Serrano-Türme
Zwei mächtige, vieleckige Türme, dazwischen ein Torbogen: Die Serrano-Türme waren eines von zwölf Toren der christlichen Stadtmauer von Valencia und gehören heute zu den am besten erhaltenen Bauwerken der Stadt. Sie stehen im Stil der valencianischen Gotik und entstanden am Ende des 14. Jahrhunderts, zwischen 1392 und 1398. Der Grundstein wurde am 6. April 1392 gelegt, an der Stelle eines älteren Tors.
Der Baumeister Pere Balaguer orientierte sich an anderen gotischen Toren mit polygonalen Türmen, etwa der Porta de Sant Miquel in Morella und dem Königstor des Klosters Poblet; auch genuesische Einflüsse sind zu erkennen. Schau dir die Oberfläche genau an: Im Kern ist das Tor massiver Stein, gebaut für die Verteidigung. Verkleidet wurde es aber mit Kalkstein, vor allem aus Alginet bei Valencia, damit es vornehmer wirkte.
Denn das Tor sollte nicht nur Angreifer abhalten. Hier wurden Botschafter und Könige feierlich empfangen, es galt als Haupteingang der Stadt und tut das bis heute. Dass es überhaupt noch steht, ist fast ein Zufall: 1865 ließ der Provinzgouverneur Cirilo Amorós die Stadtmauer abreißen. Übrig blieben nur die Serrano-Türme, die Quart-Türme aus dem 15. Jahrhundert und einzelne Reste wie die des Judentors.
Der Aufstieg kostet Eintritt und lohnt sich, wenn du die Altstadt einmal von oben sehen willst, bevor du in ihre Gassen eintauchst. Danach gehst du 470 m, rund 6 Minuten, zur Plaza de la Virgen.




















