Regensburger Dom
Vor dir steht der Regensburger Dom, Sitz des katholischen Bistums und das Wahrzeichen der Stadt. Schau zuerst auf die Westfassade mit ihren zwei Türmen: Das Hauptportal darunter entstand zwischen 1385 und 1415. Strebepfeiler, hohe Gewölbe und das dreigeteilte Mittelschiff zeigen, wie stark sich der Bau an der französischen Gotik orientiert.
Die Geschichte des Ortes beginnt lange vorher. Um das Jahr 700 entstand westlich des heutigen Doms eine erste Kirche, das Niedermünster, zugleich Grab des heiligen Erhard und zunächst Kapelle der Herzogsfamilie. Nicht weit davon lag die Porta praetoria, das Nordtor des römischen Lagers, das dich am Ende dieser Runde erwartet. 1273 brannte die alte Kirche ab, und weil Regensburg damals wirtschaftlich gut dastand, konnte die Stadt groß neu bauen.
1280 übernahm ein in Frankreich ausgebildeter Baumeister die Leitung. Um 1320 waren die drei Chöre nutzbar, um 1520 war der Bau weitgehend vollendet. Einer der Dombaumeister, Mathes Roriczer, schrieb ein Verfahren auf, mit dem sich aus dem Grundriss die Proportionen ableiten ließen: ad quadratum, über ineinander gedrehte Quadrate. So bestimmte er die Maße der Fialen, der schlanken Türmchen auf den Pfeilern.
Später griff jede Epoche ein. Im 17. Jahrhundert bekam die Kuppel über der Vierung ein barockes Gewand, die Fresken der Allerheiligenkapelle verschwanden unter Putz und kamen erst im 19. Jahrhundert wieder zum Vorschein. Zwischen 1828 und 1841 ließ König Ludwig I. von Bayern den Dom neugotisch herrichten. Der Eintritt ist frei, und eine halbe Stunde drinnen lohnt sich für jeden, nicht nur für Kunstfreunde.
Zum Alten Rathaus sind es 330 m, rund fünf Minuten. Unterwegs passierst du das Document Neupfarrplatz, ein Museum mit Bezug zum Platz, den du gleich danach kennenlernst.




















