Schloss Telč
Das Schloss Telč, vor Ort Zámek Telč, steht über einer Schleife des Telčský potok, zwischen dem Ulický und dem Štěpnický Teich. Es gehört dem Staat, wird vom Nationalen Denkmalinstitut verwaltet und ist seit 1995 nationales Kulturdenkmal; zusammen mit dem Stadtkern steht es seit 1992 auf der UNESCO-Liste.
Angefangen hat alles mit einer Wasserburg. Im 14. Jahrhundert ließ Jindřich III. z Hradce sie an dieser Stelle errichten, nachdem ein Stadtbrand die Stadt ohne Herrensitz zurückgelassen hatte. Ruhig blieb es nicht: Am 21. September 1423 eroberten die Hussiten die Burg, die Herren von Hradec holten sie sich zurück, und im Januar 1437 wohnte hier Kaiser Sigismund. Jindřich IV. baute die Burg gotisch um, starb aber am 15. Januar 1507 bei einem Jagdunfall.
Den großen Wandel brachte Zachariáš z Hradce, der Telč 1531 bei der Erbteilung bekam. In den Jahren 1551 und 1552 reiste er mit böhmischen Adligen nach Genua, lernte dort die italienische Renaissance kennen und ließ danach die gotische Burg zu seinem repräsentativen Renaissanceschloss umbauen. 1553 heiratete er Kateřina z Valdštejna, die ihm die Herrschaft Polná einbrachte.
Lohnt sich der Innenbesuch? Wenn du Renaissance-Innenräume magst, ja: Die Grundtour führt durch die Renaissance-Säle, also genau das Werk, das Zachariáš nach seiner Italienreise schuf, und kostet Eintritt. Wer wenig Zeit hat, sieht die Anlage von außen und vom Park aus. Zur Jakobskirche sind es nur 50 m, eine Minute.
- Name vor Ort
- Zámek Telč
- Öffnungszeiten
- Di–So 10:00–16:00 (Sep), Di–So 10:00–15:00 (Okt), Mo geschlossen
- Preis
- 260 CZK Vollpreis (Grundtour Renaissance-Säle), 210 CZK Senioren/Jugendliche (18-24), 80 CZK Kinder (6-17), unter 6 kostenlos