Schloss Hohentübingen
Das Schloss sitzt auf einem Bergsporn mitten in der Stadt, mit seiner evangelischen Schlosskirche. Der Schlosshof ist frei zugänglich, und schon ein Gang hindurch zeigt dir, was dieses Gebäude ist: halb Festung, halb neuzeitliches Schloss. So wurde es im 16. Jahrhundert gebaut, auf den alten Zwingermauern der mittelalterlichen Burg.
Diese Burg ist viel älter. Vermutlich entstand sie um 1037, zunächst nur von Holzpalisaden umgeben; steinerne Wälle kamen erst im 12. und 13. Jahrhundert. Schriftlich erwähnt wird sie 1078, als König Heinrich IV. im Investiturstreit eine Burg namens Duwingen belagerte. Eine Trierer Handschrift berichtet, dass bei dieser Belagerung Erzbischof Udo von Trier starb.
Die Grafen von Tübingen tauchen 1081 erstmals auf, 1149 erhob König Konrad III. sie zu Pfalzgrafen. Reich blieben sie nicht: 1342 verkauften die verschuldeten Pfalzgrafen Burg und Stadt an die Grafen von Württemberg, die Hohentübingen neben Stuttgart und Urach als Residenz nutzten. Wie die alte Pfalzgrafenburg aussah, weiß man nicht. Bekannt ist nur ihre Kapelle, 1178 geweiht und damit die älteste Kirche Tübingens, älter als der erste romanische Bau der Stiftskirche.
Im Schloss liegt das Museum Alte Kulturen, das Eintritt kostet. Wenn du Museen magst und Zeit mitbringst, ist hier der Ort für einen längeren Halt; wenn nicht, reicht der Schlosshof. Danach geht es 380 m, rund 5 Minuten, bergab zur Alten Aula, deren Geschichte mit dem Schloss verbunden ist.
- Öffnungszeiten
- Schlosshof täglich 07:00–20:00; Museum Alte Kulturen Mi–So 10:00–17:00, Do 10:00–19:00, Mo–Di geschlossen
- Preis
- Schlossgelände kostenlos; Museum Alte Kulturen Erwachsene 5 EUR, ermäßigt 3 EUR, Familie 12 EUR, Tübinger Studierende kostenlos