Frankfurt auf eigene Faust: Altstadt, Main und Skyline

Vom Krönungsdom über den Eisernen Steg zum Städel, dann durch den Palmengarten hinauf auf den Main Tower: 7,7 km Frankfurt zu Fuß an einem Tag.

11 Stationen 7,7 km ~1 Std. 49 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Frankfurt
Stopp 1 von 11
370 m·5 min
Römerberg
Geh nach Norden Richtung Kleinmarkthalle
Hallo, willkommen in Frankfurt! Ich bin Alex, und das mittelalterlich wirkende Herz dieser Stadt ist deutlich jünger, als es aussieht.
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Die Route auf einen Blick

Elf Stationen führen vom Römerberg zur Frankfurter Paulskirche: 7,7 km, reine Gehzeit 1 Std. 49 Min. Mit den lohnenden Innenbesuchen wird daraus ein voller Tag von rund acht Stunden.

Kostenlos sind Kleinmarkthalle Frankfurt, Kaiserdom St. Bartholomäus und Eiserner Steg; Eintritt kosten Städelsches Kunstinstitut, Palmengarten Frankfurt, Main Tower und Goethe-Haus. Route, Karte und GPS-Navigation im Browser sind gratis, der AI Tour Guide begleitet dich auf Wunsch im Gespräch.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 11 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Karte deines Frankfurt Stadtrundgangs

11 Stopps 7,7 km 1 Std. 49 Min. Gehzeit
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Die 11 Stationen auf dieser Route

  1. Römerberg in Frankfurt, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Römerberg
  2. Kleinmarkthalle Frankfurt, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Kleinmarkthalle Frankfurt
  3. Kaiserdom St. Bartholomäus in Frankfurt, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Kaiserdom St. Bartholomäus
  4. Eiserner Steg in Frankfurt, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Eiserner Steg
  5. Museumsufer in Frankfurt, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Museumsufer
  6. Städelsches Kunstinstitut in Frankfurt, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Städelsches Kunstinstitut
  7. Palmengarten Frankfurt, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Palmengarten Frankfurt
  8. Alte Oper in Frankfurt, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Alte Oper
  9. Main Tower in Frankfurt, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Main Tower
  10. Goethe-Haus in Frankfurt, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Goethe-Haus
  11. Frankfurter Paulskirche, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    11Frankfurter Paulskirche
  12. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Station für Station durch Frankfurt

  1. 1

    Römerberg

    Römerberg in Frankfurt, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Du stehst auf dem Rathausplatz Frankfurts, seit dem Hochmittelalter das Herz der Altstadt. Seinen Namen hat er vom Haus zum Römer, kurz Römer genannt, das seit dem 15. Jahrhundert als Rathaus dient. Schau dir die Fachwerkhäuser an der Ostseite an: Sie wurden zu Beginn der 1980er Jahre wieder aufgebaut, und seitdem ist der Platz für Frankfurter wie für Besucher wieder ein Ziel.

    Dieser östliche Teil heißt Samstagsberg. Er ist der höchste Punkt des Platzes und liegt etwa vier Meter über den Senken ringsum, die im frühen Mittelalter noch sumpfig oder von kleinen Wasserläufen durchzogen waren. Am Nordrand, entlang der heutigen Braubachstraße, floss einst ein Mainarm, die Braubach, die im Mittelalter verlandete. Auch der Main war früher viel breiter; sein Ufer lag etwa an der heutigen Saalgasse.

    Hier wurde Geschichte öffentlich gemacht: Die Frankfurter Messen fanden auf dem Platz statt, in der frühen Neuzeit feierte man hier die Kaiserkrönungen, später kamen Weihnachtsmarkt und große Kundgebungen hinzu. Zum Main hinunter führte bis ins 19. Jahrhundert das Fahrtor am staufischen Saalhof.

    Achte auch darauf, was fehlt: Der Baublock mit der alten Frankfurter Börse wurde nach 1945 nicht wieder aufgebaut. Deshalb grenzt der Römerberg heute direkt an den stark vergrößerten Paulsplatz. Nach Norden führt die Neue Kräme, eine alte Geschäftsstraße, Richtung Liebfrauenberg; von dort sind es zur Kleinmarkthalle insgesamt 370 m oder fünf Minuten.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Kleinmarkthalle Frankfurt

    Kleinmarkthalle Frankfurt, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Kleinmarkthalle ist Frankfurts Speisekammer: 1954 erbaut, mit 63 Händlern an 156 Ständen auf rund 1.500 Quadratmetern. Etwa 5000 Produkte liegen hier aus, vor allem frische Lebensmittel. Regionales wie die Frankfurter Grüne Soße findest du neben importierten Spezialitäten, und einige Händler betreiben Imbissstände in und vor der Halle. Hier kaufst du dir also gleich etwas für den Weg.

    Die Halle ist 100 Meter lang und 24 Meter breit, und sie steht seit 2000 wegen ihrer Architektur unter Denkmalschutz. Achte auf das Pultdach: Es fällt von 13 Metern an der verglasten Nordseite auf 8 Meter im Süden ab. Die Südseite ist geschlossen, dort haben die Metzger ihre Stände. Im Keller liegen Lager und sogar Becken für die Fische, die oben verkauft werden.

    Der Haupteingang liegt im Osten an der Hasengasse, mit einem dreigeschossigen Kopfbau davor. Ein Gegenstück im Westen war geplant, wurde aber nie gebaut; dort steht stattdessen ein Pavillon mit einem breiten Altan darüber. Samstags wird der Vorplatz an der Ziegelgasse zum Schlemmergarten, und dann kommen Besucher aus dem ganzen Rhein-Main-Gebiet.

    Nimm dir Zeit für eine Runde zwischen den Ständen. Zum Dom sind es dann nur 300 m oder vier Minuten, und unterwegs streifst du die Neue Altstadt.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr 8:00–18:00 | Sa 8:00–16:00 | So und Feiertage geschlossen
    Preis
    Kostenlos
  3. 3

    Kaiserdom St. Bartholomäus

    Kaiserdom St. Bartholomäus in Frankfurt, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Kaiserdom ist der größte Sakralbau der Stadt und war Wahl- und Krönungskirche der römisch-deutschen Kaiser. Eine Kathedrale war er dennoch nie: Von 852 bis 1803 war er Stiftskirche. Im 19. Jahrhundert galt er als Symbol nationaler Einheit.

    Der heutige Bau ist bereits die vierte Kirche an dieser Stelle; Vorgänger lassen sich bis ins 7. Jahrhundert zurückverfolgen. In der Kapelle der karolingischen Königspfalz tagte 794 die Synode von Frankfurt, und 855 fand in der Salvatorkirche die erste Königswahl der Stadt statt. 1239 erhielt die Kirche den Apostel Bartholomäus als Patron, und der gotische Neubau begann.

    Schau hinauf zum Westturm. Begonnen 1415, musste er 1514 aus Geldmangel ohne die geplante Laterne abgeschlossen werden, und so prägte er das Stadtbild über Jahrhunderte unfertig. Erst nach dem Dombrand von 1867 wurde er nach den erhaltenen mittelalterlichen Plänen bis 1878 vollendet. Innen merkst du die ungewöhnliche Form: Das Langhaus hat nur drei Joche, das Querhaus ist sehr lang, und so wirkt der Raum fast wie ein Zentralbau.

    Hinein lohnt sich für alle, der Eintritt ist frei. Bemerkenswert auch: Bis auf zwei kurze Phasen blieb der Dom nach der Reformation katholisch und war bis 1917 die einzige katholische Pfarrkirche Frankfurts. Danach geht es 480 m, sieben Minuten, hinunter zum Main und zum Eisernen Steg.

    Öffnungszeiten
    Täglich: 09:00–20:00
    Preis
    Kostenlos
  4. 4

    Eiserner Steg

    Eiserner Steg in Frankfurt, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Eiserne Steg verbindet seit 1868 die Altstadt am Fahrtor mit Sachsenhausen auf der anderen Mainseite. Bleib in der Mitte kurz stehen: Von hier blickst du auf beide Ufer, das Ziel der nächsten Etappen.

    Gebaut haben ihn nicht die Stadtväter, sondern die Bürger. Frankfurt war von 35.000 Einwohnern um 1800 auf fast 57.000 im Jahr 1840 gewachsen, und die Alte Brücke allein reichte nicht mehr für Fiaker, Steinfuhren und vor allem die vielen Bierfuhren. Der Magistrat scheute die Kosten. Also gründeten Bürger, allen voran die Händler, im Juni 1867 einen Verein und verkauften Anteilsscheine zu 100 Gulden mit 5 % Zins. Waren die auf 120.000 Gulden geschätzten Baukosten getilgt, sollte die Brücke kostenlos an die Stadt gehen.

    Entworfen hat sie der Ingenieur Peter Schmick als versteifte Hängebrücke nach Ideen von Claus Koepcke. 1912 ersetzte man sie durch eine breitere, stärkere und höher gelegte Konstruktion. In den letzten Kriegstagen wurde der Steg gesprengt, 1946 unverändert wieder aufgebaut und bei einer Renovierung 1993 noch einmal etwas angehoben.

    Auf der Sachsenhäuser Seite beginnt das Museumsufer, 440 m oder sechs Minuten entfernt.

    Öffnungszeiten
    Durchgehend geöffnet (Fußgängerbrücke)
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    Museumsufer

    Museumsufer in Frankfurt, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Museumsufer ist kein einzelnes Haus, sondern eine ganze Museumslandschaft an beiden Mainufern und in ihrer Nähe, 2022 waren es 39 Museen. Den Kern bildet das Städel. Die Idee stammt von Hilmar Hoffmann, der sie 1977 als Kulturdezernent vorschlug.

    Zwischen 1980 und 1990 wurden bestehende Museen erweitert und viele neue gebaut, oft in historischen Villen. Achte beim Gehen auf die Architektur: Hier haben Richard Meier, Oswald Mathias Ungers, Josef Paul Kleihues, Günter Behnisch und Hans Hollein gebaut. Seit 2006 gehört auch die Ausstellungshalle Portikus auf einer Insel an der Alten Brücke dazu.

    Welches Haus sich für dich lohnt, hängt vom Interesse ab: Das Museum Angewandte Kunst zeigt Möbel und Design aus elf Jahrhunderten mit einer starken ostasiatischen Sammlung, das Ikonen-Museum eine der großen Ikonensammlungen Deutschlands. Das Deutsche Filmmuseum erzählt die Filmgeschichte seit dem 19. Jahrhundert und hat ein eigenes Kino, das Deutsche Architekturmuseum zeigt aktuelle Projekte aus aller Welt, dazu kommen das Museum der Weltkulturen und das Museum für Kommunikation.

    Eintritt verlangt jedes Haus einzeln, den Preis erfährst du an der jeweiligen Kasse. Wer nur einen Tag hat, bummelt hier eher am Ufer entlang und spart sich die Zeit für das Städel, 500 m oder sieben Minuten weiter.

  6. 6

    Städelsches Kunstinstitut

    Städelsches Kunstinstitut in Frankfurt, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Städel ist eines der ältesten Museen Frankfurts und besitzt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen Deutschlands: 3.100 Gemälde, 660 Skulpturen, mehr als 4.600 Fotografien und über 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken, gezeigt auf rund 7.000 Quadratmetern. 2012 wurde es von der Kunstkritikervereinigung AICA zum Museum des Jahres gekürt.

    Am Anfang stand ein Testament. Der Bankier und Kunstfreund Johann Friedrich Städel hinterließ Haus, Sammlung und Vermögen mit dem Auftrag, ein Institut zu gründen; 1817 war es so weit. Zuerst hing die Sammlung in seiner Wohnung am Roßmarkt, 1833 zog sie in die Neue Mainzer Straße, und 1878 errichtete Oskar Sommer den Neorenaissancebau am Schaumainkai, vor dem du jetzt stehst.

    Die Sammlung hat dunkle Jahre überstanden: 1937 beschlagnahmten die Nationalsozialisten 77 Gemälde und 700 Grafiken als „entartete Kunst“. 1939 brachte man den Bestand auf Schloss Rossbach in Bayern in Sicherheit, wo ihn nach dem Krieg Thomas Carr Howe vom amerikanischen Kunstschutzprogramm fand. Das zerstörte Haus baute Johannes Krahn bis 1966 wieder auf, seit 2008 kam ein Anbau hinzu.

    Für Kunstinteressierte ist das Städel der Höhepunkt der Route; plane zwei Stunden ein. Für den Besuch brauchst du ein Ticket, ermäßigt ist es günstiger. Danach folgt die längste Etappe: 2780 m oder 40 Minuten bis zum Palmengarten im Westend.

    Name vor Ort
    Städel Museum
    Öffnungszeiten
    Di, Mi, Fr, Sa, So 10:00–18:00
    Preis
    Ab 19 EUR / ermäßigt 17 EUR, 10 EUR dienstags ab 15:00 Uhr
  7. 7

    Palmengarten Frankfurt

    Palmengarten Frankfurt, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Palmengarten ist einer von zwei botanischen Gärten Frankfurts und erstreckt sich über 22 Hektar im Westend-Süd. Wie viele öffentliche Orte der Stadt wurde er privat finanziert; der Architekt Heinrich Siesmayer legte ihn an, 1871 öffnete er für das Publikum.

    Hier ging es nicht immer still zu: 1890 brachte Buffalo Bill seine Westernshow in den Garten. 1931 übernahm die Stadt das Gelände, nach dem Zweiten Weltkrieg ging es an die amerikanische Besatzung. Erst als der Garten in den Sechzigern zurückkam, begann der Wiederaufbau der zerstörten Hallen, abgeschlossen 1992. Direkt nebenan liegt der Botanische Garten, früher Teil der Goethe-Universität und heute vom Palmengarten verwaltet.

    Du betrittst den Garten durch die wieder aufgebaute Hälfte des Gesellschaftshauses von 1905. Im Südflügel zeigt man fleischfressende Pflanzen, im Nordflügel Ananasgewächse. Dahinter liegt die Rosaleda mit ihren geometrisch angelegten Beeten und einer Pergola, in der Mitte das Haus Rosenbrunn von 1884. In den Gewächshäusern wachsen tropische und subtropische Pflanzen, geordnet nach ihrer Herkunft.

    Der Garten kostet Eintritt, es gibt aber Ermäßigungen. Im Winter schließt er deutlich früher, plane deinen Besuch dann entsprechend. Weiter geht es 1540 m, 21 Minuten, zur Alten Oper.

    Öffnungszeiten
    Mär–Okt: Täglich 09:00–19:00 | Nov–Feb: Täglich 09:00–16:00; geschlossen Dez 24, Dez 31
    Preis
    9 EUR, Senioren ab 67 Jahren 8 EUR, ermäßigt 5 EUR, unter 18 Jahren frei; Feierabend-Ticket Mo–Fr ab 18:30 5 EUR
  8. 8

    Alte Oper

    Alte Oper in Frankfurt, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Vor dir am Opernplatz steht die Alte Oper, gebaut als Opernhaus der Stadt nach Plänen des Berliner Architekten Richard Lucae, bezahlt von Frankfurter Bürgern und errichtet von Philipp Holzmann. Baubeginn war 1873, eröffnet wurde am 20. Oktober 1880 mit Mozarts Don Giovanni. Kaiser Wilhelm I. war beeindruckt: „Das könnte ich mir in Berlin nicht erlauben.“

    Die Kosten stiegen vom geplanten Betrag von 2 Millionen Mark auf ein Vielfaches. Lies die Inschrift am Fries: „Dem Wahren, Schönen, Guten“. Der Mundartdichter Adolf Stoltze reimte darauf auf Hessisch: „Dem Wahre, Scheene, Gute, die Berjerschaft muß blude.“ Hier wurden große Werke uraufgeführt, darunter 1937 Carl Orffs Carmina Burana.

    1944 zerstörten Bomben das Haus, doch viele Außenmauern blieben stehen. In den Sechzigern wollte man an der Stelle ein Bürogebäude bauen, und Hessens Wirtschaftsminister Rudi Arndt bekam den Spitznamen „Dynamit-Rudi“, weil er „Deutschlands schönste Ruine“ sprengen wollte. Eine Bürgerinitiative sammelte 15 Millionen DM, Arndt half später selbst bei der Rettung, und 1981 öffnete die Alte Oper als Konzerthaus.

    Hinein kommst du nur zu Konzerten und Veranstaltungen; die Fassade erzählt dir aber auch von außen genug. Zum Main Tower im Bankenviertel sind es 430 m, sechs Minuten.

    Öffnungszeiten
    Geöffnet zu Vorstellungen und Veranstaltungen
  9. 9

    Main Tower

    Main Tower in Frankfurt, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Main Tower ragt 200 Meter auf, mit Mast 240 Meter, und gehört damit zu den höchsten Hochhäusern Deutschlands. Eingeweiht wurde er am 28. Januar 2000, er ist der Frankfurter Sitz der Landesbank Hessen-Thüringen. Achte am Fuß des Turms auf die unteren Geschosse: Sie sind in die historische Fassade der früheren Gebäude eingefasst.

    Geplant hat ihn das Hamburger Büro Schweger + Partner, gebaut wurde zwischen 1996 und 1999. Die Aufzüge fahren mit bis zu sieben Metern pro Sekunde und zählen zu den schnellsten in Deutschland, du bist also in kürzester Zeit oben.

    Zwei öffentliche Aussichtsplattformen liegen auf 198 und etwa 192 Metern. Hier oben bekommst du den Überblick über die ganze Strecke, die du gegangen bist, vom Dom bis zum Main. Wer die Skyline von oben sehen will, sollte sich das nicht entgehen lassen; wer schon genug Eintritte hat, genießt den Turm von unten.

    Der Turm hat bis in den Abend geöffnet, du kannst also auch später noch einmal hinauffahren. Zum Goethe-Haus gehst du 560 m oder acht Minuten.

    Öffnungszeiten
    So–Do 10:00–21:00 | Fr–Sa 10:00–23:00 (letzte Auffahrt 45 Min vor Schließung)
    Preis
    9 EUR
  10. 10

    Goethe-Haus

    Goethe-Haus in Frankfurt, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Am Großen Hirschgraben kam Johann Wolfgang von Goethe am 28. August 1749 zur Welt. In diesem Haus wuchs er auf und schrieb später Götz von Berlichingen, Die Leiden des jungen Werthers und erste Entwürfe zum Urfaust.

    Das Haus ist älter als die Familiengeschichte: Um 1618 baute es der flämische Goldschmied Matthis van Hinsberg. 1733 kaufte Goethes Großmutter Cornelia es zusammen mit dem Nachbarhaus und verband beide durch einen Mauerdurchbruch. Nach ihrem Tod 1754 machte sich Goethes Vater Johann Caspar selbst zum Bauherrn: Er riss das kleinere Haus ab und erweiterte das größere über das ganze Grundstück. Zwischen April 1755 und Februar 1756 entstand so das Haus, das du heute siehst.

    Seit 1863 gehört es dem Freien Deutschen Hochstift und ist fast durchgehend Museum, eingerichtet mit Möbeln und Bildern aus Goethes Zeit. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bomben es bei einem Nachtangriff, danach wurde es rekonstruiert.

    Für Literaturfreunde ist der Besuch ein Muss, und auch wer Goethe nur aus der Schule kennt, bekommt hier ein Gefühl für ein Frankfurter Bürgerhaus des 18. Jahrhunderts. Für den Besuch brauchst du ein Ticket. Zur Paulskirche sind es dann nur noch 320 m, fünf Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo, Di, Mi, Fr, Sa, So, Feiertage 10:00–18:00 | Do 10:00–21:00
    Preis
    12 EUR
  11. 11

    Frankfurter Paulskirche

    Frankfurter Paulskirche, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Paulskirche ist der Erinnerungsort der deutschen Demokratie. Hier tagte 1848 und 1849 die Frankfurter Nationalversammlung, das erste demokratisch gewählte Parlament für ganz Deutschland. Ihre Verfassung wurde Vorbild für die Weimarer Reichsverfassung von 1919 und das Grundgesetz von 1949.

    Der klassizistische Rundbau von Johann Friedrich Christian Hess entstand zwischen 1789 und 1833 an der Stelle der mittelalterlichen Barfüßerkirche und war bis 1944 Frankfurts evangelisch-lutherische Hauptkirche. Am 18. März 1944 brannte er nach einem Luftangriff völlig aus; von der Ausstattung der Parlamentszeit ist fast nichts geblieben.

    Als erstes historisches Gebäude der Stadt wurde die Paulskirche 1947 und 1948 mit Spenden aus allen deutschen Ländern wieder aufgebaut, zum 100. Jahrestag der Nationalversammlung am 18. Mai 1948 eröffnete sie als Haus aller Deutschen. Geld und Material waren knapp, deshalb ist das Innere schlicht: unten eine niedrige Wandelhalle, darüber ein Saal mit Plenarbestuhlung. Hier wird jedes Jahr der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen.

    Geh hinein, der Eintritt ist frei. Vom Paulsplatz bist du direkt wieder am Römerberg, dort, wo der Rundgang begann.

    Öffnungszeiten
    Täglich: 10:00–17:00
    Preis
    Kostenlos
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Frankfurt Route geladen
RömerbergKleinmarkthalle FrankfurtKaiserdom St. BartholomäusEiserner Steg+7
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AI Tour Guide

Die Route kennst du jetzt. Geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Frankfurt entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 11 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

11Stopps 7,7km 1 Std. 49 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Varianten für Frankfurt

Die ganze Strecke füllt einen Tag. Wenn du weniger Zeit hast oder lieber auf zwei Tage verteilst, passen diese Ausschnitte.

Altstadt und Mainufer

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6

Für den ersten Tag oder einen halben: Römerberg, Kleinmarkthalle, Dom, über den Eisernen Steg ans Museumsufer und ins Städel. Gut 2 km mit 29 Minuten reiner Gehzeit; Eintritt zahlst du nur im Städel.

Palmengarten bis Paulskirche

Stopps: 7, 8, 9, 10, 11

Für alle, die Pflanzen, Skyline und Goethe verbinden wollen: vom Palmengarten über Alte Oper und Main Tower zum Goethe-Haus und zur Paulskirche. 40 Minuten reine Gehzeit; Eintritt für Palmengarten, Main Tower und Goethe-Haus.

Innenstadt kompakt

Stopps: 8, 9, 10, 11

Für zwei, drei Stunden zwischen Terminen: Alte Oper, Main Tower, Goethe-Haus und Paulskirche liegen nur 19 Gehminuten auseinander. Bezahlt werden die Auffahrt auf den Main Tower und das Goethe-Haus.

So viel Zeit braucht der Frankfurt Rundgang

Reine Gehzeit für alle elf Stationen: 1 Std. 49 Min. Die Altstadt und das Mainufer liegen dicht beieinander, die Etappen dauern dort selten mehr als sieben Minuten. Der große Sprung kommt nach dem Städel: 40 Minuten zu Fuß bis zum Palmengarten, danach 21 Minuten zur Alten Oper.

Realistisch rechnest du mit rund acht Stunden, wenn du dir zwei Stunden für das Städel, etwa eine Stunde im Palmengarten, eine Dreiviertelstunde auf dem Main Tower und eine Stunde im Goethe-Haus nimmst. Die Variante Altstadt und Mainufer schaffst du mit Städel in gut dreieinhalb Stunden, den Abschnitt vom Palmengarten zur Paulskirche mit allen Eintritten in etwa vier Stunden.

Bevor du in Frankfurt losgehst

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Start am Römerberg, das Ziel ist die Paulskirche. Du kannst an jeder Station einsteigen; die GPS-Navigation im Browser führt dich am Ende auf Wunsch zurück zum Start.
  • Der passende Tag: Wähle einen Tag, an dem sowohl das Städel als auch die Kleinmarkthalle geöffnet haben.
  • Tageszeit: Bei langen Museumsbesuchen erreichst du die Paulskirche oft erst nach Schluss; da der Paulsplatz direkt an den Römerberg grenzt, schiebst du sie dann einfach gleich zu Beginn ein. Im Winter schließt der Palmengarten deutlich früher.
  • Kosten: Städel, Palmengarten, Main Tower und Goethe-Haus kosten Eintritt. Platz, Markthalle, Dom, Brücke und Paulskirche kosten nichts.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Frankfurt
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Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Frankfurt, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

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Was der AI Tour Guide in Frankfurt anders macht

Diese Route springt von Kaiserkrönungen zu Bürgervereinen, von Goethes Kinderzimmer zur Bankenskyline. Der AI Tour Guide führt dich als Gespräch hindurch, merkt sich, ob dich eher Kunst, Politik oder Architektur packt, und erzählt danach weiter: etwa welche Bilder im Städel du bei deinen Vorlieben nicht verpassen solltest oder wie es im Plenarsaal der Paulskirche 1848 zuging. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen. Zum Start gibt es 100 Gratis-Credits, danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zu Frankfurt zu Fuß

Gibt es im Städel einen günstigeren Eintritt?

Ja. Es gibt ein ermäßigtes Ticket, und an einem späten Nachmittag in der Woche ist der Eintritt zusätzlich günstiger.

Kann ich den Palmengarten abends günstiger besuchen?

Ja, es gibt ein günstigeres Feierabend-Ticket. Das lohnt sich vor allem in der wärmeren Jahreshälfte, wenn der Garten abends länger geöffnet hat.

Ist das Deutsche Romantik-Museum im Goethe-Ticket enthalten?

Ja, das 2021 eröffnete Romantik-Museum liegt direkt neben dem Goethe-Haus, und beide besuchst du mit demselben Ticket.

Kann man im Main Tower essen?

Im 53. Obergeschoss, auf 187 Metern Höhe, liegt das Main Tower Restaurant & Lounge. Die Aussichtsplattformen selbst kosten Eintritt.

Welche Tagesausflüge passen zu Frankfurt?

Nah liegen Mainz und Wiesbaden, je rund 31 km entfernt. Etwas weiter, aber gut an einem Tag machbar, sind Heidelberg und Würzburg.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 6 der 11 Stopps: Museumsufer, Städelsches Kunstinstitut, Palmengarten Frankfurt, Alte Oper, Main Tower und Goethe-Haus verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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