Alte Brücke
Offiziell heißt sie Karl-Theodor-Brücke, doch ganz Heidelberg sagt Alte Brücke. Der Spitzname ist jünger, als man denkt: Er kam erst 1877 auf, als flussabwärts die heutige Theodor-Heuss-Brücke entstand, damals Friedrichsbrücke genannt. Die Bogenbrücke aus Neckarsandstein ließ Kurfürst Karl Theodor 1788 bauen. Sie ist bereits die neunte an dieser Stelle und steht auf den Fundamenten ihrer Vorgängerinnen.
Achte auf das Brückentor am Altstadtufer: Es stammt noch aus dem Mittelalter. Die Brücke lag direkt in der Achse des Marktplatzes und war Teil der Verteidigung, denn bis 1460 gehörte das Nordufer zum Erzstift Mainz. Wer hier über den Neckar kam, überschritt also eine Grenze.
Brücken gab es in der Gegend schon bei den Römern: im ersten Jahrhundert eine hölzerne Pfahlbrücke, um das Jahr 200 in Stein erneuert. Nach ihrem Einsturz blieb Heidelberg fast tausend Jahre ohne Übergang, erst 1284 wird wieder eine Brücke erwähnt. Am 29. März 1945 sprengten deutsche Truppen drei Bögen und zwei Pfeiler; nach dem Krieg wurde alles wiederhergestellt.
Jetzt geht es ans andere Ufer: 1150 m und 22 Minuten sind es bis zum Philosophenweg.
























