Hildesheimer Dom
Du startest am Hildesheimer Dom, offiziell der Hohen Domkirche St. Mariä Himmelfahrt, kurz Mariendom. Er ist Sitz des Bistums Hildesheim und steht seit 1985 gemeinsam mit St. Michael auf der Welterbeliste der UNESCO, wegen seiner Kunst und seiner romanischen Architektur. Gebaut wurde er zwischen 1010 und 1020, nach einem symmetrischen Plan mit zwei Apsiden, wie er für die ottonische Romanik im alten Sachsen typisch ist.
Die Geschichte des Ortes reicht weiter zurück. Ludwig der Fromme gründete 815 das Bistum, und an der Stelle der heutigen Apsis entstand eine Marienkapelle. Bischof Gunthar ließ direkt daneben eine kleine Basilika mit zwei Rundtürmen bauen und weihte sie der heiligen Cäcilia. Sie war der erste Dom, die ersten vier Bischöfe wurden hier begraben. Von beiden Bauten sind nur noch Spuren der Fundamente erhalten.
Am 22. März 1945 zerstörte ein Luftangriff den Dom vollständig. Zwischen 1950 und 1960 wurde er wieder aufgebaut, 2010 begann eine gründliche Sanierung, und am 15. August 2014 öffnete er wieder. Während dieser Jahre reisten einige Schätze bis ins Metropolitan Museum of Art nach New York.
Hinein solltest du unbedingt, der Eintritt ist frei. Drinnen warten die Bronzen aus der Zeit Bischof Bernwards, die Bernwardstüren und die Bernwardsäule, dazu zwei der vier berühmten romanischen Radleuchter, der Hezilo- und der Azelin-Leuchter. Eine halbe Stunde reicht für einen ersten Eindruck. Den Domschatz selbst siehst du am Ende des Rundgangs im Dommuseum.
Vom Dom gehst du 820 m, etwa 12 Minuten, zum Kehrwiederturm, dem letzten Rest der alten Stadtbefestigung.




















