Zytglogge
Hier beginnt der Rundgang, und hier endet er auch. Die Zytglogge, berndeutsch für „Zeitglocke“, ist das älteste Monument der Stadt, eines ihrer bekanntesten Wahrzeichen und Teil der Altstadt, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Schau zuerst auf die astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert und denk dir die große Glocke dazu, die 1405 gegossen wurde: Uhr und Glocke zusammen haben dem Turm seinen Namen gegeben.
Gebaut wurde er um 1220 als Torturm der westlichen Stadtmauer, damals ein gedrungener Bau von nur 16 Metern. Als Bern rasch nach Westen wuchs und die Befestigung bis zum Käfigturm vorrückte, stand die Zytglogge plötzlich in der zweiten Reihe und wurde um 7 Meter aufgestockt, damit sie über die Häuser ringsum blickte. Nach einer weiteren Stadterweiterung Mitte des 14. Jahrhunderts wurde sie zum Frauengefängnis, unter anderem für Frauen, die wegen Beziehungen zu Geistlichen verurteilt worden waren. Damals bekam sie auch ihr erstes schräges Dach.
Beim großen Stadtbrand von 1405 brannte der Turm vollständig aus. Die Zellen wurden aufgegeben, und Anfang des 15. Jahrhunderts kam die erste Uhr über das Tor, vermutlich schon mit einem einfachen astronomischen Werk und einem Musikmechanismus. Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Turm wie die anderen Berner Tortürme im burgundischen Stil erweitert und geschmückt. Die Brandschäden waren so schwer, dass die Reparaturen erst mit der letzten Restaurierung 1983 abgeschlossen waren.
Von außen siehst du den Turm jederzeit und kostenlos. Hinein geht es nur mit einer kostenpflichtigen Führung. Das lohnt sich, wenn dich Uhrwerke und Stadtgeschichte reizen; sonst reicht der Blick von unten völlig. Vom Turm sind es nur 110 Meter, eine Minute, bis zum Zähringerbrunnen in der Kramgasse.






























