Koutoubia-Moschee
Das Minarett der Koutoubia-Moschee ist 77 Meter hoch und das Wahrzeichen von Marrakesch. Nimm dir Zeit für die Fassaden: Sie sind mit wechselnden geometrischen Bogenmotiven geschmückt, ganz oben sitzen eine Spitze und Metallkugeln. Die Moschee selbst ist die größte der Stadt und von großen Gärten umgeben, westlich und südlich davon liegt ein Rosengarten.
Gegründet hat sie der Almohaden-Kalif Abd al-Mu'min 1147, unmittelbar nachdem er Marrakesch den Almoraviden abgenommen hatte. Schon um 1158 ließ er sie vollständig neu errichten, und dieser zweite Bau ist der, vor dem du stehst. Das Minarett vollendete vermutlich Ya'qub al-Mansur um 1195. Auf der Esplanade sind die Ruinen der ersten Moschee zu sehen, Vorgänger und Nachfolger also direkt nebeneinander.
Der Name kommt vom arabischen kutubiyyin, Buchhändler. Einst arbeiteten bis zu 100 Buchverkäufer in den Gassen am Fuß der Moschee. Das Minarett war wahrscheinlich Vorbild für die Giralda in Sevilla und den Hassan-Turm, beide kurz danach entstanden. Unter französischer Herrschaft richtete man das Straßennetz der Neustadt auf die Moschee als Mittelpunkt aus.
Hinein kommst du als Nicht-Muslim nicht, der Besuch ist ein kostenloser Gang um das Gebäude. Auf der anderen Seite der Avenue Houmman-el-Fetouaki steht das kleine, schlichte Mausoleum des Almoravidenemirs Yusuf ibn Tashfin, eines der großen Bauherren der Stadt, ein Bau mit Zinnen. Danach gehst du 1140 Meter, 17 Minuten, zu den Saadier-Gräbern.


















