Hildesheim auf eigene Faust: Welterbe und Fachwerk

Bernwards Bronzetüren, ein Barockgarten voller Rosen, Ägypten im Museum und ein Marktplatz, den die Bürger selbst zurückgeholt haben: Hildesheim auf vier Kilometern.

10 Stationen 4,0 km ~55 Min. Gehzeit
Route der Tour durch Hildesheim
Stopp 1 von 10
820 m·10 min
Hildesheimer Dom
Geh nach Südosten Richtung Kehrwiederturm
Willkommen in Hildesheim! Ich bin Alex, und vor dem Dom dieser Stadt steht ein Stück Mittelalter, das als technisches Wunder begann.
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Der Rundgang auf einen Blick

Zehn Stopps, 4,0 km, 55 Min. reine Gehzeit, mit Innenbesuchen rund sechs Stunden. Die Stopps: Hildesheimer Dom, Kehrwiederturm, Wernersches Haus, Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, Magdalenengarten, St. Michael, Historischer Marktplatz, Umgestülpter Zuckerhut, St. Andreas und Dommuseum Hildesheim.

Dom, St. Michael, der Garten und der Kirchenraum von St. Andreas sind frei; Eintritt kosten die beiden Museen und der Andreasturm. Route und GPS-Navigation im Browser sind kostenlos, der AI Tour Guide erzählt auf Wunsch dazu.

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Das Video zeigt Highlights der Route. Alle 10 Stationen findest du weiter unten.

Die Route

Hildesheim Stadtrundgang Karte: alle zehn Stopps

10 Stopps 4,0 km 55 Min. Gehzeit
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Die 10 Stationen auf dieser Route

  1. Hildesheimer Dom, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    1Hildesheimer Dom
  2. Kehrwiederturm in Hildesheim, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    2Kehrwiederturm
  3. Wernersches Haus in Hildesheim, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    3Wernersches Haus
  4. Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    4Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim
  5. Magdalenengarten in Hildesheim, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    5Magdalenengarten
  6. St. Michael in Hildesheim, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    6St. Michael
  7. Historischer Marktplatz in Hildesheim, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    7Historischer Marktplatz
  8. Umgestülpter Zuckerhut in Hildesheim, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    8Umgestülpter Zuckerhut
  9. St. Andreas in Hildesheim, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    9St. Andreas
  10. Dommuseum Hildesheim, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang
    10Dommuseum Hildesheim
  11. Das ist die ganze Route.

    Geh sie mit dem AI Tour Guide, der dich durch jede dieser Straßen führt.

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    Geschafft

Dein Hildesheim Rundgang vom Dom bis zum Domschatz, Station für Station

  1. 1

    Hildesheimer Dom

    Hildesheimer Dom, Station 1 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Du startest am Hildesheimer Dom, offiziell der Hohen Domkirche St. Mariä Himmelfahrt, kurz Mariendom. Er ist Sitz des Bistums Hildesheim und steht seit 1985 gemeinsam mit St. Michael auf der Welterbeliste der UNESCO, wegen seiner Kunst und seiner romanischen Architektur. Gebaut wurde er zwischen 1010 und 1020, nach einem symmetrischen Plan mit zwei Apsiden, wie er für die ottonische Romanik im alten Sachsen typisch ist.

    Die Geschichte des Ortes reicht weiter zurück. Ludwig der Fromme gründete 815 das Bistum, und an der Stelle der heutigen Apsis entstand eine Marienkapelle. Bischof Gunthar ließ direkt daneben eine kleine Basilika mit zwei Rundtürmen bauen und weihte sie der heiligen Cäcilia. Sie war der erste Dom, die ersten vier Bischöfe wurden hier begraben. Von beiden Bauten sind nur noch Spuren der Fundamente erhalten.

    Am 22. März 1945 zerstörte ein Luftangriff den Dom vollständig. Zwischen 1950 und 1960 wurde er wieder aufgebaut, 2010 begann eine gründliche Sanierung, und am 15. August 2014 öffnete er wieder. Während dieser Jahre reisten einige Schätze bis ins Metropolitan Museum of Art nach New York.

    Hinein solltest du unbedingt, der Eintritt ist frei. Drinnen warten die Bronzen aus der Zeit Bischof Bernwards, die Bernwardstüren und die Bernwardsäule, dazu zwei der vier berühmten romanischen Radleuchter, der Hezilo- und der Azelin-Leuchter. Eine halbe Stunde reicht für einen ersten Eindruck. Den Domschatz selbst siehst du am Ende des Rundgangs im Dommuseum.

    Vom Dom gehst du 820 m, etwa 12 Minuten, zum Kehrwiederturm, dem letzten Rest der alten Stadtbefestigung.

    Öffnungszeiten
    Mo–Fr 10:00–17:30, Sa 10:00–16:00, So 12:00–17:30
    Preis
    Kostenlos
  2. 2

    Kehrwiederturm

    Kehrwiederturm in Hildesheim, Station 2 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Kehrwiederturm ist der letzte erhaltene von ursprünglich vier Türmen der Hildesheimer Stadtbefestigung. Rund 30 m ragt der Wehrturm aus Bruchstein auf, und er ist ein beliebtes Motiv: Künstler haben ihn so oft gemalt und gezeichnet, dass er weit über die Stadt hinaus bekannt wurde.

    Zuerst hieß er Honser Tor, nach dem nahen Dorf Hohnsen. Seinen heutigen Namen verdankt er der Sage nach einem adligen Fräulein, das sich im angrenzenden Wald verirrt hatte und dem der Klang seiner Glocke den Heimweg wies. Tatsächlich hatte der Turm eine Glocke, die die Bürger draußen vor den Mauern heimläuten sollte; sie hängt heute in der nahen Lambertikirche. Nüchterner ist eine zweite Erklärung: Der Name könnte von der fast rechtwinkligen Kehre des Walls unterhalb des Turms kommen. Etwa ab 1600 setzte sich „Kehrwiederturm“ durch.

    Wann er gebaut wurde, ist nicht sicher: Manche nennen das Jahr 1456, andere datieren ihn um 1300. Seit der letzten Renovierung 1982 nutzt ihn der Kunstverein Hildesheim für Ausstellungen, und das Standesamt traut hier Paare.

    Derzeit ist der Turm zwischen zwei Ausstellungen geschlossen, du siehst ihn also von außen. Das lohnt sich trotzdem: Nimm dir einen Moment für den Bruchstein und stell dir die Glocke vor, die einst heimrief.

    Weiter geht es 530 m, rund 7 Minuten, zum Wernerschen Haus; unterwegs kommst du am Waffenschmiedehaus vorbei.

    Öffnungszeiten
    Mi 18:00–21:00, Sa–So 14:00–18:00 während Ausstellungen (derzeit zwischen Ausstellungen geschlossen)
    Preis
    5 EUR regulär, 3 EUR ermäßigt
  3. 3

    Wernersches Haus

    Wernersches Haus in Hildesheim, Station 3 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    An der Ecke Hinterer Brühl und Godehardiplatz steht das Wernersche Haus, ein typisches bürgerliches Fachwerkhaus der Renaissance. Drei Stockwerke hoch, 1606 erbaut und benannt nach seinem Bauherrn Philip Werner, dem Sekretär des Bischofs.

    Schau dir die Fassade genau an: Sie ist reich mit Schnitzwerk geschmückt, insgesamt 29 Bildtafeln. Suche die vier Brüstungsbilder, die Hoffnung, Glauben, Nächstenliebe und Geduld darstellen. Ein bischöflicher Beamter, der sich Tugenden ans Haus schnitzen ließ, das sagt einiges über das Selbstbild des Bürgertums jener Zeit.

    Das Haus hat erstaunlich viel überstanden. Im Dreißigjährigen Krieg blieb es unbeschädigt, beim Bombenangriff am 22. März 1945 erlitt es zahlreiche Brandschäden, die schon 1948 behoben waren. 1974 und 2011 wurde es grundlegend renoviert. Filmfreunde kennen es vielleicht aus „Du mein stilles Tal“ von 1955: Einige Szenen spielen vor dem Haus, mit Blick in den Hinteren Brühl.

    Das Haus ist in Privatbesitz, hinein kommst du nicht; die Fassade ist von der Straße aus jederzeit frei zu sehen. Danach gehst du 670 m, etwa 9 Minuten, zum Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim.

    Öffnungszeiten
    Außenansicht rund um die Uhr von der öffentlichen Straße zugänglich (Privatbesitz, kein öffentlicher Innenzugang)
    Preis
    Kostenlos (historisches Fachwerkhaus; von der Straße aus zu bewundern, kein öffentlicher Eintritt ins Innere)
  4. 4

    Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim

    Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, Station 4 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim ist für seine Altägypten-Sammlung weltweit bekannt. Benannt ist es nach zwei Männern: Hermann Roemer, Jurist, Senator und Geologe, gilt als Gründer des Roemer-Museums, das ein Verein 1844 ins Leben rief. Die ersten Ausstellungsräume waren die umgenutzte Martinikirche und das Waisenhaus.

    Wilhelm Pelizaeus lebte rund vierzig Jahre als Kaufmann, Bankier und Konsul in Kairo. 1907 schenkte er seiner Heimatstadt seine Sammlung ägyptischer Funde, am 29. Juli 1911 öffnete das Pelizaeus-Museum. Heute umfasst die Ägypten-Sammlung etwa 9.000 Objekte aus über 5.000 Jahren, von der Vorgeschichte bis in die römische und christliche Zeit.

    Der Schwerpunkt liegt auf dem Alten Reich: Die Stücke stammen fast alle aus Grabungen auf dem Pyramidenfriedhof von Gizeh. Neben Kairo und Boston gehört Hildesheim damit zu den wichtigsten Orten, um die Pyramidenzeit zu studieren. Achte auf die Stelen aus der Ramessidenzeit, die zeigen, wie Statuen Ramses II. verehrt wurden, auf die Kultkapelle des Gottes Osiris-Pavian aus Tuna el-Gebel und auf den Sarkophagdeckel des Nachtnebef.

    Daneben gibt es eine Sammlung aus Alt-Peru, die nach dem Tod von Ernst Ohlmer 1927 übernommene Porzellansammlung, die zweitgrößte chinesische in Europa, und eine naturkundliche Sammlung mit über 300.000 Objekten.

    Wenn dich die Antike reizt, ist das der Ort für eine lange Pause vom Gehen: Plane anderthalb Stunden ein, der Eintritt lohnt sich. Anschließend sind es 480 m, rund 7 Minuten, zum Magdalenengarten.

    Öffnungszeiten
    Di–So 10:00–17:00, Mo geschlossen
    Preis
    12.50 EUR Erwachsene, 3.50 EUR Kinder (6-17 Jahre)
  5. 5

    Magdalenengarten

    Magdalenengarten in Hildesheim, Station 5 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Magdalenengarten ist ein Barockpark im westlichen Teil der Altstadt und einer der ältesten historischen Parks Niedersachsens. Auf seiner Westseite siehst du ein gut erhaltenes Stück des mittelalterlichen Grabens und Walls, im Süden liegt die Kirche St. Magdalena, im Osten schließt er an den Michaelisplatz an.

    Angelegt haben ihn die Nonnen des 1224 gegründeten Magdalenenklosters, die hier Heilkräuter und Gemüse zogen; auf einem kleinen Hügel im Norden wuchs Wein. In den 1720er Jahren wurde der Klostergarten erweitert und zu einem barocken Ziergarten mit geraden Wegen umgestaltet. 1810 löste die Säkularisation das Kloster auf, 1827 wurde es eine Heilanstalt, der Garten verwilderte und war nicht mehr zugänglich.

    Am 22. März 1945 verwüsteten Bomben den Garten. Das Kloster wurde 1952 wieder aufgebaut und diente als Altenheim. Erst ab 2003 entstand der Garten nach alten Gemälden und Plänen neu, und dabei kam eine schöne Überraschung ans Licht: Das schnurgerade Wegenetz lag gut erhalten unter der Grasnarbe. Im Sommer 2004 war die Wiederherstellung abgeschlossen.

    Heute gliedern acht Quadrate den rund 2,4 Hektar großen Garten: vier bilden ein Rosarium mit 1.500 Rosen und einem Pavillon aus Kletterrosen, eines ist ein Kräutergarten, auf dem alten Weinberg stehen 198 Rebstöcke. Mehr als 100 Arten von Bäumen und Sträuchern wachsen hier, der 110 m lange Hauptweg teilt den Park in eine Ost- und eine Westhälfte.

    Der Eintritt ist frei. Durch die Osthälfte gehst du 230 m, gut 3 Minuten, hinüber nach St. Michael.

    Öffnungszeiten
    Apr–Sep täglich 08:00–20:00, Okt–Mär täglich 09:00–17:00
    Preis
    Kostenlos
  6. 6

    St. Michael

    St. Michael in Hildesheim, Station 6 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    St. Michael ist eine frühromanische Kirche und seit 1985 Welterbe der UNESCO, wegen ihrer Architektur und ihrer Kunst. Bischof Bernward ließ hier ein Benediktinerkloster errichten, auf einem Hügel, der mit dem Erzengel Michael verbunden war, damals einen halben Kilometer nördlich der Stadtmauern. Kirche und Kloster öffnen sich nach Süden, zur Stadt hin; die Südseite wirkt fast wie eine Fassade.

    1010 begann der Bau. Am Michaelstag, dem 29. September 1022, weihte Bernward die noch unfertige Kirche, nur Wochen vor seinem Tod. Bernward war mehr als ein Bauherr: Er hatte Bronzeguss, Malerei und Metallkunst gelernt und als Lehrer Ottos III. in Rom den Stil kennengelernt, den du hier wiederfindest. Sein Nachfolger Godehard vollendete die Kirche 1031, weihte sie am 29. September erneut und ließ Bernwards Gebeine später in die Krypta überführen.

    Nach der Reformation wurde St. Michael eine geteilte Kirche: Der größte Teil ist lutherisch, die Krypta katholisch. Drinnen gehört der Baum Jesse zu den Kunstwerken, für die die Kirche berühmt ist. Die Bernwardstüren standen einst ebenfalls hier, sie hast du im Dom schon gesehen.

    Geh unbedingt hinein, der Eintritt ist frei. Eine halbe Stunde solltest du dir nehmen, besonders für die Krypta mit dem Grab Bernwards.

    Danach führen dich 620 m, etwa 9 Minuten, hinunter in die Altstadt zum Historischen Marktplatz.

    Öffnungszeiten
    Mo–Sa 10:00–18:00, So & Feiertage 12:00–18:00
    Preis
    Kostenlos
  7. 7

    Historischer Marktplatz

    Historischer Marktplatz in Hildesheim, Station 7 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Der Historische Marktplatz erzählt die Geschichte einer Stadt, die 815 als Bischofssitz nahe einer Furt durch die Innerste entstand. Otto III. verlieh ihr 983 das Marktrecht. Zuerst handelte man in der Straße Alter Markt, die es heute noch gibt, dann rund um St. Andreas. Den heutigen Platz legte man zu Beginn des 13. Jahrhunderts an, als Hildesheim etwa 5.000 Einwohner hatte; mit dem Stadtrecht 1249 zählte es zu den größten Städten Norddeutschlands.

    1268 begann der Bau des Rathauses, ringsum entstanden prächtige Fachwerkhäuser. Das höchste und berühmteste war das Knochenhaueramtshaus, das Amtshaus der Fleischer. Am 22. März 1945 brannten die Fachwerkhäuser nach dem Angriff mit Brandbomben nieder, das Rathaus und das Tempelhaus, ein Patrizierhaus aus dem 14. Jahrhundert aus Sandstein, wurden schwer beschädigt.

    In den 1950er Jahren ersetzten Betonbauten mit Flachdächern die verlorenen Häuser, eines davon nutzte die Stadtsparkasse; anstelle des Knochenhaueramtshauses entstand zwischen 1962 und 1964 ein Hotel. Nur Rathaus und Tempelhaus baute man im alten Stil wieder auf.

    Die Wende kam Anfang der 1980er Jahre: Das Hotel ging pleite, die Sparkasse brauchte mehr Platz. Der Stadtrat beschloss, die Betonbauten abzureißen und den Platz historisch zu rekonstruieren. 1983 begannen die Arbeiten auf der Westseite. Viele Hildesheimer spendeten Geld und brachten alte Fotos und Zeichnungen, manchmal waren sogar die alten Baupläne erhalten. Was du heute siehst, ist also auch ein Werk der Bürger.

    Der Platz ist frei und jederzeit zugänglich; nimm dir eine Viertelstunde, um die Fassaden einzeln anzuschauen. Dann sind es nur 150 m, 2 Minuten, zum Umgestülpten Zuckerhut.

    Öffnungszeiten
    24/7
    Preis
    Kostenlos
  8. 8

    Umgestülpter Zuckerhut

    Umgestülpter Zuckerhut in Hildesheim, Station 8 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Am Andreasplatz steht der Umgestülpte Zuckerhut, ein kleines Fachwerkhaus mit einem Namen, der neugierig macht. Nach dem großen Ensemble am Marktplatz ist es ein Gegenstück im Kleinen: ein einzelnes Haus, das man in Ruhe von allen Seiten betrachten kann.

    Von außen ist es jederzeit frei zu sehen, im Erdgeschoss ist ein Café untergebracht. Wenn du nach dem Marktplatz eine kurze Pause brauchst, passt sie hier gut hin. Von hier sind es nur 60 m, eine Minute, bis zum Portal von St. Andreas.

    Öffnungszeiten
    Außenansicht rund um die Uhr vom öffentlichen Platz zugänglich (Andreasplatz; Café im Erdgeschoss)
  9. 9

    St. Andreas

    St. Andreas in Hildesheim, Station 9 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    St. Andreas ist die evangelische Hauptkirche Hildesheims, nicht zu verwechseln mit dem katholischen Dom vom Anfang des Rundgangs. Ihr Turm misst 114,5 m, er ist der höchste Kirchturm Niedersachsens und einer der höchsten der Welt.

    Die gotische Basilika mit romanischem Westwerk wurde Ende des 14. Jahrhunderts begonnen; der Turm erreichte seine heutige Höhe aber erst zwischen 1883 und 1890. Hier begann auch die Reformation in der Stadt: 1542 stellte sich St. Andreas als erste Kirche Hildesheims hinter die Lehre Luthers, und Johannes Bugenhagen führte hier die neue Kirchenordnung ein.

    Der Kirchenraum ist frei. Wer Lust auf Höhe hat, steigt auf den Turm zur Aussichtsplattform in 75 m Höhe; der Aufstieg kostet Eintritt. Für den Blick über die Stadt, durch die du gerade gelaufen bist, lohnt sich das, rechne mit einer guten halben Stunde für Kirche und Turm.

    Zum Schluss gehst du 460 m, etwa 7 Minuten, zurück Richtung Dom ins Dommuseum Hildesheim.

    Öffnungszeiten
    Apr–Sep: Di–Fr 09:00–18:00, Sa & Feiertage 09:00–16:00, So 12:30–16:00; Okt–Mär: Di–Sa & Feiertage 09:00–16:00, So 12:30–16:00, Mo geschlossen
    Preis
    Kostenlos (Kircheneintritt); Turmaufstieg: 5 EUR Erwachsene, 3 EUR ermäßigt, 12 EUR Familienticket
  10. 10

    Dommuseum Hildesheim

    Dommuseum Hildesheim, Station 10 auf dem selbstgeführten Stadtrundgang

    Das Dommuseum Hildesheim ist Domschatzkammer und Diözesanmuseum zugleich. Es liegt in historischen Räumen um den Kreuzgang des Doms, und der Domschatz gehört selbst zum Welterbe. Hier schließt sich der Kreis: Was du am Morgen im Dom begonnen hast, siehst du jetzt in seinen kostbarsten Stücken.

    Über Jahrhunderte gewachsen sind liturgische Gefäße, Reliquiare, Gewänder, Bücher und Bildwerke. Achte auf die Große Goldene Madonna, ein romanisches Werk und eine der ältesten Marienfiguren der abendländischen Kunst, und auf das Hildesheimer Marienreliquiar, das mit der Gründungslegende des Doms verbunden ist. Aus Bernwards Zeit stammen das mit Gemmen besetzte Bernwardskreuz, das Kostbare Bernwardevangeliar und das Ringelheimer Kreuz; das Ratmann-Sakramentar von 1159 entstand, als die Verehrung Bernwards als Heiliger begann.

    Dazu kommen ein Büsten- und ein Armreliquiar Bernwards aus dem 13. Jahrhundert und barocke Monstranzen. Mehrere dieser Schätze werden an hohen Festtagen noch heute in der Liturgie des Doms verwendet. Die Artemisia-Gobelins, seit 1727 im Besitz des Doms, wurden aufwendig restauriert und haben einen eigenen Saal.

    Bischof Eduard Jakob Wedekin machte die Schatzkammer im 19. Jahrhundert zum Diözesanmuseum und brachte vor allem gotische Arbeiten ein. Zwischen 2010 und 2015 wurde das Museum erweitert, um die ehemalige Antoniuskirche und Teile des Kreuzgangs; die Fläche wuchs von 200 auf 800 Quadratmeter.

    Das Museum kostet Eintritt, für junge Besucher gibt es Vergünstigungen. Plane eine Stunde ein; danach stehst du wieder am Dom, wo dein Rundgang begann.

    Öffnungszeiten
    Di–So 11:00–17:00, Mo geschlossen
    Preis
    7 EUR Erwachsene, 5 EUR ermäßigt, unter 25 kostenlos
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Hildesheimer DomKehrwiederturmWernersches HausRoemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim+6
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Drück auf Start, wo immer du bist, auch hunderte Kilometer von Hildesheim entfernt, und der Guide fängt sofort an, seine Geschichten zu erzählen. In der Stadt wählst du jeden der 10 Stopps als Startpunkt: Der Guide führt dich hin und redet dann die ganze Route mit dir, fragt nach, hört zu, merkt sich deine Antworten und passt die Tour daran an.

10Stopps 4,0km 55 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Kürzere Wege durch Hildesheim

Nicht jeder hat einen ganzen Tag. Diese drei Ausschnitte der Route funktionieren auch für sich.

Ohne Eintritt: Garten, Welterbe und Marktplatz

Stopps: 5, 6, 7, 8, 9

Für alle, die Hildesheim draußen und in den Kirchen erleben wollen. Vom Magdalenengarten über St. Michael und den Historischen Marktplatz bis St. Andreas sind es gut 1,1 km und 15 Minuten Gehzeit. Alles ist frei, nur der Turm von St. Andreas kostet Eintritt. Mit Besichtigungen reichen knapp zwei Stunden.

Altstadtkern mit Domschatz

Stopps: 6, 7, 8, 9, 10

Für einen halben Tag mit Schwerpunkt Mittelalter: von St. Michael über den Marktplatz und St. Andreas zum Dommuseum Hildesheim. Rund 1,3 km und 19 Minuten Gehzeit; Eintritt kosten nur das Dommuseum (unter 25 frei) und auf Wunsch der Andreasturm. Mit Museum gut zweieinhalb Stunden.

Pyramidenzeit und Bernwards Kirche

Stopps: 4, 5, 6

Für Liebhaber der Antike: ausgiebig ins Roemer- und Pelizaeus-Museum, danach durch den Magdalenengarten nach St. Michael. Nur rund 710 m und 10 Minuten Gehzeit, Eintritt fällt nur im Museum an. Mit einem gründlichen Museumsbesuch rund zweieinhalb Stunden.

Wie lange dauert dieser Hildesheim Rundgang mit beiden Museen?

Die reine Gehzeit liegt bei 55 Min. für 4,0 km, die Etappen sind kurz, keine dauert länger als zwölf Minuten. Die Zeit verbringst du an den Orten selbst, vor allem in den beiden Museen.

Ein realistischer Tag: Um 10:00 Uhr in den Dom, um 10:42 Uhr am Kehrwiederturm, um 10:54 Uhr am Wernerschen Haus, um 11:08 Uhr ins Roemer- und Pelizaeus-Museum. Nach anderthalb Stunden Ägypten geht es um 12:45 Uhr in den Magdalenengarten, um 13:03 Uhr nach St. Michael, um 13:42 Uhr auf den Marktplatz. Um 14:04 Uhr stehst du am Zuckerhut, um 14:10 Uhr in St. Andreas samt Turm, um 14:47 Uhr im Dommuseum. Gegen 15:50 Uhr bist du fertig, also rund sechs Stunden, eine Essenspause noch nicht eingerechnet.

Die Variante ohne Eintritt braucht knapp zwei Stunden, der Altstadtkern mit Domschatz gut zweieinhalb, die Kombination aus Museum und St. Michael ebenfalls rund zweieinhalb Stunden.

Bevor du in Hildesheim losgehst

  • Start und Ende: Empfohlen ist der Start am Hildesheimer Dom, du kannst aber an jedem Stopp einsteigen. Die Route endet im Dommuseum am Kreuzgang des Doms, also fast dort, wo du begonnen hast; die GPS-Navigation führt dich auf Wunsch zum Start zurück.
  • Der passende Tag: Wähle deinen Tag mit Bedacht: Nicht an jedem Wochentag haben beide Museen und St. Andreas geöffnet, und auch Dom und St. Michael öffnen nicht jeden Tag gleich früh.
  • Tageszeit: Beginne am Vormittag, wenn der Dom geöffnet hat. Mit dem Zeitplan oben erreichst du auch die Stopps, die nachmittags früher schließen, rechtzeitig.
  • Kosten: Eintritt verlangen das Roemer- und Pelizaeus-Museum, das Dommuseum und der Turm von St. Andreas. Für den AI Tour Guide bekommst du zum Start 100 Gratis-Credits; danach wählst du diese Tour all-inclusive für 19,99 € ohne Zeitlimit oder 5 € pro Stunde.
Routenkarte des Stadtrundgangs durch Hildesheim
AI Tour Guide

Dein Guide ist bereit, sobald du vor dem Dom stehst.

Drück auf Start und ein AI Tour Guide übernimmt ab hier: Er leitet die Route durch Hildesheim, erzählt die Geschichten und macht aus deinem Spaziergang ein echtes, lebendiges Gespräch. Keine App, kein Download, läuft im Browser.

10Stopps 4,0km 55 Min.Gehzeit 13Sprachen
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Was der AI Tour Guide zwischen Dom und Domschatz anders macht

Auf dieser Route liegen tausend Jahre auf vier Kilometern, und nicht jeder will überall gleich tief einsteigen. Der AI Tour Guide begrüßt dich am Dom, erzählt an jedem Ort die Geschichten dahinter und fragt, was dich mehr reizt: Bernward und seine Bronzen, die Pyramidenzeit oder der Wiederaufbau. Er merkt sich das und passt das Gespräch an. Du kannst ihn jederzeit unterbrechen, etwa um zu erfahren, was die übrigen Bildtafeln am Wernerschen Haus zeigen oder wer Hezilo und Azelin waren, nach denen die Radleuchter im Dom heißen.

Ein echtes Gespräch Ein AI Tour Guide begrüßt dich, leitet die ganze Route und erzählt dir die Geschichten und Fakten, während du gehst, fragt dich, was du sehen willst, und hält ein echtes Gespräch am Laufen. Keine Aufnahme, die du auf Play drückst.
Karten-Navigation Folge der Route auf der Karte und geh in deinem eigenen Tempo. Du entscheidest, wo du startest und wann es zur nächsten Station geht.
Frag einfach Neugierig auf ein Gebäude am Weg? Frag deinen AI Tour Guide direkt vor Ort und das Gespräch geht weiter.
13 Sprachen Jederzeit die Sprache wechseln, keine separate Tour nötig.
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Häufige Fragen zu Hildesheim

Wo sehe ich die Bernwardstüren: im Dom oder in St. Michael?

Im Hildesheimer Dom. Sie gehören zum Welterbe von St. Michael, wurden aber verlegt und zählen heute zu den Schätzen des Doms, zusammen mit der Bernwardsäule.

Lohnt sich Hildesheim als Tagesausflug aus Hannover?

Ja, Hannover liegt nur 28 km entfernt, und der Rundgang mit beiden Museen füllt einen Tag. Wer länger bleibt, findet auch eine Tour durch Hannover.

Ist das Roemer- und Pelizaeus-Museum etwas für Kinder?

Ja, für Kinder und Jugendliche gibt es einen ermäßigten Eintritt. Neben Ägypten gibt es eine große naturkundliche Sammlung, die sich für Familien gut als zweiter Schwerpunkt eignet.

Welche Stadt passt als zweiter Tag?

Romanik und Fachwerk gibt es auch in Goslar, Residenzgeschichte in Wolfenbüttel und Braunschweig; alle liegen gut 40 km entfernt.

Ist der Rundgang wirklich kostenlos?

Ja. Die ganze Tour ist kostenlos: Route, interaktive Karte und GPS-Navigation kosten dich nichts. Optional und kostenpflichtig ist nur der AI Tour Guide, der dich per Stimme durch die Tour führt und mit dir ins Gespräch kommt. Du testest ihn mit 100 kostenlosen Credits, danach zahlst du 5 € pro Stunde oder 19,99 € für diese ganze Tour, ohne Zeitlimit. Nicht enthalten ist der Eintritt bei 3 der 10 Stopps: Kehrwiederturm, Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim und Dommuseum Hildesheim verlangen eigenen Eintritt.

Muss ich eine App herunterladen?

Nein. Alles läuft im Browser deines Smartphones. Öffne die Route und lauf los, ohne Download und ohne Anmeldung.

Muss ich den Rundgang vorab buchen?

Keine Buchung nötig. Dieser selbstgeführte Rundgang ist jederzeit verfügbar. Öffne einfach die Route im Browser und lauf los. Der AI Tour Guide funktioniert sofort, ohne App, ohne Reservierung.

In welchen Sprachen ist der AI Tour Guide verfügbar?

Der AI Tour Guide spricht 13 Sprachen. Du machst die Tour in deiner eigenen Sprache und kannst jederzeit wechseln.

Kann ich Stationen überspringen oder die Route ändern?

Klar. Es ist deine Tour. Überspring Stationen, bleib länger an Orten, die dir gefallen, oder starte an einem beliebigen Punkt der Route. Du bestimmst das Tempo.
Bildnachweise
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