Marrakesch auf eigene Faust: Paläste, Gräber, Medersa

Vom Minarett der Koutoubia durch Sultansgräber, Wesirpaläste und eine Koranschule der Saadier bis auf den Djemaa el Fna, den Hauptplatz der Stadt.

9 Stationen 6,7 km ~1 Std. 33 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Marrakesch
Stopp 1 von 9
1,14 km·14 Min.
Koutoubia-Moschee
Halte dich südöstlich Richtung Saadier-Gräber
Salam und willkommen in Marrakesch. Ich bin Alex, und Marrakeschs prächtigste Königsgräber verschwanden fast zweihundert Jahre hinter einer Mauer.
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Die Route auf einen Blick

Neun Stationen auf 6,7 km, reine Gehzeit 1 Std. 33 Min.: von der Koutoubia-Moschee über Saadier-Gräber, Bahia Palast und Dar-Si-Said-Museum (derzeit geschlossen) zur Medersa Ben Youssef, dann über Musée de Marrakech, Dar el Bacha und Le Jardin Secret zum Djemaa el Fna. Mit Innenbesuchen und Mittagspause füllt das einen Tag.

Minarett und Platz kosten nichts, sechs Häuser verlangen Eintritt. Route, Karte und GPS-Navigation im Browser sind kostenlos; der AI Tour Guide begleitet dich auf Wunsch.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 9 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Karte zum Marrakesch Stadtrundgang: neun Stationen durch die Medina

9 Stopps 6,7 km 1 Std. 33 Min. Gehzeit
Tippen, um die interaktive Karte zu laden

Die 9 Stationen auf dieser Route

  1. Koutoubia-Moschee in Marrakesch, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Koutoubia-Moschee
  2. Saadier-Gräber in Marrakesch, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Saadier-Gräber
  3. Bahia Palast in Marrakesch, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Bahia Palast
  4. Dar-Si-Said-Museum in Marrakesch, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Dar-Si-Said-Museum
  5. Medersa Ben Youssef in Marrakesch, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Medersa Ben Youssef
  6. Musée de Marrakech in Marrakesch, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Musée de Marrakech
  7. Dar el Bacha in Marrakesch, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Dar el Bacha
  8. Le Jardin Secret in Marrakesch, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Le Jardin Secret
  9. Djemaa el Fna in Marrakesch, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Djemaa el Fna
  10. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Dein Rundgang durch Marrakesch, Station für Station vom Minarett zum Platz

  1. 1

    Koutoubia-Moschee

    Koutoubia-Moschee in Marrakesch, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Minarett der Koutoubia-Moschee ist 77 Meter hoch und das Wahrzeichen von Marrakesch. Nimm dir Zeit für die Fassaden: Sie sind mit wechselnden geometrischen Bogenmotiven geschmückt, ganz oben sitzen eine Spitze und Metallkugeln. Die Moschee selbst ist die größte der Stadt und von großen Gärten umgeben, westlich und südlich davon liegt ein Rosengarten.

    Gegründet hat sie der Almohaden-Kalif Abd al-Mu'min 1147, unmittelbar nachdem er Marrakesch den Almoraviden abgenommen hatte. Schon um 1158 ließ er sie vollständig neu errichten, und dieser zweite Bau ist der, vor dem du stehst. Das Minarett vollendete vermutlich Ya'qub al-Mansur um 1195. Auf der Esplanade sind die Ruinen der ersten Moschee zu sehen, Vorgänger und Nachfolger also direkt nebeneinander.

    Der Name kommt vom arabischen kutubiyyin, Buchhändler. Einst arbeiteten bis zu 100 Buchverkäufer in den Gassen am Fuß der Moschee. Das Minarett war wahrscheinlich Vorbild für die Giralda in Sevilla und den Hassan-Turm, beide kurz danach entstanden. Unter französischer Herrschaft richtete man das Straßennetz der Neustadt auf die Moschee als Mittelpunkt aus.

    Hinein kommst du als Nicht-Muslim nicht, der Besuch ist ein kostenloser Gang um das Gebäude. Auf der anderen Seite der Avenue Houmman-el-Fetouaki steht das kleine, schlichte Mausoleum des Almoravidenemirs Yusuf ibn Tashfin, eines der großen Bauherren der Stadt, ein Bau mit Zinnen. Danach gehst du 1140 Meter, 17 Minuten, zu den Saadier-Gräbern.

    Preis
    Kostenlos (nur Außenansicht, Nicht-Muslime können nicht eintreten)
  2. 2

    Saadier-Gräber

    Saadier-Gräber in Marrakesch, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Saadier-Gräber, vor Ort Tombeaux saadiens, sind eine königliche Nekropole im alten Kasbah-Viertel, direkt hinter der Qibla-Mauer der Kasbah-Moschee. Viele Kunsthistoriker sehen in ihnen den Höhepunkt der marokkanischen Architektur der Saadier-Zeit, wegen der luxuriösen Dekoration und der sorgfältig gestalteten Innenräume. In alten arabischen Texten heißen sie schlicht die Gräber der Scharifen.

    Die Anlage stammt vor allem aus der Zeit von Sultan Ahmad al-Mansur, der 1578 an die Macht kam und 1603 starb. Mitglieder des Königshauses wurden aber auch danach noch eine Zeit lang hier beigesetzt.

    Der Ort ist älter als die Saadier. Wahrscheinlich lag hier schon unter den Almohaden ein Friedhof, auch wenn deren Herrscher in Tinmal bestattet wurden. Belegt ist eine Geschichte aus dem 14. Jahrhundert: 1351 starb der Meriniden-Sultan Abu al-Hasan im Exil im Hohen Atlas. Weil eine Bestattung nach islamischer Tradition schnell geschehen muss, brachte man ihn ins nahe Marrakesch und begrub ihn hier. Monate später wurde er in die Meriniden-Nekropole Chellah umgebettet. Sein Marmorgrabstein mit langer Inschrift steht bis heute im Saal der drei Nischen; halt danach Ausschau.

    Die Gräber kosten Eintritt. Wenn dich Ornamentik und Grabkultur interessieren, gehört dieser Innenbesuch zu den lohnendsten der Route, und als erster des Tages passt er gut. Zum Bahia Palast sind es 1250 Meter, 17 Minuten.

    Name vor Ort
    Tombeaux saadiens
    Öffnungszeiten
    09:00–17:00
    Preis
    100 MAD für ausländische Erwachsene; ausländische Kinder von 7–13 Jahren 50 MAD; marokkanische oder in Marokko ansässige Erwachsene 30 MAD; marokkanische oder ansässige Kinder von 7–13 Jahren 10 MAD; frei für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie für Marokkaner freitags und am ersten Tag nationaler und religiöser Feiertage
  3. 3

    Bahia Palast

    Bahia Palast in Marrakesch, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Bahia Palast ist kein Sultanspalast, sondern das Haus zweier Großwesire. Rund 150 Räume gruppieren sich in unregelmäßigem Grundriss um mehrere Innenhöfe und Riad-Gärten. Schau nach oben: Bekannt ist der Palast vor allem für seine bemalten Holzdecken, dazu kommen geschnitzter Stuck und Zellij-Fliesen.

    Begonnen hat ihn in den 1860er Jahren Si Musa. Er stammte aus einer Familie schwarzer Sklaven im Dienst des Machzen, der königlichen Regierung, und stieg zum Kämmerer und schließlich zum Großwesir unter Sultan Muhammad ibn Abd al-Rahman auf. Aus seiner Zeit stammen der Große Riad im Norden des Palastes und die angrenzenden Räume, auch Dar Si Moussa genannt. In den beiden Sälen an den Seiten des Gartens datiert eine Inschrift ihren Bau auf 1866/67.

    Sein Sohn Ba Ahmed spielte eine noch größere Rolle. Als Sultan Moulay Hassan starb, sicherte er 1894 dessen sechzehnjährigem Sohn Abdelaziz den Thron, wurde Großwesir und regierte Marokko faktisch, bis er 1900 an einer Krankheit starb. In diesen Jahren baute er den Palast Stück für Stück aus, immer dann, wenn neues Land zum Kauf frei wurde. Daher der verwinkelte Weg von Hof zu Hof. Ursprünglich gehörten noch Gärten, Parks, Ställe und eine Moschee dazu.

    Der Innenbesuch kostet Eintritt und lohnt sich für alle, die Handwerk und Deckenmalerei sehen wollen; plane eine Stunde ein. Ba Ahmeds Bruder Si Sa'id baute sich in denselben Jahren ein eigenes Palais nördlich von hier, und genau dorthin geht es jetzt: 860 Meter, 12 Minuten, vorbei am Tiskiwin Museum.

    Öffnungszeiten
    09:00–17:00
    Preis
    100 MAD für ausländische Erwachsene; ausländische Kinder von 7–13 Jahren 50 MAD; marokkanische oder in Marokko ansässige Erwachsene 30 MAD; marokkanische oder ansässige Kinder von 7–13 Jahren 10 MAD; frei für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie für Marokkaner freitags und am ersten Tag nationaler und religiöser Feiertage
  4. 4

    Dar-Si-Said-Museum

    Dar-Si-Said-Museum in Marrakesch, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Dar-Si-Said-Museum ist derzeit geschlossen. Das Erdbeben im September 2023 hat das Haus erheblich beschädigt, und die Sanierung zieht sich hin. Von außen wirkt der Bau unscheinbar; die Pracht liegt hinter den Mauern, du siehst hier also nur die Hülle.

    Errichtet hat das Palais im späten 19. Jahrhundert Si Saïd Ben Moussa, Kriegsminister von Sultan Abd al-Aziz und jüngerer Bruder des Großwesirs aus dem Bahia Palast. Nach seinem Tod im Jahr 1900 wurde es anders genutzt, 1932 machte die französische Protektoratsverwaltung ein Museum daraus, das nach Renovierungen 1978/80 sein heutiges Aussehen bekam.

    Drinnen liegen mehrere, teils gartenartige Innenhöfe; im Erdgeschoss sind die Räume mit Kachelmosaiken und Artesonado-Decken repräsentativ ausgestattet, die Wohnräume im Obergeschoss deutlich schlichter. Die Sammlung zählt zu den bedeutendsten des Landes und zeigt Kunsthandwerk der Berber vom Anti-Atlas und Hohen Atlas bis in die Oasen des Tafilalet: Holzarbeiten, Schmuck, Waffen, Keramik, Teppiche, Musikinstrumente.

    Ein Stück verbindet das Haus mit dem nächsten Ziel: ein steinernes Brunnenbecken aus Andalusien, um das Jahr 1000 entstanden, das jahrhundertelang in der Medersa Ben Youssef stand. Dorthin gehst du jetzt, 1480 Meter in 20 Minuten, die längste Etappe der Route.

    Status
    Derzeit geschlossen
  5. 5

    Medersa Ben Youssef

    Medersa Ben Youssef in Marrakesch, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Medersa Ben Youssef war eine islamische Hochschule und zu ihrer Blütezeit die größte im Maghreb; über 800 Studenten soll sie aufgenommen haben. Heute gilt sie als Gipfel der saadischen und marokkanischen Architektur. Ihren Namen hat sie von der benachbarten Ben-Youssef-Moschee, einst Hauptmoschee der Stadt, gegründet vom Almoraviden-Sultan Ali ibn Yusuf.

    Eine erste Medersa an dieser Stelle gründete der Meriniden-Sultan Abu al-Hasan, derselbe, dessen Grabstein in den Saadier-Gräbern steht. Den heutigen Bau ließ der Saadier-Sultan Abdallah al-Ghalib errichten, ein großer Bauherr seiner Zeit; eine Inschrift datiert die Fertigstellung auf 1564/65. Stilistisch folgt er dem Vorbild, das die Meriniden geprägt hatten.

    Studiert wurden hier malikitisches Recht, islamische Rechtswissenschaft und die verschiedenen Lesarten des Korans. Die Saadier waren als Scharifen, also Nachkommen des Propheten, weniger auf die Gunst der Gelehrten angewiesen als ihre Vorgänger, bauten in ihrer Hauptstadt aber dennoch prächtig. 1960 wurde die Schule geschlossen, 1982 öffnete sie restauriert als historische Stätte.

    Sie ist der günstigste Eintritt der Route. Wenn du nur in ein Haus hineingehst, dann in dieses. Zum Musée de Marrakech sind es nur 190 Meter, 3 Minuten, vorbei am Dar Bellarj.

    Öffnungszeiten
    Täglich 09:00–19:00
    Preis
    50 MAD
  6. 6

    Musée de Marrakech

    Musée de Marrakech in Marrakesch, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Musée de Marrakech sitzt im Dar-Mnebhi-Palast, erbaut zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der große Innenhof war ursprünglich ein offener Riad-Garten mit Bäumen, heute ist er gepflastert und überdacht. In seiner Mitte hängt ein riesiger Leuchter aus Messingteilen, ausgeschnitten in geometrischen Mustern und Arabesken. Ringsum Brunnen, Galerien, Wandbrunnen, Zellij und bemaltes, geschnitztes Zedernholz.

    Bauherr war Mehdi al-Mnebhi, Kaid des Stammes der Mnabha. 1900 wurde er Kriegsminister unter Sultan Moulay Abdelaziz und blieb es bis 1908; er löste Ba Ahmed, den Herrn des Bahia Palast, als Favorit des Sultans ab.

    Sein Haus verlor er auf bezeichnende Weise: Während er als Botschafter im Ausland diente, nahm die Familie von Pascha Thami El Glaoui den Palast in Besitz. Nach der Unabhängigkeit 1956 beschlagnahmte ihn der Staat, 1965 zog eine Mädchenschule ein. Nach Jahren des Verfalls restaurierte die Stiftung Omar Benjelloun das Gebäude sorgfältig, 1997 wurde es Museum für historische und zeitgenössische Kunst aus Marokko.

    Das Museum kostet Eintritt. Schau dir drinnen auch den Hammam mit seinen Kuppeln und Gewölben an und die Räume mit Holz und Stuck rund um den Hof. Weiter geht es 580 Meter, 8 Minuten, zum Haus genau jenes Glaoui.

    Öffnungszeiten
    Täglich 09:00–17:00
    Preis
    70 MAD
  7. 7

    Dar el Bacha

    Dar el Bacha in Marrakesch, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Dar el Bacha heißt Haus des Paschas. Thami El Glaoui ließ es 1910 bauen, 1912 ernannte ihn Sultan Moulay Youssef zum Pascha von Marrakesch. Unter französischer Herrschaft war er jahrelang der mächtigste Politiker im Süden Marokkos, und sein Privatpalast sollte Gäste beeindrucken.

    Achte schon draußen auf die Fassade: Dar el Bacha war einer der ersten Paläste der Stadt, der seinen Schmuck auch nach außen zeigte, und verbindet marokkanische Tradition mit europäischen Einflüssen. Innen liegt ein rechteckiger Hof mit einem großen Riad-Garten, symmetrisch in vier Teile gegliedert, mit Brunnen und Orangenbäumen. An jeder Seite öffnet sich ein Salon hinter einem Portikus mit verzierten Säulen. Zellij an Böden und Wänden, geschnitzter Stuck und bemalte Zedernholztüren und Decken sind erhalten und restauriert.

    Heute beherbergt der Palast das Musée des Confluences, am 9. Juli 2017 von König Mohammed VI. eröffnet. Wechselausstellungen beleuchten verschiedene Seiten der marokkanischen Kultur, dazu kommen Kunstobjekte aus Kulturen der ganzen Welt. Beim Erdbeben 2023 wurde das Haus beschädigt und musste repariert werden.

    Das Haus kostet Eintritt. Nach dem Musée de Marrakech lohnt es sich besonders, weil du hier die andere Seite derselben Geschichte siehst. Zu Le Jardin Secret sind es 520 Meter, 7 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Di–So 09:00–18:00, Mo geschlossen
    Preis
    70 MAD
  8. 8

    Le Jardin Secret

    Le Jardin Secret in Marrakesch, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Le Jardin Secret ist die Verschnaufpause der Route: ein Garten mitten in der Medina, zwischen Dar el Bacha und dem Platz. Nach gut sechs Kilometern Gassen, Souks und Palasthöfen tut Grün einfach gut.

    Der Garten kostet Eintritt. Kommst du spät am Tag, plan genug Zeit vor dem Schließen ein, damit du nicht hetzen musst.

    Gönn dir die Pause, wenn der Tag schon lang war und du vor dem Finale noch einmal durchatmen willst. Ist das Budget knapp, überspring den Garten ohne schlechtes Gewissen, denn der Platz kostet nichts. Bis dorthin sind es 660 Meter, 9 Minuten.

    Öffnungszeiten
    März–Sept. 09:30–19:30; Feb. und Okt. 09:30–18:30; Nov.–Jan. 09:30–18:00; im Ramadan 09:30–16:30; letzter Einlass 30 Min. vor Schließung
    Preis
    100 MAD
  9. 9

    Djemaa el Fna

    Djemaa el Fna in Marrakesch, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Djemaa el Fna, vor Ort Place Jemaa el-Fna, ist bis heute der Hauptplatz von Marrakesch, für Einheimische wie für Besucher, und er kostet keinen Eintritt. Hier endet die Route.

    Woher der Name kommt, ist umstritten. Jamaa bedeutet Versammlung oder Moschee, fna kann Tod, Auslöschung oder einfach den offenen Platz vor einem Gebäude meinen. Je nach Lesart ergibt das Versammlungsplatz, Versammlung der Toten, bezogen auf öffentliche Hinrichtungen um 1050, oder Moschee am Ende der Welt.

    Historiker bevorzugen eine andere Erklärung, und sie führt zurück zu den Saadier-Gräbern: Sultan Ahmad al-Mansur begann mitten auf dem Platz eine monumentale Freitagsmoschee, musste den Bau aber wohl wegen Pestausbrüchen aufgeben. Die Ruine verfiel, ihre Mauerumrisse waren noch im 19. Jahrhundert zu sehen, etwa dort, wo heute der Souk Jdid nördlich der Essensstände liegt. Der westafrikanische Chronist Abderrahman as-Sa'idi schrieb im 17. Jahrhundert, sie habe Moschee der Ruhe heißen sollen, jamaa al-hna; der Volksmund machte daraus spöttisch die Moschee des Verfalls, jamaa al-fana.

    Bleib zum Essen an den Ständen oder trink einen frisch gepressten Saft. Bei Schlangen, Henna und ungefragt servierten Vorspeisen solltest du aufpassen.

    Name vor Ort
    Place Jemaa el-Fna
    Preis
    Kostenlos
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Koutoubia-MoscheeSaadier-GräberBahia PalastDar-Si-Said-Museum+5
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Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Marrakesch entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 9 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

9Stopps 6,7km 1 Std. 33 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Halber Tag statt ganzer: drei Varianten durch die Medina

Nicht jeder hat einen ganzen Tag oder will in sechs Häuser hinein. Die Route lässt sich gut teilen, weil Süden und Norden der Medina jeweils für sich funktionieren.

Südteil: Minarett, Sultansgräber und Wesirpalast

Stopps: 1, 2, 3, 4

Für alle, die sich für die Saadier und die Großwesire des 19. Jahrhunderts interessieren und nur einen Vormittag haben. 3,25 km mit 46 Minuten reiner Gehzeit. Eintritt zahlst du in den Saadier-Gräbern und im Bahia Palast; Koutoubia-Moschee und Dar-Si-Said-Museum siehst du von außen.

Nordteil: Medersa, Paläste und Platz

Stopps: 5, 6, 7, 8, 9

Für Architekturfans, die Höfe, Zedernholz und Zellij sehen wollen. 1,95 km mit 27 Minuten reiner Gehzeit. Medersa Ben Youssef, Musée de Marrakech, Dar el Bacha und Le Jardin Secret kosten jeweils Eintritt. Wer um 9 Uhr an der Medersa beginnt und überall hineingeht, steht gegen halb eins auf dem Djemaa el Fna.

Ganze Strecke ohne Eintritt

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9

Für knappes Budget oder einen ersten Überblick: alle neun Stationen, 1 Std. 33 Min. reine Gehzeit, die Häuser nur von außen. Koutoubia-Moschee und Djemaa el Fna sind ohnehin frei; für einen Innenbesuch später weißt du dann genau, wohin du zurückwillst.

Wie lange dauert der Marrakesch Rundgang mit allen Palästen?

Die reine Gehzeit beträgt 1 Std. 33 Min. Rechnest du eine Stunde für den Bahia Palast, je eine Dreiviertelstunde für die übrigen fünf Häuser mit Eintritt, kurze Halte an Minarett und Dar-Si-Said-Museum, eine Mittagspause und eine halbe Stunde auf dem Platz, kommst du auf gut siebeneinhalb Stunden.

So sieht das in der Praxis aus: Start um 9 Uhr an der Koutoubia-Moschee, gegen halb zehn an den Saadier-Gräbern, gegen 10:35 am Bahia Palast, kurz nach 12 an der Medersa Ben Youssef. Nach dem Mittagessen in der Nähe bist du gegen 14 Uhr im Musée de Marrakech und gegen 16:40 auf dem Djemaa el Fna.

Der Südteil braucht mit beiden Innenbesuchen knapp drei Stunden, der Nordteil mit allen vier Häusern rund dreieinhalb Stunden bis zum Platz. Die ganze Strecke ohne Eintritte schaffst du in etwa zweieinhalb Stunden.

Bevor du an der Koutoubia losgehst

  • Start und Ende: Empfohlener Start ist die Koutoubia-Moschee, das Ziel der Djemaa el Fna. Du kannst an jeder Station einsteigen; die Reihenfolge hier ist die empfohlene.
  • Tag und Uhrzeit: Starte am Vormittag, wenn Saadier-Gräber und Bahia Palast geöffnet haben; sie gehören wie das Musée de Marrakech in den Vormittag und frühen Nachmittag.
  • Kosten: Sechs Häuser auf der Route kosten Eintritt. Route, Karte und GPS-Navigation sind kostenlos. Für den AI Tour Guide bekommst du zum Start 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder Credits zu 5 € pro Stunde.
  • Kleidung: Bedeck Schultern und Knie, besonders in der Medina. Sehr kurze Shorts, bauchfreie oder durchsichtige Oberteile sind keine gute Idee. Und falls du doch freizügiger gekleidet bist: Dann bitte kein Tuch auf dem Kopf, das wirkt respektloser als gar keins.

Essen und Pausen zwischen Bahia, Medersa und Platz

Für die Mittagspause liegen zwei gute Adressen nahe an der Route, eine beim Bahia Palast und eine bei der Medersa Ben Youssef. Am Ende wartet der Platz mit Garküchen und Saftständen, und hinter ihm gibt es das beste Lamm der Stadt, wenn du zur richtigen Zeit kommst.

Mazel CafeLeichtes, klares Essen und ein guter Ort für das Mittagessen nach dem Bahia Palast. Probier die Super Bowl mit Falafel, Hummus und Linsen oder die Pitanjia, Lammhaxe mit Aubergine langsam gegart und im Pitabrot serviert. (An der Place des Ferblantiers, nahe dem Bahia Palast)
Kafe MerstanGünstig und wenig bekannt bei Touristen, mit einer zutraulichen Hauskatze. Die gewürzten Hähnchenspieße sind gut. Passt als Mittagspause im Ganztagesplan direkt nach der Medersa. (Nahe der Medersa Ben Youssef)
Mechoui-GasseGanze Lämmer garen hier morgens in unterirdischen Öfen bis zum Mittag, das Fleisch fällt vom Knochen. Bezahlt wird nach Gewicht, dazu Salz, Kreuzkümmel und Brot; gegessen wird mit den Händen. Chez Lamine ist der bekannteste Stand, das Lamm ist bei den anderen in der Gasse aber genauso gut. Komm früh in der Mittagszeit, denn am Nachmittag ist es aus. Das passt zum Nordteil, nicht zum Ganztagesplan. (Hinter dem Djemaa el Fna)
Garküchen und SaftständeStand 31 für Gegrilltes, vor allem Würstchen, Stand 35 für Harira, Stand 66 für Eierrollen mit Frischkäse, Kartoffel und Ei, dazu Harissa und Olivenöl. Die Saftstände sind alle gut, empfehlenswert ist Granatapfel mit Orange. (Auf dem Djemaa el Fna)
Snack AdamMarokkanische Tacos: ein Wrap mit Fleisch, Pommes, Käse und Soße, kurz gegrillt. Auch die Pastilla ist gut. (Riad Zitoun Kedim, nahe dem Djemaa el Fna)
Dabachi Chez CherifMenüs mit Suppe, Salaten, Hähnchenspießen, Oliven, Brot und Getränk, mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Cafe des EpicesDachterrasse über dem Gewürzmarkt, mit Sonnenschirmen und Sprühnebel gegen die Hitze. Günstig, mit marokkanischem Frühstück, Sandwiches und Tajine; der Hauskuchen mit Arabica, Atlas-Walnüssen und Noss-Noss-Glasur ist die Spezialität.

Touristenfallen in Marrakesch rund um den Djemaa el Fna

  • Schlangen und Affen für Fotos: Tierhalter legen dir ungefragt eine Schlange um den Hals oder setzen dir einen Affen auf die Schulter und verlangen dann viel Geld. Schon ein Foto kostet. Halt Abstand, lehn ab und fotografier nicht. (Auf dem Djemaa el Fna)
  • Henna zum Lockpreis: Erst wird ein sehr niedriger Preis genannt, dann malt die Frau in wenigen Minuten ein aufwendiges Muster mit Glitzer und verlangt ein Vielfaches. Wenn du kein Henna willst, geh einfach weiter. (Auf dem Djemaa el Fna)
  • Vorspeisen, die nicht gratis sind: Kaum sitzt du, stehen Brot, Oliven und viele kleine Schälchen auf dem Tisch. Das ist kein Geschenk und landet auf der Rechnung. Schick zurück, was du nicht bestellt hast. (An den Essensständen auf dem Djemaa el Fna)
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Marrakesch
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9Stopps 6,7km 1 Std. 33 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide zwischen Gräbern und Wesirpalästen erzählt

Auf dieser Route hängen die Häuser an einem Faden: Vater und Sohn im Bahia Palast, der Bruder im Dar-Si-Said-Museum, der Nachfolger im Musée de Marrakech und der Pascha, der ihm das Haus nahm. Der AI Tour Guide erzählt diese Geschichte als Gespräch von Station zu Station, merkt sich, was dich packt, und vertieft genau das. Frag ihn zum Beispiel, wie ein Wesirhaushalt im 19. Jahrhundert seinen Alltag organisierte oder was eine Medersa-Ausbildung von einem Studium heute unterschied.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zum Rundgang durch Marrakesch

Gibt es in den Saadier-Gräbern und im Bahia Palast Ermäßigungen?

Ja. Ausländische Kinder zahlen weniger, ebenso in Marokko Ansässige und ihre Kinder. Menschen mit eingeschränkter Mobilität kommen frei hinein, Marokkaner außerdem an bestimmten Tagen.

Ändern sich die Zeiten im Ramadan?

Bei Le Jardin Secret ja: Im Ramadan schließt der Garten früher, setz ihn dann früher in deinen Tag. Bei den anderen Häusern fragst du am besten an der Kasse nach.

Wie komme ich vom Djemaa el Fna zurück zur Koutoubia-Moschee?

Die Moschee liegt nur etwa 200 Meter westlich des Platzes. Die GPS-Navigation im Browser führt dich auf Wunsch vom Ziel zurück zum Start.

Welche Stadt passt als nächstes Ziel nach Marrakesch?

Für die nächste Stadttour bietet sich Fès an, 391 km entfernt. Auch dort gibt es eine kostenlose GPS-Route.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 6 der 9 Stopps: Saadier-Gräber, Bahia Palast, Medersa Ben Youssef, Musée de Marrakech, Dar el Bacha und Le Jardin Secret verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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