Augustusbogen
Hier beginnt Rimini, und zwar seit 27 v. Chr. Der Augustusbogen, vor Ort Arco di Augusto, ist der älteste erhaltene Bogen dieser Art in Italien. Der römische Senat ließ ihn im selben Jahr errichten, in dem Augustus erster Kaiser wurde. Er markiert das nördliche Ende der Via Flaminia, der Straße nach Rom, die Gaius Flaminius 220 v. Chr. anlegen ließ, und zugleich den Anfang der Hauptachse der römischen Stadt, des heutigen Corso d'Augusto.
Auch wenn er wie ein Triumphbogen aussieht: Fachleute sehen in ihm ein Stadttor. Er saß in der Stadtmauer, und dass er heute frei steht, ist ein Eingriff aus faschistischer Zeit, als Mauern und angrenzende Gebäude abgerissen wurden. Vor dem Tor führte eine zweibogige Brücke über die Aprusa, die heutige Ausa. Die Häuser rund um den Bogen gehörten zu den elegantesten des antiken Ariminum, und vermutlich stand hier vorher schon ein älteres Tor.
Der Bau fiel mit der Erneuerung der Via Flaminia zusammen, und die Stadt hieß von da an Colonia Augusta Ariminensis. Weil Rimini am Durchgang zwischen Nord und Süd an der Adria liegt, zogen viele Heere durch diesen Bogen; Antonio Paolucci nannte ihn deshalb das Nadelöhr Italiens. Rimini hat ihn ins eigene Hoheitszeichen aufgenommen, zusammen mit dem Ponte di Tiberio, seinem Gegenstück am anderen Ende deiner Runde.
Der Bogen ist frei zugänglich, ein Ticket brauchst du nicht. Geh einmal um ihn herum und schau dir beide Seiten an, dann sind es 430 m, 6 Minuten, bis zum Tempio Malatestiano.


















