Freiburg auf eigene Faust: Münster, Schlossberg, Tore

Vom Rathausplatz zum Münster, hinauf auf den Schlossberg und durch beide mittelalterlichen Stadttore: elf Stopps auf 4,2 km, in deinem Tempo.

11 Stationen 4,2 km ~1 Std. 4 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Freiburg
Stopp 1 von 11
290 m·4 min
Rathausplatz
Halte dich östlich Richtung Freiburger Münster.
Grüß dich, willkommen in Freiburg! Ich bin Alex, und über den Dächern dieser Stadt steht ein Turm, der einem Feuersturm entkam.
Diese Tour mit Alex ausprobieren
Diese Tour mit Alex ausprobieren

Die Route im Überblick

Elf Stopps auf 4,2 km, Start: Rathausplatz, Ziel: Archäologisches Museum Colombischlössle. Die reine Gehzeit beträgt 1 Std. 4 Min.; mit Münsterturm, Schlossberg und zwei Museen bist du realistisch rund sechseinhalb Stunden unterwegs.

Plätze, Bächle, Park, Schlossberg und Tore sind frei. Eintritt kosten Turm, Chor und Kapellen im Freiburger Münster, das Augustinermuseum und das Colombischlössle. Die GPS-Route im Browser ist kostenlos, der AI Tour Guide optional.

Kostenloses GPS & optionalen AI Tour Guide öffnen
Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 11 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Freiburg Stadtrundgang Karte: vom Rathausplatz zum Colombischlössle

11 Stopps 4,2 km 1 Std. 4 Min. Gehzeit
Tippen, um die interaktive Karte zu laden

Die 11 Stationen auf dieser Route

  1. Rathausplatz in Freiburg, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Rathausplatz
  2. Freiburger Münster, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Freiburger Münster
  3. Münstermarkt in Freiburg, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Münstermarkt
  4. Freiburger Bächle, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Freiburger Bächle
  5. Stadtgarten in Freiburg, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Stadtgarten
  6. Schlossberg in Freiburg, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6Schlossberg
  7. Schwabentor in Freiburg, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Schwabentor
  8. Augustinermuseum in Freiburg, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Augustinermuseum
  9. Augustinerplatz in Freiburg, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9Augustinerplatz
  10. Martinstor in Freiburg, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Martinstor
  11. Archäologisches Museum Colombischlössle in Freiburg, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    11Archäologisches Museum Colombischlössle
  12. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

    Kostenlos im Browser starten
    Geschafft

Dein Freiburg Rundgang zwischen Münster, Schlossberg und Martinstor

  1. 1

    Rathausplatz

    Rathausplatz in Freiburg, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Manche Rundgänge beginnen mit einem Paukenschlag, dieser beginnt auf dem Rathausplatz, und der ist an einem gewöhnlichen Tag ziemlich nüchtern: ein Platz, an dem die Stadt arbeitet. Genau das macht ihn zu einem guten Auftakt. Du kommst an, sortierst dich, startest die Route und schaust dich in Ruhe um.

    Was Freiburg ausmacht, zeigt dieser Platz vor allem in seinen Ausnahmezuständen. Der lauteste fällt auf den Schmutzigen Dunschdig: Um 13:30 Uhr stürmen die Narrenzünfte das Rathaus und eröffnen damit die Freiburger Fasnet, ein sehr lokales Fest, das außerhalb der Region kaum jemand kennt. Der stillere kommt im Winter: Dann stehen hier die Chalets des Weihnachtsmarkts, der sich über acht Standorte in der Innenstadt verteilt.

    An allen anderen Tagen ist der Rathausplatz einfach der Ort, an dem du losgehst. Nach 280 Metern, gut 4 Minuten, stehst du vor dem Münster, um das sich die nächsten beiden Stationen drehen.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Freiburger Münster

    Freiburger Münster, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Schau zuerst nach oben. Der 116 Meter hohe Turm ist am Fuß fast quadratisch, in seiner Mitte sitzt die zwölfeckige Sterngalerie, darüber wird er achteckig und verjüngt sich, bis die Spitze ansetzt. Der Schweizer Historiker Jacob Burckhardt meinte, dies werde für immer der schönste Turm auf Erden bleiben. Nüchterner lässt sich sagen: Er ist der einzige gotische Kirchturm im heutigen Deutschland, der noch im Mittelalter fertig wurde, 1330. Das Münster in Straßburg zählt dabei nicht mehr mit, es liegt heute in Frankreich.

    Begonnen hat den Bau um 1200 der letzte Herzog von Zähringen, noch im romanischen Stil; ab 1230 ging es gotisch weiter, zum Teil auf den Fundamenten einer Kirche, die seit der Gründung Freiburgs 1120 hier stand. Eine Bischofskirche war das Münster lange nicht. Im Mittelalter gehörte Freiburg zum Bistum Konstanz, erst 1827 wurde die Stadt Sitz des neu gegründeten Erzbistums, und das Münster wurde zur Kathedrale.

    Dass es heute überhaupt so dasteht, ist keine Selbstverständlichkeit. Bei den Luftangriffen im November 1944 geriet der Turm heftig ins Schwingen; dass er hielt, schreibt man seinen Bleiankern zu, die die Abschnitte der Spitze miteinander verbinden. Die Fenster der Turmspitze hatten Kirchenleute unter Monsignore Max Fauler vorher ausgebaut, deshalb blieben auch sie unversehrt.

    Ins Hauptschiff kommst du frei. Achte schon beim Hineingehen auf das innere Portal mit den Figuren der zehn Jungfrauen. Drinnen stehen zwei bedeutende Altäre: der Hochaltar von Hans Baldung und ein Altar von Hans Holbein dem Jüngeren in einer Seitenkapelle. Für Chor und Kapellen zahlst du extra Eintritt. Während der Messe gibt es keine Besichtigungen, plane also nicht auf die Gottesdienstzeiten.

    Auch der Turm kostet Eintritt. Wenn du nur eines bezahlen willst: Architekturfans nehmen den Turm, wer wegen der Kunst kommt, nimmt Chor und Kapellen. Danach trittst du hinaus auf den Platz, der Münstermarkt beginnt 40 Meter von der Kirchentür.

    Öffnungszeiten
    Gebäude/Gebet: Mo–Sa 06:30–19:00, So & Feiertage 07:30–20:30; Touristische Besichtigungen: Mo–Di, Do–Fr 09:00–11:45 & 12:30–16:45, Mi 09:00–11:45 & 13:00–16:45, Sa 09:00–11:00 & 12:15–18:00, So & Feiertage 13:30–19:30 (keine Besichtigungen während der Messe); Turm: Mo–Sa 11:00–16:00, So & Feiertage 13:00–17:00; Chor: Mo–Di, Do–Fr 10:00–11:30 & 12:30–16:00, Mi 10:00–11:30 & 13:00–16:00, Sa 10:00–11:00 & 12:30–15:30, So & Feiertage 13:30–17:00
    Preis
    Freier Eintritt ins Hauptschiff; Turm: 5 EUR Erwachsene, 3 EUR Kinder (8-17), Kinder unter 7 kostenlos; Chor & Kapellen: 2 EUR Erwachsene, 1,50 EUR Studierende, Kinder unter 14 kostenlos
  3. 3

    Münstermarkt

    Münstermarkt in Freiburg, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Rund um das Münster liegt der gepflasterte Münsterplatz, und an Markttagen gehört er dem Markt. Auf rund 10.000 Quadratmetern stehen je nach Tag zwischen 80 und 180 Stände mit Lebensmitteln, Handwerk und Souvenirs. Die Nordseite ist der Bauernmarkt; dort verkaufen ausschließlich Höfe aus der Region ihre eigenen Erzeugnisse. Für viele Besucher ist dieser Markt einer der Hauptgründe, nach Freiburg zu kommen, und es lohnt sich, mit Zeit durch die Reihen zu gehen.

    Unter deinen Füßen liegt ein Friedhof. Im Mittelalter war der Kirchhof von einer etwa 1,60 Meter hohen Mauer umgeben, die erst 1785 fiel, und vor allem auf der Nordseite wurde bestattet. Such im Pflaster nach den Umrissen der Friedhofskapelle St. Andreas: Sie hatte im Untergeschoss ein Beinhaus und wurde 1752 abgerissen. Schon 1514 hatte Kaiser Maximilian I. den Friedhof aus hygienischen Gründen in die Vorstadt Neuburg verlegen lassen. Seitdem ist hier Markt; vorher fand er in der Kaiser-Joseph-Straße statt. Bis zur Fußgängerzone in den 1970er Jahren parkten nachmittags Autos auf dem Platz.

    Vor dem Hauptportal, direkt unter dem Turm, stehen drei Pestsäulen. Sie tragen die Muttergottes und die beiden Stadtpatrone Lambert von Lüttich und Alexander.

    Schau dich auch an den Rändern um. Stadtbibliothek, Historisches Kaufhaus, Wentzingerhaus und Kornhaus säumen den Platz. Beim Bombenangriff vom 27. November 1944 wurden fast alle Gebäude ringsum zerstört; verschont blieben nur die Häuser auf der Südostseite mit dem Historischen Kaufhaus, das Wentzingerhaus und die Alte Wache. Was du sonst siehst, ist Wiederaufbau.

    An den Seiten des Platzes fließt schon das Wasser, um das es als Nächstes geht: Nach 190 Metern, 3 Minuten, bist du bei den Freiburger Bächle.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr 07:30–13:30, Sa 07:30–14:00, So & Feiertage geschlossen
    Preis
    Kostenlos
  4. 4

    Freiburger Bächle

    Freiburger Bächle, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Die Freiburger Bächle sind schmale, gefasste Wasserrinnen, die durch die meisten Straßen und Gassen der Altstadt laufen. Gespeist werden sie von der Dreisam, und sie gehören zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Der Name kommt von „Bach“ mit der alemannischen Verkleinerung „le“; im Hochdeutschen wäre es ein Bächlein. Achte beim Gehen auf deine Füße: Wer aus Versehen hineintritt, heiratet nach örtlichem Aberglauben einen Freiburger oder eine Freiburgerin.

    Urkundlich tauchen die Bächle zuerst 1220 auf, als Graf Egon I. von Freiburg dem Tennenbacher Hof erlaubte, ein von einem Bächle bewässertes Feld zu nutzen. 1238 bauten die Dominikaner ihr Kloster an der Stadtmauer „inter duas ripas“, zwischen zwei Ufern. Archäologen schließen aus Grabungen, dass es die Rinnen schon bei der Stadtgründung 1120 gab, rund hundert Jahre vor der ersten Erwähnung.

    Möglich machte das die Lage: Freiburg entstand auf einer früheren Siedlung am Fuß des Schlossbergs, an einem natürlichen Hang, auf dem sich künstliche Wasserläufe leicht anlegen ließen, zunächst um Weideland zu bewässern. Um 1180 wurden manche Straßen mit Kiesschichten um bis zu drei Meter angehoben, und zwar nicht gegen Hochwasser, denn das Flussbett der Dreisam liegt deutlich tiefer als die Stadt.

    Lange dienten die Bächle der Wasserversorgung und halfen beim Löschen von Bränden. Im 19. Jahrhundert galten sie als überholt, die meisten verschwanden unter Eisenplatten. Weil sie ursprünglich mitten auf der Fahrbahn lagen und vielen als Verkehrshindernis galten, wurden sie 1852 an den Straßenrand verlegt, dorthin, wo du sie heute siehst.

    Von hier sind es 470 Meter, rund 7 Minuten, bis zum Stadtgarten, dem ersten Grün der Route.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  5. 5

    Stadtgarten

    Stadtgarten in Freiburg, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Stadtgarten ist ein 2,6 Hektar großer Park im Stadtteil Neuburg, nah an der Innenstadt. Er hat einen alten Baumbestand, einen großen Rosengarten, zwei Teiche, Brunnen und einen Spielplatz. Über den Karlssteg, eine Fußgängerbrücke aus Spannbeton, ist er mit dem Karlsplatz verbunden. Im Sommer wird der Musikpavillon für Konzerte und als freie Bühne genutzt; seit 1997 findet dort das Theatersport-Open-Air statt.

    Seine Entstehung verdankt der Park einer Ausstellung: 1887 fand auf dem Karlsplatz, dem früheren Exerzier- und Messplatz, die Oberrheinische Gewerbeausstellung statt. Noch im selben Jahr bekam Stadtgärtner Schmöger den Auftrag, hier etwas Vergleichbares anzulegen, und schon 1888 war der Park fertig. Bis 1911 kostete er sogar Eintritt. Zur ersten Ausstattung gehörten ein Aquarium, ein Musikpavillon, ein Springbrunnen, ein Spielplatz und ein Gehege mit einer Rhesusäffin namens Anne.

    Die Geschichte des Parks hat Brüche. Im Ersten Weltkrieg verwilderte er, zwischen 1920 und 1924 wurde er neu gestaltet. Beim Luftangriff 1944 wurden Konzerthaus und Park zerstört und nach dem Zweiten Weltkrieg wiederhergestellt. Bis 2011 feierte die Stadt hier jeden Sommer das Schlossbergfest, mit tausenden Kerzen im Stadtgarten und am Schlossberg.

    Für Familien ist der Stadtgarten eine gute Pause, bevor es bergauf geht. Zum Schlossberg sind es 1120 Meter, rund 21 Minuten zu Fuß, die längste Etappe der Route. Wer lieber fährt: Von hier geht seit 2008 die Schlossbergbahn hinauf.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    Schlossberg

    Schlossberg in Freiburg, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Schlossberg ist ein bewaldeter, 456 Meter hoher Berg direkt östlich der Altstadt und gehört bereits zum Schwarzwald. An seinem Westrand verläuft die Hauptverwerfung zum Oberrheingraben: Hier stößt das Gebirge auf die Ebene, und das spürst du beim Hinaufgehen.

    Oben lohnt sich vor allem der Schlossbergturm, 2002 auf Initiative eines Kuratoriums errichtet und kostenlos zugänglich. Er bietet einen Rundblick über die ganze Stadt und ihre Umgebung. Einen guten Blick auf die Altstadt hast du auch vom Kanonenplatz, der direkt über dem historischen Zentrum liegt. Auf halber Höhe umrundet der Burghaldering den Berg, teils Wanderweg, teils für Autos gesperrter Waldweg. Auf einem Felsen darüber steht der Bismarckturm aus rotem Sandstein, entworfen von Fritz Geiges und 1900 eingeweiht.

    Befestigt war der Berg schon seit dem 11. Jahrhundert. 1091 ließ Herzog Berthold II. von Zähringen hier die romanische Burg Castrum de Friburch bauen, die in vielen Urkunden auftaucht und die der mittelalterliche Dichter Hartmann von Aue in seinen Liedern pries. Reste der alten Anlagen sind noch zu sehen, und das Kuratorium legt die überwachsenen Mauern nach und nach behutsam frei, damit Besucher sie wieder erkennen können.

    Auch im Inneren steckt Geschichte: Zwischen 1874 und 1876 wurde im Berg ein Wasserspeicher für die Stadtversorgung angelegt, daneben im 20. Jahrhundert ein großer Luftschutzbunker mit Haupteingang auf der Westseite.

    Rechne hier mit einer Dreiviertelstunde, wenn du auf den Turm willst. Dann geht es 820 Meter, rund 13 Minuten, hinunter zum Schwabentor.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos (Hügel, Park und Aussichtsturm Schlossbergturm)
  7. 7

    Schwabentor

    Schwabentor in Freiburg, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Schwabentor, im Mittelalter Obertor genannt, ist das jüngere der beiden erhaltenen Tore der Freiburger Stadtbefestigung. Der Torturm entstand um 1250 und war zur Stadt hin zunächst offen; erst 1547 wurde er dort mit einer Steinmauer geschlossen.

    Schau dir die Innenseite genau an. 1572 malte Matthias Schwäri dort einen Kaufmann mit Karren, und aus diesem Bild wuchs im 19. Jahrhundert eine Legende: Ein Schwabe sei mit zwei Fässern voller Gold nach Freiburg gekommen, um die Stadt zu kaufen. Man lachte ihn aus, erst recht, als sich zeigte, dass in den Fässern nur Sand und Kiesel waren. Seine Frau hatte vor der Abreise heimlich das Gold gegen wertlose Füllung getauscht. Im Schlussstein des inneren Bogens sitzt eine romanische Darstellung des Dornausziehers, einer antiken Figur, hier christlich gedeutet: Der Mensch trägt den Dorn der Erbsünde in sich, und wer durch das Tor geht, soll daran denken.

    Das Tor, das du heute siehst, ist das Ergebnis mehrerer Umbauten. Ab 1900 wurde es nach Plänen von Carl Schäfer fast doppelt so hoch und bekam einen Treppengiebel nach dem Vorbild norddeutscher Stadttürme; 1903 malte Fritz Geiges außen den Stadtpatron Georg als Drachenkämpfer. 1954 nahm man einen Teil davon wieder zurück: Seitdem trägt das Tor ein schlichteres Zeltdach, ähnlich dem ursprünglichen, und ein Glockentürmchen mit Zwiebelhaube.

    Neben dem Tor liegt ein Platz, der inoffiziell Platz der letzten Barrikade von 1848 heißt. Am Ostermontag 1848 unterlag hier ein Verband badischer Freischärler den überlegenen Truppen des Großherzogs. Das Tor ist ein Außenstopp ohne Eintritt; nach 250 Metern, 3 Minuten, stehst du vor dem Augustinermuseum.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos (Außenansicht, öffentliches Denkmal)
  8. 8

    Augustinermuseum

    Augustinermuseum in Freiburg, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Augustinermuseum gehört zu den bedeutendsten Museen am Oberrhein. Es zeigt Kunst vom Mittelalter bis zum Barock und Malerei des 19. Jahrhunderts, dazu die Sammlungen des Diözesanmuseums der Erzdiözese Freiburg, das kein eigenes Haus hat und schon seit den 1920er Jahren mit den Städtischen Sammlungen zusammenarbeitet. Weitere wichtige Leihgeber sind der Münsterfabrikfonds und die Adelhausenstiftung.

    Schon das Gebäude lohnt den Besuch: ein ehemaliges Kloster der Augustinereremiten mit gotischem Kreuzgang, seit 2006 in drei Bauabschnitten zu einem modernen Museum umgebaut. Die frühere Klosterkirche ist seit dem 23. März 2010 wieder offen, das Haus der Graphischen Sammlung kam 2016 hinzu. Der ehemalige Konventsbau wurde am 27. Februar 2026 mit einem Festakt im Münster eröffnet; seit dem Tag danach ist das Museum wieder vollständig zugänglich. Im Westflügel zeigt eine neue stadtgeschichtliche Abteilung Freiburgs Vergangenheit.

    In seiner Bedeutung für das Kulturerbe am Oberrhein vergleicht man das Haus mit dem Unterlinden-Museum in Colmar und dem Historischen Museum in Basel. Obwohl die Stadt es führt, erfüllt es quasi die Rolle eines Landesmuseums für das frühere Land Baden der Nachkriegsjahre, dessen Hauptstadt Freiburg war.

    Das Museum kostet Eintritt, aber für Kunstinteressierte ist es der wichtigste Innenbesuch der Route; plane anderthalb Stunden ein. Wenn du hinauskommst, stehst du nach 20 Metern auf dem Augustinerplatz.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–17:00, Fr 10:00–19:00, Mo geschlossen
    Preis
    12 EUR voll, 8 EUR ermäßigt, kostenlos unter 27 Jahre
  9. 9

    Augustinerplatz

    Augustinerplatz in Freiburg, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Augustinerplatz liegt direkt vor der Museumstür und ist die kürzeste Station der Route: ein offener Platz, kein Programm. Das ist kein Mangel, sondern ein Angebot. Nach anderthalb Stunden Kunst brauchst du genau das: Himmel über dir, Platz um dich herum und nichts, was eine Beschriftung verlangt.

    Bleib so lange, wie du magst, oder geh gleich weiter. Auf den 290 Metern, 4 Minuten, zum Martinstor kommst du am Museum Natur und Mensch vorbei, wo heute Anne zu sehen ist, die Rhesusäffin aus dem frühen Stadtgarten.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  10. 10

    Martinstor

    Martinstor in Freiburg, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Martinstor an der Kaiser-Joseph-Straße ist das ältere der beiden erhaltenen Stadttore. Seine Holzbalken stammen laut Jahrringdatierung aus dem Jahr 1202; urkundlich erwähnt wird es 1238 als „Porta Sancti Martini“, im Mittelalter hieß es auch Norsinger Tor. Zeitweise diente es als Gefängnis, und von den Insassen sagte man, sie trügen „den Mantel des Martin“.

    Ab dem 17. Jahrhundert zierte ein Bild des heiligen Martin von Tours die Stadtseite. In dieser Zeit verlor das Tor seine Verbindung zur Stadt, weil Vauban beim Festungsbau die Vorstädte einebnen ließ; die Salzstraße wurde zur Hauptzufahrt aus dem Höllental. Das Martinsbild wurde mehrfach restauriert, zuletzt 1851 von Wilhelm Dürr, und 1968/69 entfernt. Auf ein neues Motiv konnte sich der Gemeinderat bis heute nicht einigen. Die leere Stelle erinnert seither an die Kämpfe zwischen der Freiburger Bürgerwehr und den französischen Revolutionstruppen.

    Den größten Einschnitt brachte 1901. Die Häuser ringsum waren längst höher als das Tor, und die Durchfahrt war zu eng für die wachsende Stadt und die neue Straßenbahn. Der Gemeinderat erwog kurz den Abriss und entschied sich dann für einen Umbau: Unter Carl Schäfer wuchs der Turm von 22 auf 60 Meter und bekam ein Dach im Stil des 15. Jahrhunderts, daneben entstand ein zweites, breiteres Tor im selben Stil. Ein Reichsadler über den Wappen von Freiburg und Baden auf der Außenseite wurde 1951 entfernt.

    Das Turminnere ist nicht öffentlich zugänglich; du betrachtest das Tor von außen und gehst hindurch. Zum Archäologischen Museum Colombischlössle sind es dann 680 Meter, rund 9 Minuten.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos (Außenansicht, öffentliches Denkmal; Turminneres nicht öffentlich zugänglich)
  11. 11

    Archäologisches Museum Colombischlössle

    Archäologisches Museum Colombischlössle in Freiburg, Station 11 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Archäologische Museum Colombischlössle, kurz ArCo, sitzt in einer neugotischen Villa am Rotteckring und gehört zu den Städtischen Museen Freiburg. Die Dauerausstellung zeigt Funde von der Altsteinzeit bis ins Mittelalter, darunter viele Dauerleihgaben des Landes Baden-Württemberg.

    Die Sammlung hat einen langen Weg hinter sich. Ihre Anfänge gehen auf Alexander Ecker, Heinrich Fischer und Wilhelm Deecke zurück; Deecke, Leiter des Geologischen Instituts der Universität, baute die seit 1867 bestehende Sammlung für Urgeschichte und Ethnographie aus und holte den Prähistoriker Georg Kraft nach Freiburg. Im Juni 1938 eröffnete das Museum für Urgeschichte im Adelhauser Kloster. Kraft leitete es, bis er 1944 beim Bombenangriff auf Freiburg ums Leben kam.

    Nach dem Krieg blieb das Museum aus Platzmangel geschlossen, 1961 wanderten die Bestände ins Lager der Denkmalpflege. Erst 1978 beschloss der Gemeinderat, das Museum im Colombischlössle neu einzurichten, und 1983 eröffnete Ministerpräsident Lothar Späth es wieder.

    Das Museum kostet Eintritt. Wer sich für Vor- und Frühgeschichte interessiert oder mit Kindern unterwegs ist, für die die Kunst im Augustinermuseum zu viel war, ist hier gut aufgehoben. Hier endet der Rundgang; zurück zum Rathausplatz führt dich auf Wunsch die GPS-Navigation.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–17:00, Mi 10:00–19:00, Mo geschlossen
    Preis
    5 EUR voll, 3 EUR ermäßigt, kostenlos unter 27 Jahre
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Freiburg Route geladen
RathausplatzFreiburger MünsterMünstermarktFreiburger Bächle+7
Alle 11 Stopps sind schon auf der Karte.
Du drückst nur auf Start.
AI Tour Guide

Die Route kennst du jetzt. Geh sie mit einem Guide im Ohr.

Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Freiburg entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 11 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

11Stopps 4,2km 1 Std. 4 Min.Gehzeit 13Sprachen
▶Tour kostenlos starten

Kostenlos starten · Läuft im Browser · Keine App, kein Download

Freiburg in Etappen: drei kürzere Varianten

Nicht jeder hat sechs Stunden. Diese drei Abschnitte funktionieren jeder für sich und lassen sich auch auf zwei Tage verteilen.

Münsterrunde am Vormittag

Stopps: 1, 2, 3, 4

Für alle mit wenig Zeit oder einem halben Tag: Rathausplatz, Münster, Markt und Bächle liegen dicht beieinander, du gehst nur 8 Minuten. Eintritt zahlst du allenfalls für Münsterturm oder Chor und Kapellen. Unbedingt werktags vormittags, solange der Markt steht.

Grün und Aussicht über den Schlossberg

Stopps: 4, 5, 6, 7

Für alle, die lieber draußen sind als im Museum: von den Bächle durch den Stadtgarten auf den Schlossberg und hinunter zum Schwabentor. Das sind 41 Minuten reine Gehzeit, und alles ist kostenlos, auch der Schlossbergturm.

Museen und Stadttore

Stopps: 7, 8, 9, 10, 11

Für Kunst- und Geschichtsinteressierte und für einen Regentag: vom Schwabentor ins Augustinermuseum, am Martinstor vorbei ins Colombischlössle. Nur 17 Minuten zu Fuß, in beiden Museen zahlst du Eintritt.

Wie lange dauert der Freiburg Rundgang mit Münsterturm und Museen?

Die 4,2 km gehst du in 1 Std. 4 Min. reiner Gehzeit; die längste Etappe ist der Weg vom Stadtgarten zum Schlossberg mit 1120 Metern und 21 Minuten. Die eigentliche Zeit verbringst du an den Stationen: Rechne für das Münster mit Turm gut eine Stunde, für den Schlossberg mit Schlossbergturm eine Dreiviertelstunde, für das Augustinermuseum anderthalb Stunden und für das Colombischlössle knapp eine Stunde.

Startest du um 10:30 Uhr am Rathausplatz, bist du kurz vor elf am Münster, gegen Mittag auf dem Markt, solange die Stände noch stehen, kurz nach 14 Uhr im Augustinermuseum und gegen 16 Uhr am Colombischlössle.

Die Münsterrunde braucht mit Turm und Markt knapp zwei Stunden, die Variante über den Schlossberg ebenfalls knapp zwei, die Museumsvariante mit beiden Häusern gut drei Stunden.

Bevor du am Rathausplatz losgehst

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Start am Rathausplatz, einsteigen kannst du aber an jeder Station. Die Route endet am Archäologischen Museum Colombischlössle; auf Wunsch führt dich die GPS-Navigation im Browser von dort zurück zum Start.
  • Der passende Tag: Wähle einen Tag, an dem der Münstermarkt stattfindet und beide Museen geöffnet sind. Im Münster pausieren die touristischen Besichtigungen zwischendurch, plane dort also etwas Spielraum ein.
  • Kosten: Plätze, Bächle, Stadtgarten, Schlossberg samt Schlossbergturm und beide Tore kosten nichts, ebenso das Hauptschiff des Münsters. Eintritt zahlst du für Münsterturm, Chor und Kapellen sowie die zwei Museen, die für alle unter 27 Jahren frei sind. Route und GPS-Navigation sind kostenlos; den AI Tour Guide startest du mit 100 Gratis-Credits, danach wählst du zwischen 19,99 € für diese Tour ohne Zeitlimit und 5 € pro Stunde.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Freiburg
AI Tour Guide

Dein Guide ist startklar, wann immer du loslegst.

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Freiburg, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

11Stopps 4,2km 1 Std. 4 Min.Gehzeit 13Sprachen
▶Tour kostenlos starten

Kostenlos starten · Läuft im Browser · Keine App, kein Download

Was der AI Tour Guide zwischen Münster und Schlossberg anders macht

Auf dieser Route liegen gotische Baukunst, Kriegsgeschichte, Marktleben und Archäologie nur wenige Minuten auseinander. Der AI Tour Guide führt dich als Gespräch hindurch: Er begrüßt dich, erzählt an jedem Ort, stellt dir Fragen und merkt sich, ob dich eher der Münsterturm, die Nacht vom 27. November 1944 oder die Zähringer interessieren. Am Schwabentor und am Martinstor knüpft er daran an, statt von vorn zu beginnen. Du willst wissen, was Hartmann von Aue über die Burg auf dem Schlossberg sang, oder warum Vauban die Vorstädte einebnen ließ? Frag einfach mitten im Erzählen, er geht darauf ein. Die Route bleibt dabei dieselbe, die GPS-Navigation führt dich weiter von Stopp zu Stopp.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
Tour kostenlos starten

Häufige Fragen zu Freiburg

Wann läutet die älteste Glocke des Münsters?

Die Hosanna von 1258 ist die älteste der 16 Glocken und wiegt 3.290 Kilogramm. Sie läutet donnerstagabends nach dem Angelus, freitags um 11:00 Uhr (in Freiburg deshalb „Spätzleglocke“ genannt), samstagabends und jedes Jahr am 27. November zur Erinnerung an den Luftangriff.

Kann ich auf den Schlossberg auch fahren statt laufen?

Ja. Seit 2008 fährt die Schlossbergbahn, eine Standseilbahn, vom Stadtgarten hinauf; sie ersetzte die Seilbahn von 1968. Fahrpreis und Fahrzeiten erfährst du vor Ort.

Steht der Münstermarkt immer auf dem Münsterplatz?

Nicht immer. Bei besonderen Anlässen wie dem Freiburger Weinfest rücken einige Stände in die umliegenden Gassen und teils in die Kaiser-Joseph-Straße.

Wo ist das Museum für Stadtgeschichte im Wentzingerhaus geblieben?

Es wurde Ende 2024 geschlossen. Die Stücke stammten ohnehin aus dem Fundus des Augustinermuseums und sind 2025 dorthin umgezogen; du findest sie heute in der neuen stadtgeschichtlichen Abteilung im Westflügel.

Gehört das NS-Dokumentationszentrum zum Rundgang?

Es ist keine Station, gehört aber zum Augustinermuseum: Das Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg hat 2025 im ehemaligen Verkehrsamt am Rotteckring eröffnet, an derselben Straße wie das Colombischlössle. Öffnungszeiten und Eintritt erfährst du dort.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 2 der 11 Stopps: Augustinermuseum und Archäologisches Museum Colombischlössle verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
▶ Tour kostenlos starten Läuft im Browser, ohne App, ohne Download