Fès auf eigene Faust: Madrasen, Gerberei, Kupferschmiede

Zwei Madrasen der Meriniden, ein Stadttor von 1913, der Platz der Kupferschmiede und die Färbebecken der Chouara: Fes el Bali zu Fuß, in 50 Minuten reiner Gehzeit.

7 Stationen 3,4 km ~50 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Fès
Stopp 1 von 7
980 m·12 Min.
Medersa Attarine
Geh nach Westen Richtung Bou Inania Madrasa
Salam, willkommen in Fès! Ich bin Alex, und in dieser Medina gründete eine Frau eine Institution, die Weltgeschichte schrieb.
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Der Rundgang durch die Medina von Fès im Überblick

Sieben Stationen auf 3,4 km, reine Gehzeit 50 Min.: Du startest an der Medersa Attarine, gehst zur Bou Inania Madrasa und zum Bab Boujeloud, dann über Place Nejjarine und Place Seffarine zur Chouara-Gerberei und endest an der Universität al-Qarawīyīn. Mit Besichtigungen bist du rund drei Stunden unterwegs.

Eintritt kosten nur die beiden Madrasen, alles andere siehst du gratis. Route, Karte und GPS-Navigation von Stopp zu Stopp laufen kostenlos im Browser, der AI Tour Guide erzählt auf Wunsch dazu.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 7 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Karte für deinen Fès Stadtrundgang durch die Medina

7 Stopps 3,4 km 50 Min. Gehzeit
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Die 7 Stationen auf dieser Route

  1. Medersa Attarine in Fès, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Medersa Attarine
  2. Bou Inania Madrasa in Fès, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Bou Inania Madrasa
  3. Bab Boujeloud in Fès, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Bab Boujeloud
  4. Place Nejjarine in Fès, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Place Nejjarine
  5. Place Seffarine in Fès, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Place Seffarine
  6. Chouara-Gerberei in Fès, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Chouara-Gerberei
  7. Universität al-Qarawīyīn in Fès, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Universität al-Qarawīyīn
  8. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Station für Station durch die Altstadt von Fès

  1. 1

    Medersa Attarine

    Medersa Attarine in Fès, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Dein Rundgang beginnt dort, wo Fès seit Jahrhunderten lernt. Die Medersa Attarine steht nahe der Qarawiyyin-Moschee, dem alten geistigen Zentrum der Stadt. Ihr Name bedeutet „Schule der Parfümhändler“, benannt nach dem Souk al-Attarine, dem Markt für Gewürze und Duftstoffe.

    Gebaut hat sie der Meriniden-Sultan Uthman II. Abu Said zwischen 1323 und 1325. Die Madrasa als Einrichtung stammt aus dem Nordosten Irans und wanderte seit dem 11. Jahrhundert nach Westen. Hier wurden Gelehrte ausgebildet, vor allem im islamischen Recht. In Marokko blühte sie erst unter den Meriniden auf, denn die Almohaden vor ihnen vertraten eine Lehre, zu der die sunnitische Madrasa nicht passte. Für die Meriniden waren die Schulen Politik: Sie gewannen damit die einflussreichen, sehr eigenständigen Gelehrten von Fès für sich, zeigten sich dem Volk als Schutzherren des sunnitischen Islam und bildeten die Beamten ihres Staates aus.

    Drinnen dreht sich alles um den reich geschmückten Innenhof. Darum gruppieren sich ein kleiner Gebetssaal, ein Waschraum und die Schlafkammern der Studenten. Achte darauf, wie viel auf so wenig Fläche passt: Gerade diese kluge Raumnutzung und der harmonische Schmuck machen das Haus zu einem Höhepunkt der Meriniden-Architektur. Gewohnt haben hier vor allem Studenten von außerhalb, die an der Qarawiyyin lernten, denn die Moschee selbst bot keine Unterkunft.

    Die Madrasa kostet Eintritt. Wer sich für Architektur interessiert, sollte hinein. Schaffst du nur eine Madrasa, wähle nach Geschmack: hier das feine, kompakte Juwel, an der nächsten Station das größere Haus mit Minarett.

    Zur Bou Inania Madrasa sind es 980 m, etwa 17 Minuten, unterwegs kommst du am Nejjarine-Museum für Holzkunst vorbei.

    Name vor Ort
    Médersa Al-Attarine
    Öffnungszeiten
    Täglich 10:00–17:00
    Preis
    20 MAD
  2. 2

    Bou Inania Madrasa

    Bou Inania Madrasa in Fès, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Bou Inania Madrasa ist ein Sonderfall: Als einzige Madrasa Marokkos diente sie zugleich als Freitagsmoschee. Deshalb trägt sie, anders als fast alle anderen Schulen des Landes, ein weithin sichtbares Minarett. Gebaut wurde sie zwischen 1350 und 1355 an der Tala'a Kebira, der großen Marktgasse der Medina.

    Ihr Bauherr war Sultan Abu Inan Faris. Er war der Sohn von Abu al-Hasan, unter dem das Reich der Meriniden bis nach Tunis reichte. 1348 erhob sich Abu Inan gegen seinen Vater und rief sich selbst zum Sultan aus. Die eroberten Gebiete im Osten konnte er nicht halten, doch Marokko ging es unter ihm gut. Am 10. Januar 1358 ließ ihn sein Wesir ermorden, er war 31 Jahre alt. Mit seinem Tod begann der endgültige Niedergang der Dynastie, die späteren Sultane waren meist Marionetten mächtiger Wesire. Eigentlich hieß die Schule nach seinem Beinamen Madrasa al-Mutawakkiliya, durchgesetzt hat sich aber der Name des Gründers.

    Im Inneren umgeben Galerien den Hof, die Kammern der Studenten liegen im Obergeschoss darüber. Zwei Unterrichtsräume flankieren den Hof, dahinter öffnet sich ein breiter Gebetssaal. Fast jede Fläche ist geschmückt: geschnitzter Stuck, Zellij, also Mosaik aus Fliesen, und geschnitztes Holz. Wenn du wieder auf der Gasse stehst, schau auf die gegenüberliegende Seite: Dort liegen das Waschhaus und das Dar al-Magana, dessen Fassade eine kunstvolle Wasseruhr trägt.

    Der Besuch kostet Eintritt, doch für Liebhaber islamischer Baukunst ist das der Innenbesuch, den du nicht auslassen solltest.

    Zum Bab Boujeloud sind es nur 150 m, etwa 2 Minuten, immer die Tala'a Kebira entlang.

    Name vor Ort
    Médersa Bou Inania
    Öffnungszeiten
    Sa–Do 09:00–17:00, Fr für nichtmuslimische Besucher geschlossen (bzw. während der Gebetszeiten eingeschränkt)
    Preis
    20 MAD
  3. 3

    Bab Boujeloud

    Bab Boujeloud in Fès, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Bab Boujeloud ist das prächtige Tor, durch das heute die meisten Besucher Fes el Bali betreten. So alt, wie es aussieht, ist es nicht: Die französische Kolonialverwaltung ließ es 1913 als großen Eingang zur Altstadt bauen. 1912 hatte Frankreich das Protektorat über Marokko errichtet, und schon im Dezember 1912 legte Hauptmann Mellier, Chef der städtischen Dienste, Pläne für eine neue Öffnung in der Stadtmauer vor.

    Der Name ist viel älter als das Tor. Einer Deutung nach ist Bou Jeloud eine volkstümliche Verschleifung von Abu al-Junud, „Vater der Truppen“, ein Hinweis auf den Exerzierplatz davor. Dieser große Platz heißt Place Bou Jeloud, heute auch Place el-Baghdadi. In der Nähe lag einst die Kasbah Bou Jeloud, eine der wichtigsten Zitadellen der Altstadt.

    Schau genau hin: Links neben dem neuen Tor, wenn du von außen davorstehst, siehst du noch das alte, heute verschlossene Tor. Es war schlicht und stammte wohl im Kern aus dem 12. Jahrhundert. Sein Durchgang lag quer zur Gasse und parallel zur Mauer, man betrat die Tala'a Kebira also seitlich. Solche Winkel machten Tore leichter zu verteidigen. Mit dem Aufkommen schwerer Artillerie verloren die Mauern ihren militärischen Wert, und Tore wurden immer mehr zur Schmuckfassade, bis die Franzosen dieses Prunkstück setzten.

    Das Tor ist kostenlos und jederzeit zugänglich, ein kurzer Halt genügt. Zum Place Nejjarine sind es 1210 m, etwa 15 Minuten, vorbei am Rcif-Platz.

    Name vor Ort
    Bab Bou Jeloud
    Öffnungszeiten
    Immer zugänglich (geöffnet 24/7)
    Preis
    Kostenlos
  4. 4

    Place Nejjarine

    Place Nejjarine in Fès, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Am Place Nejjarine steht ein Brunnen aus dem 18. Jahrhundert, der als eines der schönsten Beispiele für Zellij in Fès gilt. Nimm dir einen Moment für das Mosaik und dann für das Dach darüber: Ein Baldachin aus geschnitztem Zedernholz schützt das Becken.

    Gleich daneben steht der Fondouk Nejjarine, eine restaurierte Karawanserei von 1711. Wo früher Händler mit ihren Waren unterkamen, zeigt heute das Museum für Holzkunst und Handwerk auf drei Etagen traditionelle marokkanische Holzarbeiten. Den Eintritt erfährst du an der Kasse.

    Lohnt sich das Museum? Wer an den Madrasen von den Schnitzereien begeistert war, sieht hier, wie dieses Handwerk aus der Nähe aussieht. Wer lieber in Bewegung bleibt, genießt den Brunnen und geht weiter.

    Zum Place Seffarine sind es 300 m, etwa 4 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Immer zugänglich (geöffnet 24/7)
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    Place Seffarine

    Place Seffarine in Fès, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Den Place Seffarine hörst du oft, bevor du ihn siehst. Der kleine Platz trägt den Namen der Kupferschmiede, arabisch Seffarin, die hier seit Jahrhunderten arbeiten. Schon im 16. Jahrhundert beschrieb Leo Africanus ihre Werkstätten, und sie sind bis heute da. Der Platz liegt an der Südseite der Qarawiyyin-Moschee, nahe dem Fluss Bou Khrareb, der mitten durch die Medina fließt.

    Rund um den Platz stehen drei Bauten, auf die du achten solltest. Im Nordwesten die Bibliothek der Qarawiyyin, die Sultan Ahmad al-Mansur im späten 16. Jahrhundert hier errichten ließ. Im Osten der Eingang der Saffarin-Madrasa: 1271 vom Meriniden-Sultan Abu Yusuf Ya'qub gebaut, ist sie die älteste eigens errichtete Madrasa Marokkos, bis heute in Gebrauch und zuletzt Ende der 2010er Jahre renoviert. Im Südwesten das Saffarin-Hammam, ein Badehaus aus dem 14. Jahrhundert.

    Sein heutiges Gesicht verdankt der Platz einer großen Renovierung in den 1930er und 1940er Jahren, angestoßen vom Verwalter der frommen Stiftungen der Qarawiyyin und von König Mohammed V. Dabei wurde auch die Bibliothek deutlich erweitert und 1949 in der heutigen Form wiedereröffnet, ebenso die Madrasa Mohammadia, ein Anbau der Saffarin-Madrasa aus dem 18. Jahrhundert.

    Der Platz ist frei und rund um die Uhr zugänglich. Bleib eine Weile stehen und sieh den Schmieden zu, das ist lebendige Geschichte ohne Eintritt.

    Zur Chouara-Gerberei sind es 390 m, etwa 5 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Platz jederzeit rund um die Uhr zugänglich; kunsthandwerkliche Kupferschmied-Werkstätten meist Mo–Sa 08:30–19:00 aktiv
    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    Chouara-Gerberei

    Chouara-Gerberei in Fès, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Chouara-Gerberei ist die größte der drei Gerbereien von Fès und eine der ältesten. Sie liegt in Fes el Bali am Oued Fes, nahe der Saffarin-Madrasa. Von oben siehst du das berühmte Bild: dicht an dicht runde Steinbottiche, gefüllt mit Farbe oder mit weißen Flüssigkeiten, in denen die Häute weich werden. Gearbeitet wird hier bis heute so wie in den frühen Jahrhunderten, das Leder geht in die ganze Welt.

    Die Überlieferung erzählt, die Chouara sei so alt wie die Stadt selbst, gegründet unter Idris II. zu Beginn des 9. Jahrhunderts. Belegt ist das nicht, Historiker halten aber für wahrscheinlich, dass Gerbereien bald nach der Gründung entstanden, nahe am Fluss, wie heute. Sicher ist, wie wichtig das Gewerbe war: Leder aus Fès soll bis nach Bagdad gegangen sein. Unter den Almohaden zählte man 86 Gerberwerkstätten in der Stadt, unter den Meriniden rund hundert.

    Von der Straße aus ist der Blick kostenlos. Für eine Dachterrasse über den Becken ist ein kleiner Dank pro Person üblich, und von oben verstehst du die Anlage erst richtig. Am meisten wird morgens gearbeitet, freitagnachmittags ist weniger los.

    Zur Universität al-Qarawīyīn sind es 380 m, etwa 6 Minuten.

    Name vor Ort
    Tannerie Chouara
    Öffnungszeiten
    Täglich 08:30–18:30 (Werkstatt-Aktivität morgens am stärksten; freitagnachmittags eingeschränkt)
    Preis
    Kostenlose Ansicht von der Straße; Dachterrassen-Zugang üblicherweise 10-20 MAD Trinkgeld/Dank pro Person
  7. 7

    Universität al-Qarawīyīn

    Universität al-Qarawīyīn in Fès, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Du endest am Herzen der Stadt. Die Universität al-Qarawīyīn gehört zur Qarawiyyin-Moschee, die Fatima bint Muhammad al-Fihri im Jahr 859 gründete. Nach UNESCO und Guinness-Buch gilt sie als älteste bestehende Hochschule der Welt, die bis heute ohne Unterbrechung lehrt. Manche Historiker meinen allerdings, eine Universität im engeren Sinn sei sie erst unter den Almoraviden oder Meriniden geworden.

    Der Unterricht begann gleich nach dem Bau der Moschee, in Lehrkreisen. So wird bis heute gelehrt: Die Studenten sitzen im Halbkreis um einen Scheich, lesen Abschnitte eines Textes, beantworten seine Fragen zu Grammatik, Recht oder Koranauslegung und lassen sich schwierige Stellen erklären. Im Mittelpunkt stehen islamisches Recht nach malikitischer Schule und klassisches Arabisch. Die meisten Studenten sind zwischen 13 und 30 Jahre alt und kommen aus Marokko und dem muslimischen Westafrika. Viele zieht an, dass die Gelehrten hier das Erbe von al-Andalus weitertragen. 1963 wurde die Qarawiyyin in das staatliche Hochschulsystem Marokkos eingegliedert.

    Nichtmuslime können das Innere nicht betreten, die Außenansicht ist kostenlos. Schau auf die Fassade und die Eingänge: Die Architektur trägt Schmuck aus vielen Epochen marokkanischer Geschichte.

    Hier endet der Rundgang. Die GPS-Navigation bringt dich auf Wunsch zurück zur Medersa Attarine.

    Name vor Ort
    Université Al Quaraouiyine
    Öffnungszeiten
    Außenansicht täglich 08:30–19:00 zugänglich (Außenbesichtigung während der Öffnungszeiten; nichtmuslimische Touristen können das Innere nicht betreten)
    Preis
    Kostenlos (nur Außenansicht; Nicht-Muslime können nicht eintreten)
    Website
    uaq.ma ↗
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Fès Route geladen
Medersa AttarineBou Inania MadrasaBab BoujeloudPlace Nejjarine+3
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AI Tour Guide

Du kennst jetzt den Weg durch Fès. Geh ihn mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Fès entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 7 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

7Stopps 3,4km 50 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Varianten für deinen Tag in Fès

Nicht jeder hat drei Stunden oder Lust auf zwei Madrasen hintereinander. Diese Varianten nutzen Teile der Route und funktionieren auch an einem Freitag.

Die Madrasen der Meriniden

Stopps: 1, 2, 3

Für alle, die wegen Stuck, Zellij und Zedernholz nach Fès kommen. Du besichtigst die Medersa Attarine und die Bou Inania Madrasa von innen und endest am Bab Boujeloud. Gehzeit 19 Min., Eintritt an beiden Madrasen, mit beiden Innenbesuchen gut anderthalb Stunden.

Handwerk ohne Eintritt

Stopps: 4, 5, 6, 7

Für Neugierige mit wenig Zeit oder schmalem Budget: Brunnen und Holzmuseum am Place Nejjarine, die Kupferschmiede am Place Seffarine, die Färbebecken der Chouara-Gerberei und die Fassade der Qarawiyyin. Gehzeit nur 15 Min., alle Stationen frei, rund 80 Minuten. Kosten entstehen nur, wenn du auf eine Dachterrasse der Gerberei gehst oder ins Holzmuseum.

Die Freitagsroute

Stopps: 1, 3, 4, 5, 6, 7

Für einen Freitag: Du lässt die Bou Inania Madrasa aus und gehst an ihr vorbei zum Bab Boujeloud. Die Gehzeit bleibt bei 50 Min., der Tag wird mit gut zweieinhalb Stunden kürzer und du zahlst nur einen Eintritt. Leg den Besuch der Gerberei möglichst auf den Vormittag, freitagnachmittags wird dort weniger gearbeitet.

Wie lange dauert der Fès Rundgang durch Fes el Bali?

Die 3,4 km verteilen sich ungleich: Die beiden langen Etappen kommen früh, 980 m von der Medersa Attarine zur Bou Inania Madrasa und 1210 m vom Bab Boujeloud zum Place Nejjarine. Danach liegen die Stationen jeweils nur wenige hundert Meter auseinander, und der zweite Teil fühlt sich eher wie ein Bummel von Werkstatt zu Werkstatt an.

Mit je einer halben Stunde in den beiden Madrasen, 20 Minuten an der Gerberei, 15 Minuten an den Plätzen und der Universität und einem kurzen Halt am Tor bist du rund drei Stunden unterwegs. Startest du um 10 Uhr, stehst du gegen 10:47 Uhr an der Bou Inania Madrasa, gegen 11:44 Uhr am Place Nejjarine, gegen 12:23 Uhr an der Chouara-Gerberei und gegen 12:50 Uhr an der Universität al-Qarawīyīn. Kurz nach 13 Uhr bist du fertig. Planst du zusätzlich das Holzmuseum am Place Nejjarine ein, kommt die Zeit dafür obendrauf.

Die Madrasen-Variante braucht gut anderthalb Stunden, die Handwerksvariante ohne Eintritt rund 80 Minuten, die Freitagsroute gut zweieinhalb Stunden.

Bevor du in Fès losgehst

  • Start und Ende: Empfohlener Start ist die Medersa Attarine, Ende an der Universität al-Qarawīyīn. Du kannst an jeder Station einsteigen. Die GPS-Navigation im Browser führt dich auf Wunsch vom letzten Stopp zurück zum Start.
  • Der richtige Tag: Nicht jeder Tag eignet sich gleich gut: Die Bou Inania Madrasa ist für nichtmuslimische Besucher nicht an allen Tagen zugänglich, und an der Gerberei wird freitagnachmittags weniger gearbeitet. Ist Freitag dein einziger Tag, nimm die Freitagsroute.
  • Die beste Tageszeit: Die Medersa Attarine ist der natürliche Startpunkt, sobald sie am Vormittag geöffnet hat. Willst du die Gerber in vollem Betrieb sehen, lohnt ein zweiter, früher Blick: Die Werkstätten der Chouara sind morgens am lebhaftesten.
  • Kosten: Eintritt zahlst du nur an den beiden Madrasen. Tor, Plätze, Gerberei von der Straße und die Fassade der Qarawiyyin kosten nichts. Für eine Dachterrasse über der Gerberei gibst du üblicherweise einen kleinen Dank.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Fès
AI Tour Guide

Dein Guide für die Medina wartet auf dich

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Fès, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

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Was der AI Tour Guide in der Medina anders macht

In Fès stehen die Geschichten dicht nebeneinander: drei Madrasen, eine Bibliothek, Gerber, Kupferschmiede. Der AI Tour Guide führt dich als Gespräch durch diese Gassen, begrüßt dich an der Medersa Attarine, erzählt, fragt nach und merkt sich, ob dich eher die Sultane, die Handwerker oder die Gelehrten fesseln. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen, etwa wenn du wissen willst, wie eine Haut Schritt für Schritt durch die Becken der Chouara wandert oder warum Fatima al-Fihri ihre Moschee gerade hier gegründet hat. Zum Start hast du 100 Gratis-Credits, danach wählst du frei: diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zum Rundgang in Fès

Wann sollte ich starten, um alles von innen zu sehen?

Am besten am Vormittag. Dann bleibt dir in der Medersa Attarine und in der Bou Inania Madrasa genug Zeit für die Innenhöfe, und an der Gerberei wird morgens am meisten gearbeitet.

Worin unterscheiden sich die drei Madrasen auf der Route?

Die Saffarin-Madrasa am Place Seffarine ist die älteste, 1271 gebaut. Die Medersa Attarine folgte in den 1320er Jahren und besticht durch feinen Schmuck auf engem Raum. Die Bou Inania Madrasa aus den 1350er Jahren ist die größte und hat als einzige in Marokko auch als Freitagsmoschee mit Minarett gedient.

Sind die Kupferschmiede am Place Seffarine jeden Tag bei der Arbeit?

Nicht an jedem Tag. Die Werkstätten haben feste Arbeitstage; an ihren freien Tagen siehst du zwar den Platz, hörst aber kaum Hämmer.

Wohin geht es nach Fès weiter?

Wer durch Marokko reist, findet in Marrakesch den nächsten großen Altstadtrundgang. Wer die maurische Geschichte auf der anderen Seite der Meerenge weiterverfolgen will, geht in Granada oder Córdoba auf Spurensuche.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 2 der 7 Stopps: Medersa Attarine und Bou Inania Madrasa verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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