Kathedrale St. Peter und Paul
Der Rundgang beginnt auf dem Petrov-Hügel, und so nennen die Brünner auch ihre Kathedrale: schlicht „Petrov“. Die beiden 84 Meter hohen Türme sehen mittelalterlich aus, sind aber jung. Der Architekt August Kirstein entwarf sie neugotisch, gebaut wurden sie zwischen 1901 und 1909. Die gotische Außenhülle stammt dagegen größtenteils aus dem 14. Jahrhundert, und innen empfängt dich überwiegend Barock.
Gebetet wird an dieser Stelle schon seit dem 11. und 12. Jahrhundert. Um 1140, unter Markgraf Konrad II., entstand hier eine romanische Kapelle mit einer Krypta, vermutlich als Grablege für einen wichtigen Würdenträger oder als Hofkapelle. Diese Krypta liegt heute unter dem Pflaster des Eingangs, du gehst also beim Eintreten über den ältesten Teil der Anlage hinweg.
In den 1230er Jahren folgte eine größere Kirche, dem heiligen Petrus geweiht, die der große Stadtbrand von 1306 beschädigte. Der Doppelname mit Paulus ist erst seit 1378 belegt. Nach den Hussitenkriegen bauten die Brünner im 15. Jahrhundert ein Presbyterium und mehrere Kapellen an, darunter die Marienkapelle, und die Kirche erhielt den kreuzförmigen Grundriss, den du heute siehst. Sie ist Sitz des Bistums Brünn und nationales Kulturdenkmal.
Das Kirchenschiff ist frei. Turm und Schatzkammer kosten Eintritt und lohnen sich, wenn du die Stadt einmal von oben sehen willst. Danach sind es nur 300 Meter, vier Minuten, hinüber in die Denisovy sady am Hang desselben Hügels.




















