Valencia auf eigene Faust: Altstadt bis Calatrava

Vom gotischen Stadttor über Seidenbörse und Markt durchs alte Flussbett bis zu Calatravas weißen Bauten: 6,6 km, zehn Stopps, in deinem Tempo.

10 Stationen 6,6 km ~1 Std. 29 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Valencia
Stopp 1 von 10
470 m·6 Min.
Serrano-Türme
Geh nach Süden zur Plaza de la Virgen, dem ehemaligen römischen Forum.
Willkommen in Valencia. Ich bin Alex, und mitten in Valencia flanieren Menschen heute dort, wo einst ein Fluss durch die Stadt strömte.
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Die Route im Überblick

Zehn Stopps auf 6,6 km, Start: Serrano-Türme, Ziel: Stadt der Künste und Wissenschaften. Die reine Gehzeit beträgt 1 Std. 29 Min.; mit den lohnenden Innenbesuchen bist du knapp sechs Stunden unterwegs, die Mittagspause nicht eingerechnet.

Fünf Stopps in der Altstadt kosten Eintritt, Plätze, Markthalle und Park sind frei, das Gelände am Ziel ebenfalls. Route, Karte und GPS-Navigation im Browser sind kostenlos; der AI Tour Guide ist eine Option für alle, die unterwegs erzählt bekommen wollen.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 10 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Karte zum Valencia Stadtrundgang: vom Stadttor ans Ende des Flussbetts

10 Stopps 6,6 km 1 Std. 29 Min. Gehzeit
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Die 10 Stationen auf dieser Route

  1. Serrano-Türme in Valencia, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Serrano-Türme
  2. Plaza de la Virgen in Valencia, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Plaza de la Virgen
  3. Kathedrale von Valencia, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Kathedrale von Valencia
  4. St. Nikolaus und Petrus in Valencia, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4St. Nikolaus und Petrus
  5. Seidenbörse von Valencia, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Seidenbörse von Valencia
  6. Mercado Central de Valencia, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Mercado Central de Valencia
  7. Museo Nacional de Cerámica in Valencia, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Museo Nacional de Cerámica
  8. Plaza del Ayuntamiento in Valencia, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Plaza del Ayuntamiento
  9. Jardín del Turia in Valencia, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Jardín del Turia
  10. Stadt der Künste und Wissenschaften in Valencia, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Stadt der Künste und Wissenschaften
  11. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Dein Valencia Rundgang in zehn Stationen

  1. 1

    Serrano-Türme

    Serrano-Türme in Valencia, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zwei mächtige, vieleckige Türme, dazwischen ein Torbogen: Die Serrano-Türme waren eines von zwölf Toren der christlichen Stadtmauer von Valencia und gehören heute zu den am besten erhaltenen Bauwerken der Stadt. Sie stehen im Stil der valencianischen Gotik und entstanden am Ende des 14. Jahrhunderts, zwischen 1392 und 1398. Der Grundstein wurde am 6. April 1392 gelegt, an der Stelle eines älteren Tors.

    Der Baumeister Pere Balaguer orientierte sich an anderen gotischen Toren mit polygonalen Türmen, etwa der Porta de Sant Miquel in Morella und dem Königstor des Klosters Poblet; auch genuesische Einflüsse sind zu erkennen. Schau dir die Oberfläche genau an: Im Kern ist das Tor massiver Stein, gebaut für die Verteidigung. Verkleidet wurde es aber mit Kalkstein, vor allem aus Alginet bei Valencia, damit es vornehmer wirkte.

    Denn das Tor sollte nicht nur Angreifer abhalten. Hier wurden Botschafter und Könige feierlich empfangen, es galt als Haupteingang der Stadt und tut das bis heute. Dass es überhaupt noch steht, ist fast ein Zufall: 1865 ließ der Provinzgouverneur Cirilo Amorós die Stadtmauer abreißen. Übrig blieben nur die Serrano-Türme, die Quart-Türme aus dem 15. Jahrhundert und einzelne Reste wie die des Judentors.

    Der Aufstieg kostet Eintritt und lohnt sich, wenn du die Altstadt einmal von oben sehen willst, bevor du in ihre Gassen eintauchst. Danach gehst du 470 m, rund 6 Minuten, zur Plaza de la Virgen.

    Name vor Ort
    Torres de Serranos
    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 10:00–19:00, So & Feiertage 10:00–14:00. Geschlossen 1. Jan., 6. Jan., 1. Mai, 25. Dez.
    Preis
    2,00 EUR regulär, 1,00 EUR ermäßigt (Gruppen, Studierende mit Jove-Karte, Rentner, Kinder 7-12)
  2. 2

    Plaza de la Virgen

    Plaza de la Virgen in Valencia, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hier stehst du dort, wo das Forum der römischen Stadt Valentia lag. Der Platz ist ganz für Fußgänger, unregelmäßig geschnitten und von drei Bauten gerahmt, die für Valencia stehen: der Kathedrale, der Basilika der Virgen de los Desamparados und dem Palau de la Generalitat, dem Sitz der Regionalregierung.

    Den Blick zieht der Turia-Brunnen auf sich. Die Bronzefigur stellt den Fluss Turia dar, umgeben von acht nackten Frauengestalten mit dem Kopfputz valencianischer Bäuerinnen. Jede verkörpert einen der acht großen Bewässerungskanäle, der Acequias, die die fruchtbare Ebene um Valencia speisen. Geschaffen hat sie der Bildhauer Manuel Silvestre Montesinos, genannt Silvestre de Edeta; eingeweiht wurde der Brunnen 1976.

    Dass gerade hier das Wasser gefeiert wird, hat einen Grund. An der Kathedrale tagt vor der Apostelpforte das Wassergericht, das Tribunal de las Aguas, das über die Bewässerung wacht. Seine Mitglieder treffen sich vorher und nachher in der Casa Vestuario am Platz. An deren Fassade erinnert eine Tafel an den Besuch von Papst Johannes Paul II. am 8. Dezember 1982.

    Der Platz ist frei und lädt zum Sitzen ein. Wenn du dich umgedreht hast, sind es nur 20 m, etwa eine Minute, bis zur Kathedrale von Valencia.

    Öffnungszeiten
    Immer geöffnet
    Preis
    Kostenlos
  3. 3

    Kathedrale von Valencia

    Kathedrale von Valencia, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Kathedrale ist ein Bau aus vielen Jahrhunderten, und das siehst du ihr an: Vorherrschend ist die valencianische Gotik, dazu kommen romanische, französisch-gotische, Renaissance-, Barock- und klassizistische Teile. Geweiht wurde sie 1238, gleich nach der Rückeroberung, von Pere d'Albalat, Erzbischof von Tarragona, auf Anordnung Jakobs I. des Eroberers und der Jungfrau Maria gewidmet.

    Darunter liegen mehrere Schichten Geschichte. Hier stand die westgotische Kathedrale, die unter maurischer Herrschaft zur Moschee wurde; ihre Reste kamen bei Grabungen im Archäologischen Zentrum der Almoina zutage. Nach der Eroberung blieb die Moschee-Kathedrale noch Jahrzehnte stehen, sogar mit den Koraninschriften an den Wänden. Erst am 22. Juni 1262 ließ Bischof Andreu d'Albalat sie abreißen und nach Plänen von Arnau Vidal neu bauen. Man vermutet, dass die Apostelpforte dem alten Eingang der Moschee entspricht und das Almoina-Portal dem Mihrab.

    Innen warten Gemälde des 15. Jahrhunderts, teils von einheimischen Malern wie Jacomart, teils von den Italienern Francesco Pagano und Paolo da San Leocadio. Bestellt hatte sie der aus Valencia stammende Papst Alexander VI., der schon als Kardinal erreichte, dass Valencia Erzbistum wurde; Papst Innozenz VIII. gewährte das 1492. Und in einer Kapelle wird ein Kelch verwahrt, den viele für den echten Heiligen Gral halten.

    Der Innenbesuch kostet Eintritt und lohnt sich für alle, die Malerei mögen oder den Kelch mit eigenen Augen sehen wollen. Für den Miguelete, den Glockenturm, brauchst du ein eigenes Ticket. Danach geht es 420 m, rund 6 Minuten, ins Viertel El Carmen zu St. Nikolaus und Petrus.

    Name vor Ort
    Catedral de Santa María de Valencia
    Öffnungszeiten
    Kathedrale (Jan–Jun & Okt–Dez): Mo–Fr 10:30–18:30, Sa 10:30–17:30, So 14:00–17:30. Kathedrale (Jul–Sep, Sommer): Mo–Sa 10:30–18:30, So 14:00–18:30, letzter Einlass 17:30. Torre del Miguelete (1. März–30. Nov.): täglich 10:00–18:45
    Preis
    12,00 EUR regulär, 6,00 EUR ermäßigt (Senioren, Menschen mit Behinderung, Studierende, 8-17 Jahre), 22,00 EUR Familienpaket (2 Erwachsene + bis 3 Kinder), unter 8 kostenlos. Der Torre del Miguelete ist ein EIGENES Ticket: 3,00 EUR regulär, 2,00 EUR ermäßigt
  4. 4

    St. Nikolaus und Petrus

    St. Nikolaus und Petrus in Valencia, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Halte die Augen offen: St. Nikolaus und Petrus ist fast ganz von anderen Häusern umbaut. Frei liegen nur die Längsseite zur Plaça de Sant Nicolau und Teile der Westfassade mit dem Eingangsportal, deshalb laufen viele daran vorbei. Drinnen erwartet dich, was der Kirche ihren Beinamen eingebracht hat: Sixtinische Kapelle Valencias.

    Der Ort ist uralt. Hier fanden sich Spuren eines römischen Tempels, später stand ein frühchristlicher Bau, in maurischer Zeit eine Moschee. Nach der Eroberung durch Jakob I. 1238 wurde sie als Pfarrkirche geweiht und gehört damit zu den ersten Kirchen im christlichen Valencia. Die Dominikaner erhielten sie als Schenkung, weihten sie dem heiligen Nikolaus und nahmen wenige Jahre später Petrus Martyr dazu, den ersten Märtyrer ihres Ordens.

    Ihre gotische Gestalt bekam die Kirche im 15. Jahrhundert, das Innere wurde Ende des 17. Jahrhunderts barock umgestaltet. Zwischen 1690 und 1693 überzog Juan Bautista Pérez Castiel den Raum mit Sgraffito, Stuck und Reliefs. Die Deckenmalerei entwarf Antonio Palomino, ausgeführt hat sie zwischen 1697 und 1700 sein Schüler Dionís Vidal. Der Glockenturm folgte im 18. Jahrhundert, 1864 kamen neugotische Umbauten. Im Bürgerkrieg diente die Kirche als Lager, Kapellen wurden zerstört und geplündert.

    Der Besuch kostet Eintritt, es gibt auch eine geführte Besichtigung. Wer Barockdecken liebt, sollte ihn nicht auslassen. Weiter sind es 210 m, etwa 3 Minuten, zur Seidenbörse von Valencia.

    Name vor Ort
    Iglesia de San Nicolás y San Pedro
    Öffnungszeiten
    Oktober bis Juni: Di–Fr 10:30–19:00, Sa 10:00–19:00, So 13:00–20:00; Juli bis September: Di–Fr 10:30–20:00, Sa 10:00–19:30, So 11:00–20:00; montags nur Gottesdienst (keine Besichtigung); letzter Ticketverkauf eine Stunde vor Schließung
    Preis
    20 EUR geführter Kultur-Besuch (Di-Sa 12:30, 1 Stunde); weitere Besuchsticket-Typen separat preislich
  5. 5

    Seidenbörse von Valencia

    Seidenbörse von Valencia, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Seidenbörse, auch Lonja de los Mercaderes genannt, ist ein Hauptwerk der weltlichen valencianischen Gotik. Sie steht gegenüber der Kirche Santos Juanes und dem Mercado Central, wurde 1931 Nationaldenkmal und 1996 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Hier wurde gehandelt, nicht gebetet, und doch wirkt der Säulensaal wie ein Kirchenraum.

    Den Entwurf machte Francesc Baldomar, der um 1470 und 1471 mit der Planung begann. Er starb 1476, und 1481 erhielten seine Schüler Joan Ivarra und Pere Compte den Auftrag, nach seinen Plänen weiterzubauen. Im Vertrag steht ausdrücklich, dass keiner der beiden Meister dem anderen untergeordnet sein sollte, und dass gebaut werden sollte wie im sorgfältig gezeichneten Plan oder auf noch bessere Weise.

    Vorbild war die Lonja in Palma auf Mallorca. Die Börse in Valencia wurde zum Zeichen für den Reichtum des valencianischen Goldenen Zeitalters im 15. Jahrhundert, für den Aufschwung des Handels im späten Mittelalter und für das Selbstbewusstsein der Kaufleute, die hier ihre Geschäfte abschlossen.

    Die Seidenbörse kostet Eintritt. Für Architekturfreunde ist sie Pflicht, alle anderen bekommen beim Blick in den Säulensaal schnell einen Eindruck. Zum Mercado Central sind es nur 180 m, rund 3 Minuten, über den Platz.

    Name vor Ort
    Lonja de la Seda
    Öffnungszeiten
    Mo–Sa: 10:00–19:00 | So: 10:00–14:00
    Preis
    7 EUR Erwachsene, 5 EUR ermäßigt (Senioren/Studenten), Kostenlos unter 12
  6. 6

    Mercado Central de Valencia

    Mercado Central de Valencia, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Von außen weißer Stein über Ziegelkern, unten reich verzierte Fliesen, oben Kuppeln: Der Mercado Central ist eine Markthalle im valencianischen Jugendstil und gilt als eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Der Eintritt ist frei. Gleich nebenan stehen die Seidenbörse und die Kirche Sant Joan del Mercat.

    Schon 1839 gab es an dieser Stelle eine Markthalle, doch sie wurde der wachsenden Stadt zu klein. 1910 wurde der Entwurf von Alejandro Soler March und Francisco Guardia Vial angenommen, gebaut wurde ab November 1914, fertig wurde die Halle erst im Januar 1928 unter den Architekten Enrique Viedma und Ángel Romaní.

    Innen bemerkst du schnell den Grundriss: Die zwei breiten Hauptgänge bilden ein lateinisches Kreuz, wie in einer Kirche, der längere misst 107 Meter, der kürzere 51. Über der Kreuzung sitzt eine Kuppel mit 14 Metern Durchmesser in 27 Metern Höhe. Insgesamt sind es 8000 m² mit 274 Ständen. In der kleineren, achteckigen Halle mit eigener Kuppel liegt der Fischmarkt, der als größter Europas gilt.

    Komm möglichst früh, dann gehört der Markt noch eher den Valencianern als den Gruppen. Für den Kaffee gehen Einheimische lieber in die einfachen Bars ringsum. Danach sind es 410 m, etwa 5 Minuten, zum Museo Nacional de Cerámica.

    Öffnungszeiten
    Mo–Sa: 07:30–15:00 | So: Geschlossen
    Preis
    Kostenlos
  7. 7

    Museo Nacional de Cerámica

    Museo Nacional de Cerámica in Valencia, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Bleib vor der Fassade stehen, sie ist das eigentliche Fotomotiv: Der Palast des Marqués de Dos Aguas war ursprünglich ein gotischer Bau und wurde Mitte des 18. Jahrhunderts barock umgestaltet. Die Fassade entwarf Hipólito Rovira, gemeißelt hat sie der valencianische Bildhauer Ignacio Vergara. Durch spätere Umbauten mischen sich heute vor allem Rokoko, Klassizismus und orientalische Formen.

    Das Museum geht auf eine Schenkung zurück: Manuel González Martí überließ dem Staat seine Keramiksammlung, am 7. Februar 1947 wurde das Museum gegründet. 1941 war der Palast zum Denkmal erklärt worden, 1949 kaufte ihn der Staat, und nach der Restaurierung öffnete das Haus am 18. Juni 1954. Die letzte große Restaurierung leitete der Architekt Ginés Sánchez Hevia zwischen 1990 und 1998. Gezeigt werden vor allem valencianische Keramik, Porzellan, Textilien, Trachten und Möbel.

    Im Erdgeschoss liegt der Kutschenhof, früher Remise und Stall. Im ersten Stock betrittst du die Privaträume des Marqués, mit Stuck, Wand- und Deckenmalereien von Plácido Francés y Pascual, José Felipe Parra und José Brel Guiralt aus dem 19. Jahrhundert. Achte auf die Marmorböden in verschiedenen Farben mit den Initialen MD. Ballsaal, Roter Saal und der Porzellansalon zeigen noch Teile der Originalmöbel.

    Der Eintritt kostet wenig, und die Rokoko-Säle sind ihn wert. Zur Plaza del Ayuntamiento gehst du 390 m, rund 5 Minuten; unterwegs kommst du am Mercado de Tapineria vorbei.

    Öffnungszeiten
    Mo: Geschlossen | Di–Sa: 10:00–14:00, 16:00–20:00 | So: 10:00–14:00
    Preis
    3 EUR Erwachsene, 1.50 EUR ermäßigt (Studenten/Senioren), Kostenlos unter 18
  8. 8

    Plaza del Ayuntamiento

    Plaza del Ayuntamiento in Valencia, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Rathausplatz ist jünger, als er wirkt. Früher hieß er Plaza de Emilio Castelar, und wo du stehst, verlief die alte Bajada de San Francisco. Ab 1927 plante der Stadtarchitekt Francisco Javier Goerlich Lleó den Umbau, die Hauptarbeiten liefen zwischen 1931 und 1933. Die Enteignungen dafür sorgten bei den Anwohnern für Unruhe.

    Goerlich, Sohn des österreichisch-ungarischen Konsuls, verband Purismus, Art déco und Modernisme. Sein Platz sollte das neue Bürgerzentrum der Stadt werden, als Konkurrenz zur Plaza de la Reina und zur Plaza de la Virgen. Er baute eine hohe, dreieckige Plattform, an deren Ecken Brunnen die drei Provinzen darstellten. Die Valencianer nannten sie spöttisch die Torte.

    Unter der Plattform lag der Blumenmarkt. Die Floristen wehrten sich von Anfang an dagegen, dort einziehen zu müssen: Der Raum war eng und dunkel, sie fürchteten ihren geschäftlichen Ruin. Goerlichs Neffe, der Kunsthistoriker Daniel Benito Goerlich, hat die Gestaltung der Dreißigerjahre als Werk einer ganz bestimmten Zeit beschrieben, das wenige Jahre später im repressiven Klima der Nachkriegszeit zerstört wurde. Heute ist es der Platz des Rathauses und seines Brunnens.

    Der Platz ist frei. Den Kaffee trinkst du besser ein paar Straßen weiter als auf den Terrassen hier. Dann folgt eine längere Etappe: 1200 m, etwa 16 Minuten, zum Jardín del Turia.

    Öffnungszeiten
    Immer geöffnet
    Preis
    Kostenlos
  9. 9

    Jardín del Turia

    Jardín del Turia in Valencia, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Du läufst jetzt im alten Bett des Flusses Turia. Wo früher Wasser floss, liegt heute ein öffentlicher Park von rund 136 Hektar, fast 8,5 km lang und im Schnitt etwa 160 Meter breit. Er beginnt an der Grenze zu Mislata beim Bioparc und endet an der Stadt der Künste und Wissenschaften. Weil so viele Valencianer an seinem Rand wohnen, gilt er als einer der meistbesuchten Parks Spaniens.

    Seine Entstehung verdankt er einer Katastrophe und einem Protest. Nach der großen Flut von 1957 wurde der Fluss umgeleitet. In den Sechzigerjahren planten Stadt und Staat, im trockenen Bett eine große Verkehrsachse mit Autobahnen zwischen Hafen und Flughafen zu bauen.

    Dagegen formierte sich eine Bürgerbewegung mit dem Satz: El llit del Túria és nostre i el volem verd, das Flussbett gehört uns und wir wollen es grün. Sie setzte sich durch. 1976 ging das alte Flussbett per Dekret von Juan Carlos I. an die Stadt, 1979 wurde es endgültig als Grünfläche ausgewiesen, 1986 wurde der Park eröffnet. Einer der zentralen Abschnitte grenzt an die Jardines del Real, die die Valencianer Viveros nennen.

    Der Park ist frei und rund um die Uhr offen. Vor dir liegt die längste Etappe der Route: 3250 m, rund 44 Minuten, bis zur Stadt der Künste und Wissenschaften am Ende des alten Flussbetts.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr
    Preis
    Kostenlos
  10. 10

    Stadt der Künste und Wissenschaften

    Stadt der Künste und Wissenschaften in Valencia, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Am Ende des alten Flussbetts stehen die weißen Bauten von Santiago Calatrava und Félix Candela. Die Stadt der Künste und Wissenschaften gilt als das wichtigste moderne Ausflugsziel Valencias und zählt zu den zwölf Schätzen Spaniens. Gebaut wurde ab Juli 1996, eröffnet am 16. April 1998 mit dem Hemisfèric. Der Palau de les Arts Reina Sofía folgte am 9. Oktober 2005, dem Tag der Valencianischen Gemeinschaft, als jüngster Bau kam 2009 L'Àgora dazu.

    Das Hemisfèric ist das Herzstück: ein Kino, Planetarium und Laserium in Form eines riesigen Auges. Die Hülle aus langen Aluminiumlamellen ist das Lid, das sich nach oben aufklappt und die Kuppel freigibt, die Iris. Weil das Becken davor einen gläsernen Boden hat, ergänzt sich das Spiegelbild zum ganzen Auge. Die Halbkugel aus Beton ist 110 Meter lang und 55,5 Meter breit.

    Geplant waren anfangs drei Bauten, dann kamen weitere hinzu, und die Kosten stiegen auf etwa das Dreifache des ursprünglichen Budgets von 1991. Das Gelände kannst du frei durchstreifen. Oceanogràfic, Hemisfèric und Wissenschaftsmuseum kosten jeweils Eintritt; wer mehrere besuchen will, fährt mit einem Kombiticket günstiger.

    Hier endet der Rundgang. Wenn du zurück in die Altstadt willst, führt dich die GPS-Navigation auf Wunsch wieder zu den Serrano-Türmen.

    Name vor Ort
    Ciudad de las Artes y las Ciencias
    Preis
    Das Gelände ist frei begehbar; die einzelnen Attraktionen (Oceanogràfic, Hemisfèric, Wissenschaftsmuseum) kosten separat Eintritt
    Website
    cac.es ↗
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Valencia Route geladen
Serrano-TürmePlaza de la VirgenKathedrale von ValenciaSt. Nikolaus und Petrus+6
Alle 10 Stopps sind schon auf der Karte.
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Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Valencia entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 10 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

10Stopps 6,6km 1 Std. 29 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Varianten für deinen Tag

Nicht jeder will bis ans Ende des alten Flussbetts laufen. Diese drei Ausschnitte funktionieren für sich.

Nur die Altstadt

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8

Für alle, die den Tag zwischen Gotik, Barock und Markthalle verbringen wollen. Von den Serrano-Türmen bis zur Plaza del Ayuntamiento sind es 2,1 km und 29 Minuten reine Gehzeit. Eintritt kosten Serrano-Türme, Kathedrale, St. Nikolaus und Petrus, Seidenbörse und Keramikmuseum.

Der Vormittag bis zum Markt

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5, 6

Für einen Morgen mit Mittagessen am Ende: 1,3 km und 19 Minuten reine Gehzeit, dann stehst du im Mercado Central, wenn er am lebendigsten ist. Eintritt kosten Serrano-Türme, Kathedrale, St. Nikolaus und Petrus und Seidenbörse.

Das moderne Valencia

Stopps: 8, 9, 10

Für alle, die die Altstadt schon kennen: vom Rathausplatz durch den Jardín del Turia zu Calatravas Bauten, 4450 m und 60 Minuten reine Gehzeit. Platz, Park und Gelände sind frei, nur die Häuser der Stadt der Künste kosten Eintritt.

Wie lange dauert der Valencia Rundgang von der Gotik bis zu Calatrava?

Die 6,6 km verteilen sich ungleich: In der Altstadt liegen die Stopps dicht beieinander, von den Serrano-Türmen bis zur Plaza del Ayuntamiento gehst du zusammen nur 29 Minuten. Fast die Hälfte der reinen Gehzeit von 1 Std. 29 Min. steckt in der letzten Etappe, 44 Minuten vom Jardín del Turia zur Stadt der Künste und Wissenschaften.

Realistisch planst du für die ganze Route knapp sechs Stunden ohne Mittagspause: je rund eine Dreiviertelstunde für Kathedrale und Keramikmuseum, je eine halbe Stunde für St. Nikolaus und Petrus, die Seidenbörse und den Markt, zwanzig Minuten an den Serrano-Türmen, kurze Halte auf den Plätzen und etwas Zeit im Park und am Ziel. Die Altstadtvariante braucht mit den Innenbesuchen rund vier Stunden, der Vormittag bis zum Markt gut drei Stunden, das moderne Valencia knapp zwei Stunden, solange du keines der Häuser am Ziel betrittst.

Vor dem Start in Valencia

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Start an den Serrano-Türmen, das Ziel ist die Stadt der Künste und Wissenschaften. Einsteigen kannst du an jedem Stopp; vom Ziel führt dich die GPS-Navigation auf Wunsch zurück zum Start.
  • Tageszeit: Starte am Vormittag. Den Mercado Central erlebst du am besten früh, bevor die großen Gruppen kommen, und Paella essen die Valencianer mittags, nicht abends.
  • Eintritt: Eintritt kosten die Serrano-Türme, die Kathedrale (der Miguelete-Turm mit eigenem Ticket), St. Nikolaus und Petrus, die Seidenbörse, das Museo Nacional de Cerámica und die einzelnen Häuser der Stadt der Künste und Wissenschaften.
  • Bargeld: Steck etwas Bargeld ein: Nicht jede Bar in der Altstadt nimmt Karte.

Essen und Pausen zwischen Kathedrale und Markt

Die Altstadtetappe ist kurz, aber dicht an guten Adressen. Eine Horchata gehört an den Anfang, das Mittagessen passt nach dem Markt, und für Tapas lohnt der Abstecher ins Viertel El Carmen.

Horchatería Santa CatalinaFür viele ein Pflichtbesuch in Valencia: gekachelte Wände, schneller, freundlicher Service, cremige Horchata, die manchen etwas süß ist. Wer sich nicht traut, nimmt Tinto de Verano. (neben der Kathedrale)
Horchata und FartonsDas Gebäck zum Eintunken und die Erdmandelmilch sind die echte Spezialität hier, nicht die fertigen Smoothies drinnen. (am Stand vor dem Haupteingang des Mercado Central)
Escalones de la LonjaVerlässlich und preiswert, gut für eine Runde Tapas nach dem Besichtigen. (bei Markt und Seidenbörse)
Bar La PilaretaSeit über hundert Jahren offen, mit unverändertem gekacheltem Innenraum. Die Spezialität sind Clóchinas, kleine Miesmuscheln aus den Gewässern um Valencia, Saison von Mai bis August; die Schalen landen noch immer in Kisten vor der Bar. Dazu Montaditos auf getoasteten Brötchen. (Viertel El Carmen)
ForasteraKleines Lokal eines Ehepaars mit täglich wechselndem Mittagsmenü aus Saisonprodukten kleiner Erzeuger, mit Anklängen an Baskenland und Nordafrika. (Viertel El Carmen)
Tasca ÁngelTapas nur im Stehen, bekannt für Sardinen, Pilze und Pimientos de Padrón. (Viertel El Carmen)

Touristenfallen in Valencia: Paella, Rosmarin und falsche Polizisten

  • Paella rund um Seidenbörse und Markt: Hier ist Paella-Land mit schwachen Versionen: Tafeln ohne Preise, Schlepper vor der Tür. Gute Paella gibt es mittags und mit Socarrat, der knusprigen Schicht am Boden; wer sie abends anbietet oder den Socarrat weglässt, meint es nicht ernst. Eine Straße weiter findest du Menús del día, besser dort, wo mittags spanische Familien sitzen. (rund um Seidenbörse und Mercado Central)
  • Rosmarinzweig und Freundschaftsband: Jemand drückt dir einen Glückszweig in die Hand oder knotet ein Band ums Handgelenk und verlangt dann Geld. Nichts annehmen, Nein sagen, weitergehen. Ist das Band schon dran, sag laut, dass du es nicht wolltest; du schuldest nichts. (an Kathedrale, Plaza de la Reina und Markt)
  • Falsche Zivilpolizisten: Zwei Leute zeigen eine Marke, sprechen von Falschgeld oder Drogengeld und wollen deine Geldbörse prüfen. Echte Polizisten in Spanien kontrollieren auf der Straße keine Geldbörsen von Touristen. (Plaza del Ayuntamiento, El Carmen und Markt)
  • Kaffee auf dem Präsentierteller: Einheimische trinken ihren Kaffee in den einfachen Eckbars ringsum, für etwa den halben Preis und ohne Schlange; schon hundert Meter vom Rathausplatz weg wird es besser und günstiger. (Terrassen am Rathausplatz und Bar im Markt)
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Valencia
AI Tour Guide

Dein Guide wartet an den Serrano-Türmen, wenn du es tust.

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Valencia, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

10Stopps 6,6km 1 Std. 29 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide auf dieser Route anders macht

Der AI Tour Guide begrüßt dich an den Serrano-Türmen und führt die Tour als Gespräch: Er erzählt die Geschichten der Orte, fragt, was dich reizt, merkt es sich und passt das Gespräch an; unterbrechen kannst du ihn jederzeit. So kannst du vor der Kathedrale nachfragen, wie das Wassergericht eigentlich urteilt, im Keramikpalast, wie valencianische Fliesen gebrannt wurden, oder dir auf dem langen Weg durchs Flussbett von der Stadt erzählen lassen. Zum Ausprobieren gibt es 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder zahlst 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zum Rundgang durch Valencia

Ist der Miguelete-Turm im Kathedralen-Ticket enthalten?

Nein. Der Glockenturm der Kathedrale hat ein eigenes Ticket, das du zusätzlich zum Besuch der Kathedrale kaufst.

Kosten die Stopps in Valencia Eintritt?

Bei einigen Stopps ja: Seidenbörse, Serrano-Türme und das Museo Nacional de Cerámica kosten Eintritt, das Keramikmuseum allerdings nur wenig. Den Mercado Central erlebst du am besten an einem Werktagvormittag.

Lohnt sich ein Kombiticket für die Stadt der Künste und Wissenschaften?

Wenn du mehr als ein Haus besuchen willst, etwa Oceanogràfic und Wissenschaftsmuseum, spart das Kombiticket gegenüber Einzeltickets spürbar. Für einen Spaziergang über das Gelände brauchst du kein Ticket.

Welche Städte passen als Anschluss an Valencia?

Mit rund 164 km am nächsten liegt Cuenca. Wer an der Küste weiter will, kommt nach Tarragona und Barcelona; Madrid liegt rund 303 km entfernt.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 4 der 10 Stopps: Serrano-Türme, Kathedrale von Valencia, Seidenbörse von Valencia und Museo Nacional de Cerámica verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
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