Ponte Vecchio
Du startest auf der Brücke, die Florenz seit Jahrhunderten zusammenhält. Der Ponte Vecchio überspannt den Arno an seiner engsten Stelle und verbindet die Via Por Santa Maria mit der Via de' Guicciardini. Schau dir die Läden an, die wie Schwalbennester an der Brücke kleben: Früher arbeiteten hier Metzger, Gerber und Bauern, heute sitzen Juweliere, Kunsthändler und Souvenirläden in den kleinen Häuschen.
Schon die Römer überquerten den Fluss genau hier, als die Via Cassia durch Florentia führte; ihre Pfeiler waren aus Stein, der Aufbau aus Holz. Urkundlich taucht die Brücke 996 auf, 1117 riss eine Flut sie fort, danach wurde sie in Stein neu gebaut. Ihren Namen bekam sie erst durch die Konkurrenz: Als 1218 flussabwärts der hölzerne Ponte alla Carraia als ‚neue Brücke‘ entstand, wurde diese zur alten, zur Vecchio.
Die vielleicht bewegendste Tatsache: Im Zweiten Weltkrieg war sie die einzige Brücke der Stadt, die nicht zerstört wurde. Für Autos ist sie gesperrt, Fußgänger strömen trotzdem in Massen hinüber, denn sie verbindet Dom und Signoria auf der einen Seite mit Pitti und Santo Spirito im Oltrarno auf der anderen. Eintritt kostet sie nie; sie ist rund um die Uhr offen.
Du gehst nun ans Südufer. Nach 430 m, etwa 6 Minuten, steht der Palazzo Pitti vor dir.






























