Wien auf eigene Faust: Von der Hofburg zum Stephansdom

Ein Rundweg zu Fuß durch Kaiserpaläste, Museen und Barockkirchen: von der Hofburg über Belvedere und Oper wieder zurück, mit einer Geschichte an jeder Ecke.

18 Stationen 9,8 km ~2 Std. 17 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Wien
Stopp 1 von 18
110 m·1 Min.
Hofburg
Geh nach Westen in Richtung Heldenplatz
Servus, willkommen in Wien! Ich bin Alex, und hier begann Gustav Klimts Weg zum Ruhm nicht mit Gold, sondern hoch über einem Theaterpublikum.
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Die Runde im Überblick

18 Stationen im Rundweg: Start und Ziel ist die Hofburg, dazwischen liegen Ringstraße, Museumsviertel, Wiener Karlskirche, Schloss Belvedere und Stephansdom. Die Strecke misst 9,8 km, die reine Gehzeit beträgt 2 Std. 17 Min.; mit Pausen und einem Museum wird daraus ein ganzer Tag.

Plätze, Parks, die Pestsäule und der Innenraum des Stephansdoms sind frei, Museen und Führungen kosten Eintritt. Route, Karte und GPS-Navigation von Station zu Station sind kostenlos im Browser; der AI Tour Guide erzählt auf Wunsch dazu.

Kostenloses GPS & optionalen AI Tour Guide öffnen
Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 18 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Karte zum Wien Stadtrundgang mit allen 18 Stationen

18 Stopps 9,8 km 2 Std. 17 Min. Gehzeit
Tippen, um die interaktive Karte zu laden

Die 18 Stationen auf dieser Route

  1. Hofburg in Wien, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Hofburg
  2. Heldenplatz in Wien, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Heldenplatz
  3. Volksgarten in Wien, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Volksgarten
  4. Burgtheater in Wien, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Burgtheater
  5. Wiener Rathaus, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Wiener Rathaus
  6. Maria-Theresien-Platz in Wien, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Maria-Theresien-Platz
  7. Naturhistorisches Museum Wien, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Naturhistorisches Museum Wien
  8. MuseumsQuartier in Wien, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8MuseumsQuartier
  9. Leopold Museum in Wien, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Leopold Museum
  10. Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
  11. Kunsthistorisches Museum Wien, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    11Kunsthistorisches Museum Wien
  12. Wiener Karlskirche, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    12Wiener Karlskirche
  13. Schloss Belvedere in Wien, Station 13 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    13Schloss Belvedere
  14. Wiener Staatsoper, Station 14 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    14Wiener Staatsoper
  15. Albertina in Wien, Station 15 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    15Albertina
  16. Stephansdom in Wien, Station 16 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    16Stephansdom
  17. Pestsäule in Wien, Station 17 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    17Pestsäule
  18. Spanische Hofreitschule in Wien, Station 18 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    18Spanische Hofreitschule
  19. Das ist die ganze Runde.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Station für Station durch deinen Wien Rundgang

  1. 1

    Hofburg

    Hofburg in Wien, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hier beginnt alles: Die Hofburg war über Jahrhunderte das Machtzentrum der Habsburger, ihr wichtigster Palast in Österreich. Die Anfänge reichen ins 13. Jahrhundert zurück, als Ottokar II. von Böhmen hier baute; danach wurde immer wieder erweitert, Flügel um Flügel, bis daraus die Stadt in der Stadt wurde, die du heute vor dir hast.

    Die Hofburg war die Winterresidenz des Hofes, den Sommer verbrachte man in Schönbrunn. Seit 1946 arbeitet und residiert hier der österreichische Bundespräsident, das Haus ist also bis heute ein Ort der Politik. Achte unterwegs darauf, wie viel von dieser Runde an der Hofburg hängt: Albertina, Spanische Hofreitschule und das alte Burgtheater lagen oder liegen direkt an ihren Mauern, und auch die erste Hofoper stand einst innerhalb der Burg.

    Lohnt sich der Innenbesuch? Das Standortticket umfasst Sisi Museum, Kaiserappartements und Silberkammer und kostet Eintritt. Für alle, die sich für das Leben am Kaiserhof und für Kaiserin Elisabeth interessieren, ist das die beste Gelegenheit; wer nur die Architektur sehen will, kommt mit dem Rundgang draußen aus. Von hier sind es nur 120 Meter, zwei Minuten, hinaus auf den Heldenplatz.

    Öffnungszeiten
    Täglich 9:00–17:30, letzter Einlass 16:30
    Preis
    20 EUR Erwachsene, 12 EUR Kinder 6-18 (Standortticket: Sisi Museum + Kaiserappartements + Silberkammer); mit Führung: 25 EUR Erwachsene, 17 EUR Kinder 6-18
  2. 2

    Heldenplatz

    Heldenplatz in Wien, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Heldenplatz ist der weite Vorplatz der Hofburg, und er ist das Ergebnis einer Niederlage. Nach dem Krieg von 1809, der verlorenen Schlacht bei Wagram und dem Frieden von Schönbrunn wurden die Bastionen der Hofburg geschleift und durch eine Mauer ersetzt; das Äußere Burgtor aus dieser Zeit steht bis heute.

    Unter Kaiser Franz Joseph sollte hier im Zuge der Ringstraße etwas Gewaltiges entstehen: das Kaiserforum. Gottfried Semper entwarf ab 1869 einen Gesamtplan vom Leopoldinischen Trakt der Hofburg bis über den Ring zum Maria-Theresien-Platz. Ab 1881 entstand die Neue Burg, deren geschwungene Front du siehst. Als 1913 die Arbeiten endeten, blieb der Gegenflügel im Volksgarten ungebaut, das Forum ein Torso.

    Auf dem Platz stehen zwei Reiterstandbilder von Anton Dominik Fernkorn. Das von Erzherzog Karl, nach einem bekannten Gemälde von Johann Peter Krafft gestaltet, wurde 1860 enthüllt. Der Platz trägt aber auch eine dunkle Erinnerung: Am 15. März 1938 verkündete Adolf Hitler hier den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich.

    Dreh dich einmal um: Von hier blickst du über die Ringstraße auf Parlament, Rathaus und Burgtheater. Der Platz ist frei zugänglich. In 320 Metern, vier Minuten, bist du im Volksgarten.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr (öffentlicher Platz)
    Preis
    Kostenlos
  3. 3

    Volksgarten

    Volksgarten in Wien, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Volksgarten wurde 1823 eröffnet und war Wiens erster öffentlicher Park. Auch er verdankt sich dem Jahr 1809: Französische Truppen hatten die Burgbastei gesprengt, und statt sie wieder aufzubauen, ließ man das Gelände neu gestalten. Hofarchitekt Ludwig Gabriel von Remy plante den Platz vor der Burg mit zwei Parks an den Seiten, dem Volksgarten und dem Burggarten; Gärtner Franz Antoine der Ältere gab den Beeten ihre Form.

    In der Mitte siehst du den Theseustempel von Pietro Nobile, eine Nachbildung des Hephaistostempels in Athen. Er wurde eigens für Antonio Canovas Statue von Theseus und dem Kentauren gebaut. Achte auf die zwei Gesichter des Parks: Zur Hofburg hin ist er ein englischer Landschaftsgarten mit lockeren Baumreihen, zur Ringstraße hin ein streng geometrischer französischer Barockgarten.

    Früher gab es hier zwei Kaffeehäuser von Peter Corti, in denen Joseph Lanner und Johann Strauss Vater aufspielten. Fast wäre der Park verschwunden: An seiner Stelle sollte der Spiegelflügel der Neuen Burg entstehen, doch Erster Weltkrieg und Ende der Monarchie machten den Plan hinfällig. Der Eintritt ist frei. Zum Burgtheater sind es 250 Meter, drei Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mär: 07:00–19:00; Apr–Okt: 06:00–22:00; Nov–Feb: 07:00–17:30
    Preis
    Kostenlos
  4. 4

    Burgtheater

    Burgtheater in Wien, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Wiener nennen es einfach „die Burg“: das österreichische Nationaltheater und eine der bedeutendsten deutschsprachigen Bühnen. Seine Ensembles haben eine eigene Spielweise und Sprechkultur geprägt, die man als Burgtheaterstil kennt.

    Die Geschichte beginnt nicht hier, sondern in einem Ballhaus am Michaelerplatz, direkt an der Hofburg. Maria Theresia wollte ein Theater neben ihrem Palast und eröffnete es am 14. März 1741. Ihr Sohn Joseph II. erhob es 1776 zum Deutschen Nationaltheater. Im alten Haus wurden drei Mozart-Opern uraufgeführt, Die Entführung aus dem Serail, Le nozze di Figaro und Così fan tutte, und 1800 Beethovens erste Sinfonie.

    Das alte Theater hatte eine wunderbare Akustik, war aber hoffnungslos zu klein; ein Bericht von 1884 meinte, es fasse kaum die Hälfte derer, die hinein wollten. Am 14. Oktober 1888 zog man in den Neubau an der Ringstraße, entworfen von Gottfried Semper und Karl von Hasenauer, das Haus, vor dem du stehst.

    Führungen durchs Haus kosten Eintritt und lohnen sich für Theaterfans; wer abends eine Vorstellung besucht, sieht den Saal ohnehin. Gegenüber liegt schon das Rathaus, 550 Meter, acht Minuten.

    Öffnungszeiten
    Touren Mo/Do/Fr 16:00, So/Feiertage 11:00
    Preis
    10 EUR Erwachsene, 9 EUR Senioren 65+, 5 EUR Studenten/Kinder/unter 27 (Führung)
  5. 5

    Wiener Rathaus

    Wiener Rathaus, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Mit seinen neugotischen Türmen wirkt das Wiener Rathaus fast wie eine Kathedrale des Bürgertums, und genau so war es gemeint. Friedrich von Schmidt entwarf es, gebaut wurde zwischen 1872 und 1883. Hier sitzen Bürgermeister, Stadt- und Landesregierung.

    Um 1850 war das alte Rathaus in der Wipplingerstraße für die wachsende Stadt zu klein. Als die Stadtmauern fielen und die Ringstraße entstand, schrieb man 1868 einen Wettbewerb aus. Zunächst dachte man an einen Platz gegenüber dem Stadtpark, gewählt wurde aber das Josefstädter Glacis, ein ehemaliger Exerzierplatz vor den Mauern. Bürgermeister Cajetan Felder setzte den Standort 1870 durch. Der Streit mit dem Hof um die Finanzierung machte den Bau zum Symbol eines selbstbewussten Bürgertums gegenüber dem Kaiser.

    Der Schlussstein wurde am 12. September 1883 gesetzt, genau zum 200. Jahrestag des Siegs über die Osmanen von 1683. Der Gemeinderat zog 1885 ein. Gekostet hat der Bau rund 14 Millionen Gulden, getragen von Stadt und Staat.

    Gut zu wissen: Das Rathaus bietet kostenlose öffentliche Führungen, für Einzelpersonen ohne Anmeldung. Für politisch Interessierte eine schöne Ergänzung. Weiter geht es 860 Meter, zwölf Minuten, zum Maria-Theresien-Platz.

    Öffnungszeiten
    Gebäude Mo–Fr 7:30–17:00; kostenlose öffentliche Führungen Mo/Mi/Fr 13:00, für Einzelpersonen keine Anmeldung nötig
    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    Maria-Theresien-Platz

    Maria-Theresien-Platz in Wien, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zwei fast identische Paläste stehen sich hier gegenüber: das Naturhistorische und das Kunsthistorische Museum. Sie sind Teil von Sempers Kaiserforum und verbinden die Ringstraße mit dem MuseumsQuartier in den ehemaligen Hofstallungen.

    Der Trick zum Unterscheiden steckt in den Fassaden. Am Naturhistorischen Museum stehen Figuren, die Afrika, Asien, Europa und Amerika verkörpern; am Kunsthistorischen Museum blicken berühmte europäische Künstler herab, darunter Bruegel. Sonst gleichen sich die Bauten fast spiegelbildlich.

    In der Mitte thront das große Denkmal für Kaiserin Maria Theresia, nach der der Platz benannt ist. Nimm dir einen Moment auf einer Bank: Von hier überblickst du das ganze Ensemble, und der Platz ist frei zugänglich. Halte auf dem Ring vor den Museen deine Sachen beisammen und lass dich von niemandem mit Klemmbrett aufhalten. Das Naturhistorische Museum liegt nur 110 Meter entfernt, eine Minute.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr (öffentlicher Platz)
    Preis
    Kostenlos
  7. 7

    Naturhistorisches Museum Wien

    Naturhistorisches Museum Wien, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Hinter dieser Fassade liegt eines der großen Naturkundemuseen Europas und zugleich ein Forschungsinstitut: 39 Schausäle mit mehr als 100.000 Objekten, dahinter 30 Millionen Stücke, an denen über 60 Wissenschaftler forschen.

    Die Geschichte beginnt 1750 mit einem Kauf. Kaiser Franz I., der Mann Maria Theresias, erwarb vom Florentiner Gelehrten Jean de Baillou die damals größte Naturaliensammlung der Welt: 30.000 Fossilien, Schnecken, Muscheln, Korallen, Minerale und Edelsteine. Franz gründete auch den Tiergarten Schönbrunn und den Botanischen Garten und schickte 1755 Nicolaus Joseph Jacquin in die Karibik und nach Südamerika; er kam mit lebenden Tieren, Pflanzen und 67 Kisten voller Objekte zurück. Nach dem Tod ihres Mannes öffnete Maria Theresia die Sammlung dem Publikum, ganz im Geist der Aufklärung.

    Drinnen warten ausgestopfte Tiere wie ein Przewalski-Pferd und ein junges Java-Nashorn, Überreste eines Dodos, zwei Riesenkrabben als Geschenk des japanischen Kaisers an Franz Joseph und das Mikrotheater mit winzigen Lebewesen. Der Besuch kostet Eintritt und ist mit Kindern ein Volltreffer. Ins MuseumsQuartier sind es 270 Meter, vier Minuten.

    Öffnungszeiten
    Do–Mo 09:00–18:00, Mi 09:00–20:00, geschlossen Dienstag
    Preis
    18 EUR Erwachsene, 14 EUR ermäßigt (Senioren/Studenten), kostenlos unter 19
    Website
    nhm.at ↗
  8. 8

    MuseumsQuartier

    MuseumsQuartier in Wien, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Wo heute Menschen in den Höfen sitzen, standen einst bis zu 600 Pferde und 200 Kutschen: Das MuseumsQuartier belegt die ehemaligen Hofstallungen. Barocke Trakte und moderne Museumsbauten liegen hier nebeneinander, insgesamt rund 114.000 Quadratmeter mit 61 Kultureinrichtungen.

    Nach dem Ende der Pferdezeit dienten die Stallungen als Messegelände. Über die Zukunft des Areals wurde jahrelang gestritten: große Museen, öffentlicher Raum oder freie Kulturproduktion? Im April 1998 begann der Umbau, im Juni und September 2001 öffnete das Quartier in Etappen. Nicht alle waren glücklich; die Netzkulturinitiative Public Netbase etwa kehrte nach dem Umbau nicht zurück.

    Heute findest du hier Leopold Museum, MUMOK, die Kunsthalle Wien, Einrichtungen für Tanz, Architektur und Kinderkultur, Ateliers, Cafés und Restaurants. Die Höfe sind frei zugänglich und ein beliebter Treffpunkt; ein guter Ort, um kurz durchzuatmen. Das Leopold Museum liegt nur 80 Meter entfernt, eine Minute.

    Öffnungszeiten
    Gelände/Höfe rund um die Uhr zugänglich; MQ-Ticket- & Info-Shop täglich 10:00–19:00
    Preis
    Kostenlos (Innenhöfe), Museen erheben separaten Eintritt
    Website
    mqw.at ↗
  9. 9

    Leopold Museum

    Leopold Museum in Wien, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der helle Kubus des Leopold Museums beherbergt eine der großen Sammlungen moderner österreichischer Kunst, darunter die größte Egon-Schiele-Sammlung der Welt. Dazu kommen Gustav Klimt, Oskar Kokoschka und Richard Gerstl.

    Gesammelt haben Elisabeth und Rudolf Leopold, über fünf Jahrzehnte, mehr als 5.000 Werke. 1994 brachten sie die Sammlung mit Hilfe der Republik und der Nationalbank in eine Privatstiftung ein, 2001 öffnete das Museum. Der Schwerpunkt liegt auf der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: Du kannst hier verfolgen, wie aus der Wiener Secession und dem Jugendstil der Expressionismus wurde.

    Die Sammlung hat auch eine schwierige Seite. Rudolf Leopold galt als allzu leidenschaftlicher Sammler; Schieles Bildnis Wally hatte der jüdischen Kunsthändlerin Lea Bondi Jaray gehört. Erst nach Leopolds Tod kam es nach langen Prozessen zu einer Einigung. Auch um weitere Werke gab es Vorwürfe und Vergleiche mit Erben.

    Der Besuch kostet Eintritt und ist Pflicht für alle, die Schiele und Klimt im Original sehen wollen. Gleich dahinter liegt das Glacis Beisl für eine Pause. Zum MUMOK sind es 200 Meter, drei Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo, Mi, Do, Fr, Sa, So 10:00–18:00; geschlossen Di
    Preis
    19 EUR Erwachsene, 16 EUR ermäßigt (unter 26/über 65/Menschen mit Behinderung/Arbeitslose), 2,50 EUR Jugendliche unter 19, unter 7 kostenlos
  10. 10

    Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien

    Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der dunkle, steinverkleidete Block gegenüber ist das MUMOK, offiziell Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien. Das Gebäude von Ortner & Ortner bezog das Museum 2001. Drinnen liegen rund 10.000 Werke moderner und zeitgenössischer Kunst, von Andy Warhol, Pablo Picasso, Joseph Beuys und Nam June Paik bis Gerhard Richter, Jasper Johns und Roy Lichtenstein.

    Gegründet wurde das Museum 1962 als Museum des 20. Jahrhunderts im Schweizergarten, untergebracht im österreichischen Pavillon von Karl Schwanzer, der für die Expo 58 in Brüssel gebaut worden war. Gründungsdirektor Werner Hofmann kaufte in wenigen Jahren wichtige Werke der klassischen Moderne. 1979 kam das Palais Liechtenstein als zweites Haus hinzu.

    Den Namen verdankt das Museum Peter und Irene Ludwig, Industrieller und Sammler aus Aachen. Nach einer Ausstellung ihrer Sammlung 1977 in Wien liehen sie Werke aus, 1981 schenkten sie über 230 Arbeiten. Bekannt ist das MUMOK auch für seine große Sammlung zum Wiener Aktionismus. Der Besuch kostet Eintritt und lohnt sich für alle, die es zeitgenössisch und manchmal provokant mögen. Zum Kunsthistorischen Museum gehst du 390 Meter, sechs Minuten.

    Name vor Ort
    MUMOK
    Öffnungszeiten
    Di–So und Feiertage 10:00–18:00, montags geschlossen
    Preis
    18 EUR Erwachsene, 15 EUR ermäßigt (65+/Studenten unter 27/Behinderte), kostenlos unter 19
    Website
    mumok.at ↗
  11. 11

    Kunsthistorisches Museum Wien

    Kunsthistorisches Museum Wien, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Jetzt stehst du vor dem Zwilling des Naturhistorischen Museums, gekrönt von einer achteckigen Kuppel von 60 Metern Höhe. Gottfried Semper und Karl von Hasenauer bauten beide Häuser zwischen 1871 und 1891; Franz Joseph eröffnete sie, um die Kunstschätze der Habsburger würdig unterzubringen und dem Publikum zugänglich zu machen. Es ist das größte Kunstmuseum Österreichs.

    Schon das Innere ist ein Erlebnis: Marmor, Stuck, Blattgold und Wandbilder. Im Prunkaufgang malten Gustav Klimt, Ernst Klimt, Franz Matsch, Hans Makart und Mihály Munkácsy. Die Sammlungen stammen von Ferdinand von Tirol, Rudolf II. und Erzherzog Leopold Wilhelm.

    In der Gemäldegalerie hängen unter anderem Raffaels Madonna im Grünen, Werke von Dürer, Tizian und Jan van Eyck sowie Bruegels Turmbau zu Babel. Dazu kommen eine große Antikensammlung und die Ägyptische Sammlung mit Mumien und einer Grabkammer, die für Franz Joseph nach Wien gebracht und wieder aufgebaut wurde.

    Wenn du auf dieser Runde nur ein Museum besuchst, ist dies für Freunde Alter Meister die erste Wahl; plane mindestens zwei Stunden ein und kauf das Ticket online. Dann folgt eine längere Etappe: 1340 Meter, 18 Minuten bis zur Karlskirche.

    Öffnungszeiten
    Täglich 10:00–18:00, Donnerstag bis 21:00
    Preis
    22 EUR Erwachsene, 19 EUR ermäßigt (Studenten unter 25/Senioren 65+), kostenlos unter 19
    Website
    khm.at ↗
  12. 12

    Wiener Karlskirche

    Wiener Karlskirche, Station 12 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Wiener Karlskirche ist ein Dankgelübde. 1713, ein Jahr nach der letzten großen Pestepidemie in Wien, versprach Kaiser Karl VI. eine Kirche für seinen Namenspatron, den heiligen Karl Borromäus, der als Helfer der Pestkranken verehrt wurde. Johann Bernhard Fischer von Erlach gewann den Wettbewerb, unter anderem gegen Johann Lukas von Hildebrandt. Baubeginn war 1716, nach dem Tod des Vaters vollendete sein Sohn Joseph Emanuel 1737 den Bau.

    Schau dir die Fassade genau an, sie ist eine Collage der Architekturgeschichte: in der Mitte ein griechischer Tempelportikus, links und rechts zwei Säulen nach dem Vorbild der Trajanssäule in Rom, gestaltet von Lorenzo Mattielli, daneben Turmpavillons im Geist des römischen Barocks von Bernini und Borromini. Darüber erhebt sich die Kuppel auf hohem Tambour. Ursprünglich hatte die Kirche eine direkte Sichtachse zur Hofburg und war bis 1918 kaiserliche Patronatskirche.

    Zwei Geschichten zum Weitererzählen: Neben der Kirche lag ein Friedhof, auf dem 1741 Antonio Vivaldi begraben wurde; sein Grab ist verloren, doch in der Kirche finden regelmäßig Vivaldi-Konzerte statt. Und 1933 heiratete hier die 19-jährige Hedy Lamarr, Schauspielerin und Erfinderin. Der Innenbesuch kostet Eintritt. Zum Belvedere sind es 1220 Meter, 17 Minuten.

    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 09:00–18:00, So/Feiertage 11:45–19:15
    Preis
    9.50 EUR (Erwachsene), 6 EUR (Studenten), Kostenlos (unter 10)
  13. 13

    Schloss Belvedere

    Schloss Belvedere in Wien, Station 13 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Schloss Belvedere war die Sommerresidenz von Prinz Eugen von Savoyen, dem Feldherrn, dessen Siege über die Osmanen Wien eine Zeit des Wohlstands und der Bauwut brachten. Das Ensemble besteht aus zwei Barockschlössern, dem Oberen und dem Unteren Belvedere, dazu Orangerie, Prunkstall und ein barocker Garten. Es gehört zum UNESCO-Welterbe Historisches Zentrum von Wien.

    Ende 1697 kaufte Eugen das Grundstück südlich des Rennwegs, der Hauptstraße nach Ungarn. Als Architekten wählte er nicht Fischer von Erlach, der sein Stadtpalais gebaut hatte, sondern Johann Lukas von Hildebrandt, den er auf einem Feldzug im Piemont kennengelernt hatte. Hildebrandt hatte ihm schon ein Schloss auf der Donauinsel Csepel bei Budapest gebaut. Spannend, wenn du eben an der Karlskirche warst: Hier siehst du das Werk des Rivalen, der dort den Wettbewerb verloren hatte.

    Heute ist das Belvedere ein großes Kunstmuseum: Das Obere Belvedere zeigt die Sammlung österreichischer Kunst vom Mittelalter bis heute, das Untere Belvedere Sonderausstellungen. Beide kosten Eintritt, der Garten lädt auch ohne Ticket zum Schauen ein. Für Kunstfreunde ist es neben dem Kunsthistorischen Museum der zweite große Innenbesuch des Tages. Nun folgt die längste Etappe: 1690 Meter, 24 Minuten zur Staatsoper.

    Öffnungszeiten
    Täglich 09:00–18:00 | Jul 15-Aug 31: Täglich 09:00–19:00
    Preis
    23 EUR Upper Belvedere, 20 EUR Lower Belvedere
  14. 14

    Wiener Staatsoper

    Wiener Staatsoper, Station 14 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Wiener Staatsoper war der erste große Bau an der Ringstraße, finanziert aus dem Stadterweiterungsfonds. Gebaut wurde von 1861 an, eröffnet 1869 als Hofoper in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth. Die Pläne stammen von August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll, ausgeführt im Stil der Neorenaissance vom tschechischen Baumeister Josef Hlávka. Ihren heutigen Namen trägt sie seit 1921, nach der Gründung der Republik. Die Vorgängerin stand seit 1636 innerhalb der Hofburg.

    Schau auf den Stein: Für den Bau wurden Sorten verwendet, die man in Wien lange nicht gesehen hatte, etwa der besonders harte Kaiserstein für die reich verzierten Teile. Der eigentlich geplante Kelheimer Stein war nicht in der nötigen Menge lieferbar, man griff auf Ersatz aus Breitenbrunn und Jois zurück.

    Das Haus hat 1.709 Sitzplätze, aus seinem Orchester rekrutieren sich die Wiener Philharmoniker, hier tanzt das Staatsballett, und im Fasching findet der Opernball statt. Eine Gebäudeführung kostet Eintritt und lohnt sich für alle, die keine Vorstellung besuchen. Wer abends hingeht: ordentliche Kleidung ist erwünscht. Die Albertina liegt 140 Meter entfernt, zwei Minuten.

    Öffnungszeiten
    Bundestheaterkassen Kasse Mo–Sa 10:00–18:00, So/Feiertage 10:00–13:00
    Preis
    Gebäude-Führung: 12 EUR Erwachsene, 7 EUR Kinder ab 6 Jahren
  15. 15

    Albertina

    Albertina in Wien, Station 15 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Albertina sitzt auf einem der letzten Reste der Wiener Stadtbefestigung, der Augustinerbastei, und grenzt direkt an die Hofburg. Hier liegt eine der bedeutendsten grafischen Sammlungen der Welt: rund 65.000 Zeichnungen und etwa eine Million Druckgrafiken Alter Meister, dazu Fotografie und Architekturzeichnungen. Als Dauerleihgaben kamen zwei Sammlungen zum Impressionismus und zur Kunst des frühen 20. Jahrhunderts hinzu.

    Ursprünglich stand hier das Hofbauamt. 1744 machte Graf Silva-Tarouca daraus sein Palais. Später zog Albert Casimir, Herzog von Sachsen-Teschen, ein und brachte seine Grafiksammlung aus Brüssel mit, wo er Statthalter der habsburgischen Niederlande gewesen war. Ihren Grundstock legte 1776 ein Geschenk des Grafen Giacomo Durazzo, des österreichischen Botschafters in Venedig: fast 1.000 Kunstwerke für den Herzog und seine Frau Maria Christina, eine Tochter Maria Theresias.

    Der Besuch kostet Eintritt und lohnt sich besonders für Freunde von Zeichnung und Moderne; auch die Sonderausstellungen ziehen viele an. Und wenn du Hunger hast: Direkt davor steht Bitzinger, der Würstelstand mit dem Hasen auf dem Dach. Zum Stephansdom sind es 810 Meter, elf Minuten.

    Öffnungszeiten
    Täglich 10:00–18:00, Mittwoch & Freitag bis 21:00
    Preis
    20.90 EUR Erwachsene, 17.50 EUR ermäßigt (19-26 / 65+), kostenlos unter 19
  16. 16

    Stephansdom

    Stephansdom in Wien, Station 16 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Mit seinem bunten Ziegeldach ist der Stephansdom eines der Wahrzeichen Wiens, Bischofskirche des Erzbistums und die wichtigste Kirche der Stadt. Seine heutige romanische und gotische Gestalt geht vor allem auf Herzog Rudolf IV. zurück. Der Dom steht auf den Resten zweier Vorgängerkirchen; die erste, eine Pfarrkirche, wurde 1147 geweiht.

    Die Vorgeschichte ist noch älter. 1137 nannte der Vertrag von Mautern Wien erstmals eine civitas, und ein Stück Land wurde eigens für die neue Pfarrkirche freigehalten. Lange dachte man, sie sei auf freiem Feld gebaut worden. Doch als im Jahr 2000 eine Heizung eingebaut wurde, fand man zweieinhalb Meter tief Gräber aus dem 4. Jahrhundert: Hier lag wohl ein römischer Friedhof, vielleicht mit einem noch älteren Gotteshaus.

    Der Innenraum ist frei, für Türme und Katakomben zahlst du Eintritt. Wer den Blick auf Platz und Dom ohne Turmticket will, setzt sich in die Onyx Bar von Do&Co. Vor dem Dom steht der Kaiserschmarren-Stand von Demel; Vorsicht dagegen bei kostümierten Konzertkartenverkäufern, Hütchenspielern und Wechselstuben rund um den Platz. Zur Pestsäule auf dem Graben gehst du 430 Meter, sechs Minuten.

    Öffnungszeiten
    Kathedrale Mo–Sa 6:00–22:00, So/Feiertage 7:00–22:00. Besichtigungszeiten Turm/Katakombe Mo–Sa 9:00–11:30 & 13:00–16:30, So/Feiertage 13:00–16:30 (liturgische Änderungen vorbehalten).
    Preis
    Innenraum frei; 6 EUR (Türme); 7 EUR (Katakomben)
  17. 17

    Pestsäule

    Pestsäule in Wien, Station 17 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Mitten auf dem Graben türmt sich ein barockes Wolkengebirge aus Stein: die Pestsäule, auch Dreifaltigkeitssäule genannt. 1679 traf Wien eine der letzten großen Pestepidemien. Kaiser Leopold I. floh aus der Stadt und gelobte eine Gnadensäule, falls die Seuche ende. Noch im selben Jahr stellte man eine provisorische Holzsäule von Johann Frühwirth auf, mit der Dreifaltigkeit und neun Engeln für die neun Engelschöre.

    Dann begann eine lange Baugeschichte. Matthias Rauchmiller lieferte ab 1683 einen Entwurf, starb aber 1686; drei seiner Engel siehst du noch heute. Fischer von Erlach gestaltete die Figuren am Sockel, die Leitung übernahm schließlich Paul Strudel nach einem Konzept des Theateringenieurs Lodovico Burnacini. Von ihm stammt die Idee der Wolkenpyramide mit Engeln und dem knienden Kaiser, der zum Glauben betet. Such ihn: Leopold kniet unter der Dreifaltigkeit.

    Eingeweiht wurde die Säule 1694. Trotz der vielen Bildhauer wirkt sie wie aus einem Guss, eine Szene wie auf der Bühne, die den Übergang zum Hochbarock in Wien markiert und in ganz Österreich nachgeahmt wurde. Das Denkmal ist frei zugänglich. Für einen Imbiss gibt es in der Gegend Trzesniewski. Zur Spanischen Hofreitschule sind es 880 Meter, zwölf Minuten.

    Öffnungszeiten
    Rund um die Uhr (öffentliches Denkmal)
    Preis
    Kostenlos
  18. 18

    Spanische Hofreitschule

    Spanische Hofreitschule in Wien, Station 18 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Zum Schluss kehrst du in die Hofburg zurück, denn hier, zwischen Michaelerplatz und Josefsplatz, liegt die Spanische Hofreitschule. Sie pflegt die klassische Dressur und bildet Lipizzaner aus, eine Rasse, die auf spanische Pferde zurückgeht; daher der Name. 1565 wird die Schule erstmals erwähnt, damit ist sie die älteste ihrer Art und gehört zu den vier großen klassischen Reitschulen der Welt.

    Lange ritt man in einer hölzernen Bahn am Josefsplatz. 1729 beauftragte Karl VI. Joseph Emanuel Fischer von Erlach mit der Winterreitschule, fertig 1735. Der Saal ist 55 Meter lang, 18 Meter breit und 17 Meter hoch, fast ganz in Weiß. Über der Hofloge hängt ein Porträt Karls VI., vor dem die Reiter grüßen, bevor sie reiten.

    Die 68 Hengste verbringen im Juli und August sieben Wochen im Sommerquartier in Heldenberg in Niederösterreich, ohne Training, mit Ausritten im Wald. Sonst kannst du sie bei Vorführungen, Führungen oder der Morgenarbeit mit Musik erleben; alles kostet Eintritt, und für Pferdefreunde ist es ein Höhepunkt. Von hier sind es nur 200 Meter, drei Minuten, zurück zur Hofburg, wo deine Runde begann.

    Öffnungszeiten
    Täglich 9:00–16:30; montags geschlossen in der Saison Okt–Mai
    Preis
    Führung: 24 EUR Erwachsene, ermäßigter Satz für Kinder 6-18, Kinder 3-6 kostenlos. Morgenarbeit mit Musik: 18-29 EUR je nach Sitzkategorie
    Website
    srs.at ↗
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Wien Route geladen
HofburgHeldenplatzVolksgartenBurgtheater+14
Alle 18 Stopps sind schon auf der Karte.
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AI Tour Guide

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Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Wien entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 18 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

18Stopps 9,8km 2 Std. 17 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Varianten für deinen Tag

Nicht jeder hat einen ganzen Tag. Diese drei Abschnitte der Runde funktionieren auch für sich allein.

Kaiserliches Wien und Ringstraße

Stopps: 1, 2, 3, 4, 5

Für alle mit wenig Zeit, die das Machtzentrum der Habsburger und die Prachtbauten am Ring sehen wollen. Von der Hofburg bis zum Wiener Rathaus gehst du 17 Minuten. Heldenplatz, Volksgarten und Rathaus sind frei; Eintritt kosten nur die Museen der Hofburg und die Führung durchs Burgtheater.

Museumstag rund um den Maria-Theresien-Platz

Stopps: 6, 7, 8, 9, 10, 11

Für Kunst- und Naturliebhaber, die lieber drinnen staunen. Vom Maria-Theresien-Platz bis zum Kunsthistorischen Museum sind es zusammen nur 15 Minuten zu Fuß, der Rest des Tages gehört den Sammlungen. Platz und Höfe des MuseumsQuartiers sind frei, alle vier Museen kosten Eintritt; such dir eins oder zwei aus.

Oper, Altstadt und Lipizzaner

Stopps: 14, 15, 16, 17, 18

Für einen Nachmittag in der Innenstadt: von der Wiener Staatsoper über Albertina, Stephansdom und Pestsäule bis zur Spanischen Hofreitschule gehst du 31 Minuten. Der Dom und die Pestsäule sind frei; Eintritt kosten die Opernführung, die Albertina, Turm und Katakomben des Doms sowie die Hofreitschule.

Wie lange dauert dieser Wien Rundgang mit Museen und Pausen?

Die reine Gehzeit liegt bei 2 Std. 17 Min. Wenn du an jedem Ort nur kurz schaust und fotografierst, bist du in rund vier Stunden wieder an der Hofburg. Die längsten Etappen liegen im Süden der Runde: vom Kunsthistorischen Museum zur Karlskirche, weiter zum Belvedere und von dort zur Oper bist du jeweils knapp 20 Minuten oder länger unterwegs.

Realistisch planst du einen ganzen Tag ein, wenn du ein großes Museum wie das Kunsthistorische Museum oder das Belvedere von innen sehen willst; für eine Sammlung dieser Größe sind zwei Stunden knapp bemessen. Mehr als zwei Innenbesuche an einem Tag machen die Runde zur Hetze. Die kürzeren Varianten brauchen mit Pausen jeweils einen halben Tag, der Museumstag so lange, wie du in den Sälen bleibst.

Vor dem Start an der Hofburg

  • Start und Ziel: Empfohlen ist der Start an der Hofburg, wo die Runde auch endet. Du kannst aber an jeder Station einsteigen und der Reihenfolge von dort aus folgen.
  • Tageszeit: Starte am Vormittag, wenn du unterwegs ein Museum von innen sehen willst; sonst reicht ein halber Tag für die Runde mit Außenbesuchen.
  • Eintritt: Eintritt kosten die Museen der Hofburg, die Führungen in Burgtheater und Staatsoper, Naturhistorisches Museum, Leopold Museum, MUMOK, Kunsthistorisches Museum, Karlskirche, Belvedere, Albertina, Turm und Katakomben des Stephansdoms sowie die Spanische Hofreitschule. Die Führungen im Rathaus sind kostenlos.
  • Tickets sparen: Für das Kunsthistorische Museum ist das Online-Ticket günstiger als an der Kassa. Willst du auch die Kaiserliche Schatzkammer sehen, lohnt sich das Kombiticket „Schätze der Habsburger“ statt zweier Einzeltickets.

Essen und Pausen entlang der Route, vom Würstelstand bis ins Kaffeehaus

Unterwegs kommst du an einigen der besten Adressen für eine schnelle Wurst, belegte Brötchen oder ein Stück Torte vorbei. Mittags lohnt sich in traditionellen Lokalen fast immer das Mittagsmenü: gutes Essen zu deutlich niedrigerem Preis.

Glacis BeislEin Garten unter Weinranken auf den alten Stadtmauern, ein Restaurant gibt es hier seit den 1940er Jahren. Spezialität sind Naturweine; ideal für die Mittagspause auf der Museumsetappe. (hinter dem Leopold Museum im MuseumsQuartier)
Würstelstand BitzingerFür viele Wiener der beste Würstelstand der Stadt. Bestell eine Käsekrainer und dazu ein Ottakringer; erkennbar am riesigen Hasen auf dem Dach. (vor der Albertina)
TrzesniewskiBelegte Brötchen auf dunklem Roggenbrot mit 27 Aufstrichen, von Speck mit Ei bis Linsen mit Roter Rübe. Dazu passt ein Pfiff, ein Achtel Bier. Trotz des Andrangs wirklich gut. (Gegend Stephansplatz und Graben)
Kaiserschmarren-Stand von DemelHier siehst du zu, wie der Kaiserschmarren frisch zubereitet wird. Die Konditorei Demel selbst, eine Wiener Institution seit 1786, liegt am Kohlmarkt 14. (vor dem Stephansdom)
Sachertorte ohne SchlangeDie Sachertorte ist nicht überschätzt, die Schlange vor dem Sacher schon. Gute Alternativen sind Demel, Café Central in der Herrengasse 14, Café Oper Wien oder das Café Sperl, ein Kaffeehaus seit 1880 mit hausgemachter Torte.
Do&Co Onyx BarEine stilvolle Cocktailbar mit Panorama auf Platz und Dom, ganz ohne Turmticket. (mit Blick auf den Stephansplatz)
Gasthaus ReinthalerEin Familiengasthaus in der Gluckgasse 5 mit paniertem Kalbsschnitzel und Tischservice, deutlich günstiger als im Hotelsalon. Nicht mit Reinthalers Beisl in der Dorotheergasse verwechseln; an Feiertagen geschlossen. (wenige Gehminuten von der Staatsoper)

Touristenfallen in Wien, die du unterwegs meiden solltest

  • Falsche Mozart-Konzertkarten: Verkäufer in historischen Kostümen deuten an, ihre Karten gälten für renommierte Häuser. Tatsächlich sind es schwache Touristenshows mit Laienmusikern. Einfach weitergehen. (Stephansplatz)
  • Hütchenspiel: Die Spieler arbeiten im Team: Wer scheinbar leicht gewinnt, gehört dazu. Nicht mitspielen. (Stephansplatz)
  • Unterschriften mit Klemmbrett: Jemand hält dir eine Petition für einen guten Zweck hin; danach folgt Druck für eine Spende oder ein Griff in die Tasche. Lehne freundlich ab und achte auf Leute, die dir zu nahe kommen. (Stephansplatz, Heldenplatz und Ringstraße vor dem Kunsthistorischen Museum)
  • Wechselstuben mit versteckten Gebühren: Die Kioske werben mit Kursen, die Gebühren stecken im Kleingedruckten. Lieber gar nicht dort tauschen. (rund um den Stephansplatz)
  • Schlange bei Figlmüller: Vor dem Stammhaus in der Innenstadt wartet man ohne Reservierung oft eine Dreiviertelstunde. Die Filialen in den Außenbezirken servieren dieselbe Qualität.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Wien
AI Tour Guide

Dein Guide ist bereit, wenn du es bist, ab der Hofburg.

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Wien, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

18Stopps 9,8km 2 Std. 17 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide auf dieser Runde anders macht

Auf einer Runde mit so vielen Habsburgern, Architekten und Sammlern verliert man leicht den Faden. Der AI Tour Guide führt dich im Gespräch durch den Tag, verbindet Maria Theresia, Franz Joseph und Prinz Eugen zu einer Geschichte und merkt sich, ob dich eher Kunst, Musik oder Politik interessiert. Frag ihn ruhig, wie der Alltag der Lipizzaner in der Hofburg aussieht oder was Prinz Eugen mit seinem Sommerschloss zeigen wollte; du kannst ihn jederzeit unterbrechen. Zum Start gibt es 100 Gratis-Credits, danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder 5 € pro Stunde.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zum Rundgang durch Wien

Welches Museum lohnt sich, wenn ich nur für eines Zeit habe?

Für Alte Meister und die Kunstsammlung der Habsburger das Kunsthistorische Museum, für Klimt und Schiele das Leopold Museum, mit Kindern eher das Naturhistorische Museum mit Dodo, Riesenkrabben und Mikrotheater.

Kann ich die Lipizzaner sehen, ohne eine Vorführung zu buchen?

Ja, bei der Morgenarbeit mit Musik schaust du dem Training in der Winterreitschule zu, alternativ gibt es Führungen. Beides kostet Eintritt; im Hochsommer sind die Hengste allerdings im Sommerquartier in Niederösterreich.

Kann ich einfach ins Wiener Rathaus hineingehen?

Das Rathaus bietet kostenlose öffentliche Führungen an, für Einzelpersonen ohne Anmeldung. Die Termine erfährst du direkt vor Ort.

Was ziehe ich für Oper oder Burgtheater an?

Kultur wird in Wien ernst genommen. Auch mit günstigen Karten erwartet man saubere, ordentliche Kleidung.

Welcher Tagesausflug passt zu einem Wien-Besuch?

In die Wachau mit Melk und Krems an der Donau, oder hinüber in die slowakische Hauptstadt Bratislava. Auch Eisenstadt liegt nah.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 9 der 18 Stopps: Hofburg, Naturhistorisches Museum Wien, Leopold Museum, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, Kunsthistorisches Museum Wien, Wiener Karlskirche, Schloss Belvedere, Albertina und Spanische Hofreitschule verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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