Goethes Wohnhaus
Am Frauenplan beginnt dein Rundgang vor dem Haus, in dem Johann Wolfgang von Goethe über Jahrzehnte lebte und 1832 starb. Gebaut wurde es zwischen 1707 und 1709 für Georg Caspar Helmershausen, einen fürstlichen Kammerkommissar, der nebenbei mit Strümpfen handelte. Schon damals war das Haus großteils vermietet, und so kam auch Goethe hinein: 1782 mietete er die westliche Hälfte, darunter den Gelben Saal, das Juno- und das Urbinozimmer.
Die Geschichte des Hauses ist auch eine Geschichte von Goethes Privatleben. Nach seiner italienischen Reise wohnte er noch bis 1789 hier, dann zog er in eines der Jagdhäuser an der Marienstraße, um mit Christiane Vulpius zusammenleben zu können. Geheiratet hat er sie erst 1806. 1792 ließ Herzog Carl August das Haus am Frauenplan kaufen und überließ es Goethe als Dienstwohnung, nun zog Christiane mit ein. Geschenkt bekam Goethe das Haus 1794 mündlich, 1801 schriftlich, offiziell übereignet aber erst am 12. Januar 1807.
Zwischen 1792 und 1795 ließ Goethe das Haus im klassizistischen Stil umbauen, vieles davon nach italienischem Vorbild, das er von der Reise mitgebracht hatte. Seit 1998 gehört es zum UNESCO-Welterbe Klassisches Weimar, heute betreibt es die Klassik Stiftung Weimar.
Der Innenbesuch kostet Eintritt, das Ticket gilt für das Goethe-Nationalmuseum mit dem Wohnhaus. Wenn du in Weimar nur ein Haus von innen sehen willst, nimm dieses: Hier verstehst du, wie Goethe wohnte, sammelte und arbeitete. Plane gut eine Stunde ein. Danach sind es nur 230 m, drei Minuten, zum Haus seines Freundes Schiller, der für sein Zuhause ganz anders kämpfen musste.




























