Markt
Du stehst auf einem Platz, dessen Umriss sich in all den Jahrhunderten nie verändert hat: rund 5.000 m² groß und ringsum von Häusern geschlossen. Schon zwischen 1175 und 1180 bekam der Marktort Jena das Münzrecht, und um diesen Platz herum ist die Stadt gewachsen.
Schau zuerst auf das Rathaus an der Südwestseite, mit seinem barocken Fachwerkturm und den spitz zulaufenden Walmdächern. 1368 wird es zum ersten Mal urkundlich erwähnt, und es gehört zu den ältesten erhaltenen Rathausgebäuden Deutschlands. Die Hallenkonstruktion im unteren Stockwerk zeigt noch, wie man im 14. Jahrhundert gebaut hat. Die astronomische Kunstuhr stammt aus dem 15. Jahrhundert, und über ihrem Zifferblatt sitzt der Schnapphans, eines der „Sieben Wunder“ Jenas.
In der Mitte des Platzes steht das Hanfried-Denkmal. Es erinnert an Johann Friedrich I. von Sachsen, den früheren Landesherrn, der die Protestanten im Schmalkaldischen Krieg anführte und die Hohe Schule zu Jena anstieß, aus der die heutige Friedrich-Schiller-Universität wurde. An der Nordseite fällt dir ein neugotisches Haus mit Durchgang zum Markt auf: Paul Göhre ließ es 1907 errichten, heute ist darin das Stadtmuseum Göhre.
Viermal in der Woche ist der Platz Schauplatz des Wochenmarkts mit regionalen Lebensmitteln, dazu kommen über das Jahr der Töpfermarkt, der Frühlingsmarkt und der Weihnachtsmarkt. Zum Romantikerhaus sind es 260 m, gut 3 Minuten; an Markttagen gehst du zuerst an den Ständen vorbei.






















