Beacon Hill
Beacon Hill zeigt dir gleich zu Beginn das alte, bürgerliche Boston: schmale Gassen, Gehwege aus Backstein und Reihenhäuser im Federal Style mit ruhigen, gleichmäßigen Fassaden. Hier leben seit Generationen die Boston Brahmins, die Familien des alten Geldes, und das Viertel gilt bis heute als eine der begehrtesten und teuersten Wohngegenden der Stadt. Geh langsam und achte auf Haustüren, Fenster und die Ziegel unter deinen Füßen.
Der Name erinnert an ein Leuchtfeuer, das einst auf dem höchsten Punkt im Zentrum Bostons stand und die Bewohner vor einem Angriff warnen sollte. Heute meint man in Boston mit „Beacon Hill“ oft auch die Regierung des Bundesstaats, denn hier sitzt das State House, so wie Capitol Hill in Washington, D.C. für den Kongress steht.
Der Hügel unter dir ist nur noch ein Rest. Ursprünglich gab es hier drei Erhebungen, Beacon Hill, Pemberton Hill und Mount Vernon, daher der alte Name Trimount, aus dem später die Tremont Street wurde. Zwischen 1807 und 1832 trug man Beacon Hill von 138 auf 80 Fuß ab, also von rund 42 auf 24 Meter, die beiden Nachbarhügel wurden eingeebnet. Mit dem Material schüttete man Ufer und den Mill Pond auf; Bostons Landfläche wuchs dadurch um 150 Prozent, und die Charles Street entstand als neue Straße.
Das Viertel hat drei Teile: den Südhang, den Nordhang und die „Flat of the Hill“, ein ebenes Stück auf aufgeschüttetem Land westlich der Charles Street. Beacon Hill ist rund um die Uhr frei zugänglich, du brauchst nur Zeit zum Schlendern. Am Ende des Tages kommst du hierher zurück, dann zum State House. Jetzt geht es 440 Meter, etwa 6 Minuten, hinüber zum Boston Common.




























