Park Güell
Der Park Güell war nie als Park gedacht. Der Unternehmer Eusebi Güell beauftragte Antoni Gaudí mit einer Wohnsiedlung am Südhang des Monte Carmelo im Stadtbezirk Gràcia, am Fuß der Serra de Collserola: Häuser der gehobenen Klasse, mit allem technischen Komfort der Zeit und künstlerisch durchgestaltet, eingebettet in die Natur des Hangs. Gebaut wurde zwischen 1900 und 1914, als öffentlicher Park eröffnete die Anlage 1926.
Was du hier siehst, ist Gaudí in seiner naturalistischen Phase. Statt gerader Linien und klassischer Ordnung nimmt er Formen aus der Natur auf und baut sie mit neuen Konstruktionen, die er aus der Geometrie entwickelt hat. Achte auf die Mosaike und darauf, wie Mauern, Wege und Stützen aus dem Hang zu wachsen scheinen. Vieles, was er hier ausprobiert, findest du später an der Sagrada Família wieder.
Die Monumentalzone kostet Eintritt. Buch dir das erste Zeitfenster am Morgen, dann hast du den Park am ruhigsten und den Tag noch vor dir. Eine Stunde reicht für einen guten Rundgang.
Von hier geht es 2350 m, rund 33 Minuten, hinüber zum Hospital de Sant Pau, dem Gegenstück eines anderen großen Architekten des Modernisme.




























