Zitadelle von Pamplona
Dein Rundgang beginnt im Grünen: Die Zitadelle von Pamplona, vor Ort Ciudadela, auch Neue Burg genannt, ist heute ein öffentlicher Park. Ein großer Teil der Festung steht noch, und in ihren alten Gebäuden finden Kulturveranstaltungen statt. Achte beim Gehen auf die Form der Anlage: Sie ist ein fünfzackiger Stern, so angelegt, dass sich von jeder Bastion aus jeder mögliche Angriffswinkel decken ließ.
Den Befehl gab Philipp II. im Jahr 1571, als Teil eines größeren Programms, die Stadtmauern zu erneuern und zu verstärken. Entworfen hat sie der Militäringenieur Giacomo Palearo, genannt „el Fratin“, zusammen mit dem Vizekönig von Navarra, Vespasiano Gonzaga y Colonna. Die Festung folgt der italienischen Militärtheorie der Renaissance, die kurz zuvor in Antwerpen angewandt worden war: Dort hatte Francesco Paciotto die Zitadelle gebaut, derselbe Mann, der auch an den Befestigungen von Turin arbeitete.
Spannend ist, wohin die Spitzen zeigen. Zwei der fünf Zacken richteten sich nicht nach außen, sondern auf die Stadt selbst. Schon 1569 hatte der Ingenieur Antonelli dem König gemeldet, Pamplona brauche eine Hauptfestung, um sich gegen Feinde von außen zu schützen und zugleich die Stadt im Griff zu behalten. Dahinter steht die Zeit nach der Eroberung des Königreichs Navarra, als es Versuche gab, es zurückzugewinnen, und viele Einheimische dabei mitmachten. Die Zitadelle war also auch eine Warnung an die eigenen Bürger.
2015 tauchte sie in den Unterlagen auf, die Spanien der UNESCO zum Jakobsweg vorlegte, als Komponente Nummer 180 im Inventar der zugehörigen Orte. Der Zugang ist frei, nimm dir also Zeit für eine Runde über das Gelände. Danach führt dich die Route 1090 m, rund 15 Minuten, zur Stierkampfarena.












