Porte de Mars
Du beginnst am ältesten Steindenkmal von Reims. Die Porte de Mars ist ein gallo-römischer Ehrenbogen, vermutlich aus dem 3. Jahrhundert, und sie steht noch heute genau dort, wo man sie gebaut hat. Mit 32 Metern Breite, 13 Metern Höhe und 6,4 Metern Tiefe gilt sie als breitester Bogen ihrer Art weltweit. Den Namen hat sie von einem Tempel des Kriegsgottes Mars, der in der Nähe stand.
Geh ruhig durch die drei Durchgänge und schau nach oben. Die Inschriften und Schmuckelemente an der Außenseite und in den Durchgängen sind sehr detailreich. An der Unterseite der Bögen, heute stark verwittert, ist eine gallische Erntemaschine dargestellt, ein seltenes Motiv. Und schau auf den Boden unter dem mittleren Bogen: Die tiefen Furchen verraten, dass hier die Wagen fuhren, während die Fußgänger die seitlichen Durchgänge nahmen.
Um das Jahr 200 erlebte das römische Durocortorum seine Blütezeit. Vier Tore standen an den Enden der beiden Hauptachsen, Cardo und Decumanus, und eines davon war das Marstor. Von hier liefen die Römerstraßen nach Soissons und Bavay, Laon und Boulogne, und die Stadt reichte weit über den Bogen hinaus nach Norden. Vermutlich errichteten die Bürger ihn aus Dank an Kaiser Augustus, weil die römische Garnison feste Straßen durch die Stadt gebaut hatte: Reims wollte zeigen, was ihm das Bündnis mit Rom eingebracht hatte.
Später wurde das Tor in die bischöfliche Stadtmauer eingebunden und diente bis 1544 als Stadttor. 1817 riss man die Gebäude ringsum ab, damit der Bogen frei zur Geltung kommt; so entstand die Place de la République. Der Bogen ist frei zugänglich und kostet nichts. Zur Place Drouet-d’Erlon sind es 780 m, 10 Minuten zu Fuß.










