Montreal auf eigene Faust: Altstadt, Berg und Hafen

Vom Gouverneurshaus aus Neufrankreich hinauf zum Mont Royal, durch das kreative Plateau und zurück in die Altstadt bis an den Sankt-Lorenz-Strom.

10 Stationen 10,8 km ~2 Std. 31 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Montreal
Stopp 1 von 10
3 km·38 min
Château Ramezay
Geh nordwestlich zum Mont Royal, dem Berg über der Stadt.
Bonjour und willkommen in Montreal! Ich bin Alex, und im ältesten privaten Museum Québecs scheiterte einst ein Werbeversuch für die Amerikanische Revolution.
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Die Route im Überblick: zehn Stationen auf 10,8 km

Zehn Stationen, 10,8 km, reine Gehzeit 2 Std. 31 Min.: Du startest am Château Ramezay in der Altstadt, gehst hinauf zum Mont Royal, über das Plateau und die Innenstadt zurück ans Wasser und endest am Marché Bonsecours. Mit drei Innenbesuchen bist du knapp sieben Stunden unterwegs.

Berg, Viertel, Plätze und Hafen kosten nichts. Eintritt verlangen das Château Ramezay, das Musée des beaux-arts de Montréal und die Basilique Notre-Dame de Montréal. Die GPS-Route im Browser ist kostenlos, der AI Tour Guide erzählt auf Wunsch unterwegs dazu.

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Blick auf Montreal

Die Route

Karte zum Montreal Stadtrundgang: von der Altstadt auf den Berg und zurück

10 Stopps 10,8 km 2 Std. 31 Min. Gehzeit
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Die 10 Stationen auf dieser Route

  1. Château Ramezay in Montreal, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Château Ramezay
  2. Mont Royal in Montreal, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Mont Royal
  3. Le Plateau-Mont-Royal in Montreal, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Le Plateau-Mont-Royal
  4. Musée des beaux-arts de Montréal in Montreal, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Musée des beaux-arts de Montréal
  5. Quartier chinois de Montréal in Montreal, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Quartier chinois de Montréal
  6. Place d'Armes in Montreal, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Place d'Armes
  7. Basilique Notre-Dame de Montréal in Montreal, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Basilique Notre-Dame de Montréal
  8. Vieux-Montréal in Montreal, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Vieux-Montréal
  9. Vieux-Port de Montréal in Montreal, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Vieux-Port de Montréal
  10. Marché Bonsecours in Montreal, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Marché Bonsecours
  11. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Dein Montreal Rundgang von Station zu Station

  1. 1

    Château Ramezay

    Château Ramezay in Montreal, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Dein Rundgang beginnt an der Rue Notre-Dame in Vieux-Montréal, direkt gegenüber dem Hôtel de Ville. Das Haus vor dir ist ein typisches Stadthaus aus der Zeit der Kolonie Neufrankreich, und es gehört zu den ältesten erhaltenen Gebäuden Montreals. Claude de Ramezay, damals Gouverneur von Montreal, ließ es 1705 als private Residenz errichten. Seit 1949 ist es Nationale Historische Stätte.

    Wer hier wohnte, erzählt viel über die wechselnden Herren der Stadt. Ramezays Nachkommen verkauften das Haus 1745 an die Französische Westindienkompanie. 1754 richtete ein Brand schwere Schäden an, auf den alten Fundamenten entstand es neu und größer, 1757 war der Wiederaufbau fertig. Nach der britischen Eroberung musste die Kompanie 1764 verkaufen. Der Händler William Grant vermietete das Haus ab 1773 an die Regierung, und fortan wohnte hier der Generalgouverneur, wenn er in Montreal war. Nur während der Invasion durch die Kontinentalarmee 1775/76 zogen amerikanische Kommandeure ein.

    Nach dem Auszug des letzten Gouverneurs 1844 wurde das Haus zum Allzweckgebäude: ab 1849 Gericht, ab 1856 über zwei Jahrzehnte eine Grundschule, zeitweise Büros des Bildungsministeriums. Die Université Laval brachte hier ab 1880 ihre medizinische und ab 1883 auch ihre juristische Fakultät unter, zog aber schon 1889 wieder aus. 1895 übernahm die Stadt das Gebäude, seitdem betreibt die Société d'archéologie et de numismatique de Montréal darin ein Museum.

    Drinnen erwarten dich eine ethnologische Sammlung und eine Porträtgalerie. Der Besuch lohnt sich vor allem, wenn du das Montreal der Gouverneure und Kaufleute verstehen willst, bevor du am Nachmittag in die Altstadt zurückkehrst. Das Museum kostet Eintritt; eine Dreiviertelstunde reicht. Danach liegt eine der beiden langen Etappen vor dir: 3010 m, rund 44 Minuten, bis zum Mont Royal.

    Öffnungszeiten
    Museum täglich 10:00–17:00; Gouverneursgarten 9:00–16:30
    Preis
    14,99 CAD Erwachsene (13,04 + taxes)
  2. 2

    Mont Royal

    Mont Royal in Montreal, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Mont Royal ist der Berg, dem Montreal seinen Namen verdankt. Er erhebt sich unmittelbar westlich der Innenstadt und hat nicht einen Gipfel, sondern drei: die Colline de la Croix, den eigentlichen Mont Royal, mit 233 m, die Colline d'Outremont, auch Mount Murray genannt, mit 211 m im Bezirk Outremont, und den Westmount Summit mit 201 m.

    Geologisch gehört der Berg zu den Monteregian Hills, einer Hügelkette zwischen den Laurentiden und den Appalachen. Sein lateinischer Name Mons Regius, königlicher Berg, gab der ganzen Kette ihren Namen. Wenn du hier oben stehst, bist du also gleich doppelt beim Namensgeber: für die Stadt und für eine ganze Landschaft.

    Der Berg kostet nichts, und wie lange du bleibst, entscheidest du selbst. Eine halbe Stunde passt gut in den Tagesplan. Von hier sind es nur 650 m, etwa 9 Minuten, hinüber ins Le Plateau-Mont-Royal, das sich an den Osthang des Berges legt.

    Preis
    Kostenlos
  3. 3

    Le Plateau-Mont-Royal

    Le Plateau-Mont-Royal in Montreal, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Le Plateau-Mont-Royal ist ein Bezirk am Osthang des Mont Royal, auf einer Hochfläche, die über der Innenstadt liegt; die Rue Sherbrooke bildet seine Grenze. 2016 lebten hier rund 104 000 Menschen auf 8,1 km². Du gehst hier also nicht durch ein Ausstellungsviertel, sondern durch einen dicht bewohnten Teil der Stadt.

    Entstanden ist das Plateau, als Montreal im 19. Jahrhundert über den Faubourg Saint-Laurent hinauswuchs. Nacheinander wurden Dörfer gegründet: Coteau-Saint-Louis 1846, Saint-Jean-Baptiste 1861 und Saint-Louis-du-Mile-End 1878. Aus ihnen wurde das Viertel, durch das du jetzt läufst.

    Heute ist das Plateau einer der großen kreativen Pole Kanadas, mit einer Dichte an Künstlern, Musikern und Kulturorganisationen, die im Rest des Landes nicht erreicht wird. Hier sitzen das Conservatoire de musique de Montréal und Theater wie das Rideau vert, das Théâtre de Quat'Sous, La Licorne und das Théâtre d'Aujourd'hui, außerdem das Spielestudio Ubisoft Montréal und das Institut de tourisme et d'hôtellerie du Québec. Grün wird es im Parc Jeanne-Mance, im Parc La Fontaine, im Parc Sir-Wilfrid-Laurier, am Square Saint-Louis und an der Place Gérald-Godin.

    Seit den 2000er Jahren haben sich viele Franzosen hier niedergelassen. Deshalb hörst du für das Viertel Spitznamen wie „Petit-Paris“, „Petite-France“ oder, mit einem Augenzwinkern, „Nouvelle-France“. Vom Plateau führt die längste Etappe des Tages zum Museum: 3190 m, etwa 45 Minuten, bis zur Sherbrooke Street West.

    Preis
    Kostenlos
  4. 4

    Musée des beaux-arts de Montréal

    Musée des beaux-arts de Montréal in Montreal, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Musée des beaux-arts de Montréal liegt an der Sherbrooke Street West im historischen Golden Square Mile. Gemessen an der Ausstellungsfläche ist es das größte Kunstmuseum Kanadas, und mit dem Gründungsjahr 1860 auch das älteste. Es verteilt sich auf fünf Pavillons mit zusammen 53 095 m², davon 13 000 m² Ausstellungsfläche. 2016 kam der Michal and Renata Hornstein Pavilion for Peace hinzu. 2013 umfasste die Sammlung rund 44 000 Werke.

    Die Anfänge waren bescheiden. Im April 1860 gründete der anglikanische Bischof Francis Fulford die Art Association of Montreal, um die Wertschätzung der schönen Künste unter den Bürgern der Stadt zu fördern. Ohne eigenes Haus konnte der Verein aber kaum sammeln, und zwanzig Jahre lang zogen seine Ausstellungen von Ort zu Ort.

    Die Wende kam 1877 mit dem Geschäftsmann Benaiah Gibb. Er schenkte den Kern seiner Sammlung, 72 Gemälde und 4 Bronzen, dazu ein Grundstück am Phillips Square und 8000 Dollar, unter einer Bedingung: Binnen drei Jahren musste dort ein Museum stehen. Aus dem damaligen Lesesaal der Art Association ging die heutige Bibliothek hervor, die älteste Kunstbibliothek Kanadas. Heute gehört das Museum zur Bizot-Gruppe, in der große Museen der Welt Werke und Ausstellungen austauschen.

    Lohnt sich der Eintritt? Für Kunstinteressierte unbedingt, aber bei dieser Größe musst du auswählen. Im Tagesplan mit Basilika bleibt dir hier etwa eine Stunde; such dir vorher einen Pavillon aus. Das Ticket kaufst du am besten online, dort ist es günstiger als an der Kasse. Zum Quartier chinois gehst du danach 2330 m, rund 31 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo, Di, Do–So 10:00–17:00 | Mi 10:00–21:00
    Preis
    30-32 CAD Erwachsene (30 CAD online, 32 CAD vor Ort)
  5. 5

    Quartier chinois de Montréal

    Quartier chinois de Montréal in Montreal, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Quartier chinois de Montréal liegt rund um die De la Gauchetière Street. Du siehst asiatische Restaurants, Lebensmittelmärkte und kleine Läden, aber auch Einrichtungen der ostasiatischen Gemeinschaft wie das Montreal Chinese Hospital und das Montreal Chinese Community and Cultural Centre.

    Bevor es chinesisch wurde, war das Viertel jüdisch. In den drei Jahrzehnten ab 1890 ließen sich hier tausende jiddischsprachige Einwanderer nieder, als Teil eines jüdischen Viertels rund um den Boulevard Saint-Laurent.

    Die ersten chinesischen Einwanderer kamen im März 1877 nach Montreal, in den 1890er Jahren entstand das Viertel, geprägt von den Clans Chan, Hom (Tam), Lee und Wong. Viele kamen aus Taishan, arbeiteten für die Eisenbahn und sprachen Toisanese, eine Schwestersprache des Kantonesischen. Sie zogen aus British Columbia und Südchina hierher. Zu den ersten gehörte Jos Song Long, der eine Wäscherei an der Craig Street eröffnete, der heutigen Rue Saint-Antoine.

    Wäschereien wurden zum typischen Geschäft: Wer seinen eigenen Betrieb führte, entging der Lohndiskriminierung, die viele in British Columbia erlebt hatten. Und weil eine Wäscherei nah bei der Kundschaft sein musste, verbreiteten sie sich über die ganze Stadt. 1902 erhielt das Viertel offiziell den Namen Chinatown, damals einige Blocks entlang der De la Gauchetière Street zwischen der Chenneville und der Clark Street. Später eröffneten auch Menschen aus Hongkong und chinesischstämmige Flüchtlinge aus Vietnam ihre Läden und Restaurants. Von hier sind es 570 m, etwa 8 Minuten, zur Place d'Armes.

    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    Place d'Armes

    Place d'Armes in Montreal, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Place d'Armes ist der zweitälteste öffentliche Platz Montreals. In der Mitte steht das Maisonneuve-Denkmal für Paul de Chomedey, den Gründer der Stadt. Ringsum stehen die Basilique Notre-Dame de Montréal, das Séminaire de Saint-Sulpice, das New York Life Building, das Aldred Building, der Hauptsitz der Bank of Montreal und 500 Place d'Armes: Drei Jahrhunderte Stadtgeschichte auf einen Blick.

    Angelegt wurde der Platz 1693 auf Wunsch der Sulpizianer, damals als Place de la Fabrique. 1721 bekam er seinen heutigen Namen, als hier militärische Aufmärsche stattfanden. Ab 1781 diente er drei Jahrzehnte lang als Heu- und Holzmarkt, nach dem Kauf durch die Stadt 1836 wurde ein viktorianischer Garten daraus. Seine heutige Größe erhielt er erst, als die alte Kirche Notre-Dame 1830 und ihr Glockenturm 1843 abgerissen wurden; der Plan dafür wurde 1850 vollendet.

    Die schönste Anekdote liegt unter deinen Füßen. In der Weltwirtschaftskrise ließ Bürgermeister Camillien Houde über 20 öffentliche Toiletten bauen, die die Leute „Camilliennes“ nannten. Eine davon entstand 1934 unter diesem Platz, im Art-déco-Stil von Jean-Omer Marchand entworfen, 270 m² groß, für 51 255 Dollar, mit zwei Eingängen aus Granit und Fenstern aus Glasbausteinen. Sie verwahrloste und wurde 1980 „aus moralischen und hygienischen Gründen“ geschlossen.

    Die letzte große Umgestaltung des Platzes wurde 2011 abgeschlossen und kostete 15,5 Millionen Dollar. Nimm dir ein paar Minuten für die Fassaden, dann sind es nur 150 m, rund 2 Minuten, zur Basilika.

    Preis
    Kostenlos
  7. 7

    Basilique Notre-Dame de Montréal

    Basilique Notre-Dame de Montréal in Montreal, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Basilique Notre-Dame de Montréal steht an der Ecke Notre-Dame Street West und Saint-Sulpice Street, neben dem Séminaire de Saint-Sulpice, und blickt auf die Place d'Armes. Ihre Wurzeln reichen zu den Sulpizianern: Sie kamen 1657 nach Ville-Marie, wurden 1663 Grundherren der Insel und blieben es bis 1840. 1672 bauten sie hier die erste Pfarrkirche Notre-Dame.

    Der Grund hineinzugehen ist das Innere, das als Meisterwerk der Neugotik gilt. Die Gewölbe sind tiefblau und mit goldenen Sternen besetzt, der übrige Raum leuchtet in Blau, Azur, Rot, Purpur, Silber und Gold. Achte auf die hunderte fein geschnitzten Holzarbeiten und auf die Kirchenfenster: Sie zeigen keine biblischen Szenen, sondern Episoden aus der religiösen Geschichte Montreals. Schon François Baillairgé hatte im späten 18. Jahrhundert Innenausstattung und Chor entworfen, 1818 folgten Fassade und Gewölbeschmuck.

    Hör auch auf die Orgel von Casavant Frères aus dem Jahr 1891, mit vier Manualen, 99 Registern und 7000 Pfeifen. 1982 erhob Papst Johannes Paul II. die Kirche zur Basilica minor. Jährlich kommen rund 11 Millionen Besucher.

    Die Basilika kostet Eintritt, und er lohnt sich für praktisch jeden, auch wenn dich Kirchen sonst kaltlassen. Hier ist der Punkt, an dem dein Zeitplan stimmen muss, also komm nicht zu spät. Danach gehst du nur 120 m, etwa 2 Minuten, hinein in die Gassen von Vieux-Montréal.

    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 09:00–16:00, So 12:30–16:00
    Preis
    16 CAD Erwachsene (+ taxes), Tagesbesuch
  8. 8

    Vieux-Montréal

    Vieux-Montréal in Montreal, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Vieux-Montréal ist der Ort, an dem die Stadt begann. Französische Siedler gründeten hier 1642 das Fort Ville-Marie, und viele Gebäude stammen noch aus der Zeit Neufrankreichs. Der Name lebt im Bezirk Ville-Marie weiter, zu dem das Viertel gehört. 1964 erklärte das Kulturministerium von Québec einen großen Teil der Altstadt zum historischen Bezirk.

    Schon vor der Gründung hatte Samuel de Champlain an der Place Royale einen Pelzhandelsposten eingerichtet, am Zusammenfluss des Sankt-Lorenz-Stroms mit der Petite Rivière Saint-Pierre, einem Fluss, den es heute nicht mehr gibt. Die Siedler mussten ihn wegen Angriffen der Irokesen aufgeben. Die neue Siedlung entstand ungefähr an derselben Stelle.

    Ihr Gründer Paul de Chomedey de Maisonneuve, dessen Denkmal du eben auf der Place d'Armes gesehen hast, baute 1643 ein Fort als Hauptquartier der Société Notre-Dame de Montréal. Ihr Ziel war es, Angehörige der First Nations zum Christentum zu bekehren und eine christliche Siedlung in Neufrankreich aufzubauen. Gegründet hatten sie der Sulpizianer Jean-Jacques Olier und Jérôme Le Royer de La Dauversière. Nach ihrer Auflösung am 9. März 1663 übernahm König Ludwig XIV. die Kolonie selbst, die Sulpizianer wurden Grundherren.

    Heute reicht das Viertel von der Rue McGill bis zur Rue Saint-André und von der Ruelle des Fortifications bis an den Fluss; inzwischen wurde es noch erweitert. Lass dich ein wenig treiben, dann gehst du 290 m, rund 4 Minuten, hinunter zum Alten Hafen. Unterwegs kommst du am Montreal Science Centre vorbei.

    Preis
    Kostenlos
  9. 9

    Vieux-Port de Montréal

    Vieux-Port de Montréal in Montreal, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Vieux-Port de Montréal zieht sich zwei Kilometer am Ufer des Sankt-Lorenz-Stroms entlang. Die ehemaligen Pieranlagen sind durch eine Uferpromenade verbunden, und parallel dazu stehen zahlreiche denkmalgeschützte Gebäude aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Etwa in der Mitte liegt die Pointe-à-Callière, der Punkt, an dem Montreal seinen Anfang nahm.

    Drei Jahrhunderte lang hing das Wachstum der Stadt an diesem Hafen. Den größten Ausbau erlebte er in den 1890er Jahren, als die kanadische Regierung Piers, Lagerhäuser, Hafenbecken und Weizensilos errichten ließ. Mit der Eröffnung des Sankt-Lorenz-Seewegs 1959 begann der Niedergang, die Schließung des Lachine-Kanals 1970 beschleunigte ihn, und 1976 endete der Hafenbetrieb im Zentrum. Der heutige Hafen, der größte Binnenhafen Nordamerikas, liegt weiter flussabwärts.

    Die Wiederbelebung dauerte. 1981 entstand ein Uferpark, sechs der acht Gleise der Hafenbahn wurden entfernt. 1992, zum 350. Geburtstag der Stadt, wurde das Gelände für Besucher geöffnet, 2002 auch der Lachine-Kanal wieder. Heute kommen jedes Jahr sechs Millionen Menschen hierher.

    Der Hafen ist frei zugänglich. Geh ein Stück die Promenade entlang und schau auf den Fluss, an dem alles begann. Zum Marché Bonsecours sind es dann noch 520 m, etwa 7 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Täglich 06:00–24:00
    Preis
    Kostenlos
  10. 10

    Marché Bonsecours

    Marché Bonsecours in Montreal, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zum Schluss stehst du vor dem Marché Bonsecours, einer ehemaligen Markthalle zwischen der Rue Saint-Paul und dem Alten Hafen. Der klassizistische Bau mit seiner Kuppel trägt den Namen der benachbarten Wallfahrtskapelle Notre-Dame-de-Bon-Secours und ist seit 1984 National Historic Site. Heute dient er als Kulturzentrum, der Eintritt ist frei.

    Gebaut wurde ab 1844 nach Plänen des britischen Architekten William Footner. Schon im Januar 1847 zogen die ersten Nutzer ein, obwohl noch gearbeitet wurde. Weil Footner das Budget um das Dreifache überzogen hatte, übernahm im Mai 1847 George Browne die Bauleitung, ein Jahr später war alles fertig. Die Fleischbänke lagen an der Rückseite im Sockelgeschoss, am südöstlichen Ende gab es einen Polizeiposten.

    Dann wurde der Markt für kurze Zeit zum Parlament. Am 25. April 1849 setzte eine aufgebrachte Menge den Marché Sainte-Anne in Brand, das provisorische Parlament der Provinz Kanada. Die Abgeordneten tagten daraufhin bis zum 7. Mai hier. Man hatte sogar überlegt, das Parlament dauerhaft in dieser Halle unterzubringen, doch wegen der unsicheren Lage machte die Regierung Toronto zur neuen Hauptstadt.

    Ab 1852 saß hier die Stadtverwaltung, bis sie 1878 größtenteils ins neue Hôtel de Ville umzog, gegenüber dem Château Ramezay, wo dein Rundgang begann. Brände 1891, 1948 und 1954 beschädigten das Dach, 1963 endete der Marktbetrieb. 1976 zerstörte ein Feuer die Kuppel, 1978 stand sie wieder. Geh ruhig hinein und schau dich um; danach führt dich die GPS-Navigation auf Wunsch zurück zum Start.

    Öffnungszeiten
    Mo–Mi 10:00–18:00 | Do–Sa 10:00–19:00 | So 10:00–18:00
    Preis
    Kostenlos (Eintritt)
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Château RamezayMont RoyalLe Plateau-Mont-RoyalMusée des beaux-arts de Montréal+6
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Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Montreal entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 10 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

10Stopps 10,8km 2 Std. 31 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Varianten für Montreal

Nicht jeder hat einen ganzen Tag. Die Route lässt sich gut teilen, weil Altstadt und Berg zwei klar getrennte Hälften bilden.

Nur die Altstadt

Stopps: 6, 7, 8, 9, 10

Für alle mit wenig Zeit oder am Ankunftstag: von der Place d'Armes über die Basilika und Vieux-Montréal zum Alten Hafen und zum Marché Bonsecours. 1080 m, reine Gehzeit 15 Minuten. Einziger Eintritt ist die Basilika.

Berg, Plateau und Kunst

Stopps: 2, 3, 4

Für Naturfreunde und Kunstinteressierte: vom Mont Royal ins Plateau und weiter zum Musée des beaux-arts de Montréal. 3840 m, reine Gehzeit 54 Minuten. Eintritt nur im Museum, das hier deutlich mehr Zeit bekommt als im Tagesplan.

Auf zwei Halbtage verteilt

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10

Für alle, die nichts auslassen, aber nicht hetzen wollen. Am ersten Tag vom Château Ramezay bis zum Museum: 6850 m, reine Gehzeit 1 Std. 38 Min. Am zweiten Tag vom Quartier chinois bis zum Marché Bonsecours: 1650 m, reine Gehzeit 23 Minuten, mit viel Luft für die Basilika.

Wie lange dauert der Montreal Rundgang mit Museum und Basilika?

Reine Gehzeit für die 10,8 km sind 2 Std. 31 Min. Zwei Etappen tragen den Großteil davon: der Weg vom Château Ramezay zum Mont Royal und der vom Plateau zum Museum, jeweils um die drei Kilometer. In der Altstadt liegen die Stationen dagegen nur wenige Minuten auseinander.

Ein realistischer Tag mit allen drei Innenbesuchen: Start um 10:00 am Château Ramezay, dort 45 Minuten. Um 11:29 bist du am Mont Royal, um 12:08 im Plateau, um 13:23 im Museum. Nach einer Stunde Kunst erreichst du um 14:54 das Quartier chinois, um 15:17 die Place d'Armes und um 15:24 die Basilika. Danach Altstadt und Hafen ohne Zeitdruck, Ankunft am Marché Bonsecours gegen 16:47. Das sind knapp sieben Stunden.

Die reine Altstadt schaffst du mit Basilika in knapp zwei Stunden, die Variante Berg, Plateau und Kunst in rund drei Stunden. Verteilst du alles auf zwei Halbtage, rechne mit gut vier Stunden am ersten und gut zwei am zweiten Tag.

Bevor du in Montreal losgehst

  • Start und Ende: Empfohlener Start ist das Château Ramezay, du kannst aber an jeder Station einsteigen. Die Route endet am Marché Bonsecours; die GPS-Navigation führt dich auf Wunsch von dort zurück zum Start.
  • Tag und Uhrzeit: Starte am Vormittag, wenn das Château Ramezay geöffnet hat, sonst wird es an der Basilika knapp. Wer mehr Zeit im Museum will, wählt einen Tag, an dem es abends länger geöffnet hat.
  • Eintritte: Die drei Innenbesuche kosten Eintritt; das Museumsticket kaufst du am besten online. Alles andere auf der Route ist frei.
  • Route und Guide: Karte und GPS-Navigation im Browser sind kostenlos. Für den AI Tour Guide bekommst du zum Start 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder Credits zu 5 € pro Stunde.
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Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Montreal, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

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Was der AI Tour Guide auf dieser Route anders macht

Auf einer Route, die vom Gouverneurshaus über einen Berg bis zum Hafen reicht, hilft ein Begleiter, der den roten Faden hält. Der AI Tour Guide begrüßt dich am Château Ramezay, erzählt an jedem Ort die Geschichten dahinter und füllt die langen Etappen mit Gespräch. Er fragt nach, merkt sich, ob dich eher Neufrankreich, die Einwanderer im Quartier chinois oder die Kunst packt, und vertieft genau das. Stehst du in der Basilika vor den Fenstern, kann er dir erzählen, welche Episoden der Montrealer Kirchengeschichte sie zeigen. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zum Rundgang durch Montreal

Wann besuche ich die Basilika am besten?

Auf dieser Route am Nachmittag: Mit dem Start um 10:00 erreichst du die Basilique Notre-Dame de Montréal ohnehin erst dann. Komm nicht zu spät, denn an der Basilika muss dein Zeitplan stimmen.

Kann ich mir am Château Ramezay auch den Garten ansehen?

Ja, der Gouverneursgarten gehört zum Château Ramezay. Wer früh dran ist, schaut sich zuerst den Garten an und geht dann ins Museum.

Hat der Marché Bonsecours am Ende der Tour noch offen?

Ja. Der Eintritt ist frei, und mit Ankunft gegen 16:47 bleibt dir in der Halle genug Zeit.

Lässt sich Montreal mit Québec verbinden?

Québec liegt 232 km entfernt und hat seine eigene Altstadtroute: Rundgang durch Québec. Wer weiter nach Süden reist, findet auch einen Rundgang durch Boston.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 3 der 10 Stopps: Château Ramezay, Musée des beaux-arts de Montréal und Basilique Notre-Dame de Montréal verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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