Markgräfliches Opernhaus
Der Rundgang beginnt mit einem Theater aus dem 18. Jahrhundert, das seit dem 30. Juni 2012 auf der Welterbeliste der UNESCO steht. Ausschlaggebend waren seine künstlerische Qualität und sein Erhaltungszustand: Zusammen mit dem Teatro Olimpico zählt das Markgräfliche Opernhaus zu den zwei bedeutendsten Theaterbauten aus der Zeit vor der Französischen Revolution, die bis heute erhalten sind.
Dass der Bau so gut wie unverändert überdauert hat, verdankt er ausgerechnet dem Abstieg der Stadt. Nach der Markgrafenzeit wurde Bayreuth gegen Ende des 18. Jahrhunderts zu einer eher unbedeutenden Provinzstadt. Es gab weder Anlass noch Mittel, das Theater nach neuem Geschmack umzubauen. Was du drinnen siehst, ist deshalb kein nachgebautes Barock, sondern das Original.
Achte auf den Sprachgebrauch: In Bayreuth heißt dieser Bau schlicht „Opernhaus“. Wagners Theater auf dem Grünen Hügel, das Ziel dieses Rundgangs, ist das „Festspielhaus“. Nachdem das Fürstentum Bayreuth 1810 an das Königreich Bayern verkauft worden war, wurde das Haus als „Königliches Opernhaus“ bezeichnet.
Der Innenbesuch kostet Eintritt und lohnt sich für alle, die sich auch nur ein wenig für Theater, Musik oder Barock interessieren: Genau dieser Raum ist der Grund für das Welterbe. Plane etwa eine Dreiviertelstunde ein.
Zu Wagners Wohnhaus sind es 620 Meter, rund 9 Minuten. Unterwegs kommst du am Richard-Wagner-Museum vorbei, das heute im Haus Wahnfried untergebracht ist.














