Nekropole von Puig des Molins
Hier liegen die Wurzeln der Stadt. Ab 654 v. Chr. besiedelten Karthager die Insel und nannten sie Ybošim, „Inseln des Gottes Bes“, ein Name, der auch Formentera meinte und auf die heutige Stadt Ibiza überging. Für Karthago war der Ort Marinestützpunkt und strategische Festung zugleich. Die punische Gräberstadt am Puig des Molins gehört zu den bedeutendsten Ausgrabungen des Mittelmeerraums.
Die Gräber wurden in den Fels geschlagen. Was Archäologen darin fanden, überrascht: Die Beigaben sind meist bescheiden, kaum Gold, kaum Edelsteine. Typisch sind Figuren aus gebranntem Ton mit Ketten aus Glas, Knochen und Elfenbeinperlen, nur selten ein goldener Ohrring. In den karthagischen Gräbern von Cádiz sieht das ganz anders aus. Die Erklärung der Forscher: Hier ruhten wohl Vorarbeiter und Bedienstete der Handelsniederlassungen, während die großen Kaufleute ihr Grab in Karthago an der nordafrikanischen Küste fanden.
Achte auf die Götterbilder und Grabporträts. Man legte sie in die Gräber, damit der Geist des Toten in sie einfahren konnte. Einige Gräber blieben bis heute unberührt, die meisten aber wurden geplündert und durcheinandergeworfen, ein Dauerproblem für die Forschung.
Der Besuch lohnt sich für alle, die verstehen wollen, wie alt diese Stadt wirklich ist; plane gut 50 Minuten ein. Die Nekropole kostet Eintritt.
Zum Kunstmuseum sind es 700 m, etwa 10 Minuten, vorbei an der Plaça de la Vila. Dort wartet eine Überraschung aus derselben frühen Zeit.
- Öffnungszeiten
- Di–Do 09:00–15:00, Fr 09:00–15:00 & 17:00–20:00, Sa 09:00–14:00, So 10:00–14:00, Mo geschlossen
- Preis
- 3 EUR Erwachsene, 2 EUR ermäßigt, kostenlos unter 16