Dom von Trient
Mit dem Dom von Trient, der Cattedrale di San Vigilio, beginnst du dort, wo die Stadt ihr kirchliches Zentrum hat. Die Trentiner sagen im Dialekt einfach „Dòm“. Mit seiner linken Flanke bildet der Dom die Südseite der Piazza Duomo, und am Chor schließt der Palazzo Pretorio direkt an. Schau dir zuerst die beiden Rosetten an, eine in der Fassade, die andere an der Nordseite des Querhauses, und dann das mächtige Portal mit Vorbau an der Nordseite.
Die Geschichte reicht weit zurück: Im 4. Jahrhundert gründete der heilige Vigilius hier eine Friedhofsbasilika für die Gebeine der Märtyrer aus dem Nonstal. Was du heute siehst, geht auf einen Neubau zurück, den Fürstbischof Federico Vanga Anfang des 13. Jahrhunderts begann und der sich bis ins 16. Jahrhundert hinzog. Daher die Mischung aus Romanik und Gotik. Die Reste der frühchristlichen Basilika liegen bis heute unter dem Fußboden und sind museal erschlossen.
Hinein lohnt sich auf jeden Fall, der Eintritt in den Dom ist frei. Drinnen findest du monumentale Grabmäler, den barocken Hochaltar und die barocke Kreuzkapelle. Achte auf die Fresken aus dem 13. und 14. Jahrhundert, die meist nur in Fragmenten erhalten sind; am eindrucksvollsten ist der Zyklus zum Leben des heiligen Julian des Gastfreundlichen. 1913 erhob Papst Pius X. den Dom zur Basilica minor, seit 1940 zählt er zu den Nationaldenkmälern Italiens.
Von der Piazza Duomo sind es nur 270 Meter, rund vier Minuten, bis in die Via Rodolfo Belenzani; unterwegs passierst du die städtische Kunstgalerie von Trient.












