Giardini Salvi
Der Rundgang beginnt im Grünen, an den alten Mauern der Piazza Castello. Die Giardini Salvi gehören zu den kleineren öffentlichen Gärten Vicenzas, doch auf wenig Fläche steckt hier viel: Statuen, zwei Loggien im palladianischen Stil und die Roggia Seriola, ein alter Wassergraben, über den schon zur Eröffnung eine kleine Holzbrücke führte. Achte an der Loggia Valmarana auf die Inschrift: Sie nennt das Gründungsjahr 1592 und den Gründer, Leonardo Valmarana.
Die Geschichte des Gartens ist eine Familiengeschichte. Im 16. Jahrhundert kauften die Valmarana das Gelände und dazu die benachbarte alte Burg der Scaliger, die sie zu einem Palast umbauten. Giacomo Valmarana entwarf den Garten als italienisches Parterre, so wie ihn eine Ansicht des Vicentiner Kupferstechers Cristoforo Dall'Acqua aus dem 18. Jahrhundert zeigt. Leonardo öffnete ihn für alle, doch bald blieben die Tore für rund zwei Jahrhunderte geschlossen. Seine Gewächshäuser von 1583 standen dort, wo seit 1947 die beiden Pavillons der früheren Mustermesse zwischen Roggia und Stadtmauer stehen.
Im 19. Jahrhundert wurde aus dem Parterre ein englischer Garten, inzwischen im Besitz der Familie Salvi, deren Namen er bis heute trägt. Der letzte Nachkomme, Graf Girolamo, vermachte ihn seiner wohltätigen Stiftung; 1907 kaufte die Stadt die rund 12.000 Quadratmeter, und am 1. Juni 1909 war der Garten wieder öffentlich. Bei der Sanierung, die im Februar 2009 endete, kam ein Rosengarten mit Sammlersorten dazu, und seit den 2000er Jahren finden hier oft Weihnachtsmärkte statt.
Der Garten ist frei, eine kurze Runde genügt. Dann gehst du 680 Meter, etwa 9 Minuten, zum Palazzo Barbaran da Porto, dem ersten Bau Palladios auf diesem Weg.




















