Römerberg
Du stehst auf dem Rathausplatz Frankfurts, seit dem Hochmittelalter das Herz der Altstadt. Seinen Namen hat er vom Haus zum Römer, kurz Römer genannt, das seit dem 15. Jahrhundert als Rathaus dient. Schau dir die Fachwerkhäuser an der Ostseite an: Sie wurden zu Beginn der 1980er Jahre wieder aufgebaut, und seitdem ist der Platz für Frankfurter wie für Besucher wieder ein Ziel.
Dieser östliche Teil heißt Samstagsberg. Er ist der höchste Punkt des Platzes und liegt etwa vier Meter über den Senken ringsum, die im frühen Mittelalter noch sumpfig oder von kleinen Wasserläufen durchzogen waren. Am Nordrand, entlang der heutigen Braubachstraße, floss einst ein Mainarm, die Braubach, die im Mittelalter verlandete. Auch der Main war früher viel breiter; sein Ufer lag etwa an der heutigen Saalgasse.
Hier wurde Geschichte öffentlich gemacht: Die Frankfurter Messen fanden auf dem Platz statt, in der frühen Neuzeit feierte man hier die Kaiserkrönungen, später kamen Weihnachtsmarkt und große Kundgebungen hinzu. Zum Main hinunter führte bis ins 19. Jahrhundert das Fahrtor am staufischen Saalhof.
Achte auch darauf, was fehlt: Der Baublock mit der alten Frankfurter Börse wurde nach 1945 nicht wieder aufgebaut. Deshalb grenzt der Römerberg heute direkt an den stark vergrößerten Paulsplatz. Nach Norden führt die Neue Kräme, eine alte Geschäftsstraße, Richtung Liebfrauenberg; von dort sind es zur Kleinmarkthalle insgesamt 370 m oder fünf Minuten.






















