Unterlinden-Museum
Das Unterlinden-Museum steckt in einem Dominikanerinnenkloster aus dem 13. Jahrhundert, mit stillem Kreuzgang, und ist durch unterirdische Ausstellungsräume mit einem neobarocken Bau verbunden: dem früheren Stadtbad von 1906, das zwischen 2009 und 2015 zum Anbau umgestaltet wurde. Mit rund 200.000 Besuchern im Jahr ist es das meistbesuchte Museum im Elsass.
Der Grund dafür ist ein einziges Werk: der Isenheimer Altar von Matthias Grünewald. Er kam 1852 hierher, zusammen mit den meisten großen gemalten und geschnitzten Altären aus aufgelösten Kirchen und Klöstern Colmars und des Oberrheins. Ein Jahr später öffnete das Museum für alle. Angefangen hatte die Sammlung bescheidener, mit einem römischen Mosaik aus Bergheim, das bis heute ausgestellt ist, und Gipsabgüssen antiker Skulpturen aus dem Louvre.
Gerettet hat die nach der Revolution verlassenen Gebäude die Schongauer-Gesellschaft, 1847 von Louis Hugot gegründet; die Stadt übertrug ihr das Kloster, 1849 entstand das Museum. Heute reicht die Sammlung von der Vorgeschichte bis in die Gegenwart.
Lohnt sich der Eintritt? Wenn dich Kunst auch nur ein wenig interessiert, unbedingt, und plane rund zwei Stunden ein. Danach sind es 290 m, gut vier Minuten, zur Dominikanerkirche; unterwegs passierst du Bartholdis Statue des Malers Martin Schongauer, dessen berühmtestes Bild gleich auf dich wartet.
















