Steiner Tor
Das Steiner Tor ist das Wahrzeichen von Krems und das einzige Tor, das vom alten Kremser Mauerring übrig ist. Bis ins letzte Drittel des 19. Jahrhunderts umschloss eine Stadtmauer die Stadt, dann wurde sie systematisch geschleift, und mit ihr verschwanden drei weitere Tore. Erst die Regulierung der Donau machte das möglich, denn die Mauer war zugleich Hochwasserschutz für das tief liegende Gelände vor dem Tor.
Schau dir zuerst die Außenseite an. Die beiden Trabantentürme links und rechts des Portals und das untere Geschoss stammen aus dem späten Mittelalter. Rechts neben dem Torbogen sitzt ein kleiner Wappenstein mit dem Wahlspruch Kaiser Friedrichs III., A.E.I.O.U., und der Jahreszahl 1480 in römischen Ziffern. Vermutlich markiert sie den Wiederaufbau der Befestigung, nachdem ungarische Truppen 1477 die Stadt belagert und schwer beschädigt hatten.
Der Turmaufbau ist deutlich jünger: barock, aus der Zeit Maria Theresias, ein Chronogramm ergibt 1756. In der Mitte prangt der habsburgische Doppeladler mit den Buchstaben M. T., daneben Bindenschild und Steirischer Panther, das Stadtwappen ab 1453. Zehn Jahre später „verbesserte“ Friedrich III. es zum gekrönten Doppeladler in Schwarz und Gold, der bis heute das Kremser Stadtsymbol ist.
Geh dann durch den Bogen und dreh dich um: Auf der Innenseite erinnert ein Gedenkstein an das Jahr 1573, als ein Eisstoß auf der Donau eine große Überschwemmung auslöste. Für das 700-Jahr-Jubiläum der Stadtrechte 2005 wurde das Tor möglichst originalgetreu restauriert. Zwei weitere alte Tore, das Kremser und das Linzer Tor, stehen übrigens in Stein, das eine eigene Befestigung hatte.
Rund um den Start liegen auch der Hohe Markt und der Kremser Bauernmarkt. Zur Gozzoburg sind es 520 m, gut 8 Minuten zu Fuß.












