martino Altomonte: in der Mitte der Kirchenpatron Erzengel Michael, davor Gabriel und Raphael, dazu der Engel Uriel. Viele Seitenaltarbilder stammen von seinem Sohn Bartolomeo Altomonte, sehenswert sind auch die Kunstschmiedearbeiten.

    Der Eintritt ist frei, eine Viertelstunde reicht. Wer Barock mag, sollte hineingehen. Zum Hauptplatz sind es 470 m, rund 6 Minuten.

    Öffnungszeiten
    täglich 8:00–19:00
    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    Hauptplatz

    Hauptplatz in Linz, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Hauptplatz ist 219 Meter lang, 60 Meter breit und mit 13.140 Quadratmetern einer der größten umbauten Plätze Österreichs. Zur Donau trennen ihn nur eine Straße und die Häuser am Brückenkopf. Abgesteckt wurde er bei der Stadterweiterung 1207, angelegt um 1230, und zwar mit Plan: Seitenverhältnis 1:3, die Diagonalen messen genau 100 Klafter, wobei ein Linzer Klafter 1,83 Meter entspricht.

    Schau dir die Fassaden rundherum an. Weil hier seit Anbeginn Jahrmärkte stattfanden, waren die Grundstücke teuer, also baute man schmal und lang nach hinten. Der Platz zog immer Publikum an: Am 25. Mai 1521 soll hier zur Hochzeit von Erzherzog Ferdinand und Anna von Ungarn das legendäre Losensteiner Turnier stattgefunden haben, dasselbe Paar, für das das Schloss erweitert wurde. Bis 1716 stand hier auch der Pranger, und es gab Hinrichtungen.

    Kaum ein Ort in Linz hat so oft den Namen gewechselt. 1338 hieß er An dem Markt, die Nordseite zur Donau 1439 Heubühel, später Am Platz und Großer Platz, Anfang des 19. Jahrhunderts dann Hauptplatz. 1873 wurde er Franz-Josephs-Platz, nach der Ausrufung der Ersten Republik Platz des 12. Novembers, 1934 wieder Franz-Joseph-Platz, nach dem Anschluss Adolf-Hitler-Platz. Seit 1945 heißt er wieder Hauptplatz.

    Ab dem 26. Oktober 2024 wurde der Platz zur Fußgängerzone umgestaltet. Weiter geht es 690 m, etwa 10 Minuten, zum Lentos Kunstmuseum Linz; unterwegs passierst du das Oberösterreichische Literaturmuseum.

    Öffnungszeiten
    durchgehend geöffnet
    Preis
    Kostenlos
  7. 7

    Lentos Kunstmuseum Linz

    Lentos Kunstmuseum Linz, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der lange Glaskörper direkt an der Donau, zwischen Nibelungenbrücke und Brucknerhaus, ist das Lentos. Mit 130 Metern ist es so lang wie der Mariendom, rund 8.000 Quadratmeter Fläche, entworfen vom Zürcher Büro Weber & Hofer und im Mai 2003 eröffnet. Nachts leuchtet die gläserne Fassade.

    Der Kern der Sammlung kam nach dem Zweiten Weltkrieg: 120 wichtige Werke aus der Sammlung des Berliner Kunsthändlers Wolfgang Gurlitt, darunter Gemälde und Grafiken von Klimt, Schiele, Kokoschka, Nolde, Corinth und Pechstein. Sie bildeten die Neue Galerie der Stadt Linz, die 1953 zum städtischen Museum mit eigenem Ausstellungs- und Ankaufsprogramm wurde. 1998 fiel die Entscheidung für den Neubau.

    Heute umfasst die Sammlung rund 1.500 Werke aus Malerei, Skulptur und Objektkunst, über 10.000 Arbeiten auf Papier und etwa 850 Fotografien, darunter wichtige Beiträge von Alexander Rodtschenko und Man Ray. Die Präsentation folgt der Chronologie und beginnt im 19. Jahrhundert, mit Caspar David Friedrich und Johann Baptist Reiter. Neben der klassischen Moderne begegnen dir Gabriele Münter, Valie Export und Herbert Bayer, dazu Leihgaben aus anderen Museen.

    Für Klimt und Schiele lohnt sich der Eintritt unbedingt; plane gut eine Stunde. Danach gehst du 640 m, rund 9 Minuten, nach Urfahr zum Ars Electronica Center.

    Öffnungszeiten
    Di–Mi 10:00–18:00, Do 10:00–20:00, Fr–So 10:00–18:00, Mo geschlossen
    Preis
    12 EUR, ermäßigt 11 EUR bzw. 6 EUR
  8. 8

    Ars Electronica Center

    Ars Electronica Center in Linz, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Nach der Moderne im Lentos kommt hier die Zukunft. Das Ars Electronica Center, auch „Museum der Zukunft“ genannt, öffnete 1996 in Linz-Urfahr. Sein Ziel: Technologien der kommenden Generationen schon heute für jedes Alter erfahrbar machen, von Bio- und Gentechnik über Neurowissenschaften und Robotik bis zu Prothetik und Medienkunst. Alle Ausstellungen kreisen um die Frage, wie der Mensch mit seiner Umgebung umgehen kann.

    Hier darfst du anfassen und mitmachen, das ist ausdrücklich erwünscht, und die Ausstellungen wechseln ständig. Höhepunkt ist der Deep Space 8K: Wand- und Bodenprojektionen von jeweils 16 mal 9 Metern, Lasertracking und 3D-Animationen, Bilder aus Medizin, Geologie und Astronomie in 8K-Auflösung.

    Hinter dem Museum steht das Futurelab, ein Atelier und Labor, das seit 1996 an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft forscht, etwa zu künstlicher Intelligenz, Medienarchitektur und Schwarmintelligenz. Einmal im Jahr wird hier der Prix Ars Electronica für Computerkunst verliehen, und das Ars Electronica Festival gibt es schon seit 1979.

    Für Familien und alle Technikneugierigen lohnt sich der Eintritt; nimm dir anderthalb Stunden. Danach folgt die längste Etappe: 3630 m, rund 65 Minuten, hinauf auf den Pöstlingberg.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–17:00, Mo geschlossen
    Preis
    14 EUR Erwachsene (voller Preis), 12 EUR ermäßigt
  9. 9

    Pöstlingberg

    Pöstlingberg in Linz, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Pöstlingberg ragt 539 Meter über dem linken Donauufer auf und ist heute zugleich vornehme Wohngegend und Ausflugsziel. Zu ihm gehören die Pöstlingbergbahn, die Aussichtsplattform über Linz, die barocke Wallfahrtsbasilika und die Linzer Grottenbahn. Für die Mühen des Aufstiegs bekommst du die Stadt, durch die du gerade gegangen bist, von oben.

    Begonnen hat alles 1716: Franz Obermayr, Laienbruder im Urfahrer Kapuzinerkloster, brachte am Wetterkreuz eine Pietà des Linzer Bildhauers Ignaz Jobst an. Schon 1720 kamen Pilger, eine Holzkapelle entstand, 1730/31 ersetzt durch eine Kapelle mit Steinunterbau. 1742 begann der Bau der Kirche, die zu den bekanntesten Wahrzeichen Oberösterreichs zählt, geweiht am 9. Dezember 1748. Seit 1960 betreuen die Oblaten des heiligen Franz von Sales sie, am 15. August 1964 wurde sie zur päpstlichen Basilica minor erhoben.

    Zweimal brannte es. Am 17. Mai 1919 schlug ein Blitz ein, der Dachstuhl verbrannte, das Innere blieb unversehrt. Am 31. Mai 1963 löste eine Lötlampe einen Brand aus, der das Dach und beide Türme zerstörte; sie wurden wiederaufgebaut, und mit Spenden wird die Basilika bis heute renoviert.

    Schon 1747 ist hier ein Gasthaus belegt, der Vorläufer des heutigen Kirchenwirts, erst für Wallfahrer, später für Ausflügler. Die kamen ab dem Ende des 18. Jahrhunderts, doch die Aussicht gab es damals nur von den tieferen Hängen: Der Gipfel war bewaldet und die Kirche im Wald versteckt. Heute ist der Berg frei und jederzeit zugänglich, ein guter Ort, um den Rundgang ausklingen zu lassen.

    Öffnungszeiten
    durchgehend zugänglich
    Preis
    Kostenlos
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Linz Route geladen
Linzer SchlossMartinskircheLinzer LandhausMariä-Empfängnis-Dom+5
Alle 9 Stopps sind schon auf der Karte.
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AI Tour Guide

Du kennst jetzt die Route durch Linz. Geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Linz entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 9 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

9Stopps 7,2km 1 Std. 54 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzer gehen: drei Varianten durch Linz

Nicht jeder hat einen ganzen Tag. Diese Ausschnitte der Route funktionieren auch für sich.

Altstadt kompakt

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6

Für alle, die Habsburger, Kepler und Kirchen in einem Vormittag sehen wollen. Vom Linzer Schloss bis zum Hauptplatz sind es 2,2 km und 31 Minuten reine Gehzeit. Eintritt kostet nur das Museum im Schloss, alles andere ist frei.

Ohne den Berg

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8

Für einen Tag mit Altstadt, Kunst und Technik, aber ohne den langen Anstieg. Vom Linzer Schloss bis zum Ars Electronica Center gehst du 50 Minuten auf gut 3,5 km. Eintritte fallen im Schloss, im Lentos und im Ars Electronica Center an.

Donau und Pöstlingberg

Stopps: 6, 7, 8, 9

Für Leute, die die Altstadt schon kennen oder lieber Museen und Aussicht wollen. Vom Hauptplatz über Lentos und Ars Electronica Center hinauf auf den Pöstlingberg sind es knapp 5 km und 84 Minuten Gehzeit, davon 65 Minuten am Stück bergauf. Eintritt zahlst du im Lentos und im Ars Electronica Center.

Wie lange dauert dieser Linz Rundgang mit Museen und Aufstieg?

Die ersten acht Stopps liegen dicht beisammen: Keine Etappe dauert länger als zehn Minuten. Von der reinen Gehzeit entfallen 65 Minuten allein auf den Weg vom Ars Electronica Center hinauf auf den Pöstlingberg. Wer müde ist, lässt den Berg weg und hat trotzdem eine runde Tour.

Mit allen drei Museen sieht ein realistischer Tag so aus: Start um 10:00 Uhr im Linzer Schloss, eine Stunde im Museum, um 11:44 Uhr am Mariä-Empfängnis-Dom, um 12:41 Uhr am Hauptplatz, um 13:11 Uhr im Lentos Kunstmuseum Linz mit 75 Minuten für die Sammlung. Um 14:35 Uhr bist du im Ars Electronica Center und hast dort anderthalb Stunden. Gegen 17:10 Uhr erreichst du den Pöstlingberg, eine halbe Stunde oben, Ende gegen 17:40 Uhr.

Die Altstadt kompakt mit Schlossmuseum dauert gut drei Stunden, die Variante ohne den Berg mit allen drei Museen rund sechs Stunden, die Strecke von der Donau auf den Pöstlingberg mit Lentos und Ars Electronica Center rund fünf Stunden.

Bevor du in Linz losgehst

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Start am Linzer Schloss, das Ende liegt auf dem Pöstlingberg. Du kannst an jedem Stopp einsteigen, die Reihenfolge der Route ist die empfohlene.
  • Der passende Tag: Wähle einen Tag, an dem Linzer Schloss, Lentos und Ars Electronica Center geöffnet haben; sonst bleiben dir Kirchen, Landhaus, Hauptplatz und der Pöstlingberg. Ideal ist ein Start am Vormittag, wenn das Schloss geöffnet hat.
  • Kosten: Route, Karte und GPS-Navigation sind kostenlos. Nur die drei Museen kosten Eintritt, alles andere ist frei. Für den AI Tour Guide bekommst du zum Start 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder Credits zu 5 € pro Stunde.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Linz
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Dein Guide für Linz ist bereit, wenn du es bist.

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Linz, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

9Stopps 7,2km 1 Std. 54 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide auf dem Weg durch Linz anders macht

Auf dieser Route liegen zwölf Jahrhunderte dicht nebeneinander, von der Urkunde aus dem Jahr 799 bis zum Deep Space 8K. Der AI Tour Guide begrüßt dich am Linzer Schloss, erzählt an jedem Ort die Geschichten, stellt dir Fragen und merkt sich, ob dich eher die Habsburger, Kepler oder die Medienkunst packen, und richtet das Gespräch danach aus. Fragen, die dir unterwegs kommen, etwa was Klimt und Schiele im Lentos mit dem Wien ihrer Zeit verbindet, kannst du jederzeit einwerfen. Die Route bleibt dabei dieselbe.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zu Linz zu Fuß

Gibt es im Lentos und im Ars Electronica Center Ermäßigung?

Ja, beide Häuser bieten ermäßigte Tickets an, das Lentos sogar in zwei Stufen. Welche Ermäßigung für dich gilt, erfährst du an der Kasse.

Kann ich das Lentos auch am Abend besuchen?

Ja, an einem Abend in der Woche hat das Lentos länger geöffnet. Dann kannst du den Tag umdrehen und die Kunst an den Abend legen.

Kann ich den Pöstlingberg auch ohne den Fußweg erreichen?

Ja, zum Ausflugsziel Pöstlingberg gehört die Pöstlingbergbahn. Abfahrt und Tarif erfährst du vor Ort.

Was lohnt sich als Tagesausflug von Linz aus?

Ganz nah liegen Wels und Steyr. Donauabwärts locken Melk und Krems an der Donau, über die Grenze Český Krumlov und donauaufwärts Passau.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 3 der 9 Stopps: Linzer Schloss, Lentos Kunstmuseum Linz und Ars Electronica Center verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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