Teatro romano di Gubbio
Du beginnst ganz am Anfang der Stadtgeschichte: Im 1. Jahrhundert hieß Gubbio Iguvium, und dieses Theater war sein großer Treffpunkt. Heute liegen die Ruinen in einem grasbewachsenen Park unterhalb der Altstadt. Was du siehst, sind Arkaden aus Kalkstein. Ursprünglich bildeten sie einen zweigeschossigen Halbkreis mit 27 Bögen, und fast 6000 Menschen sollen hier Platz gefunden haben.
Schau dir die untere Bogenreihe genauer an: Dort lag ein Vomitorium, ein überdachter Gang, durch den das Publikum hinein- und wieder hinausströmte. Vor der Bühne trennte ein hohes Podium den Orchesterbereich vom Proszenium. Ganz so, wie es heute dasteht, sah es in der Antike allerdings nicht aus: Die jetzige Anordnung geht auf Restaurierungen der letzten zwei Jahrhunderte zurück.
Ganz in der Nähe zeigt ein kleines Antiquarium Fundstücke aus Gubbio. Der Eintritt lohnt sich vor allem, wenn dich die römische Seite der Stadt interessiert und du die Bögen aus der Nähe sehen willst. Denk daran, dass du am Automaten nur mit Karte zahlst. Im Sommer wird das Theater übrigens wieder bespielt, mit Aufführungen unter freiem Himmel.
Von hier gehst du 590 Meter, etwa elf Minuten, hinauf zum Palazzo Ducale. Dort springst du rund 1400 Jahre weiter, mitten in die Renaissance.


















